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Beiträge von Tulpe80

  • Aufgeben?

    • Tulpe80
    • 1. April 2021 um 16:06

    Danke für Eure lieben Worte.<3

    Zitat von Racker

    Mir wurde EZS sogar als Plan B genauso wie Adoption im Gespräch erwähnt. Drei Versuche sind nicht viel

    Liebe Racker

    Ja die KiWu-Klinik hat mir das auch direkt im ersten Gespräch schon gesagt, dass bei meinem AHM-Wert eher EZS in Frage kommt. Insofern wundert es mich auch ein wenig, dass sie da nicht helfen. Ich vermute, dass sie das halt nicht nach außen kommuniziert haben wollen und deswegen "dicht" machen.

    Das ist halt wieder das Problem, dass es für die Ärzte in D ilegal ist, das auch nur "zu beraten" oder zu helfen. Ich glaube nicht, dass mit dieser Form der Kriminaliserung irgendjemand geholfen ist, weil diejenigen, die EZS machen wollen, werden es immer auch tun, wenn es finanziell und logistisch möglich ist.

    Liebe Endi

    Ich denke, dass ich den Vorfall einfach "irgendwie" ausblenden werde. Der Arzt, der die Hysteroskopie machen wird, ist nochmal ein anderer als derjenige, der das Vorgespräch geführt hat. Im Moment bin ich ohnehin eher im Glauben, dass es vielleicht was mit der Spenderin zu tun haben könnte und baue drauf, dass ein Spenderinnenwechsel hilft. Ich will meinerseits halt möglichst alles ausschließen.

    Ich denke, dass die Ärzte momentan selbst nicht wissen, woran es liegt und die auch nicht gut damit umgehen können, dass es evtl. keine Erklärung gibt. Rein rechnerisch kann alles auch noch im Bereich des Zufalls liegen. (Wenn man halbwegs rational drüber nachdenkt)

    Der Arzt hat evlt. sowas wie ne "Kompetenzillusion" :)

  • Literatur zur kindgerechten Aufklärung

    • Tulpe80
    • 1. April 2021 um 15:36

    Gartenfee79

    dankeschön für den Tipp. Ich werde das am WE mal lesen und hier mal berichten. :D

    Hab grad noch das hier gefunden:

    Spenderkinder - Künstliche Befruchtung, Samenspende, Leihmutterschaft und die Folgen: Was Kinder fragen werden, was Eltern wissen sollten: Amazon.de: Oelsner, Wolfgang, Lehmkuhl, Gerd: Bücher

    bzw. das hier

    Mit 58 schwanger! Na und?: Warum es für den Kinderwunsch nie zu spät ist: Amazon.de: Michalsky, Dagmar: Bücher

    Kennt das jemand?

    Über Lesetipps freue ich mich immer.

    Vor einem Jahr hatte ich mal das hier gelesen:

    Kinderwunsch 3.0. Berichte aus der Tabuzone eBook: Faas, Patricia: Amazon.de: Bücher

    Das war durchaus ganz interessant, hat mich aber auch nicht so wahnsinnig weiter gebracht. Es werden darin verschiede neue Formen der Familiengründung besprochen. Es ist ggf. ganz interessant, um sich einen Überblick über die Möglichkeiten zu verschaffen.

    Aktuell lese ich "Darm mit Charme"

    Es hat zwar nichts direkt mit EZS zu tun. Aber ich fand es dennoch sehr spannend:

    Die Autorin beschreibt, dass die Darmbakterien (die bei der Geburt und im Alltag übermittelt werden) einen sehr viel größeren Einfluss auf unser Ich haben, als man gemeinhin denkt. So gibt es wohl eine direkte Nerven-Verbindung zwischen Darm und Insula (= Ort im Hirn wo das ICH entsteht)

    So schreibt sie "Unsere Gene entwerfen unseren Körper mit - aber sie sind nicht die Chefarchitekten, wenn es um die Mikroben-Aufstellung geht"

    oder weiter später "Die Gene unserer Darmbakterien geben auch Auskunft darüber, was wir können. Das Schmerzmittel Paracetamol kann für manche Menschen giftiger sein als für andere: Einige Darmbakterien stellen einen Stoff her, der die Leber beim Entgiften der Schmerztablette beeinflusst"

    Man hat wohl festgestellt, dass das Mikrobiom (Gene aller Mikroben) im Bauch ("das gute alte Bauchgefühl sozusagen") viel mehr Einfluss auf das eigene ICH hat, als man bislang angenommen hat. Ob es einem gut oder schlecht geht, hängt also viel mehr damit zusammen, wie es im Darm bei unseren Mitbewohnern aussieht.

