Hallo Ihr Lieben.
Ich hatte ja im Juni und Juli insgsamt 3 Biopsien (ist ja ähnlich wie Scratching oder eigentlich Scratching so sehe ich es). Es wurde Gebärmutterschleimhaut weggekratzt angekratzt minimal um die Untersuchungen zu machen (ERA, Immunologie, Kultur und Pathologie untersucht). Das tat wirklich weh, manche Frauen kippen wohl danach auch um und ich finde es super, dass er das unter kurzer Narkose gemacht hat.
So jetzt Zusammenfassung für Fegi:
Im Januar ging es mir wie Dir-Fegi nach den Fehlversuchen hatte ich wirklich Schiß, dass es an mir liegt und ich wiederholtem Einnistungsversagen unterliege.
Bei mir im Umkreis (im Osten und Norden gibt es auch Ärzte, aber da hab ich mich nicht belesen) gibt es 2 Immunolgen, die auf Blut basierend untersuchen und therapieren. Frau Dr. Reichel-Fentz muss da die genaueste sein. Allerdings muss man bei ihr auch lange warten und für uns "ältere" ab 43 auch alles Eigenleistung (round About 4.000 EUR) habe ich irgendwo gelesen. Sie stellt dann aber wohl einen richtigen individuellen Behandlungsplan an Medikamenten aus. Ich hoffe dass mein nächster Versuch einfach klappt, ansonsten wäre das für mich evtl. auch noch eine Option. Bis man den Behandlungsplan bekommt verstreichen wohl oft 6 Monate, was mir zu lang war (da sollte man auch keine Versuche machen-im Nachhinein hätte ich es auch machen können, da ja Corona dazwischen kam, hätte ich das mal vorher gewußt). Daher bin ich zu Dr. Pfeiffer und Frau Dr. Lanius. Da fahre ich auch einfach 3 Stunden, aber das habe ich in Kauf genommen. Dr. Pfeiffer arbeitet mit Omegaven Infusionen (statt Intralipid) und Cortisongabe, Vitamin D Omega 3 Konzentrat Tabletten und Eisen musste bei mir aufgefüllt werden. Danach hatte ich einen Versuch, der allerdings auch erfolglos war (März, der wegen der Gebärmutterschleimhaut m.E. eigentlich zählbare realistische).
Antibiotikum hat man in einem meiner Therapieprotokolle auch probiert (Doxycylin) - wahrscheinlich einfach probiert und ich habe es mit gemacht ohne vorherige Untersuchungen. Wenn tatsächlich eine schlummernde Entzündung, die wir als Frau gar nicht merken vorhanden ist, dann entdeckt man dies nur durch eine tiefe Hysteroskopie lt. Herrn Dr. Uher und muss dann entsprechend lange im Vorfeld mit Antibiotikum o.ä. behandeln.
In Deutschland wird hauptsächlich mit der Immunologie des Blutes gearbeitet, in Spanien eher mit der Immunologie der Gebärmutter (daher Biopsie der Gebärmuterschleimhaut). Hierzu kannst Du Dir auf Youtube ein Webinar von hier ansehen - hier auf der Internetseite ist es nicht mehr, aber auf Youtube von Frau Dr. Szlarb, da war bei mir alles in Ordnung in der Immunologie der Gebärmutterschleimhaut Sollte da was nicht in Ordnung sein, gibt es Behandlungsmöglichkeiten wie Intralipid, Tracolismus (wird bei Nierentransplantation angewandt, um Abstoßungsreaktionen zu vermeiden). Die meisten Reproduktionsmediziner im Ausland halten nicht soviel von Blutimmunologie. Frau Dr. Szlarb (bei ihr bin ich nicht, bin beim Kollegen), arbeitet wohl ab und an auch mit Frau Dr. Reichel-Fentz zusammen.
Manchmal ist auch eine neue Spenderin nötig, die immunlogisch passt nach der Genotypisierung von KIR und HLA-C zur Bestimmung der Kompatibilität der KIR-Rezeptoren in der Gebärmutter und die HLA-C des Embryos. Diese Toleranz ist für den guten Verlauf der Schwangerschaft verantwortlich. Ist diese nicht vorhanden, werden die Akzeptanz des Embryos und dementsprechend auch die Schwangerschaft beeinträchtigt. Hier kenne ich mich noch nicht wirklich aus.
