Hallo an Alle, die´s interessiert:
Aus aktuellem Anlass (
) habe ich mal so ein bisschen "rumrecherchiert" und u.a. Folgendes gefunden:
(Da ich es nicht bewerten möchte, stelle ich es mal unkommentiert hier rein.)
ZitatOffensichtlich vermindert Fliegen die Immunabwehr im Körper.Flüge über mehrere Zeitzonen bringen den zirkadianen Rhytmus von Melatonin, Kortisol und der Körpertemperatur durcheinander! Außerdem wird noch die Frage diskutiert, ob schmerzhafter Druck in den Ohren, wie er bei jedem fünften Flugreisenden auftritt, auch zu Ohrenleiden wie Tinnitus führen kann. Auch die Strahlenbelastung steigt mit der Flughöhe und durch den Einfluß kosmischer Strahlung wird die Bildung schädlicher,freier Radikale in und an den Körperzellen angeregt.
Der Körper ist beim Fliegen großen Belastungen ausgesetzt: hormonelle Veränderung infolge Schlafmangel und Zeitverschiebung,Bildung von freien Radikalen aufgrund der Strahlenbelastung, physiologischer Stress beim Aufsteigen in große Höhen und ggfs. psychischer Stress durch Flugangst.
Vor allem der Jetlag ist schuld an der verringerten Immunabwehr in unserem Körper: Das Wachstum von den Lymphozyten wird gestört und normalisiert sich erst nach 5 Tagen.Für 6 bis 18 Stunden weist der Passagier eine Lymphozytenverschiebung- vergleichbar mit HIV-Patienten- auf.
(Quelle: aus einem Medizin- und Wellnessforum, sorry, leider gerade die URL versemmelt)
ZitatDer Mensch ist ständig radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Dringt sie in das Gewebe ein, hinterlässt sie eine Spur von ionisierten Atomen oder Molekülen. Hierdurch kann die Funktion von Zellen beeinträchtigt werden. Auch im Erbgut des Menschen können Veränderungen auftreten. ....
Das Magnetfeld der Erde fokussiert die geladenen Teilchen der kosmischen Strahlung auf die Pole, sodass man in nördlichen Breiten einem stärkeren Beschuss ausgesetzt ist als am Äquator. Viel stärker ist jedoch die Variation der kosmischen Strahlung mit der Höhe. Auf Meeresniveau halten sich terrestrische und kosmische Strahlung in etwa die Waage, wenn man sie hinsichtlich der biologisch wirksamen Dosis vergleicht, die sich über das Jahr gemittelt ergibt. Ganz anders sieht das in einer typischen Flughöhe von zehn Kilometern aus. Von der terrestrischen Komponente ist hier oben nichts mehr zu merken. Dafür ist die Strahlenbelastung durch die kosmische Komponente rund hundert mal so hoch wie am Erdboden. Für jemanden, der selten fliegt, stellt diese erhöhte Strahlendosis kein Problem dar, weil sie nur für wenige Stunden wirksam ist. Anders sieht das für Piloten oder Stewardessen also. Bei rund 1000 Flugstunden im Jahr summieren sich die kleinen Dosen zu einem Betrag, der höher ist als die durchschnittliche Belastung des Wartungspersonals in einem Kernkraftwerk.
(Quelle: http://www.quarks.de/fliegen/02.htm)
ZitatDer physikalische Hintergrund ist folgender: Die hochenergetische galaktische Primärstrahlung - weit überwiegend Protonen - aus dem interstellaren Raum dringt in unser Sonnensystem ein, trifft auf die Erdatmosphäre und löst dort eine Lawine von Sekundärteilchen aus. Es entstehen Neutronen, Pionen, Mesonen, Elektronen, Photonen sowie wiederum Protonen. Die Teilchen treten je nach Energie und Ladung mehr oder weniger stark mit den Molekülen der Erdatmosphäre in Wechselwirkung, verlieren dabei Energie und werden schließlich in der Erdatmosphäre oder im festen Boden absorbiert. Neben diesem Abschirmeffekt durch die Erdatmosphäre wird die Primärstrahlung noch durch zwei andere Effekte abgeschirmt, nämlich durch die Sonne und durch das Erdmagnetfeld. Die Sonne sendet einen riesigen Strom von Materie aus, den so genannten Sonnenwind, der etwa hundert astronomische Einheiten (1 a.E. = Abstand Sonne-Erde, etwa 150 Mio km) weit wirkt, und den die geladenen Primärteilchen überwinden müssen. Die Intensität des Sonnenwindes schwankt je nach Sonnenaktivität, die sich an der Zahl der Sonnenflecken ablesen lässt, mit einer Zykluszeit von 11 bzw. 22 Jahren. Das Erdmagnetfeld dagegen ist zeitlich fast konstant. Es kann an den Polen am leichtesten überwunden werden, da die Teilchenbahnen annähernd parallel zu den Feldlinien verlaufen. Am geomagnetischen Äquator dagegen müssen die Teilchen mindestens eine Energie von über 15 GeV (=15 Milliarden Elektronenvolt) besitzen, um senkrecht zu den Feldlinien zur Erdatmosphäre vorzudringen. Da die viel häufigeren Teilchen niedrigerer Energie von der Erde weggelenkt werden, ist am Äquator die Strahlenexposition wesentlich geringer als an den Polen.
Bereits im Jahre 1990 hat die Internationale Kommission für Strahlenschutz (ICRP) aus Abschätzungen ermittelt, dass die Berufsgruppe der Piloten und des übrigen fliegenden Personals einer Exposition durch kosmische Strahlung ausgesetzt ist, die vergleichbar oder im Mittel sogar höher ist als diejenige von Personen, die mit künstlicher Strahlung in Medizin und Technik umgehen. Daher müssten für diese Berufsgruppe auch die gleichen Kriterien des Strahlenschutzes gelten.
