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POF und Hormone/Stillen?

  • Jane
  • 16. Februar 2004 um 20:50
  • Jane
    2-Zeller
    Beiträge
    21
    • 16. Februar 2004 um 20:50
    • #1

    Hallo Ihr Lieben!


    Ich hab da mal eine Frage, wie ist das eigentlich mit dem stillen? Bei mir heitßt die Diagnose POF.

    Muß man nicht nach der Entbindung wieder gleich Hormone einnehmen?

    Da meine Gyn mir sagte das ich unbedingt diese Hormone, also Antibabypille, brauch, damit meine Knochen nicht zu weich werden und ich nicht so schnell altere und wegen der Hitzewellen usw..

    Oder brauch man nicht gleich zu Hormonen greifen, solange man stillt?

    Denn die Pille ist doch nicht so gut für die Muttermilch denke ich mal.
    Oder ist der Körper nach der Entbindung so umgestellt, das man erst mal keine Hormone braucht?

    Hat jemand von euch denn gestillt und wie lnage danach habt ihr keine Hormone eingenommen?

    Das würde mich schon mal echt interessieren.

    Liebe Grüße

    Jane

    Bj.75, POF dx 11/2003,

  • frowlein
    Blastozyste
    Reaktionen
    3
    Beiträge
    714
    • 16. Februar 2004 um 21:07
    • #2

    POF und Hormone/Stillen?

    Hallo, Jane,

    ich habe 10 Monate gestillt, 5 davon voll. Während dieser Zeit und auch darüber hinaus - bis heute - habe ich keine sog ErsatzHormone genommen.

    Das hat zum einen mit dem Rat meines Endokrinologen zu tun, der mich ebenfalls auf die "Milchgängigkeit" der eingenommenen Hormone aufmerksam machte, zum anderen auch mit etlichen wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen, wonach bspw Estrogene während der Schwangerschaft krankhafte Veränderungen bzw Entwicklungsstörungen beim Säuglingshirn verursachen können. (Hierzu hat es auch schon das eine oder andere posting gegegeben..) Und da unsere Krümel ja auch nach der Geburt noch weiter reifen, aber eben ausserhalb des Körpers, ist es sicherlich nicht besonders schlau - berücksichtigt man die o.g. Untersuchungsergebnisse -, über die Muttermilch die bisher vermiedenen Hormone dem kleinen Körper nun doch zuzuführen.

    Ich finde Deine Frage übrigens sehr, sehr spannend und aktuell, da ja auch eine grössere Anzahl POFerinnen unter den jetzt schwangeren EZS-Müttern ist.

    Die mitunter heftige Panikmache vonwegen der sogenannten "weichen" Knochen (gemeint ist wohl die Osteoporose) oder die gern angeführte Herzinfarktprophylaxe, sind längst keine Argumente mehr, die überzeugen. Im Gegenteil.

    Ich möchte zu Deiner Anfrage aus meinem Mailing an eine andere POFerin zitieren, die mich ähnliches fragte:

    ---------
    Auch ich wurde nach der unmittelbaren POF-Prognose auf eine sog. HormonErsatzTherapie (HET oder auch HRT für HormoneReplacementTherapy) gesetzt. Mit ebenfalls bescheidenen Nebenwirkungen: Migräne, Gewichtszunahme.. die ganze Palette. Medikament habe ich vergessen, aber ich glaube, es war zum einen eine Pille (sic!) und dann der Wechsel auf noch irgendetwas anderes. Dann hatte ich dank einer Freundin, auch POFerin, den Hinweis auf die http://www.pofsupport.org bekommen und da schon die ersten kritischen Anmerkungen zur HRT überhaupt gelesen. Auch gab´s gute Buchtipps zum Thema "natürliche Hormonersatzstoffe bei POF". Allerdings auf Englisch. Problem für Dich?

    Völlig entnervt habe ich dann irgendwann alles in die Tonne gehauen. Was stopfte ich mir da eigentlich so alles in den Körper? Hat mich schon all die Jahre mit der Pille gestört.
    Dann begann nach ca 1 Jahr die GSM-Stimulation (wie im Forum beschrieben). Zwischen den beiden Versuchen irgend ´ne Estradiol-Gestagen- Kombi (sog Minipille o.ä.)
    Nach der Geburt meiner Söhne hatte ich noch 2 Menstruationsblutungen und die zaghafte Hoffnung, dass die ganze körpereigene Hormonmaschinerie vielleicht doch noch mal anläuft, aber: Pustekuchen.
    (Einige POFerinnen in USA, Australien und Kanada haben aber nach EZS tatsächlich wieder normale FSH-Werte gehabt und einige wenige sogar "eigene" Kinder bekommen..)