    Ich finde dies vor dem Hintergrund EZS eine ziemlich interessante Sache.

  • Missed Abort- 8 SSW​

    • Tulpe80
    • 31. März 2021 um 21:50
    Zitat von Gartenfee79

    Vor einem halben Jahr war ich dann endlich Schwanger, ich war sehr glücklich und entspannt - bis diese verdammten Blutungen auftraten und die Schwangerschaft zerstört haben.

    Liebe Gartenfee79

    das tut mir leid, dass Du so was schlimmes erleben musstest.

    Ich wünsche Dir von ganzen Herzen, dass der nächste Versuch klappt!

  • Missed Abort- 8 SSW​

    • Tulpe80
    • 31. März 2021 um 21:47
    Zitat von Hope2021

    Ich habe meinem Mann erzählt, dass mich diese Nachricht runterzieht und er hat mich auch nicht wirklich verstanden. Er fühlt es einfach nicht so sehr wie ich und ist auch manchmal überfordert von meiner Laune deswegen

    Liebe Hope2021

    Das Thema kenne ich auch. Meinen Mann nimmt das zwar auch mit - aber irgendwie nochmal ganz anders. Manchmal glaube ich, dass er mehr davon mitgenommen ist, wenn ich weinen muss.... Er will, dass ich glücklich bin, aber er kann meine Gefühle nicht so nachvollziehen, wie es hier im Forum einige können.

    Zitat von Hope2021

    Viele verstehen es aber trotzdem nicht. Man müsste da wahrscheinlich ehrlicher sein aber ich will auch nicht jedem meine Geschichte erzählen.

    Das denke ich zwar auch. Aber mit Offenheit habe ich auch jetzt schon ein paar mal nicht so erfreuliche Erfahrungen gemacht. Es macht halt nochmal verletzlicher, wenn man drüber spricht. Aus Selbstschutz muss man wohl sehr selektiv sein...

    Mir hilft es, hier im Forum zu schreiben. Bzw. ich schreibe auch so eine Art Tagebuch, einfach um Sachen "loszuwerden".

    Zitat von Hope2021

    ch finde auch, dass die Frauenärzte einen früher aufklären müssten. Früher hat man sich doch gar keinen Kopf darüber gemacht. Bei mir hat die erste Frauenärztin immer gesagt " Bleiben Sie entspannt- bei manchen dauert es etwas länger- das wird schon". Im Endeffekt vergeudete Zeit:-(

    Auch das kenne ich nur zu gut. Als mit Anfang 30 meine Periode plötzlich ganz schwach wurde, hieß es nur: "machen Sie sich keine Sorgen, bei der Pille kommt das schon mal vor. " Also machte ich mir darüber keinen Kopf.

    Und selbst als mit 37 ein nicht mehr messbarer AHM festgestellt wurde, hieß es seitens Frauenärztin, dass das noch gar nichts bedeuten müsse.

    Ich bin der Ansicht, dass mit 30 der AHM-Wert verpflichtend erhoben werden sollte.

    Einfach um es wenigstens zu merken, dass "die Uhr tickt".

    Rückblickend habe ich draus gelernt, dass man bei Ärzten wesentlich mehr hinterfragen muss.

    Vorgestern war auch wieder so ein Moment. Ich wollte, dass meine Kiwu-Klinik nochmal ein paar Blutwerte erhebt. Mehr zufällig habe ich dann erfahren, dass es bei bestimmten Blutwerten auch die Kasse zahlt.

    Also so als Tipp in die Runde:

    Schilddrüsenwerte kann man auch ab 40 im Rahmen der GKV erheben lassen. Vitamin D allerdings nicht.

