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Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

  • sasuna
  • 19. Juni 2006 um 21:26
  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 19. Juni 2006 um 21:26
    • #1

    Bitte ich meine damit Schreien und Weinen nicht ein etwas "meckern" oder ein bissi Jammern.

    Ich habe mich ja dazu entschieden meine Kinder nicht schreien zu lassen (schwiegermutter auch wenn Dich das auf die Palme bringt :abgelehnt:) aber es gibt 2 Situationen da gehts oft nicht anders:

    1. Einer wird gerade gestillt (sehr oft stille ich ohnehin gemeinsam aber nicht immer und vor allen jetzt wenn es sehr heiß ist nicht oder wenn ich einen einschlafstille)

    2. Einer ist gerade beim Einschlafen und schmust dabei just jetzt braucht der andere was.

    In den beiden Situationen kann es passieren dass der Wartende zu weinen oder schreien beginnt und ich nicht sofort reagieren kann. Meist haben wir es sehr gut im Griff aber heute:

    :ertrink: Es ist extrem heiß und die beiden etwas unruhig. Meine kleine Maus ist im Einschlafen (derzeit MUSS ich sie dabei ganz eng am Körper halten sie braucht das trotz Hitze) und mein kleiner Mann ist auch durstig und liebesbedürftig. Ich war echt verzweifelt denn er hat mind. 2 Minuten geweint nur hätte ich die Kleine vorher abgelegt wäre sie wieder aufgewacht und heute wars soooooooooo schwer sie zum Schlafen zu bekommen. Noch dazu mußte ich kurz den Raum verlassen damit sie nicht wieder aufwacht. :tear:

    Ich stehe ja auf dem Standpunkt dass Kinder eben weinen oder schreien weil sie ein Bedürniss haben nicht weil sie "stören" wollen. Davon abgesehen halte ich es nicht aus das herz tut mir weh wenn ich ein Tränchen sehe.......

    Wie läuft das bei Euch?

    lg
    sasuna

  • ute
    Gast
    • 19. Juni 2006 um 22:38
    • #2

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    Hallo Sasuna,
    du sprichst mir aus der Seele, auch ich kann unsere Maus einfach nicht weinen hören oder schreien lassen! Auch wenn von rundherum immer wieder Komentare dazu kommen, wie, "du verwöhnst das Kind zu sehr, das kräftigt die Lungen.... ", es ist mir egal ich liebe mein Kind und ich habe viel zu lange gewartet, bis es endlich zu uns kam, daher muss mein Kind möglichst nicht weinen oder Schreien, denn es will damit meiner Meinung nach immer etwas ausdrücken, ist aber ja noch nicht in der Lage sich mit Worten zu artikulieren.
    Klar gibt es bei einem einjährigen Kind Situationen, in denen es Schreit, am ehesten vor Zorn oder Wut, weil es dies oder das nichtg darf, aber bestimmte Regeln sind für mich wichtig und vor Gefahr muss es ja sowieso bewahrt werden, auch wenn es diese noch nicht versteht. So kommt es schon zu Situationen in denen es weint oder schreit, aber das hat einen anderen Charakter.
    Gleiches gilt für mich, was die Schlafsituation betrifft, ich habe mir, wie so viele dises berühmte Buch des Schlafen lernens gekauft und es gelesen, ganze fünf Minuten habe ich das ausgehalte, dann haben wir , die Maus und ich um die Wette geweint, und danach habe ich beschlossen, das Schlafen nicht mehr zum Problem zu machen, schaftt es in dem eigenen Bett zu schlafen, dann ist es schön, wenn nicht schläft es bei uns, auch ok!
    Ich denke, alles in allem geht es uns hier im Forum allen ähnlich, der Weg zum Kind war zu lange und schwierig, das erweitert das Herz und lässt viele Gefühle zu.
    Liebe Grüße
    Ute

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 19. Juni 2006 um 22:51
    • #3

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    Hallo liebe sasuna,

    also Respekt, was ihr Zwillingsmamis leisten müßt :gut: :gut: sehr schwierig manchmal, klar kann sich die Mama nicht zweiteilen :gruebel:.

