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Herzchen stellt sich vor

  • herzchen
  • 21. März 2006 um 20:58
  • herzchen
    8-Zeller
    Beiträge
    91
    • 21. März 2006 um 20:58
    • #1

    Ihr Lieben!

    So, nun ist also der Schritt in dieses Forum geschafft. Hemmungen und die Angst, was in den nächsten (womöglich Jahren?) noch auf uns zukommt, um unseren Kinderwunsch zu verwirklichen, haben mich lange zögern lassen.

    Doch, nachdem nun auch schon der zweite Arzt uns eine EZ-Spende vorgeschlagen hat..... aber nun mal alles der Reihe nach:

    Mein Mann und ich sind beide 34 Jahre alt. Unsere/ meine Geschicht beginnt im Dezember 2004. Nach 16 Jahren habe ich die Pille abgesetzt und wir machten einen wunderbaren Urlaub in der karibischen Sonne. Angestachelt durch eine Freundin, die direkt nach dem Absetzen der Pille doch eher überraschend, unverhofft und für Sie doch verfrüht schwanger wurde, fühlte ich mich direkt unter Druck. Schon einmal ziemlich bescheuert von mir!!!!!
    Das Resultat war, dass ich direkt im ersten Zyklus "überfällig" aber eben nicht schwanger war. Das gleiche Spiel wiederholte sich im zweiten Zyklus nach Absetzen der Pille.

    Ziemlich schnell wurde meiner Gynäkologin dann klar, das da etwas "nicht stimmt" und in den folgenden Zyklen durchgeführte Hormonanalysen kündigten das wohl für die kommenden Jahre beherrschende Thema an "wie bekommen wir ein Kind?!" Die Hormonwerte inlusive AMH waren und sind eine einzige Katastrophe, völlig inkonzistent, so dass die Aussage des ersten IVF-Zentrums direkt war: naja, wir können´s ja mal versuchen, aber richten Sie sich eher darauf ein, dass das nichts wird. Wir waren natürlich wie vor den Kopf gestoßen. Lange habe ich gebraucht, überhaupt zu akzeptieren, dass wir Hilfe benötigen werden und ich schob den ersten Stimulationsversuch etwas vor mir her. Hinzukommt, dass mein Mann und ich beruflich sehr eingebunden sind und in unserer Terminplanung oft sehr frembestimmt sind. So dass von da an auch ein ständiger Kampf in uns tobt(e), den Beruf dem Kinderwunsch unterzuordnen. Was zugegebenermaßen nicht in jedem Zyklus/ Monat klappt. Wir können uns dort sicherlich noch mehr an die eigene Nase fassen.

    Im November 2005 war es dann soweit. Wir haben den ersten Stimulationsversuch gewagt. Eingesetzt wurde Gonal F. Nach 6 Tagen Stimulation hat der Arzt die Stimulations mangels Response abgebrochen. Dabei hat er sich in der Kommunikation sehr ungeschickt verhalten. Ich war wie parallelisiert und habe nach einigen Tagen psychotherapeutische Hilfe in Anspruch genommen. Nach 5-6 Sitzungen hatte ich mein seelisches Gleichgewicht einigermaßen wiedergefunden und wir haben inzwischen das Zentrum gewechselt.