    Das sind alles Infos, die man erst mal rausfinden muss. Auf diese Weise geht wahnsinnig viel Zeit verloren. Wo Zeit ohnehin fast das wertvollste ist, was man hat.

    *fühle dich gedrückt*

  • Aufgeben?

    • Tulpe80
    • 31. März 2021 um 21:14
    Zitat von Gartenfee79

    Kennt Dein Gyn keinen anderen Arzt, zu dem er Dich überweisen könnte?

    Liebe Gartenfee79

    leider nicht. Hab heute etwas rumtelefoniert. Überall würde es nochmal teilweise über 3 Monate dauern, bis ich einen Termin bekommen könnte. Blöd.

    Meine KiWu-Klinik konnte mir auch nicht weiterhelfen. Die hatten sich im Februar sogar geweitert eine Überweisung dorthin auszustellen.

    Hab die dann im Endeffekt von meiner "normalen" Frauenärztin bekommen.

    Die Kiwu Klink stellt sich quer weil sie "nach außen" mit der EZS halt nichts zu tun haben will. Und da ich 40 bin, wäre das wohl "offensichtlich"....

    Und die Hysteroskopie-Kliniken weigern sich das ohne Überweisung zu machen.

    Das ist echt total verzwickt :(

    Mein Schock von gestern ist einigermaßen verdaut, glaube ich. Zurück bleibt eine ziemliche Wut auf den Arzt.

    Zitat von Gartenfee79

    es steht ihm ja an sich nicht zu, über die moralischen Aspekte Deiner Entscheidung zu urteilen. Besonders in der Vergangenheit war ja eine Adoption eines Kindes aus dem Ausland nicht gerade über jeden Zweifel erhaben.

    ja, das sehe ich auch so. Ich hab mich zwar über Adoption auch mal schlau gemacht, aber ich traue mir das auch schlicht nicht zu.


    Zitat von Schneewittchen

    1. Drei Versuche sind noch nicht wirklich viel.

    2. Vermutlich bist Du Jahrgang 1980? Das ist heutzutage nicht wirklich alt fürs Mutterwerden.

    3. Der Arzt hat weder sachliche Argumente für ein Aufgeben des Kinderwunsches noch ist er Psychologe.

    1) ja, rein statistisch ist die Wahrscheinlichkeit, dass drei Versuche fehlschlagen ca. 34%. Also das ist jetzt auch nicht ganz unwahrscheinlich. Böse formuliert, ich glaub der Typ hat von Statistik keinen Plan

    2) ja, gut geraten :)

    BB84 und @Schneewitchen Gartenfee79

    Lieben Dank für Euren Zuspruch. Ich bin voll gerührt und wünsche Euch das allerbeste!

  • Literatur zur kindgerechten Aufklärung

    • Tulpe80
    • 31. März 2021 um 20:25

    Alles gut :)

    ich lese einfach gern.

    Zu IVF findet man teilweise ganz gute Bücher ("Ein bisschen schwanger" etc.)

    Oder auch zu Adoption ("Ungestillte Sehnsucht"). Aber speziell zu EZS gibt's quasi nichts. Es gibt Aufklärungsbücher für die Kinder und Fachbücher für die Gynäkologen. Aber nichts für die Wunscheltern.

    Literarisches Ödland gewissermaßen ;)

  • Einreise und Ausreise mit Corona

    • Tulpe80
    • 30. März 2021 um 22:12

    Liebe Gartenfee79

    ich kann das voll verstehen. Das Warten ist echt schlimm.

    Ich wünsche Dir, dass sich morgen nach dem Telefonat alles auflöst und gut wird ! :)

  • Aufgeben?

    • Tulpe80
    • 30. März 2021 um 19:33

    Liebe Marienkaefer

    Danke für Deine Unterstützung! Das ist sehr lieb!

    Es tut mir leid, dass Du was vergleichbares auch bei Deinem Hausarzt erlebt hast.

    Ein Aspekt des unerfüllten Kinderwunsches ist ja, dass man sich oft im Hinblick auf seinen Körper ohnmächtig fühlt.