    Und grade wenn man sein Kind mit seinen Bedürfnissen und Äußerungen respektiert und auf das Weinen reagieren möchte, aber halt nur zwei Hände hat - ich fand deine Schilderung sehr lebhaft und sehr liebevoll. Mir wird grade wieder klar, wie leicht es doch vergleichsweise mit einem Schratzerl ist.

    Ich habe es von Geburt an genauso gemacht, ich habe sie NIE alleine weinen oder schreien lassen. Ich bin immer bei ihr gewesen und habe ( am Anfang unseres Zusammenlebens versuchsweise, dann immer selbstverständlicher ) ihr Verlangen und ihre Empfindungen ( Hunger, Durst, Alleinefühlen, Getragenwerden, Langeweile, Sehnsucht, Kuschelnwollen, Schmerzen, ) so schnell es ging befriedigt. Denn Babys können nur durch die Art wie sie von uns behandelt werden, die Erfahrung machen, daß sie gut und richtig sind.


    Heute habe ich ein liebevolles fröhliches selbstbewußtes Persönchen, das um seinen Wert weiß .


    Die Beziehung zwischen Kind und Eltern soll durch viel Nähe, wenige Trennungen, Stillen, Tragen, gemeinsames Schlafen, kürzeste Beruhigungslatenz , emotionale Ansprechbarkeit und eine zugewandte liebevolle Erziehung geprägt sein. Negative Erfahrungen in diesen Bereichen werden vom Kind verinnerlicht und können seine ganze weitere Entwicklung bis hinein ins Erwachsenenleben stören.


    Wenn man sich dagegen vor Augen führt, daß in diesem Horrorbuch-Bestseller JKksl von Kast-Zahn empfohlen wird, Babys mit 6 Monaten schreien und weinen zu lassen, bis sie endlich alleine und verzweifelt einschlafen [Blockierte Grafik: http://forum.rabeneltern.org/images/smiles/kotzen.gif]   
    ( und sich diese Eltern zu ihrem artigen, angepaßten Kind gratulieren können
    [Blockierte Grafik: http://forum.rabeneltern.org/images/smiles/stirn.gif] )kann man schon ermessen, wieviel Elend sich tagtäglich in den Kinderzimmern unseres westlichen Kulturkreises abspielt.


    In unserer großen Krabbelgruppe erzählte neulich auch so eine Dressurmum, daß sie sich des öfteren mit Kopfhörern ins Wohnzimmer setzen würde, weil sie sonst das "Geplärr" aus dem Gitterbett nicht mehr aushalten könnte. ( Der Kleine war grade mal 7 Monate alt ). Bei so einer Ansage kann ich natürlich nicht meinen Mund halten, und wir sind ziemlich aneinandergeraten. Am Schluß fragte ich sie, warum sie sich statt eines Kindes nicht einen Kanarienvogel angeschafft hätte, da würde das funktionieren mit Decke drauf und Ruhe ists.

    Eine andere sagte neulich: Ja, aber abends um 8 , da will ich aber dann Feierabend haben, ich bin auch nur ein Mensch, ich brauche dann meine Ruhe, wenn sich nicht die Nachbarn immer beschweren würden wegen des Geschreis, würde ich sagen, Türe zu und gut.


    Warum manche Leute Kinder haben, ist für mich nicht nachvollziehbar [Blockierte Grafik: http://forum.rabeneltern.org/images/smiles/icon_question.gif] . Anscheinend muß es sein, weil es dazugehört, aber dann soll das Kind nur ja nicht das gewohnte Leben stören, es soll sich möglichst schnell an die Erwachsenenwelt anpassen , sonst gibt es Krieg und der Willen des Kindes muß gebrochen werden, damit es schnell kapiert, wer das Sagen hat.

    So eine Einstellung ist für mich Lichtjahre von einer lebendigen liebevollen Familienbeziehung entfernt.

    Ein Baby muss sich sicher und geliebt fühlen, das muß als Grundgefühl in seinem Sein von Anfang an verankert sein. Wenn man es Schreien läßt, vermittelt man ihm deutlich seine Wertlosigkeit und zerstört sein Urvertrauen.

    Ein wunderschönes Buch zu dem Thema ist u.a von Jean Liedloff : "Auf der Suche nach dem verlorenen GlücK" :hearts: , das hat mich sehr berührt .


