Bei einem Ehepaar, das lange Jahre kein Kind bekommen konnte und sich sehr liebte, passierte folgendes:
Hanna wurde von einer dritten Person sehr gestichelt, weil sie mit ihrem Mann noch kein Kind haben konnten. Sie war sehr traurig, weinte und wollte nicht mehr essen. Ihr Ehemann, der sie sehr liebte, versuchte sie zu trösten. Als Hanna wieder einmal nur mit Mühe einige Bissen heruntergebracht hatte, zog sie sich zurück in das Gotteshaus. Dort saß ein alter Priester auf einem Stuhl neben der Tür. Vor lauter Verzweiflung weinte Hanna hemmungslos. Sie betete unter Tränen und versprach dem Herrn: Allmächtiger Gott, du siehst doch mein Elend. Wenn du Erbarmen mit mir hast und mich nicht vergißt, sondern mir einen Sohn schenkst, will ich ihn dir zurückgeben. Sein ganzes Leben soll dann dir, Herr, gehören. Hanna betete sehr lange. Das fiel dem Priester auf, und er beobachtete sie. Da Hanna sehr leise betete, war nur die Bewegung ihrer Lippen zu sehen, Worte waren aber nicht zu hören. Der Priester sprach sie an. Sie erklärte ihm, dass sie sehr traurig sei und dem Herrn ihr Herz ausgeschüttet hat. Hanna hatte aus lauter Verzweiflung sehr lange gebetet. Der Priester antwortete ihr: Geh getröstet und im Frieden nach Hause! Der Gott Israels wird dir geben, worum du gebeten hast. Hanna verabschiedete sich und sagte: Behalte mich in guter Erinnerung! Erleichtert ging sie zu den anderen zurück. Sie konnte wieder essen, und man sah ihr an, wie glücklich sie war.
Beim Geschlechtsverkehr mit ihrem Mann erhörte der Herr das Gebet von Hanna. Sie wurde schwanger und brachte noch im selben Jahr einen Sohn zur Welt. Ich habe Gott um einen Sohn gebeten, sagte sie und nannte ihn daher Samuel (von Gott erbeten).
Als Samuel einige Jahre alt war, nahm Hanna ihn mit in das Gotteshaus. Sie brachte den Jungen zu dem Priester. Hanna fragte den Prister, ob er sich noch an sie erinnere. Ich bin die Frau, die vor einigen Jahren hier stand und gebetet hat. Um diesen Jungen habe ich damals gefleht, und der Herr hat mein Gebet erhört. Er gab mir, worum ich bat. So will auch ich nun mein Versprechen halten: Ich gebe Samuel dem Herrn zurück. Sein ganzes Leben lang soll er Gott gehören. Danach knietete sie sich von dem Herrn nieder und betete ihn an.
Gleich vorweg: Ich möchte hier keine Werbung für irgendeine Sekte machen, da ich in keiner bin. Vielmehr möchte ich die Geschichte als Beispiel für Wunder, die in meinem Leben passiert sind, weitergeben. Ich habe einmal 6 Wochen lang am Stück für eine Sache gebetet, kaum noch gegessen, weil ich sehr verzweifelt war. Jesus war in dieser Zeit persönlich bei mir. Er war an meinem Bett in dem ich lag und weinte mit mir, weil ich so traurig war.
Hast Du gewusst, dass Gott alle Tränen in einem Krug sammelt und zählt, die Du vergießt?
Ich habe so sehr gebetet und gefleht, und dann ist mein Wunsch in Erfüllung gegangen. Ein Wunsch, der rein menschlich und unter dem Gesichtspunkt der Vernunft nicht möglich war. Es war ein Wunder, Gottes Barmherzigkeit. Seitdem gehe ich nur noch mit Jesus durch das Leben. Ich bin ein ganz normaler Mensch, lebe ein ganz normales Leben, aber weiß, dass alles, was passiert, ihn interessiert. Er leidet mit mir, er lacht mit mir, er weint mit mir. Und: Er erfüllt mir alle meine Wünsche, wenn sie auch aus seiner Sicht gut sind. Er ist gleichzeitig allmächtig und kann Wunder vollbringen, sowohl durch Menschen (z. B. Ärzte, Medizin) aber auch Wunder, die Menschen nicht lösen können. In vielen Situationen habe ich persönlich gemerkt, dass Jesus an meiner Seite in meinem Interesse kämpft. Oft hat er mich mit Schönem überrascht. Und ein ganz tolles Geschenk ist mein Mann, für den ich seit langem gebetet habe, und der nicht besser zu mir passen könnte.
Manchmal stellt sich auch die Frage: Wieso gibt mir Gott nicht (gleich) das, worum ich ihn bitte? Manchmal ist noch nicht der richtige Zeitpunkt, manchmal ist unser Wunsch nicht gut für uns, aber manchmal wird vielleicht auch ein Gebet nicht gleich erhört, weil eigentlich keine Liebe für Jesus da ist. Die Beziehung zu ihm und umgekehrt sollte als Basis da sein. Wie bei einem Paar, das sich gegenseitig liebt und sich gegenseitig die Wünsche von den Augen abliest. Gott ist wirklich sehr klug und kann Dir alles geben, er hat alles. Er möchte aber auch, dass eine wirkliche Begeisterung und Liebe zu ihm da ist. Und diese kann entstehen.
Versuche doch mal, das Theme Kind mit Jesus zu besprechen. Komm aber nicht gleich mit Vorwürfen gegen ihn, sondern such ihn als Wesen (er ist eigentlich sehr ähnlich wie eine Person). So wie Du mit jemandem, dem Du vertrauen kannst sprichst, so kannst Du ja einfach mal alles mit ihm besprechen. Deine Not, Frustration. Gib nicht auf, sondern bleibe hartnäckig, Jesus zeigt sich.