Scientology
Cruise verteidigt „stille Geburt“
Tom Cruise und seine Verlobte Katie Holmes
| 14.04.06, 14:54 Uhr |
Hollywoodstar Tom Cruise hat die Geburt nach Scientology-Regeln mit Respekt vor der Mutter erklärt und eine katholische Taufe ausgeschlossen.
Cruise erläuterte die von Scientologen praktizierte „stille Geburt“. Die Gebärende dürfe Geräusche machen, aber die Anwesenden sollten ruhig sein. Es gehe nur darum, „die Mutter zu respektieren“ und das Baby behutsam zur Welt zu bringen. Natürlich würde seine Freundin Katie Holmes auch schmerzstillende Mittel erhalten, wenn sie dies wünsche. Cruise will bei der Geburt an ihrer Seite sein.
Die Geburt eines Scientologen - eine stille Sache
Bereits bei der Geburt beginnt für das Baby, welches in das System Scientology hineingeboren wird, die erste Bekanntschaft mit den fragwürdigen Ideologien von L. Ron Hubbard, dem Gründer der Scientology Organisation.
"Sorgen Sie dafür, dass bei einer Geburt völlige Stille herrscht, damit die geistige Gesundheit von Mutter und Kind nicht gefährdet wird. Dazu gehört auch der Verzicht auf "Schschs", denn das erzeugt Stotterer."
L. Ron Hubbard, "Dianetik", Kapitel "Vorbeugende Dianetik" Seite 190 (fünfte Auflage in Deutsch)
Nach der Geburt einsam...
"Als nächstes, sollte die Geburt selbst so wenig Schmerzmittel wie möglich beinhalten, so ruhig und stumm wie möglich sein, und das Baby sollte nicht gebadet oder gekühlt werden sondern etwas eng in eine warme, sehr weiche Decke gewickelt werden, und dann für etwa einen Tag alleine gelassen werden."
Originalzitat:
"Next, the delivery itself should carry as little anaesthetic as possible, be as calm and no-talk as possible and the baby should not be bathed or chilled but should be wrapped somewhat tightly in a warm blanket, very soft, and then left alone for a day or so."
HCO [Hubbard Communications Office] Bulletin of 20 December 1958, "Processing a new mother" by L. Ron Hubbard.
Und so wird das Neugeborene ernährt:
" Und hier ist das Rezept:
Zitat:
450 ml Gerstenwasser
300 ml pasteurisierte Milch
90 ml Stärkesirup aus Mais
(da die Römer Honig verwendeten, kann auch 60 ml Honig anstatt Stärkesirup aus Mais nehmen, wenn man es wünscht.....) Die Menge Sirup sollte variiert werden - je nachdem, was das Baby bevorzugt -, einige möchten es schwächer, andere nehmen ihn stärker.
"Geben Sie etwa eine halbe Tasse Gerste in ein Musselintuch. Locker zusammenbinden. Langsam 6 ½ Stunden in etwa 2 Litern Wasser kochen (...) Das Gerstenwasser wird sehr, sehr rosa...."
Quelle: "Das Scientology-Handbuch", Seiten 529 bis 531, aus 1994
"Sie füttern das Baby nicht mit der Gerste selbst, nur mit dem Wasser, gemäss oben angegebener Mischung, Wenn Sie nicht wissen was Sie mit der Gerste machen sollen, essen Sie sie selbst. Mit Zucker und Sahne schmeckt sie recht gut."
Quelle: "Handbuch für den ehrenamtlichen Geistlichen" Seite 458, aus 1980
"Sie bereiten jeden Tag eine für 24 Stunden ausreichende Menge dieses Rezepts zu, füllen es in sterilisierte Flaschen ab und stellen sie kühl. Dann wärmen Sie eine Flasche auf etwa 37°C auf (...) bevor Sie es dem Baby geben..."
Quelle: "Das Scientology-Handbuch", Seiten 529 bis 531, aus 1994
(Im selben Buch auf Seite 531 zeigt die Abbildung 6 einen Kühlschrank mit etwa 10 mit dieser "Babykost" gefüllte Babyflaschen.)