    Liebe Grüße

    von Josi

    [Blockierte Grafik: http://forum.rabeneltern.org/images/smiles/slinggirl.gif]

    [Blockierte Grafik: http://forum.rabeneltern.org/images/smiles/familybed1.gif]

  • manda
    Blastozyste
    Beiträge
    790
    • 20. Juni 2006 um 11:12
    • #4

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    sasuna, ute und Josi: dem habe ich nichts mehr dazuzufügen. Kann mich allem, was Ihr geschrieben habt, nur anschließen.
    Unser Resultat sind zwei liebenswerte Kinder, die von anderen stets für ihre Ausgeglichenheit und ihr glückliches Aussehen (aber nicht nur dafür) bewundert werden. Sagt auch der Kinderarzt und die Krankengymnastin! Und wir, wir vergöttern sie eh ... (von den Großeltern mal ganz abgesehen)

    Liebe Grüße,

    manda

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 20. Juni 2006 um 14:20
    • #5

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    Hallo ihr,

    ich habe das Glück, ein Baby zu haben, das kaum schreit – fast gar nicht. Und bei EINEM ist es sowieso einfacher. Ich denke, bei einem Neugeborenen und sehr kleinen Baby sollte man alles sofort befriedigen. Je älter das Kind wird, desto länger wird die Leine, an der die Mutter ist. Und die darf man auch nutzen. Zum Leben-Lernen gehört auch, warten zu lernen, und auch, mit Frust fertigzuwerden. Wohlgemerkt: in altersgerechter Dosierung. Aber die Fähigkeit zum Triebaufschub ist eine zentrale Fähigkeit für ein gelungenes Leben. Und Frustrationstoleranz braucht man auch unbedingt. Insofern halte ich es für falsch, als Mutter immer zu springen - auch wenn man sein Kind sehr liebt und lange auf es hat warten müssen. Ab einem gewissen Alter muss man dem Kind auch ein Gegenüber sein.

    Ich denke, da kommt es vor allem auf die offenen Ohren der Mutter an. Babys schreien ja ganz unterschiedlich, und da muss man die Nuancen raushören. Vor einiger Zeit fuhr ich in die Stadt. Beim Aussteigen hörte ich an einer anderen Haltestelle ein Kind im Kinderwagen schreien, und zwar in höchster Not. So, dass meine Brust anfing zu laufen und mir die Tränen kamen. Die Mutter stand teilnahmslos neben dem Kinderwagen, ohne ihn auch nur zu schuckeln, und rauchte. Furchtbar, es ging mir noch tagelang nach. Aber seit diesem Erlebnis weiß ich, wie sich ein Kind anhört, das wirklich in Not ist, und ich höre, dass das Knötern von unserem Murkel wirklich nur Pipifax ist. Insofern hatte dieses schreckliche Erlebnis noch sein Gutes. Ich habe dadurch einen Maßstab bekommen.

    Meine Hebamme hat mir ganz am Anfang gesagt: Lernen Sie unbedingt, etwas Geschrei auszuhalten. Ruhig weiteratmen, werden Sie auf keinen Fall nervös oder hektisch. Das Kind muss die Mutter als „Fels in der Brandung“ erleben, also Sicherheit und Ruhe verkörpernd. Die Mutter sollte reagieren, aber keine Getriebene sein. Ein Neugeborenes könne bereits etwa 5min aushalten.

    Ich finde auch nicht, dass „Jedes Kind kann…“ ein Horrorbuch ist. Es wird dort empfohlen, das Kind anderthalb bis 3 Minuten schreien zu lassen, und dann wieder zu ihm zu gehen. Dort geht es um etwas ältere Kinder, nicht um kleine Babys. Das können Kinder meiner Meinung nach aushalten. Außerdem geht es um solche Fälle, in denen wirklich ein Problem da ist, in denen die Mutter beispielsweise mit den Nerven am Ende ist, weil sie keinen Schlaf mehr bekommt. Da muss dann etwas getan werden, selbst wenn es am Anfang weh tut. Es geht doch auf Dauer allen Beteiligten damit besser. Ansonsten gibt das Buch doch nur Tipps, wie man den Schlafrhythmus der Kinder geschickt händelt.