    Aber wenn dann _zusätzlich_ seitens Ärzte keine Unterstützung kommt, dann hat man das Gefühl, dass man der Situation völlig "ausgeliefert" ist.

    Im Hinblick auf die ethischen Aspekte kann man ja auch bei Adoption /Auslandsadoption negative Aspekte aufführen. (Kind wird aus seiner Kultur rausgerissen etc.)

    Insofern sehe ich nicht, dass er das Recht hätte, mich in diese "Richtung" zu drängen. Es schwang in seinen Reden so latent mit, dass Adoption moralisch der EZS "überlegen" sei. Es sei auch viel wahrscheinlicher dass Adoption klappt, meinte er (O-Ton)

    Ganz lieben Dank für Euren Zuspruch!

  • Aufgeben?

    • Tulpe80
    • 30. März 2021 um 18:46

    Liebe Mysza

    leider komme ich eher aus dem Süden. Aber ganz herzlichen Dank für den Tipp.

    Ich werde morgen nochmal "rumtelefonieren". Ggf. kann ich auf die schnelle noch ein anderes Zentrum auftun was das macht.

    Mein Hauptproblem ist eigentlich, dass das eben nochmal 2 Monate dauern würde.

    Diese ewige Warterei macht einen wahnsinnig....

    Danke für Deinen Zuspruch. Ich wüsste grad sonst nicht mehr weiter.

  • Aufgeben?

    • Tulpe80
    • 30. März 2021 um 16:53

    Liebe Endi, liebe Mysza

    dankeschön für Eure lieben Worte.

    Zitat von Mysza

    Ich würde vlt sogar den Arzt wechseln, wenn es noch geht, denn auch zu der Untersuchung wirst da ja mit keinem guten Gefühl gehen...mein Vertrauen wäre durch.

    ja, das war auch mein erster Impuls. Mein Vertrauen in diesen Arzt ist auf jeden Fall weg. Das war auch eines der ersten Dinge, die ich vorhin zu meinem Mann sagte. Ich weiß gar nicht, ob das Untersuchungsergebnis jetzt nicht am Ende so ausfällt, dass es in "sein Schema" passt.

    Ich befürchte, dass es dann allerdings nochmals 2-3 Monate dauern würde, bis ich bei einem anderen Arzt einen Termin bekäme.

    Ergo werde ich das in 14 Tagen machen lassen - aber mich parallel in Tschechien mal informiere, ob die das notfalls wiederholen könnten. Keine Ahnung, ob das eine gute Idee ist, ob die sowas machen und ob das überhaupt ein sinnvoller "Schlachtplan" ist.

    Ich denke auch, dass seine Meinung sehr subjektiv ist.

    Das mit der Therapie hatte ich mir unabhängig davon schon mal überlegt. Allerdings habe ich jetzt nicht mehr das Gefühl, dass ich das "aus freien Stücken will", sondern weil dieser Arzt der Ansicht ist, dass "das ne gute Idee wäre"

    Ich fühle mich da irgendwie "überfahren", "gedrängt".

    Wenn ich ihn um eine Meinung dazu gebeten hätte und er hätte dann gesagt: "Ja, Therapie, super Idee!" - das wäre was anderes gewesen. So herum fühlt es sich irgendwie falsch an: fremdinduziert eben.

    Ich denke, dass ich zu der Idee erst mal Abstand gewinnen muss. Ich will damit nicht sagen, dass mir eine Therapie nicht hilft, aber ich brauche vorne dran das Gefühl, dass _ich_ mich dazu entschlossen habe.

    Zitat von Mysza

    zgl. der Therapie kann ich deine Sorge zwar verstehen, aber an sich haben Therapeuten die Aufgabe, dich zu unterstützen, so zumindest meine Meinung. Meine Therapeutin fiebert mit mir mit, baut mich auf wenn es gerade nicht läuft,

    Danke, das macht mir tatsächlich ein wenig Hoffnung.

