hallo in die Runde
kennt jemand ein gutes Buch über Epigenetik?
Ich freue mich über Lesetipps. ![]()
![]()
![]()
hallo in die Runde
kennt jemand ein gutes Buch über Epigenetik?
Ich freue mich über Lesetipps. ![]()
![]()
![]()
gelesen habe ich noch keins darüber. Habe aber gerade einfach mal gegoogelt und das gefunden
https://www.buecher.de/shop/sachbuch/…e%20beeinflusst
Oder das hier
Danke
Also die klingen beide sehr viel versprechend. Bei Amazon hatte ich auch schon geschaut und das hier gefunden:
Wenn ich's gelesen hab, berichte ich hier mal.
Wenn ihr einen Favoriten habt, gerne mal schreiben
das lese ich dann zuerst.
Ich bin am Donnerstag auf 3Sat zufällig auf zwei Sendung ab 21 Uhr (Scobel und eine andere danach) zu diesem Thema gestoßen (vielleicht sind die ja noch in der Mediathek zu finden?). Es ging zwar nicht direkt um EZS, aber eben um immer mehr wissenschaftliche Erkenntnisse, dass wir viel weniger von den eigenen Genen gesteuert werden, als vielmehr auch von äußeren Einflüssen, Lebenswandel usw., was wiederum vorhandene Gene aktivieren und deaktivieren kann. Ein Buch von Peter Spork wurde auch empfohlen (Der 2. Code). Werde mal in meiner Bücherei nach den Büchern von Peter Spork suchen.
Danke für den Tipp. Da werde ich mal schauen.
Peter Spork hat anscheinend mehrere Bücher dazu geschrieben.
von Epigenetik von Bernhard Kegel als Taschenbuch - Portofrei bei bücher.de (buecher.de) hab ich mir mal die Leseprobe angeschaut und muss sagen:
Die "lässt sich schon mal gut an" ![]()
Ich hab auf jeden Fall schon was in der Leseprobe gelernt.
Bücher bei denen man nix lernt, lese ich nicht gern.
Ich stelle mir das ja beim Lesen immer so Comic-mäßig vor: Über meinem Kopf erscheint bei den guten Büchern so ne Glühbirne und macht ab und an *bling*
Hallo ihr Lieben
ich hab zwar erst 20% gelesen, aber ich muss sagen: Das Buch von Bernhard Kegel ist echt gut.
Bester Satz bisher:
"Darwin lebte hier bis zu seinem Tod ein zurückgezogenes Leben als Privatgelehrter, ein chronisch magenkranker, aber begüterter gentlemen naturalist oder, wie er sich selbst einmal beschrieb, ein >> Millionär von seltsamen und wunderlichen kleinen Tatsachen<<"
--> den muss ich mir mal merken, falls mich jemand fragt, wer ich bin![]()
Die Comic-Glühbirne ![]()
![]()
hat jedenfalls jetzt schon mehrmals "bling" gemacht. Das Buch hat zwar auf den ersten Blick rein gar nichts mit Kinderwunsch zu tun, aber als wichtigste Erkenntnis habe ich folgendes mitgenommen:
Von der Erforschung des menschlichen Genoms hatte man sich seinerzeit - in den 90ern - extrem viel versprochen Allerdings konnten die Genomforscher das Versprechen, damit Krankheiten zu heilen etc. bis dato nicht einlösen. Stattdessen entdeckte man, dass man "Gen" völlig neu definieren muss und dass das Genom von Mensch und Maus recht identisch ist.
Ich habe mir überlegt, das das in etwa so ist, wie wenn man Schloss Neuschwanstein und Müller's Garage untersucht. Man entdeckt: Aha beides ist aus Stein.
Aber warum Schloss Neuschwanstein komplexer ist als Müllers Garage, erklärt sich damit dann eben doch nicht.
Und hier kommt dann die Epigenetik ins Spiel.
ich berichte, wenn ich weiter bin!
Ihr Lieben,
so, hier mal ein kleiner Zwischenbericht ![]()
Also das Buch von Bernhard Kegel ist wohl eher für die Zielgruppe "Biologen" - stellenweise ist es daher leider schwer zu folgen. Ein paar Illustrationen der Sachverhalte hätten dem Buch wohl gut getan, um die Zielgruppe auf "wissenschaftsinteressierte Laien" zu erweitern.
Was ich verstanden habe, ist ungefähr folgendes:
Es gibt nicht nur den DNA-Code, sondern noch drei weitere Codes, die Einfluss nehmen. Dieser weiteren Codes (=Epigenetik) wird zum Teil durch Umwelteinflüsse programmiert. Allerdings wird der "biochemische Anmerkungsapperat" auch von Individuen über Generationen vererbt.
Z.B. vom Großvater auf den Enkel. So spielt z.B. der Ernährungszustand des Großvaters in einem bestimmten jugendlichen Alter eine Rolle für spätere Kreislauferkrankungen.