    Was mich sehr viel mehr nervt: Mütter, die eine Dauergenervtheit ihren Kindern gegenüber ausstrahlen, und Mütter, die ostentativ raushängen lassen, welche Belastung ihre Kinder sind, wie anstrengend die sind. Und die das sogar in Anwesenheit ihrer Kinder sagen. Da kriege ich die Krise.


    Gruß Romy

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 20. Juni 2006 um 15:34
    • #6

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    Eigentlich schade, daß dein Kind nicht oft weint, wie soll es denn jetzt seine Frustrationstoleranz herausfinden?


    Hoffentlich entwickelt es auch die Fähigkeit zum Triebaufschub , bei einem Baby eine wirklich wichtige Angelegenheit.


    Hättest du mal lieber nachgelesen, daß sich erst ab dem Alter von 9 Monaten überhaupt erst die Objektpermanenz entwickelt , das heißt, jemand, der aus dem Blickfeld des Kindes verschwunden ist, ist noch für das Kind vorhanden. Vorher ist er einfach weg. Und das Kind ist allein.


    Soviel noch zu dem Thema: JKkSl wäre kein Horrorbuch. Es ist ein schreckliches Machwerk, ein Konditionierungsprogramm, ein Willensbrecher. Und meilenweit von den Grundsätzen des attachment parenting nach Sears und Gonzales entfernt.

    Und hier kannst du lesen warum:


    Vorab sei zu sagen, daß sich der "Erfinder" der Methode, Dr. Richard Ferber, in den USA bereits vor einiger Zeit von dieser Methode deutlich distanziert hat und sie nur mehr für deutlich ältere Kinder ab einem Jahr mit schweren psychischen Problemen empfiehlt.

    Kast-Zahn/Morgenroth empfehlen diese Methode für Babys mit 6 Monaten, auch jünger.


    Beim Ferbern handelt es sich um eine KONDITIONIERUNGSMETHODE, das heißt, dem Kind wird ein von den Eltern als unerwünscht empfundenes VERHALTEN (nicht etwa das Bedürfnis, welches dahintersteckt) abtrainiert, indem man sein Signal

    ("Bitte nimm mich in den Arm, ich kann alleine nicht (ein)schlafen") konsequent ignoriert.

    Und zwar so lange, bis das Kind begriffen hat, dass ihm nicht geholfen wird, ganz egal, wie deutlich es sich bemerkbar macht.

    Durch den entstandenen Leidensdruck (Einsamkeit, Hilflosigkeit, Verzweifelung und Erschöpfung durchs Schreien) wird es irgendwann resignieren und schließlich einschlafen.

    Dabei spielt es im übrigen ÜBERHAUPT keine Rolle, in welchen Abständen man zu ihm geht.

    Entwicklungspsychologen gehen sogar davon aus, dass es für ein kleines Kind weit schlimmer ist, viele Male verlassen zu werden, anstatt nur ein einziges Mal. Denn immer, wenn es das Gesicht der Mutter sieht, bekommt es die Hoffnung, dass die Tortur ein Ende hat und es nun endlich in den Arm genommen wird. Geht sie dann wieder, fällt es zurück in das dunkle Loch aus dem es gerade mühsam hervorgekrabbelt war.

    Macht man das ein paar Mal, ist das Baby emotional völlig am Ende.

    Ein Schlafprogramm setzt also GANZ BEWUSST diese emotionale Überforderung (des Kindes) als Druckmittel ein und da Säuglinge dem in der Regel nicht allzu viel entgegenzusetzen haben, funktioniert es in vielen Fällen erschreckend gut.

    Tatsächlich ist es aber Psychoterror für das Kind und daher seelische Gewalt.

    Der Mutter wird empfohlen, wenn sie das verzweifelte Weinen und Schreien ihres Kindes nicht mehr aushält und durch "Aufnehmen" den Dressurerfolg zunicht machen würde, doch in einem anderen Zimmer Kopfhörer aufzusetzen. Also: Nur nicht den mütterlichen Instinkt hochkommen lassen, der Ratgeber weiß besser, was für die Familie gut ist.

    Des weiteren liest man, ein Kind, das bis zum Erbrechen geschrien hat, nur nicht aus seinem Bettchen herauszunehmen ( es würde dies als "Erfolg" werten ), sondern den verdreckten Schlafanzug im Bett auszuziehen und es wieder abzulegen.