    Ich habe bisher keine weiteren Hormone mehr eingenommen, mich schlichtweg geweigert, wieder eine HRT zu beginnen. Relativ aktuelle Untersuchungen aus Übersee bestätigen mich in meiner Entscheidung:
    Eine grosse Studie zur Wirksamkeit von HRT wurde sogar abgebrochen, um Körper und sogar Leben der Probandinnen nicht weiter zu gefährden = Herzinfarkt- und Krebsrisiko nachweisbar signifikant angestiegen! Also Krankheitsbilder, vor denen die klassisch-medikative HRT ja angeblich schützen sollte.. HAMMER!! Und hier in D wird immer noch schön fleissig verschrieben, obwohl auch schon einige Deutsche Printtitel wie z.Bsp. DER SPIEGEL ausführlicher berichteten. Aber das Geschäft mit den ganzen Hormonpräparaten hat einen erheblichen Anteil am Jahresumsatz der übermächtigen Pharmakonzerne.
    Klar, was das bedeutet, oder?!

    Also trabe ich jetzt einmal jährlich zur Knochendichtemessung wg. Osteoporose und nehme - wenn ich´s nicht durch Ernährung oder Sonnenlicht ausgleichen kann - ein Vitamin D- Calcium- Kombipräparat. That´s it.
    In dem o.g. Buch gibt´s noch weitaus mehr Tipps und Tricks.

    Ich bin übrigens fast 42 und eben ganz JungMutter. Letzteres vermutlich noch ein zusätzlicher Grund, warum bei mir eine Panik vonwegen Wechseljahre = alte Frau gar nicht mehr aufkommt.. (aber das ist natürlich völlig subjektiv :wink: )
    Auch die von Anfang an korrekte POF-Diagnose meines Docs hat da sicherlich sehr zu beigetragen.
    ----------

    So, langer Text, liebe Jane.

    Solltest Du Dich nun dennoch für eine weitere HRT entscheiden, dann wird es sicherlich keine entscheidenden Auswirkungen welcher Art auch immer auf die Beschaffenheit Deiner Knochen haben, wenn Du bis zum Ende der Stillphase damit wartest... So schnell zerbröselst Du nicht; :D
    ausserdem setzt ja auch das Stillen wiederum körpereigene Hormone frei, die Dich wunderbar "dopen" - glaub´s mir, ich weiss, wovon ich rede! :roll:
    Achte doch mal bei Gelegenheit drauf, wieviel entspannter Stillmütter im Vergleich zu Flaschenmüttern aussehen...

    Wenn Dich (oder auch andere, die hier mitlesen) das erwähnte Buch interessiert, lass(t) es mich wissen, ich PNe Dir/Euch dann gern die näheren Angaben - oder stelle sie auf Wunsch auch gern ins Forum.

    Gruss,
    frowlein :)

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • Jane
    2-Zeller
    Beiträge
    21
    • 16. Februar 2004 um 21:34
    • #3

    POF und Hormone/Stillen?

    Hallo Frowlein!

    Vielen Dank für deine Interessanten Bericht. Also ich werde, wenn ich mal stillen werde, auf keinen Fall gleich wieder nach der Entbindung zur Antibabypille oder andere Hormonersatze greifen, das ist schon mal Fakt.

    Da kommen einen schon bedenken auf, ob ich nicht gleich aufhören sollte mit der Pille, denn sie ist ja wirklich nicht so gut mit all Ihren Nebenwirkungen. Zum verhüten brauch ich sie ja sowieso nicht.

    Aber eine Alternative zur Pille wären doch auch sogennannte PHYTOÖSTROGENE - ISOFLAVONE aus Soja oder Rotklee? Diese sind doch für Frauen die in den Wechseljahren sind. Und wie ist das dann mit der Menstruation, hat man denn dann überhaupt noch was? Hat jemand von den POFerinnen schon damit Erfahrungen gemacht?

    Liebe Grüße

    Jane

    Bj.75, POF dx 11/2003,

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