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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Ich trauere um Tabea und

  • frowlein
  • 16. September 2004 um 16:08
  • frowlein
    Blastozyste
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    • 16. September 2004 um 16:08
    • #1

    Lea, die ihr Geschwisterchen nie wiedersehen wird.
    Sie ist doch erst 1 Jahr, wie soll sie das verstehen?
    Sie wacht auf - und da ist nichts mehr.

    Ich hatte so sehr gehofft, dass die Kraft der Gedanken all der vielen Menschen, die das Schicksal der Kinder verfolgt haben, ausreichen würde, sie beide sicher durch diese Zeit zu tragen.

    Ich kann Euch gar nicht sagen, wie traurig ich bin.
    Dauernd laufen mir die Tränen.

    Gerade heute morgen habe ich ein Interview gelesen, in dem Nelly, die Mutter, von ihrem grössten Wunsch erzählt, auf die Intensivstation zu kommen und dort 2 kleine Menschlein mit dicken Kopfverbänden zu sehen.

    Mann, Leute, wie ist das auszuhalten?

    Ist das wirklich Gott-gewollt? Eins ums andere?
    Wer kann diese Schuld tragen? Wer sie von den Eltern und der kleinen Lea nehmen?
    Ich denke nicht, dass sie irgendeine Schuld trifft, aber werden sie es auch selber so sehen?
    Ich hoffe, dass der Glaube der Eltern stark genug ist, mit dieser Situation fertig zu werden.
    Und ich wünsche, dass Klein-Lea irgendwann wieder das lachende und vergnügte kleine Mädchen wird, dass sie schon vor der OP war. Möge Tabea Sternenkind über ihre Schwester wachen und sie beschützen.

    frowlein,
    die einfach nur traurig ist,
    und mit diesen Zeilen bitte keine Diskussion über Abtreibungen oder TrennungsOPs auslösen möchte,
    dankbar dafür und glücklich, dass meine Chaotentwins gesund und munter sind.

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • Maria30
    8-Zeller
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    • 19. September 2004 um 22:43
    • #2

    Ich trauere um Tabea und

    Hallo

    Nach „Sternâ€- Recherchen starben von den weltweit bislang 60 operierten Kindern, die an den Köpfen zusammengewachsen waren, 30 während des Eingriffs oder an den Folgen. 17 waren anschließend behindert. Es ist auch denkbar, daß unter ungünstigen Umständen ein Kind für das andere geopfert werden muß. „Wir hoffen, daß dieser Moment nicht eintreten wirdâ€, sagten die Eltern.

    In einer anderen Recherche habe ich gelesen dass "nur" 7% der bisher operierten ein normales Leben führen können.

    Ich bin mir jedoch sicher, dass die Eltern froh sein sollten dass zumindest eine Tochter die OP soweit überlebt hat.

    Ob das Kind jemals die Möglichkeit haben wird zu registrieren dass das Zweite Kind nicht mehr da ist, liegt derzeit (einen Tag nach Beendigung der OP) sicherlich in den Sternen. Zur Zeit kann man das sicherlich nur hoffen.

    Maria30,
    die froh ist, dass sie zwei gesunde Kinder adoptiert hat und somit dem Schicksal ein Schnäppchen geschlagen hat

  • frowlein
    Blastozyste
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    714
    • 20. September 2004 um 08:32
    • #3

    Mannmannmann

    Ja, nee is klar, Maria:
    Soll´n se doch froh sein, dass "nur" eins gestorben is, ham ja noch eins, und wenn das andere auch noch stirbt, nu ja, dann passt´s halt immer noch in die Statistik. So what.
    Is eben so - DICH betrifft´s ja nich. Glückwunsch.

    Sehr einfühlsam, Maria.

