Hallo zusammen,
ich möchte hier gerne meine Erfahrungen bei der Erstvisite im IVI in Valencia schildern, um anderen in ähnlicher Situation vielleicht behilflich zu sein.
In unserem Fall geht es nicht um eine Eizellspende, wie bei vielen anderen, sondern um eine ICSI mit PID und Blastozystentransfer.
Nach drei erfolglosen ICSI und einer Übertragung kryokonservierter Embryonen haben wir uns auf Anraten unseres behandelnden Arztes an das IVI in Valencia gewandt. Wir haben einen Termin zur Erstvisite ausgemacht. Per E-Mail ging das ganz einfach, telefonisch war es schon etwas schwieriger, da man am Telefon nicht immer jemanden hat, der deutsch spricht.
Nachdem man uns den Termin mitgeteilt hatte, haben wir einen Flug und eins der vom IVI vorgeschlagenen Hotels gebucht. Dies ging dank Internet auch recht einfach, war aber nicht gerade billig. Der billigste Flug nach Valencia und zurück kostete z. B. 350 Euro. Nachdem wir im Expo-Hotel (das sicherlich auch schon bessere Zeiten erlebt hat) angekommen waren, haben wir am Abend vor dem Termin den Weg erkundet. Das IVI ist relativ einfach zu finden und nah am Hotel (zu Fuß etwa 15 Minuten bzw. knapp 1 Kilometer).
Nachdem wir zu unserem Termin angekommen waren, wurden wir durchgehend von deutsch sprechenden Angestellten betreut. Erst wurde uns Blut abgenommen, da Hepatitis C, HIV-Werte usw. fehlten. Die Laborwerte dürfen nicht älter als sechs Monate sein. Anschließend hatten wir ein Arztgespräch mit Dr. Aizpurua, der in Deutschland studiert hat und fließend deutsch spricht. Er ist sehr sympathisch und nett und erklärt alles ausführlich und so, dass man es auch versteht.
Dr. Aizpurua wird nicht mehr lange in Valencia arbeiten. Er wird diesen Sommer ins IVI-Center nach Bilbao gehen. Dort werde ich auch weiter behandelt werden. In Bilbao will man sich speziell auf deutschsprachige Patientinnen einstellen. Ich könnte mir vorstellen, dass in der zweiten Jahreshälfte weniger über Valencia und mehr über Bilbao geschrieben werden wird.
Ich habe auch eine aktuelle Preisliste bekommen. Die Preise entsprechen ungefähr einer ICSI-Behandlung in Deutschland, wobei dann noch die Laborkosten für die PID hinzu kommen.
Nachdem wir zirka zweieinhalb Stunden im IVI verbracht haben, wurden wir zur Abrechnungsstelle gebracht. Der ganze Spaß (Erstgespräch und Laboruntersuchungen) hat gut 400 Euro gekostet. Vor Beginn der eigentlichen Behandlung muss man mit 3.000 Euro in Vorleistung treten und diese von Deutschland aus überweisen. Wenn jemanden genaue Preise interessieren, kann ich diese später einmal posten.
Bis jetzt waren meine Erfahrungen in Valencia positiv, aber es ist - abgesehen von der Altstadt - eine ziemlich hässliche Stadt!
Wenn jemand genauere Informationen möchte, werde ich diese zügig zur Verfügung stellen.
Ich weiß, wie verunsichert man sein kann, wenn man sich für ein Behandlungszentrum entscheiden soll. Im September werden wir nach Bilbao fahren. Ich werde auf jeden Fall weiter berichten. Drückt mir die Daumen, dass es dieses Mal klappt.
Hasi