Hallo zusammen,
mein Mann und ich hoffen sehr auf eure Erfahrungen oder Einschätzungen. Wir stehen gerade vor einer schwierigen Entscheidung und würden uns über jeden Rat freuen.
Ich bin 49 Jahre alt, mein Mann ebenfalls 49. Aufgrund meines Alters sind wir auf eine Eizellspende angewiesen. Bei beiden Behandlungen wurde eine PGT-A durchgeführt.
Erste Spenderin (IVI Madrid)
- 13 reife Eizellen
- 10 normal befruchtet
- 9 Blastozysten (7 an Tag 5, 2 an Tag 6)
- Alle 9 Blastozysten wurden mittels PGT-A untersucht und als „normal/not affected” berichtet.
- Insgesamt hatten wir 6 Kryotransfers.
Ergebnis: Keine einzige Implantation.
Die Embryologen waren mit der Entwicklung der Embryonen sehr zufrieden, trotzdem kam es nie zu einer Einnistung.
Zweite Spenderin (IVI Madrid)
Nach den vielen erfolglosen Transfers empfahl IVI einen Wechsel der Spenderin.
Ergebnis:
- 6 reife Eizellen
- 4 normal befruchtet
- 2 Blastozysten
- Nach PGT-A blieb 1 euploider Embryo.
Dieser Embryo wurde transferiert und implantierte sofort. Leider endete die Schwangerschaft in der 6. Woche mit einer Fehlgeburt.
Unsere aktuelle Situation
Wir überlegen nun, die Behandlung bei Reproclinic Barcelona fortzusetzen.
Die behandelnde Ärztin hat vorgeschlagen,
- den nächsten Transfer im natürlichen Zyklus durchzuführen und
- gezielt eine HLA-C-kompatible Spenderin auszuwählen.
Sie meinte, dass der deutliche Unterschied zwischen den beiden Spenderinnen möglicherweise darauf hindeuten könnte, dass eine bessere immunologische bzw. genetische Kompatibilität eine Rolle spielen könnte.
Uns ist bewusst, dass die wissenschaftliche Evidenz für HLA-C/KIR-Matching bisher begrenzt ist. Trotzdem fragen wir uns, ob dieser Ansatz in unserer Situation sinnvoll sein könnte.
Unsere Fragen
Würdet ihr an unserer Stelle:
- mit der zweiten Spenderin weitermachen, weil der erste Embryo immerhin sofort implantiert hat,
oder
- einen Neustart bei Reproclinic mit einer sorgfältig ausgewählten HLA-C-kompatiblen Spenderin wagen, in der Hoffnung, mehrere gute Embryonen zu erhalten?
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht, dass ein Wechsel der Spenderin den entscheidenden Unterschied gemacht hat?
Und hat jemand Erfahrungen mit KIR-/HLA-C-Matching bei einer Eizellspende?
Wir würden uns sehr über eure Erfahrungen oder Einschätzungen freuen.
Vielen Dank schon jetzt!