    Ich halte von diesem Buch und ähnlichen nur eins: ABSTAND !


    Meiner Meinung nach geht es auch ohne diese tollen "Ratgeber", Geduld und das Zurückstecken der eigenen Bedürfnisse in den ersten Lebensmonaten führen auch zum Ziel, ohne dabei mögliche seelische Schäden der Babies billigend in Kauf zu nehmen.


    Soweit zu diesem Machwerk.


    Daß man seinem Kind gegenüber feinfühlig und sensibel reagiert, hat doch überhaupt nichts damit zu tun, wie lange man darauf warten mußte. Das hört sich für mich so, an als wären wir Kinderwünschler von vornherein die überbesorgten Gluckenmütter.


    Und liebe romy, das wirst du uns ja wohl zutrauen, daß wir unglückliches Weinen von etwas Meckern unterscheiden können, oder?


    Diese Hebamme gehört doch verboten. Das man auf die Bedürfnisse eines Babys sofort und adäquat reagieren soll, grade um kein "Schreikind" zu bekommen, das gelernt hat, nur mit äußerstem Schreien wird ihm Aufmerksamkeit geschenkt, hat sich doch schon bis in jede Aopthekerzeitschrift rumgesprochen. Toll, das die Frau ihre Superratschläge noch an viele andere junge Mütter verteilen darf.....ein Neugeborenes ruhig 5 Minuten schreien zu lassen - da sträuben sich mir die Haare.

    Ein Fels in der Brandung bin ich für mein Kind dann wenn ich es tröste und auf es reagiere, und nicht, wenn ich mit der Stoppuhr in der Hand alle drei Minuten kurz in sein Zimmer stürme, "Du mußt jetzt schlafen" - sage und wieder abrausche.


    Mann, Romy, wie bist denn du drauf?? Du bist ja die reinste Ferbermutter ! Mal eben drei Minuten schreien lassen? Ist ja nix dabei, kräftigt sogar noch die Lungen, oder? Und ein Neugeborenes gleich 5 Minuten? Ja klar, damit es gleich lernt, mit Frust umzugehen.?
    Mit den Ansichten wärst du besser im Pampers-Forum aufgehoben, da sind die ferbernden Mütter unter sich. Im Übrigen ist für mich ein 6-monatiges Kind ein Baby. Und ab diesem Lebensalter propagiert die Kast-Zahn ihr Werk.


    Ja, was Kinder alles aushalten.........

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 20. Juni 2006 um 15:55
    • #7

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    Josi, ich muss dich noch mal um etwas mehr Höflichkeit mir gegenüber bitten. Ich empfinde deinen Ton mir gegenüber als äußerst ungehörig. Ich wüsste nicht, dass ich dir etwas getan hätte -außer das ich in einigen Dingen anderer Meinung bin als du - und bitte dich darum, mich anders zu behandeln.


    Romy

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 20. Juni 2006 um 16:08
    • #8

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    Romy,

    was die Höflichkeit angeht, die du einforderst, muß ich sagen, daß ich dieselbe bei früheren Threads gegenüber mir und auch sasuna ebenfalls vermißt habe .

    Wenn du dich angegriffen fühlst, tut es mir leid, aber so ist das nun mal bei Diskussionen. Und bei so einem sensiblen Thema sind auch die Antworten etwas emotionsgeladener.

    Ich finde solche Kommentare zum Schreienlassen von Babys eben schrecklich. Und in einem öffentlichen Forum erlaube ich mir, dagegen zu protestieren. Auch schon aus dem Grund, um so etwas nicht unkommentiert stehenzulassen. Nenn es von mir aus Missionierungsdrang.

    Belassen wir es dabei, daß wir anderer Meinung sind. Du läßt schreien ( würdest schreien lassen) und ich nicht.


    Josi

  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 23. Juni 2006 um 22:52
    • #9

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    [quote author=Josi link=topic=3009.msg21543#msg21543 date=1150812482]

    Ich finde solche Kommentare zum Schreienlassen von Babys eben schrecklich. Und in einem öffentlichen Forum erlaube ich mir, dagegen zu protestieren. Auch schon aus dem Grund, um so etwas nicht unkommentiert stehenzulassen. Nenn es von mir aus Missionierungsdrang.