Dies ist wohl nicht genetisch bedingt, sondern epigenetisch.
Allerdings steckt das Thema Epigenetik noch sehr in den Kinderschuhen.
Interessant fand ich den Aspekt der Genom-Forschungsenttäuschung. Man glaubte, dass man mit der Erforschung des Genoms alle Fragen zur Genetik auf einen Schlag beantworten könne. Stattdessen stellte man fest, dass dies gar nicht der Fall war, da es viel weniger Protein-codierende Gene gibt, als man vermutet hat.
Man konnte nicht erkennen, wie mit diesen "wenigen" Genen ein komplexer Organismus wie der Mensch möglich ist. (Eine Maus hat mehr Gene als ein Mensch. Unglaublich!)
Folgenden Satz möchte ich aber mal zitieren, da ich mich ein bisschen drüber gefreut habe.
"Es steht außer Frage, dass Mütter ihren Nachkommen weit mehr auf den Lebensweg mitgeben als nur ihre Gene"
So schreibt er weiterhin, "Die Sensation besteht als nicht so sehr darin, dass es diese Einflussnahme der Umwelt gibt. Sie besteht in ihrer Raffinesse und in ihrem Umfang, der in den letzten Jahren offenbar wurde [...]"
Was das jetzt alles im Zusammenhang mit Kiwu bedeutet, ist mir noch nicht ganz klar. Aber das nächste Kapitel handelt von Blastozysten-Transfer in "fremde Mäusemütter".
Ich bin sehr gespannt ![]()
Tulpe80 Super, dass du uns mitverfolgen lässt
- danke - freu mich schon auf deinen nächsten Bericht!
Ihr Lieben,
ich bin jetzt ungefähr bei der Hälfte des Buches angelangt. Zwischenzeitlich wurde es ein wenig verständlicher - obgleich ich trotzdem nicht immer alles verstanden habe.
Das Thema mit den Mäuse-Leihmüttern wurde leider nicht weiter beleuchtet. Es wurde bloß angeführt, weil man in diesem Versuch sogenannte maternale Effekte ausschließen wollte. Man transferierte einen genetisch gesunden Embryo in eine genetisch kranke Maus-Mutter und dies hatte wohl keinen Einfluss auf das Mäusekind.
Anschließend ging es um sogenannte Transposons - so wie ich das verstanden habe, sind das Gene, die sich an andere Stellen in der DNA hineinmogeln können. Sie firmieren auch unter dem Namen "springende Gene".
Ebenfalls in diesem Zusammenhang steht die sog. "Methylierung der DNA". Vereinfacht formuliert kann man sagen, dass es sich hier bei um eine Art Schutzmantel für Gene vor Transposonssons (bzw. andere Gen-zerstörerische Effekte) handelt.
Forscher aus Arkansas haben nun herausgefunden, dass Spezialfutter (mit Cholin, Folsäure und B12 angereichert) bei kranken Tieren weniger kranke Nachfahren nach sich zieht. Auch hier muss ich ein wenig vereinfachen: Man führt das darauf zurück, dass mit diesen Zusatzstoffen eine stärkere Methylierung der DNA erfolgt, was eben bedeutet, dass Gene besser vor Zerstörung geschützt sind. (Generell ist das mit der Folsäure nichts neues, aber es gibt nun eine epigenetische Theorie dafür)
Zitat "Des Rätsels Lösung steckt in der Natur der verwendeten Nahrungszusätze, denn es handelt sich ausnahmslos um Stoffe, die als Lieferanten von Methylgruppen bekannt oder im Methylstoffwechsel der Zelle von Bedeutung sind. [....] Die Mäsuemütter haben ihn [ihren Nachwuchs] buchstäblich gesund gefressen [...]"
Bei menschlichen Schwangerschaften spielt Folsäure wohl insbesondere in der vierten Woche eine sehr große Rolle.
Fortsetzung folgt ...
Mäuse - Methylierung - De-Methylierung bei Krankheiten, die epigenet. beeinflusst werden - Unterschätzung der Epigenetik
Vortrag von Prof. Dr. med. Frank Louwen: Epigenetik und fetale Programmierung
Danke Tulpe80 dass du das Buch so toll für uns zusammen fasst 🫂
Welche Klinik ist die richtige? Was, wenn es unterschiedliche ärztliche Meinungen gibt?
Auf www.deine-kinderwunschmanager.de findest du:
✅ Persönliche Begleitung durch erfahrene Kinderwunschberater*innen
✅ Hilfe bei der Auswahl der passenden Klinik – im In- oder Ausland
✅ Vertrauensvolle ärztliche Zweitmeinungen
✅ Ein offenes Ohr für all deine Sorgen
🎯 Buche jetzt dein kostenloses Kennenlerngespräch – und finde heraus, was dir wirklich weiterhilft.