Liebe Rospolino
Ich kann Deinen Ärger und Deine Wut ebenfalls gut verstehen. Mir fehlte bei meiner Klinik in Alicante ebenfalls die offene Kommunikation. Wir sind vermutlich bei der gleichen Klinik in Spanien gewesen. Auch wir haben das teuerste Paket gebucht.
Für Juli 2020 war die Punktion der Spenderin geplant, uns wurde damals mitgeteilt, dass 12 Eizellen punktiert werden konnten. Nach PGS blieben noch 7 übrig.
Der erste Transfer endete auf Grund von Hämatomen in einer MA in der 8. SSW, für mich war die Standardmedikation von Clexane und Aspirin 100 vermutlich zu stark. Da wir sehr enttäuscht waren und es uns wegen Corona auch unmöglich war, haben wir die Eizellen nach Italien bringen lassen. Ein irrer Papierkrieg, bei dem wir letztlich herausfinden mussten, dass das Datum der Spermaabgabe nicht mit dem Datum der Punktion übereinstimmte. Die Punktion fand bereits einen Monat vorher statt. Für die Befruchtung wurden, entgegen der leider nur mündlichen Absprache, bereits kryokonservierte EZ verwendet. Auf unsere Rückfrage dazu wurde uns mitgeteilt, dass die EZ bei der Punktion noch nicht reif waren…wäre alles kein Problem, wenn man uns mal informiert hätte. So blieb ein komischer Nachgeschmack.
Anfang des Jahres habe ich einen Sohn aus der Eizellspende geboren. Mein Mann und ich sind bereits Eltern eines fast neunjährigen Sohnes. Mein kleiner Sohn sieht meinem grossen Sohn im Babyalter sehr ähnlich, deshalb bin ich mir ziemlich sicher, dass sie auch das Sperma meines Mannes verwendet haben. Das wäre auch nochmal eine andere Dimension, dann könnten sie ihren Laden vermutlich dicht machen, wenn es so wäre und ans Licht käme.
Ich drücke Dir die Daumen, dass Ihr bald mehr erfahrt und bald ein Transfer stattfinden kann. Alles Liebe 💓