    Dieser Arzt hat irgendwie bewirkt, dass ich jetzt gelernt habe, vielleicht besser nicht ganz so "offen" über EZS zu sprechen. Und eigentlich hatte ich mir am WE vorgenommen, mit dem Thema EZS generell etwas offener umzugehen. Also schon mal den offenen Umgang damit "zu üben" für den Fall, dass es irgendwann klappt.


    LG

  • Aufgeben?

    • Tulpe80
    • 30. März 2021 um 15:25

    @Liebe Mysza

    Zitat von Mysza

    Du hast doch schon mit viele Ärzten gesprochen, und hattest du je das Gefühl, dass man dir von der Eizellspende abraten würde?

    nein, bisher gar nicht. Alle (beiden) KiWu-Klinik Ärzte mit denen ich bisher gesprochen habe, waren der Ansicht, das EZS bei mir sehr aussichtsreich ist. Es ist ja eigentlich alles ok.

    Zitat von Mysza

    Und mit welcher Begründung hat er das überhaupt gesagt? Eine physiologische oder "einfach wegen des Alters"? Es

    Eine "richtige" fundierte Begründung nannte er nicht. Er war nur der Ansicht, dass ich schon "zu lange" rumprobieren würde.

    Ich hatte halt erwähnt,, dass wir es initial zwei Jahre ohne medizinische Unterstützung versucht hatten. Damals war ich halt sehr optimistisch und hab mich da auch nicht besonders verrückt gemacht, dass es nicht geklappt hat.

    Dass es dann mit eigenen Eizellen in meinem Alter nicht mehr hingehauen hat, war auch rational für mich nachvollziehbar und konnte damit gut umgehen.

    Für mich waren es eben bislang erst drei EZS und da ich das Alter der Spenderin nicht kenne, ist natürlich auch nicht ganz klar, wie "realistisch" diese Versuche nun wirklich waren.

    Im Gespräch hatte ich den Eindruck, er stört sich sowohl an meinem Alter als auch an den ethischen Aspekten der EZS. Dies ist aber eher ein Bauchgefühl, weil er so auf Adoption und Psychotherapie "gedrängt" hat.

    Eigentlich hatte ich schon im Vorfeld überlegt, ob ich das mit EZS erwähne, weil ich den Arzt nicht kannte. Es war ja nur ein "Spezial-Gynäkologe" und kein Kiwu-Arzt.

    Natürlich ist es so, dass ich das Ganze mittlerweile emotional belastend finde. Aber dieses Gespräch war belastender als alle Negativs zusammen. Weil ich einerseits so "in die Ecke gedrängt wurde" und weil ich das selbst nicht ins Spiel gebracht habe.

    Ich kam mir extrem überrumpelt vor. Und stigmatisiert.

    Es wäre was anderes gewesen, wenn ich von mir aus, nach therapeutischer Unterstützung gefragt hätte. Aber mir ging es nur um die Untersuchung.

    Ich kann das Gefühl in meinem Kopf gar nicht richtig beschreiben. Es ist als hätte jemand die kleine Kerze der Hoffnung in meinem Kopf einfach ausgepustet.

    Es ist neben der Hoffnungslosigkeit auch eine unfassbar große Wut in mir. Wut auf diese "biologistische" Denke. Natürlich habe ich kein "Recht auf ein Kind". Aber ich habe ein Recht darauf, alles zu versuchen, denke ich jedenfalls. Einem Mann würde man mit 41 nicht sagen: "Vergessen Sie's und gehen Sie in Therapie!"

    Und Wut darüber, dass jemand ggf. mich nach etischen Aspekten beurteilen will bei einer Sache, die er weder ermessen sollte noch ermessen kann.

    Ich hatte mir zwar auch schon überlegt, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, aber nicht um mit jemanden zu reden, der mir das ganze Unterfangen "ausreden" will. Ich habe Angst, dass ich an einen Therapeuten gerate, der auch von "biolgistischer" Denke geleitet ist und seinen Focus nur auf das Auslöschen des Wunsches konzentriert.

    Liebe Mysza, Danke für deine sehr lieben Worte!

  • Literatur zur kindgerechten Aufklärung

    • Tulpe80
    • 30. März 2021 um 14:24

    Endi

    Dankeschön, das hab ich wohl überlesen.