    Wie wär´s jetzt noch mit ein paar Zahlen für alle diejenigen hier, die schon etliche, leider erfolglose Versuche hinter sich haben, um ihnen klar zu machen, dass es für sie eh´ keine Hoffnung mehr auf leibliche Kinder gibt?!

    frowlein :angry:

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
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  • Ivy
    8-Zeller
    Beiträge
    145
    • 20. September 2004 um 19:47
    • #4

    Be cool frowlein

    Hallo frowlein- ich hoffe, du verstehst mich nicht falsch-aber die eLTERN
    wußten doch schon in der 10. Woche-das es Siammesische Zwillinge
    werden-aber ihr Glaube verbot es Ihnen doch sich für eine Schwanger-
    schaftsunterbrechung zu entscheiden. Ich glaube nicht-daß das was diese
    Kinder in ihrem kurzen Leben leidvoll erfahren mußten-mit Glaube zu recht-
    fertigen ist. Auch wenn ich wieder anecke-aber für die Fehler der Eltern
    zahlen immer die Kinder. Man kann nur hoffen-das das überlebende Kind
    nach mehreren plastischen OPs ein normales Leben wird führen koennen,
    und nicht schwerwiegende koerperliche und geistige Behinderungen behält.

    Einen schoenen abend wuenscht euch allen Ivy

  • frowlein
    Blastozyste
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    714
    • 20. September 2004 um 22:00
    • #5

    Ich trauere um Tabea und

    Nee, liebe Ivy,
    verstehe ich nicht falsch - wollt´s nur nicht ausgerechnet in diesem thread diskutiert sehen.

    Auch ich hätte wohl schon viel früher anders entschieden - aber wer bin ich, einem anderen Menschen in eine Glaubensentscheidung reinreden zu wollen? Oder nur zu können?
    Für einige Menschen ist Abtreibung eben Mord. Obwohl ich anders darüber denke, muss ich diese Meinung respektieren, so schwer´s mir ehrlich gesagt auch gerade in diesem Zusammenhang fällt.

    Aber ich wollte mit meinen Zeilen auch nur meine Traurigkeit über den Weggang dieses kleinen Mädchens ausdrücken - nicht mehr, aber auch nicht weniger!

    ----------------------

    Ich hoffe, Deiner kleinen Krümelmaus geht´s bestens - und Dir natürlich auch! Geniess die Kugelzeit!!! ... und lass mal wieder von Dir hören.

    frowlein :)

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
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  • Maria30
    8-Zeller
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    • 21. September 2004 um 14:03
    • #6

    Ich trauere um Tabea und

    Hallo Frowlein,

    Ich glaube du verstehst es falsch.

    Es stimmt, dass die Eltern arm dran sind, und das ist wirklich niemanden zu wünschen. Ich weiss auch nicht wieviele solcher Siamesischer Zwillinge pro Jahr abgetrieben werden.

    Die Eltern brauchen nun Kraft und Zuversicht, sollten aber nicht vergessen, dass sie ein lebendes Kind haben und nicht nur dem toten nachjammern. Denn das überlebende Kind kann nichts dafür das das andere gestorben ist, genauso wenig wie die Ärzte etwas dafür können dass ihnen ein Kind während der OP gestorben ist und das zweite überlebt hat.


    Es ist Schicksal, und jeden im Leben trifft das Schicksal. Die Eltern sind alt genug um damit umgehen zu können oder müssen, es ist eben Schicksal das manche Kinder seien sie noch so klein, aber ihre ganze Trauer und Zorn auf das überlebende Kind auszulassen wäre falsch.

    Maria 30

  • frowlein
    Blastozyste
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    • 21. September 2004 um 16:09
    • #7

    Ich trauere um Tabea und

    Okay, Maria,

    lass uns einfach darauf einigen, dass wir beide im Prinzip das Gleiche meinen, aber jeder ne andere "Darstellungsform" hat...

    frowlein ;)

    P.S.: Ich glaube, ich werde mir mal angewöhnen, manch ein posting erstmal direkt/persönlich/offen zu hinterfragen; vielleicht bleiben auf diese Weise missverständliche Spontanreaktionen demnächst ganz aus - auf allen Seiten.

    Bj.62, POF dx 1999,
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  • Rom.y
    8-Zeller
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    • 21. September 2004 um 18:34
    • #8

    Ich trauere um Tabea und

    My very dear frowlein, mich hat deine scharfe Reaktion ehrlich gesagt auch gewundert? Ich konnte in Marias posting nichts derart Empörendes finden.

    Was ich mich bei solchen Dingen immer frage, ist : Wenn jemand die Geburt solcher Kinder als "Gottes Wille" empfindet, dem man sich zu beugen hat, warum ist dann eine solch schwerwiegende Operation kein Eingriff in Gottes Willen?

    Arme Kinder, arme Eltern; beängstigend auch das Medienspektakel drumrum. In Zukunft kriegen wir wohl "Stern presents the following operation"...