    [/quote]

    Liebe Josi,

    kann Dir nur beipflichten und es ist übrigens bereits erwiesen dass Kinder meist umso mehr schreien je mehr man nicht auf sie eingeht.

    Und der Kleine meiner Nachbarin ist gerade in der Trotzphase da ist manches Schreien das wir jetzt hören Mozart dagegen in meinen Ohren :D

    Ich habe das Buch übrigens NIE gelesen.
    lg
    sasuna

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 14. Juli 2006 um 18:10
    • #10

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    Nochmal ganz kurz zum Thema Schreien:

    Was ich persönlich sehr interessant finde:

    Bei den heutzutage noch vorhandenen Naturvölkern, z.B.

    den Yequana-Indianern in Venezuela, den Inuit - Eskimos, dem !Kung - Stamm in Afrika, dem Tuareg-Stamm aus der Sahara,

    dort, wo Säuglinge ab dem Zeitpunkt ihrer Geburt

    traditionell ständiges Tragen, intensiven Körperkontakt , kontinuierliches Stillen und Schlafbegleitung erfahren,

    gibt es keine Schreibabys. Überhaupt nicht zu finden.

    Auch z. B. in den traditionellen Dorfgemeinschaften Japans und Taiwans, wo die Aufzucht von Säuglingen noch nach dem gleichen " alten " Muster erfolgt, gibt es dieses Phänomen nicht.

    Schon gar keine Schlaflabors und Schreiambulanzen. Dazu kann wohl jeder selber seine Schlüsse ziehen.........?


    [Blockierte Grafik: http://foto.arcor-online.net/palb/alben/23/1155123/400_6134303262376431.jpg]


    [Blockierte Grafik: http://www.gfi-ministries.org/album/didinga/page17.jpg]

  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 14. Juli 2006 um 21:09
    • #11

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    Das Buch kleine Babys großes Glück ist super!!!!!!!!

    Sag mal was ist den der ergo genau? der Babybjörn wird nämlich schon zu klein und das TT finde ich bei der Hitze nicht zum aushalten........

    lg
    Sasuna

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 14. Juli 2006 um 21:18
    • #12

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    Sasuna, Schatz,

    der ERGO ist der absolute Traum zum Tragen etwas größerer Babys ( ab 6. Monat ).

    Das Gewicht liegt nämlich nicht wie beim BB auf den Schultern, sondern auf einem breiten Hüftgurt auf. Ist superbequem, du kannst auch wunderbar auf

    dem Rücken tragen ( das gefällt ihen ja super, weil sie so mehr sehen )


    guck mal hier bei Tragemaus.de

    http://81.169.162.205/shop2/index.ph…4c2d669c5b69ca4


    [Blockierte Grafik: http://81.169.162.205/mod_show_image.php?user=tragemaus&urlimage=ergoblankCamel.jpg&width=270]


    Gibt auch schönes Zubehör wie einen Rucksack und eine Gürteltasche dazu.

    Übrigens, bei den Rabeneltern machen sie oft Sammelbestellungen, dan wird es billiger ;)


    Liebe Grüße

    von Josi

  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 14. Juli 2006 um 21:29
    • #13

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    super danke josi was täte ich ohne Dich.

    Ich rabe muss mich jetzt mal registrieren treibe dort als gast mein Unwesen...... :D

    lg
    sasuna

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 15. Juli 2006 um 17:59
    • #14

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    Sasuna, Schatz,

    wenn du dich dort als User registrieren läßt, hast du auch Zugang zu den Foren mit Expertenberatung ( Stillen und Tragen ), zu der Bibliothek und zur Fotogalerie :)

    sieh mal hier:


    RABENELTERN-FORUM -

    Schwangerschaft und Geburt - Stillen, Tragen, Schlafen - Elternsein
    Lernwelten - Kind und Job - Gesundheit und Ernährung - Windelfrei

    Guck mal, wer hier schreibt - Guck mal einer an: Fotogalerie - Rabenelterntreffen und Kontakt

    Hängematte - Rabentreffen 2006 - Buchdiskussionen

    Expertenforen: Unser Beratungsteam
    HEBAMMENSPRECHSTUNDE - STILLBERATUNG - TRAGEBERATUNG - HILFE FÜR DEN ELTERNALLTAG


    Alles andere: Bücherring - Flohmarkt: Angebote / Gesuche - Rabenspielplatz - Off-Topic - Technik-Forum
    . Schlemmerecke - eCards - Bibliothek
    . Startseite mit allen Foren - Rabeneltern.org Webseite - Impressum - Netiquette - Nutzungsbedingungen

    Das taucht gar nicht auf, wenn man als Gast unterwegs ist.

