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Beiträge von klapaucius

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • klapaucius
    • 7. Dezember 2002 um 16:18

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    6) Eine Forumsteilnehmerin schrieb ein Arzt habe ihr erklärt, dass es sich bei der Eizellspende rechtlich gesehen um eine Körperverletzung handle.
    Welches veraltete Frauenbild liegt denn hier zugrunde?
    Bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts wurden Frauen als nich fähig angesehen über ihr eigenes Leben und ihren eigenen Körper zu entscheiden.
    Die Gesetze oder die Eltern junger Frauen entschieden ob diese zur Abtreibug geschafft oder ihre unehelichen Kinder nach der Geburt zwangsadoptiert wurden.
    Eine Vergewaltigung bleib lange Zeit straffrei wenn der Täter hinterher nach Absprache mit den Eltern das Opfer heiratete.

    Zum Glück sind diese Zeiten vorbei.
    Natürlich wäre es schlimm, wenn Frauen von Eltern und Schwiegereltern dazu gedrängt würden eine Eizellspende zu akzeptieren,
    oder Eizellen zu spenden.- (Ich finde es im übrigen genauso schlimm, wenn Frauen sich dazu drängen lassen genetisch eigene Kinder zu bekommen)
    Da müssten sich die Gesellschaft, Selbstwertgefühl und Möglichkeiten der Frauen ändern.
    Aber zum Glüch ist es nicht so.

    Fazit ist: es gibt kaum begründete Argumente gegen die Eizell- oder Embryonenspende.

    Sicher ist die Eizell, Samen- oder Embryonenspende nicht für jedes Paar die richtige Lösung. und wenn die die Wahl haben, so werden sich wohl die weitaus meisten Paare für den traditionellen Weg entscheiden, d. h. für ein Kind, das je 50% der Gene beider Partner hat.
    Jedoch sind die genannten Fortpflanzungsarten nicht im Zusammenhang mit dem Klonen zu sehen. Im Gegenteil, sie stehen auf der anderen Seite der Skala.
    Ein Klon soll ein 100% Abbild eines anderen Menschen sein, sozusagen ein zeitlich versetzter Zwilling, was die Gefahr mit sich bringt das dieser Mensch noch stärker als es früher bei Kindern üblich war, in eine bestimmte Richtung gedrängt, und an seiner freien Persönlichkeitsentfaltung gehindert wird. Ausserdem sollte man nicht glauben sich durch einen Klon ewiges Leben erkaufen zu können.
    Die Embryonenspende steht in Opposition dazu.
    Die Eltern bekommen die Entwicklung von Anfang an mit und sind bereit es darin zu unterstützen, haben aber nicht zuviele bestimmte Erwartungen, da sie ja die Gene nicht kennen.
    Ich selbst kann mir eine Embryonenadoption vorstellen. Leichter würde uns die Entscheidung aber fallen, wenn wir in einem Land leben würden, in dem das Thema kein Tabu ist.
    Vor einigen Jahren, als wir zu einem Vorgespräch in einer Spanischen Klinik waren machte man uns darauf aufmerksam, das das spanische Gesetz die Vernichtung von Embryonen verbietet. Wenn für uns also Embryonen erzeugt würden, so müssten wir einwilligen, das überzählige nach 2 Jahren an adoptionswillige Paare weitergegebenwerden.
    Dieses Gesetz entspricht voll und ganz meinem Rechsempfinden. Wenn ein Kind eine Lebenschance hat, so hat niemand das Recht sie ihm zu nehmen.

    Im übrigen habe auch ich Ihre Reportage zur Eizellspende nicht als überwiegend positiv empfunden.
    Schon mit dem Titel "Ein Kind um jeden Preis" wird doch Fanatismus und Rücksichtslosigkeit assoziert. Passender fände ich für die nächste Sendung "Unser Kind soll leben, auch wenn es nicht unsere Gene hat".
    Ausserdem gab es, soweit ich mich erinnern kann, von einigen Politikern sachlich falsche Aussagen, die unkommentiert stehen gelassen wurden.
    Also, wie kann ich Ihnen nun bei der neuen Reportage helfen, da ich mich ja mit Rücksicht auf unser Kind nicht zu erkennen geben möchte? (Das Kind hat im Übrigen überhaupt nichts mit Frankensteins Monster gemein. Es ist hübsch, fröhlich und gesund, manchmal eigenwillig und wird von allen Menschen geliebt).