Die ICRP hat daraus Empfehlungen unter anderem über jährliche Dosisgrenzwerte abgeleitet, die 1996 in Europäisches Recht und im August 2001 in deutsches Recht übernommen wurden. In der Novelle der Strahlenschutzverordnung sind zur Einhaltung der Grenzwerte entsprechende Regeln für eine individuelle Dosisbestimmung festgelegt worden.
Als sofortige Folge der ICRP-Empfehlungen hatte eine Reihe von Europäischen Instituten Forschungsprogramme aufgelegt, die theoretische und experimentelle Erfassung der natürlichen Strahlenexposition in Flugzeugen zum Ziel hatten. Auch die GSF, die sich schon in den 70er Jahren entsprechende Forschungsarbeiten durchgeführt hatte, hat sich an beiden Vorgehensweisen beteiligt und schließlich mit Unterstützung der EU-Kommission gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Siegen das Programm EPCARD (European Program Package for the Calculation of Aviation Route Doses) entwickelt. Mit dessen Hilfe ist es möglich, auf beliebigen Flugrouten und Flugprofilen die Strahlenexposition aus allen Komponenten der durchdringenden kosmischen Strahlung zu berechnen. Diese Programm steht nun Interessierten zur Verfügung.
(Quelle: Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, GSF)
Strahlenbelastungsberechnung unter: http://www.gsf.de/epcard/deu_fluginput.php
ZitatAlles anzeigen
Strahlenexposition von Flugpassagieren
Viele Menschen reisen - privat oder geschäftlich - zu ihren entfernten Zielen mit dem Flugzeug. Diese Flugzeuge fliegen oft in Höhen und geografischen Breiten, in denen deutlich mehr Höhenstrahlung auf den Menschen einwirkt, als am Boden. Die Energien dieser Strahlen sind so hoch, dass man sie nicht abschirmen kann. Wie kommt es zu dieser Strahlenexposition?
Die Erde ist ständig einem Strom von hochenergetischen atomaren Teilchen ausgesetzt, die aus den Tiefen des Kosmos stammen. Dies ist die sogenannte Höhenstrahlung. Auf ihrem Weg zur Erdoberfläche wird die Höhenstrahlung mit zunehmender Dichte der Atmosphäre schwächer. Ein Schutz vor der Höhenstrahlung kommt vom sogenannten "Sonnenwind", der einen Teil der kosmischen Strahlung von unserem Sonnensystem ablenkt. Diese Sonnenaktivität ändert sich nahezu regelmäßig in einem Zyklus von etwa elf Jahren. Je größer die Sonnenaktivität ist, desto geringer ist deshalb die Höhenstrahlung und umgekehrt. Auch das Magnetfeld der Erde lenkt einen Teil der kosmischen Strahlung ab. Diese Abschirmung wirkt am stärksten am Äquator, in den nördlichen und südlichen Polregionen ist sie am schwächsten. Das Ausmaß der zusätzlichen Strahlenexposition beim Fliegen hängt somit vor allem von der Flugdauer, der Flughöhe, der Flugroute und der Sonnenaktivität ab.
Effektive Dosis durch Höhenstrahlung auf ausgewählten Flugrouten
Abflug Ankunft Dosisbereich* [µSv]
Frankfurt Gran Canaria 10 - 18
Frankfurt Johannesburg 18 - 30
Frankfurt New York 32 - 75
Frankfurt Rio de Janeiro 17 - 28
Frankfurt Rom ** 3 - 6
**(vergl. andere innereuropäische Flugziele, Anm von frowlein)
Frankfurt San Francisco 45 - 110
Frankfurt Singapur 28 - 50
* Die Schwankungsbreite geht hauptsächlich auf die Einflüsse von Sonnenzyklus und Flughöhe zurück.
......
Für Gelegenheitsflieger, wie es die meisten Urlaubsflieger sind, ist die zusätzliche Strahlenexposition durch das Fliegen sehr gering und gesundheitlich unbedenklich; das gilt auch für Schwangere und Kleinkinder. Piloten, flugbegleitendes Personal oder berufliche "Vielflieger" können, vor allem wenn sie häufig Langstrecken auf den nördlichen Polrouten fliegen, Strahlendosen erhalten, die durchaus vergleichbar sind mit Dosiswerten in Berufsgruppen, die ionisierende Strahlung einsetzen oder die mit radioaktiven Quellen umgehen. Die neue Strahlenschutzverordnung sieht deshalb ab August 2003 für das fliegende Personal die gleiche rechtlich abgesicherte Strahlenschutzüberwachung wie für alle anderen beruflich strahlenexponierten Personen vor. Diese Überwachung wird vom Bundesamt für Strahlenschutz in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtbundesamt durchgeführt.
(Quelle: BfS, Bundesamt für Strahlenschutz, Stand: 14.08.2003)
Wer wissen möchte, wie man auch durch Auswahl und Menge von Getränken und Nahrungsmitteln etwas gegen die Wirkung der sogenannten freien Radikalen (ich muss immer lachen, wenn ich das lese -- schliesslich habe ich 2 freie Radikale hier rumflitzen!!! ) an Bord tun kann: http://www.steeple.de/matthias/meome12.html
Eine Statistik zu Strahlen-Belastungen bezüglich der Flughöhe findet Ihr auch unter http://www.statistik.admin.ch/stat_ch/ber02/…pdf/2.1.0_d.pdf
So, das sollte reichen. :lach:
frowlein
P.S.: Vielleicht kann noch jemand eine Flughöhenstatistik für die unterschiedlichen EZS-Flugziele beisteuern... Das wäre prima! ![]()