    So wie ich es lese geht es darin aber um Aufklärung des Kindes, richtig?

    Zumindest klingt folgender Passus so:

    (Dieses Buch möchte Sie bei den Aufklärungsgesprächen mit Ihrem Kind unterstützen. Es erklärt in einfacher und kindgerechter Sprache, dass Sie sich ein Kind gewünscht haben, dass es aber nicht einfach war, diesen Wunsch umzusetzen)

    Ich suche ein Buch, das sich eher mit der Situation beschäftigt, die die Entscheidung zur Eizellspende begleitet. Also so in die Richtung "was gibt's bei EZS alles zu beachten, medizinisch ethisch etc?"

  • Aufgeben?

    • Tulpe80
    • 30. März 2021 um 14:20

    Hallo zusammen

    ich komme grad vom Arzt aus der Vorbesprechung zur Hysteroskopie. Es wird hier nicht vom Kiwu-Zentrum gemacht, sondern von einer Gynäkologischen Spezialpraxis.

    Nachdem ich dort so meine Geschichte erzählt habe, wurde ich unmissverständlich aufgefordert, mich in Psychotherapie zu begeben und mich besser mit Adoption zu befassen. Die Wahrscheinlichkeit sei höher, das dies klappt und es sei extrem unwahrscheinlich, dass bei der Hysteroskopie noch was gefunden werden würde, was nicht auch vorher schon per Ultraschall entdeckt wurde.

    Er wird die Untersuchung in 14 Tagen zwar durchführen, ich soll mich aber heute schon um eine Psycho-Therapie kümmern.

    Ich bin rat- und fassungslos.

    Ich kam mir vor, als würde er mich zu einer "verzweifelt, verrückten Alten" abstempeln, die endlich gut sein lassen soll und die sich abfinden soll, dass es nix mehr wird.

    Wenn ich geheult hätte, während des Gesprächs hätte ich diese Wendung noch verstanden. Aber ich hab eigentlich nur ziemlich sachlich den bisherigen Verlauf der bisherigen Versuche dargelegt.

    Irgendwie fühlte es sich an wie "alte weiße Männer"-Denke. So nach dem Motto: Frauen über 40 sollten einfach keine Kinder kriegen.

    Ist Euch sowas auch schon mal begegnet?

    Natürlich bin ich an manchen Tagen niedergeschlagen und traurig. Und wenn ich das ganze rational durchdenke, waren es eben auch nur die Versuche mit EZS irgendwie "ernstzunehmende" Versuche. Die IVF und IUI vorher waren natürlich sehr unwahrscheinlich.

    Ich kenne auch nicht das Alter der Spenderin. Es ist zwischen 18 und 35. Rein theoretisch könnte die Spenderin auch 35 gewesen sein und dann hatte ich bisher einfach nur Pech.

    Mir kommt's vor als wäre ich im falschen Film. Gefühlt hat dieser Mann grad jeden Funken Hoffnung in mir ausgelöscht.

    Selbst mein Mann ist schockiert, von dieser "Wendung".

    Wut, Trauer, Fassungslosigkeit alles auf einmal.

    LG

  • Literatur zur kindgerechten Aufklärung

    • Tulpe80
    • 30. März 2021 um 10:19

    claudia

    dankeschön für den Tipp :)


    Kennt jemand Bücher /Ratgeber speziell zum Thema Eizellspende?

    ich habe auf der Seite von Fr. Dr. Thorn nur dieses hier gefunden. Allerdings richtet es sich eher an Fachpersonal in der Reproduktionsmedizin.

    Fortbildungsmanual: Gametenspende (famart.de)

    Ich suche ein Buch, in dem es primär um die Entscheidungsfindung /Beweggründe und ggf. Erfahrungen zur EZS geht. Also ein Buch mit den Eltern als Zielgruppe.

