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Hallo und Neuvorstellung

  • Leonina
  • 19. Januar 2006 um 23:15
  • Leonina
    4-Zeller
    Beiträge
    55
    • 19. Januar 2006 um 23:15
    • #1

    Hallo liebe Forumsnutzerinnen!
    Ich habe mich bis jetzt noch nicht aktiv beteiligt, möchte mich/uns kurz vorstellen. Wir sind f40/m42 und werden uns nun, nach 4 vergeblichen ICSI in D, auch um Eizellspende bemühen. Ich bin froh, dass es dieses Forum gibt und man die Möglichkeit hat, einiges über diese Möglichkeit zu erfahren bzw. weiterzugeben. An dieser Stelle auch von mir ein Dankeschön an die Betreiberinnen Ines und Chris.

    Wir sind noch nicht ganz entschieden, welche der beiden hochfrequentierten Osteuropa-Adressen wir anstreben sollen, bezüglich Warschau ist ja der Informationsstand im Forum nicht so einfach zu deuten. Soweit ich sehe, hat man in Prag deutlich längere Wartezeiten - oder ist das auch bei Novum manchmal der Fall? Ich werde es noch rausbekommen....ich habe auch noch nicht ganz begriffen, wie man die über beide Kliniken erstellte Statistik einsehen kann - geht das?

    Ich werde diese Frage wohl noch im entsprechenden Ordner stellen - so viel für's erste.

    LG
    Leonina

    LG

    Leonina

  • Goos
    2-Zeller
    Beiträge
    34
    • 20. Januar 2006 um 10:41
    • #2

    Re: Hallo und Neuvorstellung

    Hallo Leoninia,

    erstmal Herzlich willkommen im Forum. Wenn du fragen bezüglich Novum hast stehen wir gerne im Forum unter "Tagebuch Novum" zur Verfügung.

    Gruß
    Goos

  • petri65
    Eizelle
    Beiträge
    15
    • 21. Januar 2006 um 16:08
    • #3

    Re: Hallo und Neuvorstellung

    Hallo Leoninia, bin hier auch relativ neu, allerdings nicht bei dem Thema IVF/ICSI. Wir haben schon acht vergebliche Versuche hier in Deutschland hinter uns und sind nun auf dem Weg zur Eizellspende in Prag. Wir haben am 25.10.2005 unser Erstgespräch hinter uns gebracht und warten nun auf eine Spenderin.
    Wie ich gesehen habe sind wir auch im gleichen Alter, ich bin 40 und mein Göttergatte 41 :lol:

    Wenn du mehr wissen willst, kannst du dich gerne melden petriklein@web.de.

    Gruß

    Petra

  • Leonina
    4-Zeller
    Beiträge
    55
    • 22. Januar 2006 um 12:36
    • #4

    Re: Hallo und Neuvorstellung

    Hallo ihr beiden - ich freue mich über die Begrüßung. Petra, bin sehr gespannt, was du weiter berichten wirst! Welche Info bekommt man denn in Prag vor Ort über diese Wartezeit mitgeteilt? Worauf soll man sich denen zufolge einstellen? Gruß, Leonina

    LG

    Leonina

  • coogy
    Gast
    • 26. Januar 2006 um 22:38
    • #5

    Re: Hallo und Neuvorstellung

    Hallo an alle ICSI-Patienten in Deutschland,
    ihr habt unser ganzes Mitgefühl. Denn - so menschlich die eine oder andere Klinik in Deutschland ist - die nächste ICSI sollte keinesfalls in Deutschland durchgeführt werden. Das deutsche Embryonenschutzgesetz, das eine Auslese der Zygoten im Blastozystenstadium verbietet, reduziert die Chancen um den Faktor drei bis vier.

    Auch bei uns ist der Ablauf so, dass wir zuerst in Deutschland 3 Inseminationen und 3 IVFs durchführten, bevor unser Arzt nach intensivem Befrage einräumte, dass z.B. in Östrreich die Chancen einer IVF-/ICSI-Behandlung wesentlich höher ist.