    Manchmal denke ich darüber nach, ob es eine Möglichkeit gibt beim europäischen Gerichtshof anonym gegen das Verbot der Eizell und Embryonenspende zu klagen. Haben Sie eine Vorstellung, wie so etwas gehen könnte ?
    Klapaucius

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • klapaucius
    • 7. Dezember 2002 um 14:53

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Lieber Herr Kurz,
    den Eindruck habe ich auch immer wieder, dass viele Leute beim Thema moderne Reproduktionsmedizin nur an Frankenstein denken.
    Ich finde es gut, dass Sie etwas gegen die Unwissenheit und unbegründeten Ängste hierzulande tun möchten.
    Auch ich würde mich gerne öffentlich zu diesem Thema äussern, kann dies aber mit Rücksicht auf unser Kind, das mit Hilfe einer Eizellspende entstanden ist, nicht.
    Hiermit würde ich die Persönlichkeitsrechte unseres Kindes verletzen. - Welche gröbere Persönlichkeitsverletzung gibt es, als die, von seinen Mitenschen wegen der Art seiner Zeugung als nicht lebenswewt eingestuft zu werden.
    Das Argument, dass man nicht über die Lebenswertigkeit von menschlichem Leben entscheiden darf, wird im Übrigen immer wieder gegen die PID angeführt, was zeigt wie widersprüchlich die ganze Debatte geführt wird.
    Wir jedenfalls finden, das unser Kind als erstes das Recht hat von der Art seiner Entstehung zu erfahren und auch zu bestimmen, wer es ausserdem erfahren darf.

    Sehen wir uns doch mal ein Paar Argumente an, die gegen die Eizellspende angeführt werden.

    1) Hier werden Kinder ins Leben gezwungen. -
    Ich kenne niemanden, der sich vor seiner Erzeugung bewusst dafür entschieden hat ins Leben zu treten.

    2) Das ist reiner Egoismus. -
    Ich halte es für unverantwortlich Kinder aus einem anderen Grund in die Weltzu setzen, als dem, dass man innerlich dazu bereit ist diesem all seine Liebe zu schenken und ihm alles zu geben um glücklich aufzuwachsen.
    Andere Gründe, wie z. B. gesellschaftliches Pflichtgefühl die eigene Kindheit nachholen wollen, bemitleidet werden wollen... halte ich für falsch, egal wie leicht es solchen Leuten fällt Kinder zu bekommen.

    3) Dann darf man nur noch nach Intelligenztest Kinder zeugen. -
    Ich finde es schlimm, unter welchen Komplexen und Ängsten viele Menschen hierzulande leiden. Das zeigt doch, dass in unserem Schlulsystem zumindest schon seit einigen Jahrzehnten einiges gründlich schief läuft. (Siehe PISA)
    Ich jedenfalls glaube, dass man auch solchen Menschen, die nicht schon als Kleinkinder durch besondere Pfiffigkeit und schnelle Auffassungsgabe auffallen, etwas mehr Bildung und Selbstwertgefühl mit auf den Lebensweg geben kann.

    4) Eizellspende überschreitet Naturgrenzen, wenn die Natur einen Unfruchtbar gemacht hat, muss man das Schicksal so annehmen. -
    Dieses Argument könnte man gegen jede Blindarmoperation anführen. Ausserdem ist nicht immer die Natur schuld, sondern z. B. auch Strahlenschäden können Ursache sein.

    5) Woanders verhungern Kinder, und ihr betreibt so einen Aufwand um welche zu erzeugen. -
    Es ist sehr schlimm, dass es verhungernde Kinder gibt. Aber sollen wir deshalb alle Ärzte in die Getreideproduktion schicken?
    (Pol Pot lässt grüssen-ich weiss, jetzt werde ich sarkastisch.)
    Aber im Ernst, ich glaube nicht das das die richtige Lösung wäre. Hunger hat meist andere Ursachen:
    A)Kriege und Bürgerkriege-Das Aushungern lassen gehört zur Taktik, Getreidelieferungen würden gar nicht durchgelassen.
    B)Eine Diktatur oder Oberschicht macht das übrige Volk so gefügig.
    C)Klimakatastrophen.
    ...
    Im übrigen gibt es gute deutsche Spezialisten, die gerade in der 3.Welt für arme Menschen ein Hilfsnetz an IVF Zentren
    mit Eizellspendemöglichkeit aufgebaut haben-
    aus Frust darüber in Deutschland nicht richtig helfen zu können. Das Angebot wird dort gerne angenommen.
    Das Schicksal der Kinderlosigkeit wird gerade in diesen Ländern als unglaublich schlimm empfunden und man wäre natürlich gerne bereit auch zu hungern um diesem zu entgehen.-Und das nicht wegen der fehlenden Altersrente wie viele gerade junge deutsche Männer behaupten. So weit denken diese jungen Frauen nämlich gar nicht.

