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Maikäfers Geschichte

  • Duplicate4
  • 30. Juli 2004 um 01:06
  • Duplicate4
    4-Zeller
    Beiträge
    34
    • 30. Juli 2004 um 01:06
    • #1

    Hallo, meine lieben Leser,

    ich wollt euch schon lange meine Story mitteilen, nur ist ständig irgendetwas dazwischen gekommen. Hauptsächlich war ich lange in der Arbeit und konnt dann nicht oder mir wars schlecht mit Übelkeit und zu guter letzt hatte auch noch der Rechner versagt. Sorry!

    Nun zu meiner Geschichte:
    Vor ca. 15 Jahren fing die Lauferei von einem Doc zum Anderen an.
    Nach vielen Untersuchungen kamen Sie dann letztendlich zu folgendem Ergebnis:
    primäre Ovarialinsuffizienz (=POF) und fürs Kinderkriegen keine Chance. Ich war fertig mit der Welt, wo ich doch Kinder über alles liebte und wollte. Nun wollt ich aber wissen, wieso meine Eierstöcke nicht mehr produzierten/funktionierten. Doch dies hat mir keiner der Ärzte beantworten können. (= Wieso, warum?, bis heute nicht)
    Falls jemand meine Hormonwerte interresiert oder Sie vielleicht mit den eigenen vergleichen möchte, sind es folgende ohne Hormonsubstitution vor 3 Jahren:
    LH 38,1 U/I; FSH 54,9 U/I; Prolaktin 157,8 µU/ml; Östron (=E1) 21 pg/mI; Östradiol (=E2) 10 pg/mI; Progesteron 0,1 pg/mI; free Testosteron 1,4 pg/mI; Aldosteron 128,7 ng/I; DHEA-S 4,1 ng/mI; TSH 0,54 µE/mI; T4 1,2 ng/dI; T3 2,3 ng/dI;
    So gelang ich an einen KiWu-Arzt/Praxis, welcher mir dann die Möglichkeit einer Eizellspende in England unterbreitete. Ich mußte mich aber selber um den Kontakt und um alles Weitere kümmern. Das war alles recht schwierig, weil man sich nur in Englisch verständigen konnte. Nach Monaten haben wir dann einen Termin im April 1996 zum Vorgespräch bekommen. Dort war alles ziemlich bürokratisch, um auf die Warteliste zu kommen mußte man noch eine Sitzung mit der Psychologin absolvieren und 500 Pfund einzahlen. Was wir auch taten, ein Jahr später kamen wir dann zur 1. Eizellspende dran. Wir waren so unwissend und aufgeregt, aber es war sozusagen erfolgreich. Der Schwangerschaftstest war positiv und alles war super. Aufeinmal bekam ich starke einseitige Unterleibsschmerzen, bin dann aber erst nachdem ich leichte Blutungen bekommen hab zum Doc. Der HCG-Wert ist auch nicht so sonderlich gestiegen, deshalb bekam ich zusätzlich Progesteronspritzen. Da war es leider schon zu spät. Unter starke Schmerzen wurde ich als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert, mit der Diagnose: Eileiterschwangerschaft. Grausam, die Welt brach für mich zusammen. Da hat es endlich mal geklappt, nach soviel Müh und Not und dann mußt ich mir den Embryo mit samt dem Eileiter entfernen lassen. 1998 versuchten wir es wieder in London, diesmal mit 2 eingefrorenen Embryos (=welche vom ersten Mal übriggeblieben sind), doch leider Erfolglos. Die Therapie ist fast überall gleich nur führt man mehr vaginale Zäpfchen (=Progesteron 800 mg) ein.
    Dann kamen wir erneut auf die Warteliste (mit einer Anzahlung von 500 Pfund) und mußten wieder ein Jahr warten, bis wir dran konnten. So starteten wir dort nochmal 3 vergebliche Versuche. Mir/uns rannte allmählich die Zeit und das Geld davon, denn ich wurde ja auch nicht jünger. So entschlossen wir uns nach den neuen Reserchen für einen Versuch in Griechenland/Thessaloniki in der Klinik. (=Alles recht unpersönlich) Dort klappte es zeitlich relativ schnell, innerhalb von 4 Monaten waren mir dann beim Transfer, doch auch dieser Versuch funktionierte nicht (SS-Test negativ). Diese Zeiten waren für mich sehr schlimm.
    Dann fing eine andere grausame Zeit an.