    Konkret: Wenn durch ICSI vier, fünf oder mehr befruchtete Eizellen gewonnen wurden, darf der Arzt in Deutschland nicht abwarten, ob die Zellteilung bis in Blastozystenstadium hinein (fünfter Tag nach Befruchtung) klappt. Er muss vorher die zwei oder drei Eizellen auswählen, die er transferieren will. (Die anderen kann er kryokonservieren, was aber deren Einnistungschancen nach Auftauen um mindestens 50% reduziert.) Das bedeutet, dass wenn ein Arzt zwei Eizellen aus sechs auswählt, die Chance die "gute" Eizelle dabei zu haben, kleiner als 33% ist.
    In Ländern wie Österreich, Polen, Belgien, Grossbritannien kann abgewartet werden, ob und wie gut eine Eizelle sich ins Blastozystenstadium fortentwickelt. Wenn also von sechs Eizellen drei das Blastyzystenstadium erreichen und drei sich nicht weiterentwickeln, dann hat nicht der Arzt sondern die Natur die Auswahl vorgenommen. Ganz so wie dies bei einer in vivo Fertilisation auch ist.
    Dies bedeutet also keinesfals in Deutschland weiteres Geld für eine IVF-/ICSI-Behandlung auszugeben. Die Erfolgschancen im Ausland sind wesentlich höhrer. Alle Reproduktionsmediziner in Deutschland wissen dies, und alle schweigen weil sie weiterverdienen wollen.
    Unverantwortlich wird das Handeln der Ärzte in Deutschland dann, wenn die Frau über 40 ist und die Zeit knapp wird.

    Zum nächsten Punkt. Fragt eure Klinik doch einmal mit welch einer mikroskopischen Vergrösserung sie die Samenzellen auswählen!? Zumeist geschieht dies mit einer 400fachen Vergrösserung. Diese Vergrösserung reicht aber nicht aus um schadhafte Samenfädchen bei der Auswahl für die ICSI wirklich auszuschliessen. Wir selbst waren vergangenes Wochenende auf einem Symposium, dass nur für Repromediziner war. (Unser Arzt war der Ausrichter und hat uns als einzige Patienten zugelassen.) Dort wurde eindruckvoll vorgeführt, dass erst eine 6.000fache Vergrösserung eine sichere Samenzellenauswahl ermöglicht. Ein solches Mikroskop, hier von Leitz, kostet allerdings 50.000 Euro. Kaum eine Klinik hat ein solches Gerät, das aber gerade bei schlechtem Spermienbefund enorm wichtig für den Erfolg ist.

    Die Internetseiten von Prof. Dr. Zech (http://www.ivf.at) an sind sehr sachlich. Prof. Zech hat über 20 Jahre Erfahrung als Reproduktionsmediziner. In Österreich hat er zwei Kliniken (Bregenz und neu in Salzburg), in Tschechien eine (Pilsen), weitere in Italien und in der Schweiz. Er plant ein Informationsbüro in Berlin zu eröffnen.
    Eine ICSI ist bei ihm nicht billig zu haben, die Erfolgschancen sind jedoch ungleich höher. Im Schnitt liegt die "baby-take-home-rate" in Deutschland bei ca. 25%, bei ihm sind es über 75%. Der Preis den er verlangt ist daher relativ zu sehen. Er hat in Bregenz und Salzburg eine perfekte technische Ausstattung und sehr erfahrenes Personal.

    Noch eines zu den zusätzlichen Befundungen, die in Deutschland durchgeführt werden. Sinnvoll sind natürlich die grundlegenden Abklärungen, insbesondere der Prolaktin Wert (Schilddrüse). Auch ist eine Chromosomenanalyse im fortgeschrittenen Alter sinnvoll, wenngleich die Anomalierate bei IVF-Patienten bei knapp einem Prozent liegt. Unsinnig sind aber alle immunologischen Befundungen. Leider weiss die Wissenschaft immer noch viel zu wenig von den komplexen Vorgängen, z.B. bei der Einnistung. Hier sei nur erwähnt, dass die Einnistung selbst meist nicht das Problem ist, sondern die Eizelle ("zu alt" - nichts genaues weiss man nicht) oder die Samenzelle (zumeist fehlerhaft, deformiert, doppelköpfig, fehlender Mittelteil, etc).
    Wenn euch der Einnistungsvorgang interessiert schaut euch mal die folgende Präsentation an: http://www.degesima.net/p43703396

    Leider nimmt das Wissen der Menscheit um die atemberaubenden Abläufe nur extrem langsam zu. Das liegt an dem mangelnden Interesse der Pharmabranche. Der Markt ist unverändert nicht sehr lukrativ. So hat sich die Medikamentierung im Rahmen einer IVF Behandlung seit fast 10 Jahren nicht geändert. Cholesterin- und Blutdrucksenker, Antiinflammatoren und andere Medikamente bedienen einen wensentlich lukrativeren Markt.

    Gerne sage ich auch zu uns ein Wort mehr: Wir sind beide 45 und seit fünf Jahren in der Maschinerie drin. Einmal hat es auch geklappt (bei Prof. Zech in Bregenz), aber leider nur bis zur 9. Woche. Wir sind nun bei der elften IVF.

    Gerne beantworte ich Fragen, soweit ich dies redlicherweise kann.

    Alles Gute

    Coogy

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