    Gruß Rom.y

  • frowlein
    Blastozyste
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    • 22. September 2004 um 09:00
    • #9

    Ich trauere um Tabea und

    Meine liebe Kümmer-Pflanzen-Freundin :flower: ,

    das mit der thematischen Grundübereinstimmung haben wir ja alle schon geklärt..

    Wenn Du das Interview mit den Eltern liest (stern.de), erhältst Du deren Antwort auf Deine Frage nach der Gottgewolltheit dieser OP. Stichwort: Verstandesgabe, die zu nutzen ist. (Jaja, ich weiß, was Du jetzt einwerfen würdest.... ;) , natürlich gilt das dann auch wohl für die Entscheidung über das Austragen derart gehandicapter Kinder.)

    Nichtsdestotrotz musste die OP jetzt stattfinden, da beide Kindesgehirne schon so stark gequetscht waren, dass eine Nichttrennung ein qualvolles Dahinsiechen bis zum Tode beider Kinder zur Folge gehabt hätte.

    Aber, ich wiederhole mich, mir ging´s nur darum, meine Traurigkeit über den Tod von Tabea (egal, wie wahrscheinlich) auszudrücken.
    Und verärgert war ich über Marias schroffes (ich reduzier´s mal) "Selber schuld - ich hab´s besser gemacht " -- aber das haben wir ja nun auch aufgedröselt.

    Und um´s noch mal ganz klar zu sagen: Ich/Wir hätte(n) die Schwangerschaft aus eben den bekannten Folgegründen (OP, Tod etc.) nicht fortgeführt.
    Außerdem bin ich eine starke Befürworterin der PID, die zwar längst nicht alle schwerwiegenden Entwicklungen aufzeigen kann, aber doch einem hohen Prozentsatz Eltern UND Kindern unermessliches Leid ersparen würde; von den psychischen Belastungen der Kinderwunschpaare nach vielen Spontanabgängen und Fehlgeburten mal ganz zu schweigen!

    So, und nun wieder auf Anfang:
    Der Tod Tabeas stimmt mich nach wie vor sehr traurig und ich wünsche und hoffe, dass Lea ein unge-/unbehindertes Leben bevorsteht (egal, wie statistisch unwahrscheinlich das nun auch wieder sein mag.)

    Fischkopp-Grüße,
    frowlein :)

    P.S.: Die öffentliche Darstellung des Themas hatte mM insofern was Gutes, als dass sich mal wieder vermehrt damit auseinandergesetzt wurde (siehe allein diesen thread - obwohl von mir nicht gewollt!);
    zur Dauerfreakshow darf es natürlich keinesfalls verkommen!!

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
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    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • Maria30
    8-Zeller
    Beiträge
    110
    • 22. September 2004 um 21:55
    • #10

    Ich trauere um Tabea und

    Hallo,

    Was ich nur unmöglich finde ist die Berichterstattung in Deutschland und in Österreich. Hier gibt es bereits Runde Tische wegen Abtreibung, etc etc.

    Klar, es sind "besondere" Kinder gewesen, und das kleine wird wahrscheinlich auch noch lange ein "besonderes" Kind sein, nicht nur für die Eltern, so wie es sein sollte, nein für die Öffentlichkeit.

    Klar die Kinder sinder sind anders gewesen, in der hiesigen Öffentlichkeit sowas ähnliches wie Kurioses, und darüber muss man berichten, am liebsten wäre ja die Öffentlichkeit gleich in den ersten Schwangerschaftswochen dabeigewesen.

    Man muss jedoch auch überlegen über Sinn und Nutzen solcher Op´s, kann mich sehr gut an die Berichtserstattung über die Trennung der erwachsenen Zwillinge erinnern, und über ein Iranisches oder Irakisches Geschwisterpärchen, wo nach der OP einer alle Gliedmassen hatte und beim anderen ein Arm und ein(oder sogar beide) Beine fehlten. Wobei diese OP nur eine "Schönheitsop" war und medizinisch keinen Nutzen hatte. Ich habe im Internet gelesen dass es siamesische Zwillinge bis zu einem biblischen Alter von über 80 Jahre geschafft haben, klar Kurios sind sie, aber das werden sie so und so ihr leben lang bleiben.

    Maria

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