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 15. Juli 2006 um 18:13
    • #15

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen


    Und hier hätte ich noch ein paar Bilder vom ERGO. Da sieht man vielleicht besser wie praktisch der ist :)


    Was ist neu
    am neuen ERGO-Modell?
     
    fürs Baby
    - bereits für Babys ab 3 Monate geeignet (Bauchtrage)
    - gepolsterte Beinausschnitte
    - spezielles Design im Pobereich, so dass Ihr Baby wie in einer vorgeformten Tasche sitzt
    - Rückenteil mit Baumwolle gefüttert
    - Innenstoff aus weichem Baumwoll-Popeline
    - Kopfstütze aus dünnem Baumwoll-Popeline jetzt längenverstellbar, Kapuzenform,
    mit Druckknöpfen an den Schultergurten fixierbar
    - Kopfstütze auch als Nackenstütze verwendbar

    [Blockierte Grafik: http://www.wickelkinder.de/tragemaus6.jpg]
    für die Eltern
    - anatomisch geformte ("S-Form") Schultergurte für besseren Sitz
    - zusätzliche Schnallen an den Schultergurten, so dass auch die Hüft-Trageweise möglich ist
    - verbreiterter Nylon-Gurt und breitere Schnalle im Bauchbereich für angenehmen Tragekomfort
    - Sicherheits-Schlaufe, schnell und einfach anzulegen
    - alle Schnallen und Verschlüsse nun unterpolstert
    - zusätzliche aufgesetzte Außentasche im Rückenbereich mit Reißverschluss verschließbar
    - die komplett neu konzipierte Gürteltasche kann sowohl in der Rückentrage- als auch Bauchtrageposition verwendet werden
    - neu überarbeitete, bebilderte und leicht verständliche Gebrauchsanleitung
    (8 Seiten, 6 verschiedene Methoden)


    Mna kann wirklich im ERGO stillen ;) ! Ich habs probiert, d.h. die Initiative dazu ging von Schneckilein aus :)


    [Blockierte Grafik: http://www.wickelkinder.de/_borders/nursing275.jpg]


    [Blockierte Grafik: http://www.wickelkinder.de/images/oceanbaby.jpg]


    [Blockierte Grafik: http://www.wickelkinder.de/images/couple275.jpg]


    [Blockierte Grafik: http://www.wickelkinder.de/_borders/backpack_frontpouch275.jpg]


    LG

    Josi

  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 4. August 2006 um 20:40
    • #16

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    xxx

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 5. August 2006 um 16:09
    • #17

    Re: Mir bricht fast das Herz jedesmal wenn sie weinen oder schreien müssen

    Liebe sasuna,


    ja, mit zweien ist es zwar doppelt schön :) , aber manchmal auch doppelt schwierig, hm?

    Was ich in dem Zusammenhang ja sehr interessant finde, wie ausgeprägt doch die kleinen Persönlichkeiten sind, obwohl doch die gleiche Bauchzeit, das gleiche Geburtserlebnis, die gleiche Betreuung - und jedes Baby entwickelt sich anders bzw. hat andere Bedürfnisse. Das hat auch Manda schon sehr anschaulich geschildert, wie ihre Zwillis unterschiedliche Charakteristiken und Vorlieben haben ;-).

    Also erstmal Glückwunsch zu deinem Andreas. Er scheint ein unkompliziertes Kerlchen zu sein, und völlig zufrieden mit seinem Platz im gemeinsamen Schlafzimmer.

    ( Übrigens finde ich es toll, das beide ím Gemeinschaftsschlafraum nächtigen. Immer wenn ich höre, das ein kleines Baby allein in "seinem" Zimmer schlafen muß, kommt mir die SIDS-Statistik in den Kopf, die besagt, das die meisten kleinen Babys allein in ihrem Zimmer gestorben sind, abgesehen davon gottseidank sind deine auch schon aus der Gefahrenzeit heraus.)