    Ich freue mich sehr über Lesetipps :)

  • Verlauf Schwangerschaft

    • Tulpe80
    • 29. März 2021 um 20:15
    Zitat von Endi

    Es ging nicht um das Teilen an sich, sondern dass beide Hälften die gleiche Dosis haben. Das ist nicht bei jedem Medikament gegeben 😉 Guck mal in die Packungsbeilage von anderen ASS

    ok, spannend :) wußte gar nicht, dass es auch solche Konstellationen gibt :)

    Wieder was gelernt !

  • Einreise und Ausreise mit Corona

    • Tulpe80
    • 29. März 2021 um 16:24

    Hallo KaSu

    ich drücke Dir die Daumen, dass der Krümel sich ganz doll festhält :):four_leaf_clover::four_leaf_clover:

  • Verlauf Schwangerschaft

    • Tulpe80
    • 29. März 2021 um 14:48

    hallo zusammen

    es gibt solche "Tablettenteiler". Das sind kleine Boxen, wo man Tabletten reinlegen und durchschneiden kann.

    Sehr praktisch :)

  • Missed Abort- 8 SSW​

    • Tulpe80
    • 29. März 2021 um 14:45

    Danke für Eure lieben Worte!

    Zitat von Gartenfee79

    Die Unerfülltheit soll ich doch einfach akzeptieren- das lässt sich doch beliebig auf andere Themen übertragen.

    Liebe Gartenfee79

    man kann die Unerfülltheit leider "nicht einfach akzeptieren". Und das schlimme ist, dass man die Trauer über die Abwesenheit von etwas, das nie da war kaum ausdrücken kann, geschweige denn vermitteln kann.

    Mit dem Kinderwunsch ist es auch was anderes als mit materiellen Dingen.

    Es ist was anderes "kein teures Auto" zu haben als "kein Kind(er)". Man kann das nicht in einen Topf werfen. Und wenn es jemand in Topf wirft, so ist es unglaublich kränkend.

    Liebe Mysza

    Zitat von Mysza

    Vlt ist mein Umfeld auch deshalb so unterstützend, weil ich da schon ausziehen musste bzw. ausgesiebt wurde...

    So traurig es wohl ist, aber so wahr ist es wohl auch.

    Als mein Bruder vor vielen Jahren gestorben ist, dezimierte sich auch mein Freundeskreis "sehr spontan" - übrig blieben die, die damit damit umgehen konnten. Auch meine beste Freundin war damals unter denjenigen, die diesen Stolperstein in meinem Leben mit mir gegangen sind und die mich damals irgendwie aufgefangen haben.

    Tief in mir drin, hoffe ich daher, dass die Freundschaft zu meiner besten Freundin das auch irgendwie "überlebt". Auch wenn ich merke, dass es diesmal viel schwerer ist und Risse auf der Fassade zu sehen sind.

    Vielleicht liegt es daran, dass das Betrauern eines konkreten Toten leichter ist, als das Betrauen von namenlosen Kindern, die immer nur für ein paar wenige Tage in meinem Bauch waren.

    Ich überlege, meiner besten Freundin das Buch von Millay Hyatt zu schenken.

    Was meint Ihr zu dieser Idee - könnte das helfen sowas wie "Verständnis zu schaffen"?

    *fühle' Euch gedrückt*

  • Missed Abort- 8 SSW​

    • Tulpe80
    • 29. März 2021 um 14:05

    Liebe Gartenfee79

    Da bringst Du einen wirklich interessanten Einwand. So habe ich es tatsächlich noch gar nicht gesehen. Ich hatte beim Lesen Deines Textes eben wirklich so einen "Heureka-Moment" :)

    Danke - ich sehe jetzt klarer.

    Du hast Recht. Eltern haben sehr viele Möglichkeiten, den Elternstolz zu präsentieren.

    Wenn man nicht grad im KiWu steckt, kann man mit freudigen Ereignissen ja auch viel besser umgehen, als mit Trauer.

    Für die Trauer ist oft nur wenig Raum....

    Zitat von Gartenfee79

    Zusätzlich wird einem ja noch suggeriert, dass man ja auch irgendwie selbst Schuld sei: zu lange gewartet um KiWu zu verwirklichen, zu unentspannt oder verbissen.

