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  3. Berlinerin_1991

Beiträge von Berlinerin_1991

  • Btte um Einschätzung zum weiteren Vorgehen bei Kinderwunsch

    • Berlinerin_1991
    • 25. September 2026 um 21:08

    Sehr geehrtes Team,

    Mein Mann ist 36 Jahre alt und ich bin 35 Jahre alt und wir haben einen Kinderwunsch seit Juli 2023. Nach einer (natürlichen) Eileiterschwangerschaft im Jahr 2024, die mit Methotrexat beendet wurde, bin ich bisher nicht erneut schwanger geworden. Mein Anit-Müller-Hormon betruf im Jänner 2026 23.20 pmol/l .

    Ich habe regelmäßige Eisprünge. Ich muss jetzt Progesteron in der zweiten Zyklushälfte nehmen, weil mein Progesteronwert etwas vermindert ist und ich immer Akne, PMS und Schmierblutungen vor der Regel hatte. Alle weiteren notwendigen Blutwerte und Hormonwerte passen soweit,

    Meine beiden Eileiter sind durchlässig, der rechte Eileiter hat eine eingeschränkte Transportiertfähigkeit. Bei der Gebärmutterspiegelung/Gebärmutterbiopsie hat meine Gebärmutter normal ausgeschaut aber es gab einen erhöhten Verdacht auf chronische Endometritis.

    In der Biopsie vom Mai wurden 9 Stromale CD138/MUM1-positive Plasmazellen/10 HPF und 100 Stromale CD56-positive NK-Zellen achgewiesen. Ich hatte eine 14 tägige Doxylin Therapie. In der Kontrollbiopsie vom August wurden 8 Stromale CD138/MUM1-positive Plasmazellen/10 HPF und 60 Stromale CD56-positive NK-Zellen nachgewiesen. Meine zweite, 14-tägige Antibiotikatherapie mit Anaerobex und Ciproxin ist heute abgeschlossen. Ich nehme Probiotika und auch ab morgen Döderlein Vaginalzäpfchen.


    Bei meinem Mann wurde ein normaler Hormonstatus gefunden. Er hatte vor ein paar Jahren eine Hodenentzündung, die mit Antibiotika behandelt wurde. Es wurde eine geringe Krampfader und eine Spermatozele am linken Nebenhoden aber das hat keine Auswirkungen. Es liegen fünf Spermiogramme vor:

    • 01.2025: 43,7 Mio. Spermien/ml, 153 Mio. insgesamt, 29 % rasch vorwärtsbeweglich und 6 % normal geformt. Beurteilung: Asthenozoospermie.
    • 11.2025: 47,7 Mio./ml, 143,2 Mio. insgesamt, 46 % rasch vorwärtsbeweglich und 11 % normal geformt. Beurteilung: Normozoospermie.
    • 01.2026: 58 Mio./ml, 174 Mio. insgesamt, 15 % progressiv beweglich und 3 % normal geformt. Beurteilung: Asthenoteratozoospermie.
    • 05.2026: 33,35 Mio./ml, 175,36 Mio. insgesamt, 28 % progressiv beweglich und 4 % normal geformt. Beurteilung: Asthenozoospermie. Der DNA-Fragmentierungsindex lag bei 16 %, der MAR-Test für IgA und IgG jeweils bei 0 %.
    • 08.2026: 29,90 Mio./ml, 63,39 Mio. insgesamt, 27 % progressiv beweglich und 2 % normal geformt. Beurteilung: Asthenoteratozoospermie.

    Inzwischen waren wir bei einem auf Kinderwunsch spezialisierten Urologen. Er hält die Spermiogramme dennoch für ausreichend für eine natürliche Schwangerschaft. Mein Mann hat Clomifen erhalten, um die Werte weiter zu verbessern. Ein erneuter Hormonstatus ist vorgesehen; in vier Monaten soll ein weiteres Spermiogramm folgen. Der Urologe meinte, eine Insemination komme insbesondere dann infrage, wenn unser Leidensdruck hoch sei.

    - Wie beurteilen Sie angesichts der wechselnden Spermiogramme unser weiteres Vorgehen? Würden Sie zunächst abwarten, ob die Behandlung mit Clomifen eine Verbesserung bringt, eine hormonelle Stimulation mit zeitlich abgestimmtem Geschlechtsverkehr empfehlen oder bereits zu einer Insemination raten? Welchen Nutzen hätte eine Stimulation bei meinem regelmäßigen Eisprung? Wann sollten wir zur IVF übergehen?

    - Empfehlen Sie anschließend eine weitere Kontrollbiopsie und eine erneute Abstrichuntersuchung zur Leitkeimbestimmung? Falls ja, in welchem Abstand zum Ende der Antibiotikatherapie und zu welchem Zeitpunkt im Zyklus sollten diese erfolgen? Sollte das Ergebnis vor einer möglichen Insemination vorliegen?

    - Welche Untersuchungen sind noch notwendig? Sollte ich noch eine Bauchspieglung machen, auch wenn ich sonst keine Beschwerden habe?

    Vielen Dank für Ihre Einschätzung.

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