    Ich sehe einen wichtigen Grund für die Ablehnung der Reproduktionsmedizin in Deutschland auch in der Einstellung zu Kindern und Familie insgesamt.
    Mütter gelten oft als dumm.
    Ursache ist meiner Meinung nach, dass sich viele Leute nicht vorstellen können, dass andere Kinder wirklich haben wollen.
    Man kann sich also eher vorstellen, dass diese Frauen mit der ordnungsgemäßen Einnahme der Pille überfordert waren.-

    Ich brauche mal eine kleine Pause-gleich gehts weiter.
    Klapaucius

  • schwanger

    • klapaucius
    • 3. Dezember 2002 um 21:02

    schwanger

    Liebe Andrea,
    Vielen Dank für Deine Anteilnahme.
    Im Moment bin ich ziemlich traurig und denke viel an das klitzekleine Wesen, das ich doch schon gespürt und liebgewonnen hatte.
    Wir wollen es aber weiter versuchen.
    Klapaucius

  • schwanger

    • klapaucius
    • 3. Dezember 2002 um 17:24

    schwanger

    Hallo,
    ich hatte am Sonntagabend leider eine Fehlgeburt.

    Klapaucius

  • schwanger

    • klapaucius
    • 27. November 2002 um 23:25

    schwanger

    Hallo, ich bin es noch einmal.
    Es war mein erster Versuch in Valencia.
    Medikamente habe ich bis Montag
    3x1 Progynova
    2x4 Utrogest (vaginal)
    1x1 Folio (Folsäure + Iodid)
    genommen.
    Seitdem nehme ich mittags 2 Utrogest zusätzlich.

    Klapaucius

  • schwanger

    • klapaucius
    • 27. November 2002 um 23:17

    schwanger

    Hallo Tatjana, hallo Elisa, hallo Petra 37,
    vielen Dank für Eure Glückwünsche.
    Ende August wurden 4 Embryonen kryokonserviert, da ich am Tag der Befruchtung (ca.50. Tag) eine Blutung bekam.
    Nach der ersten erneuten Vorbereitung war das Endometrium zu dick aufgebaut (22 mm).
    Erst beim 3.Anlauf schien alles zu stimmen.
    Zwei der Embryonen überlebten das Auftauen nicht. Da nur noch so wenige übrig waren, wurden 2 Embryonen (2+3 Tage jung) und nicht Blastos wie ursprünglich vorgesehen, eingesetzt.
    Da haben wir schon etwas Glück gebraucht.

    Viele Grüße
    Klapaucius

  • schwanger

    • klapaucius
    • 27. November 2002 um 15:24

    Hallo,
    bei uns hat es auch geklappt! Ich war am 10.11. zum Transfer in Valencia.
    Am Montag hatte ich eine leichte Blutung, und wir wir mussten etwas zittern, dass auch alles in Ordnung geht. Jetzt habe ich die Utrogest-Dosis um 2 mittags erhöht und es sieht gut aus.

  • 2. Termin in Valencia verschoben

    • klapaucius
    • 30. August 2002 um 14:57

    Mittwoch rief Marianne mich an, dass eine Spenderin gefunden ist.
    Heute morgen (50. Tag) bekam ich eine leichte Blutung. Jetzt sind die 4 gerade entstandenen Embryonen erst einmal auf Eis gelegt.
    Viele Grüße
    Klapaucius

  • Junge oder Mädchen

    • klapaucius
    • 17. Juli 2002 um 22:29

    Junge oder Mädchen

    Wir haben einen Jungen

  • Statistik

    • klapaucius
    • 17. Juli 2002 um 22:19

    Statistik

    Bei uns hat es in Prag (Pronatal) beim ersten Versuch geklappt. Unser Sohn ist jetzt 14 Monate alt.

  • Vida Fertility Institute

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