    Ich bin grundlos in Unmacht gefallen und war 10 Min. weggetreten. Daraufhin untersuchte mich meine Hausärztin/=Internistin und entdeckte per Zufall am Ultraschall einen "harmlosen" Knoten. Daraufhin bekam ich Jodetten verschrieben, weil die Schilddrüsenhormonwerte in Ordnung waren. Ich hatte weder eine Unterfunktion noch eine Überfunktion. Nachdem der Knoten größer wurde, mußte man ein Sintigramm und eine Feinnadelbiopshie (=mit dem Ergebnis, nichts verdächtiges) erstellen. Die Werte waren relativ normal. Gott sei Dank ließ meine Hausärztin nicht locker und schickte mich im Herbst 2002 letztendlich zur OP.
    Danach kam bei der Histologie der Befund: ich hatte hinter dem gutartigen Knoten, ein papilläres Schilddrüsen-Carcinom (pT1, pNx, pMx) und eine Autoimmunthyreoiditis wurde auch noch festgestellt. Wie immer bei mir hatten die Ärzte unterschiedliche Meinungen. Der eine Arzt (Nuklearmediziner) wollte das ich eine Radiojodtherapie mache, der andere meinte eine Nachoperation würde er anraten. Der dritte (=Endrokrinologe) meinte nachdem ich noch ein Restgewebe von der Schilddrüse habe müßte man mir eine sehr hohe Strahlendosis verabreichen, sodaß er es besser fände, wenn ich zu engmaschigen Kontrollen kämme.
    Für diesen Rat hab ich mich dann auch entschlossen. Jetzt muß ich zeitlebens Schilddrüsenhormontabletten (L-Thyroxin 125 mg) einnehmen.
    Nachdem ich leider lauter uralte Amalganfüllungen mit mir rumtrug, machte ich mich nun auf den Weg zum Zahnarzt. Dabei stellte sich heraus das ich eine Amalganallergie habe. Unter schmerzhaften Sitzungen und Qualen ließ ich mir vom Zahnarzt alles nach und nach mit Keramikkronen und Inlays restaurieren. Ich bin davon überzeugt, das mein Carzinom und die Kinderlosigkeit viel damit zusammenhängen.
    Durch diese Schilddrüsengeschichte war ich gezwungen eine Pause in Bezug auf EZS zu machen. Nebenbei erkundigte ich mich auch in Italien, in Rom und in Bolonia waren damals auch dort um uns alles anzuschauen. Aber gegen die Klinik, NOVUM in Warschau
    (von welcher ich zu diesem Zeitpunkt leider noch nichts wußte, weder kannte)
    kann keine der von mir erlebten bzw. gesehenen ausländischen Zentren mithalten.
    Man fühlt sich bei Dr. Lewandovsky gut aufgehoben. Das Resultat spricht ja für sich.
    Auch stimmt das Preis-Leistungsverhältnis und erst die vielen Schwangerschaftserfolge/ Geburten.
    Von 6 mißlungenen Eizellspende-Versuchen mit 3 verschiedenen Spenderinen,
    hat es nun beim 7. Mal (= gleich beim erstenmal, bei Novum) gleich geklappt. Die Therapie war auch ein wenig anders, unterschiedliche Medikamente. Es wurden mir auf eigenen Wunsch hin, in entspannter Atmosphäre mit Hintergrundmusik 3 Embryos ubertragen, damit die Erfolgschance höher ist. Was sich ja auch bewiesen hat.
    Danach mußte ich noch etwas ruhen und dann fuhr ich mit dem Taxi zum Hotel (welches mir auch von der Klinik aus organisiert wurde). Die Klinik ist sehr modern, estetisch und auf dem neuesten technischen Stand eingerichtet. Sogar eine Nabelschnurblutbank haben sie auch. Mein Mann und ich waren sehr beeindruckt. Damit hatten wir nicht gerechnet. Ganz toll ist es, das der Dr. Lewandovsky soviel Sprachen spricht und es keine Verständigungsschwierigkeiten gibt und vor allem, das er immer für einen da ist.
    Leider muß ich jetzt aufhören, ich könnte noch viel schreiben, aber mir ist schon wieder schlecht.... Ich weiß, das ist ein gutes Zeichen, aber es ist schwierig mit der Arbeit und einem selber zu vereinen.
    Tschüß, euer Maikäfer.

  • marion43
    4-Zeller
    Beiträge
    50
    • 6. August 2004 um 16:23
    • #2

    Re: Maikäfers Geschichte

    Liebe Maikäfer,

    habe mit großer Anteilnahme Deine "Geschichte" gelesen. Schön, daß es nun bei Dir geklappt. hat.

    Habe Dir eine PN geschrieben, da ich noch einige Fragen an Dich habe! Würde mich sehr über eine Antwort freuen.

    Liebe Grüße
    Manuela

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