Hallo an alle,
meine Frage richtet sich an Kinderwunsch-Patientinnen mit Endometriose:
Ich bin jetzt ziemlich verunsichert. Komme gerade vom Arzt. Ich hatte letzte Woche eine Punktion im Rahmen einer IVF-Therapie, bei der 7 Eizellen gewonnen worden sind. Davon ist keine einzige befruchtet worden. Bei den ersten beiden Malen, wo ich in einer anderen Klinik war, wurde einmal der Versuch schon vor der Punktion abgebrochen, das andere Mal wurden 3 Eizellen gewonnen, wovon 1 transferiert wurde.
Ich war mir ziemlich sicher, dass meine Eizellen das "einzige" Problem sind. Deshalb war für mich eigentlich klar, dass der nächste Schritt die Eizellspende ist.
Mein KiWu-Arzt erklärte mir, dass die Endometriose eventuell auch ein Problem nach einem erfolgreichen Transfer verursachen könnte. Und zwar unabhängig davon, ob man die ICSI-Methode in Deutschland probiert oder die Eizellspende im Ausland macht.
Meine Endometriose wurde mehrfach operiert (1 Eierstock ist weg), die letzte OP fand vor 5 Jahren statt. Es handelte ich um eine hartnäckige/massive Endometriose von Grad 4. Bei den Kontrolluntersuchungen in den vergangenen Jahren hat man immer wieder harmlose Zysten gesehen (die aber nur mit Wasser gefüllt zu sein schienen). Bei der aktuellen Punktion hat man am verbliebenen Eierstock aber wieder Endometriose-typische Flüssigkeit gesehen.
Mein Arzt riet mir von einer OP dringend ab, was der Endometiose-Operateur im vergangenen Jahr übrigens auch getan hatte. Er erklärte mir gerade eben, dass es eine neue Methode geben würde, bei der man im Kernspin die Gebärmutter untersucht, um festzustellen, ob die Endometriose auch in der Gebärmutter wäre (so ungefähr habe ich das verstanden, der Sachverhalt kann sich aber auch etwas anders darstellen).
Und dieses Ergebnis würde einem bei der notwendigen Medikation helfen. Da gäbe es verschiedene Möglichkeiten, entweder länder das Syranela(?)-Nasenspray noch länger zu nehmen oder noch einmal eine Downregulierung mit GnRA-Antagonisten durchzuführen.
Er meinte auch, dass es nicht sehr viele Erkenntnisse über die immunologischen Auswirkungen der Endometriose geben würde. Meine Frage: Wie werdet Ihr bezüglich Eurer Endometriose behandelt?
Abgesehen von der Frage, ob ich noch einen Versuch in Deutschland mit eigenen Eizellen starte (wovon mein Mann nicht so begeistert ist + bei denen die Chancen laut Arzt bei 10 - 20 % liegen sollen) oder doch direkt die Eizellspende in Spanien in Angriff nehme, würde ich natürlich die Chance nach einem Transfer soweit irgend möglich erhöhen wollen.
Und falls Ihr vielleicht schon eine Eizellspende hinter Euch habt: Hattet Ihr den Eindruck, dass man in der Klinik wo Ihr ward, sich mit der besonderen Problematik bei Endometriose auskannte?
Marianne