    Auch damit hast Du (leider) vollkommen Recht. Aus diesem Grund erzähle ich auch niemanden von meinem Kinderwunsch. Mit knapp 41 kommen da bestimmt "kritische Rückfragen".

    In dem Buch von Millay Hyatt fand ich interessant, dass die Autorin die gleiche Meinung hat wie mein Man in dem Punkt "Warum ist es manchmal zu spät?"

    Ich wusste zwar immer dass ich ein Kind (oder zwei) möchte, aber ich wollte eben dass die Voraussetzungen stimmen und in der Rückschau hat mich das Schaffen der Voraussetzungen wohl zu viel Zeit gekostet.

    Es ist schwierig. Ich will nicht "die Gesellschaft" dafür verantwortlich machen, aber es ist leider wahr, dass man über sowas wie AHM-Wert in der Schule nichts erfährt. Die Kinder werden aufgeklärt, wie Verhütung funktioniert. Aber dass es mit Mitte 30 schon vorbei sein kann, dass wird kaum erwähnt...

    Mit 30- 33 habe ich oft gesehen, wie schwierig es für die Mütter ist Kind und Job unter einen Hut zu bekommen. Wenn dann ggf. auch Großeltern nicht vor Ort sind, ist die Kinderbetreuung wirklich schlecht geregelt. Damals bin ich gerne auch freiwillig als Babysitter eingesprungen, weil ich noch im Glauben war, dass ich Kinder haben kann, wenn ich "nur" will.

    Aber ich habe durchaus wahrgenommen, dass berufliches Vorankommen und Kinder in Deutschland kaum in Einklang zu kriegen sind. Um ganz ehrlich zu sein, habe ich mich mit 30 schlicht noch nicht bereit gefühlt. Meine Ausbildung war lang und anstrengend und mit 30 war ich gerade mal so im "Job" gestartet.

    Wenn ich die Uhr zurückdrehen könnte, würde ich es tun. Aber das geht ja leider nicht.

  • Missed Abort- 8 SSW​

    • Tulpe80
    • 29. März 2021 um 13:18

    ihr Lieben,

    bei mir sind es gar nicht so sehr mehr die Schwangerschaftsinfos - dazu bin ich mittlerweile wohl zu alt, sondern der unbändige Elternstolz: Das Kind hat ne gute Note, das Kind hat im Tanzturnier den zweiten Platz belegt und so weiter und so fort.

    Ich bekomme laufend Kinderbilder auf's Handy um den Nachwuchs zu bewundern. Und immer mit der unterschwelligen Frage: "Ist er/sie nicht total süß/toll?" und welche Reaktion erwartet man von einer Kinderlosen?

    Das letzte mal bekam ich an dem Tag ein Kinderbild, an dem ich auch zum dritten mal ein Negativ für die EZS kassiert habe.

    Liebe bubble und Gartenfee79 , ich kann daher voll nachvollziehen, wie sich das anfühlt.

    Ich habe damals gefragt, warum sich Menschen Kinder wünschen. Seit dem ist mehr oder weniger Funkstille.

    Man hat dann irgendwie aus der Frage "rausgelesen", dass ich verletzt war. Ich habe versucht meine Trauer zu erklären. Aber es kommen dann keine einfühlsamen Worte sondern nur Ratschläge....

    Vermutlich hat der Elternstolz die gleiche Ursache/Wirkung, wie die Trauer aufgrund des Nicht-Kinder-Habens.

    Vielleicht ist die Enttäuschung über die Nicht-Bewunderung des Nachwuchses genauso schmerzhaft, wie die Trauer über das Nicht-Kinder-Haben.

    Dennoch sind es zwei verschieden Formen der Enttäuschung, denke ich.

    Leider zerbricht man nicht nur innerlich, sondern ich merke, dass auch nach und nach Freundschaften daran zerbrechen.

    Ich habe sehr bereut, meine beste Freundin zumindest grob eingeweiht zu haben. Ich glaube die Freundschaft wäre noch intakt, wenn ich ihr nichts gesagt hätte. Aber dann ist auch die Frage, was ist eine solche Freundschaft wert?

    Insofern bin ich froh, dass es dieses Forum gibt. :)

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