    In dem zweiten Zentrum wurde uns zu einer genetischen Beratung geraten. Diese war ohne Befund. Parallel dazu schlug uns unser behandelder Arzt vor, jeweils zu Zyklusbeginn eine Horminanalyse zu machen, um eine für den Stimulationsversuch optimale Hormonsituation zu erfassen und nur dann mit der Stimulation zu beginnen. Völlig unerwartet, war nun im Februar 2006 die Hormonsitiuation so, dass wir mit einer zweiten Stimulation beginnen konnten. Diesmal haben wir es mit Menogon probiert. Die Follikelbildung kam nur sehr langsam in Gang. Aber ich war so froh, dass ich überhaupt drei Follikel hatte. Zusätzlich zur Stimulation habe ich weiter meine Baseltemperatur gemessen. Am 9 ZT ( ein Freitag) wollte der Arzt wegen mangelnden Wachstums der Follikel schon die Stimulation abbrechen, doch nach den Hormonwerten entschied er sich für´s Weitermachen. Ich rechnete nun damit, am darauffolgenden Montag zur Kontrolle zu müssen, aber mein Doc entschied sich bis Mittwoch (14. Zyklustag) zu warten. Am 10. und 12. ZT habe ich zusätzlich noch Orgalutran gespritzt. So, und kommt´s was ich bis heute nicht verstehe und mir Kopfzerbrechen bereitet: am 13.ZT hatte ich einen Temperaturanstieg um 0,3C. am 14 ZT wurde eine Hormonanalyse und ein US gemacht. Follikel waren noch da. Ich solle dann 2 Orgalutran am 14 ZT spritzen. Die Punktion wurde auf den 19. ZT geplant. Am 15. ZT rief mich in heller Aufregung das IVF-Zentrum an, ich hätte am 14 ZT einen LH-Anstieg gehabt und ich solle doch sofort kommen, um mir für den Abend noch die Auslösespritze zu holen. Da schossen mir doch so viele Fragen im Kopf herum: Wieso hatte ich den Temperaturanstieg, wieso plötzlich diese Eile, sind womöglich die Follikel schon gesprungen?, Fragen über Fragen, kurzum, ich nahme dann am 15 ZT Ovitrelle, die Punktion von zwei Follikeln (einer hatte sich zurückgebildet, oder war der doch schon gesprungen?) erfolgte am 17 ZT und das Ergebis war: Keine EZ! Ich war nur fähig kurz ein paar Tränen wegzudrücken. Die Nachbesprechung mit dem Punkteur war, dann zumindest soweit aufbauend, dass er uns zu einem weiteren Versuch riet, denn es können ja auch sein, dass er die EZ nur nicht bekommen habe. Eine Woche später waren wir dann zur Nachbesprechung bei dem mich/uns behandelnden Arzt und dieser war nicht mehr so optimistisch. Er sagte, er würde nur noch einen weiteren Stimualtionsversuch machen und dann das Thema ad Acta legen, worauf mein Mann ziemlich sauer wurde, dass er im Vorfeld schon Erfolgsdruck aufbauen würde. In diesem Gespräch kam wieder das Thema EZ-Spende zur Sprache.

    Nun, soll ich überhaupt noch einmal in eine Stimulation für eine ICSI gehen, hatten wir einfach Pech, dass womoglich doch schon die Follikel gerade vorher frisch gesprungen und damit leer waren, aber noch im US in voller Größe standen. Wie oft kommt es vor, dass alle Follikel insbesondere bei Lowrespondern leer sind? Wer hat Erfahrung mit dem Einsatz von Aromatasehemmern (Offlabel-Use, es gibt aber erste Studien?) und wie gehen ich jetzt an das Thema EZ-Spende sinnvoll heran. Wie und wer wird mich/ uns auf dem medizischen Weg begleiten, wenn die EZ-Spende doch in D nicht erlaubt ist?

    Euch allen liebe Grüße

    Herzchen

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 22. März 2006 um 12:29
    • #2

    Re: Herzchen stellt sich vor

    Liebe Herzchen

    erst mal herzlich willkommen hier im Forum ;)

    Wie ich aus deinem Bericht entnehme, reagiert dein Körper nicht oder kaum auf eine Stimulation. Ich bin weiß Gott keine Expertin, und ob es da wirklich sinnvoll ist, weiterhin viel Geld in die nächste Behandlung mit "Eigenmatierial" zu investieren, könnt im Endeffekt nur ihr mit euren Ärzten entscheiden, wobei man natürlich auch die von dir angesprochenen psychischen , und im Fall der Eigenstimulation, auch körperlichen Belastungen b edenken sollte.

    Wenn ihr euch moralisch/ethisch/finanziell vorstellen könntet, die EZS als euer Mittel der Wahl anzunehmen, findet ihr hier im Forum sehr viel Information und Unterstützung. Habt ihr euch noch nicht für eine bestimmte Richtung Klinik entschieden, würde ich dir empfehlen, hier einffach mal querzulesen, eine recht schöne Aufstellung vieler Kliniken mit den entsprechenden Kosten findest du im Ordner für Single-Frauen:

    http://www.eizellspende.de/forum/index.php?topic=2684.0


    Alles Gute und liebe Grüße

    von Josi

  • herzchen
    8-Zeller
    Beiträge
    91
    • 22. März 2006 um 20:56
    • #3

    Re: Herzchen stellt sich vor

    Liebe Josi,

    vielen Dank für Deine Willkommensgrüße und die ersten Tipps. Ich bin das erste Mal in einem Forum aktiv. So dass ich mich wirklich noch zurechtfinden muss.

    Ich denke, wir werden noch ein ganzen Stück gemeinsamen Weg begehen, wo vermutlich auch die eine oder andre Träne fließen wird. Schön, sich endlich das Thema von der Seele schreiben zu können und zu wissen, dass man nicht alleine mit diesem Problem ist.

    Herzliche Grüße

    Herzchen

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