    Deine kleine Viktoria würde ich sagen, ist halt ein Kind mit starken Bedürfnissen.

    Sears schreibt dazu : Jedes Kind wird geboren mit einem bestimmten Grad an Bedürfnisstärke und der Möglichkeit, diese Bedürfnisse mit seinen Signalen auszudrücken.

    Wie du ja in deinem interessanten Vortrag zum Thema schlafen geschrieben hattest, ist es das normalste von der Welt, wenn ein Baby - grade nachts, die in seinen Genen als gefährlichste Zeit überhaupt festgelegte - Körperkontakt, Wärme und Nähe braucht.
    Die Natur hat in zwei Millionen Jahren die Säugetieraufzucht perfektioniert, Menschenbabys überlebten, weil sie gestillt und getragen wurden und die ersten Lebensmonate im ständigen Körperkontakt verbrachten.
    Und genau das erwartet ein "heutiges" Baby auch und reagiert zu Recht verstört, wenn es ganz anders behandelt wird, als das in seinen Genen verankert ist.

    Weil wir im fortschrittlichen 20. und 21. Jahrhundert uns von selbsternannten "Experten" vorschreiben lassen, wie wie unsere Babys zu behandeln haben, daß wir sie in großen Intervallen stillen sollen und zum Schlafen allein in ein dunkles Zimmer legen .......

    Und wenn man dann wieder mal auch noch lesen muß, das der vom Baby verzweifelt mit Tränen und Weinen eingeforderte Körperkontakt von den Eltern dann endlich einmal ausnahmsweise als Große Gnade gewährt wird, mit der Hoffnung, das dieses Bedürfnis hoffentlich bald vorbeigehen möge, frage ich mich, wo die natürliche Mutter-Kind-Bindung geblieben ist.


    Die gleichen klugen Experten, die heute dunkle Kinderzimmer für kleine Babys propagieren, forderten im frühen Mittelalter, das Baby mit den ersten Krabbelversuchen an Armen und Beinen in Streckverbände zu wickeln, damit es " nicht gleich dem Tier auf dem Boden herumkrieche", sondern so schnell wie möglich ein aufrechtes Wesen sein sollte.
    Im 18. Jahrhundert dann mußte die Mutter beim Stillen ihre Brust weitestgehend bedeckt halten, um das Baby nicht zur Unkeuschheit zu verführen.

    Da gäbe es noch 1000 Beispiele, was selbsternannte Ratgeber im Lauf der letzten Jahrhunderte bis heute alles unters Volk gebracht haben. Das würd ich auch den guten Ratgebern im Familienkreis so verklickern, wenn du mal wieder bedrängt wirst mit unerbetenen Ratschlägen.

    Von daher finde ich es sehr gut, daß du dich nicht verunsichern läßt - auch grade nicht von der lieben Verwandschaft ;) , und vor allem das mit dem Weiterstillen ist große Klasse !!

    Ich hoff, du brauchst nicht bald einen Chiropraktiker, bei den Kunststücken, die du da machst :-). Wird denn deine Kleine davon wach, weil das Brüderchen angedockt wird? Oder ist das "ihre" Zeit, zu der sie auch immer kommt? Kann es sein, daß sie die Trinkgeräusche hört, und dann kommt bei ihr auch der Saugreflex hoch?

    Das der Papa da nicht gefragt ist, glaub ich dir gerne, war bei uns auch so - es gab KEINEN Ersatz für die Brust ;) , und in der Beziehung hat der Papa halt gar nix zu bieten....


    Ich würd sagen, du machst alles richtig, und ja, es ist eine Phase :) . Wie so vieles im ersten Lebensjahr ;-). Aber ein wenig kann ich dich trösten : Mein Madamchen, das noch mit 16 Monaten jede Nacht 3 -4 mal nach ihrer "mimi" geschaut hat, schläft jetzt auch schon mal 7 Stunden am Stück :) - unglaublich, aber wahr. Das wird bei euch auch noch so kommen, ganz bestimmt. Bis dahin versuch dich oft auszuruhen und den wenigen zusammenhängenden Schlaf zu genießen ;)


    Bis bald und alles Gute für euch, schönen Gruß an den Papa ;)


    deine Josi

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