Mit der KIR- und HLA-C-Genotypisierung erzielt wird:
- Den Grund von wiederholten Fehlgeburten und Implantationsversagen festzustellen
- Die optimale Anzahl von Embryonen für den Transfer zu bestimmen
- Mögliche Komplikationen während der Schwangerschaft vorzubeugen
- Spender auszuwählen, die mit der zukünftigen Mutter übereinstimmend sind, sowohl für die Eizell- als auch für die Samenspende.
Müsste man also auch bei Spenderin, Spender und Empfängerin machen! -> Das ist was, was ich auch nicht habe machen lassen.
Ich wurde dahingehend beraten, dass sie das in meiner jetzigen Klinik erst machen, wenn dort es nicht klappt. Im Nachhinein hätte ich es wahrscheinlich einfach gemacht. Wobei es angeblich wohl ein geringer Anteil von Frauen ist, die tatsächlich immunologisch was haben (ich muss mir das Webinar auch nochmal ansehen, da wird es gesagt).
Ich bin auf PGS beraten worden, deshalb, weil man einem normalen aa Blasto (der wunderschön ausssehen kann) nicht ansieht, ob er genetisch gesund ist. Bei einer jungen Spenderin geht man davon aus, bei meinen bisherigen Versuchen weiß ich aus Tschechien gar nicht das Alter. Darf ich dies wissen? Es kam hierzu nie eine Antwort. Woher weißt Du das Alter? Endi schwört ja eher auf einen Frischversuch, weil es da bei ihr geklappt hat (was ich auch nachvollziehen kann), ich musste mich eben auf den Arzt verlassen, hoffe er hat Recht.
WEBINAR | Immunologie und Kinderwunsch
Frau Dr. Bechthold schrieb auf Inalis und meine Nachfrage hin genau das:
Wenn es bei Ihnen in diesem Versuch (der 4., wenn ich richtig lese) trotz guter Embryonenqualität nicht zur Einnistung/Schwangerschaft kommt, wäre eine weitere Abklärung zu empfehlen.
Diese umfasst in der Regel:
- genetische Abklärung beider Partner (bei Eizell- oder Samenspende ist dies natürlich nicht indiziert)
- Gerinnungsdiagnostik durch Blutentnahme
- Immunologische Abklärung
- Gebärmutterspiegelung
- evtl. könnte auch der ERA-Test zur Ermittlung des Einnistungsfensters, bzw. EndomeTRIO (ERA-, EMMA-, ALICE-Test zur Bestimmung von Einnistungsfenster, Mikrobiom, Ausschuss chronischer Endometritis) sinnvoll sein.
Zu mir schrieb sie noch:
Liebe Fliege81,
für eine erneute Bauchspiegelung oder Hysteroskopie sehe ich aktuell keine Indikation.
Nach einer Endometriose-Entfernung kommt es bei ca. 30-70% (je nach Schweregrad) der Frauen nach 5 Jahren zu einem Rezidiv.
Mein Vorschlag wäre:
1) 3D-Ultraschall der Gebärmutter zum Ausschluss einer Adenomyose
2) Werden Ihre Progesteron-Werte kontrolliert?
3) KIR- und HLA-C-Genotypisierung => genau das habe ich NOCH NICHT machen lassen (siehe oben)-wird aber auch im Webinar erläutert
Am besten auch das Webinar von Hr. Dr. Uher zu wiederholtem Implantationsversagen ansehen (ist recht lang), aber was tut man nicht alles ![]()
auf Youtube Moderator ist Claudia von hier, Danke liebe Claudia
Dr. Petr Uher: Webinar zum Thema Eizellspende: Wiederholtes Implantationsversagen
Bei den Webinaren Einfach auf YouTube suchen-hier habe ich sie nicht mehr gefunden (oder ich bin zu blöd
). So das war jetzt ziemlich viel. Ach ja und einen Buchtipp habe ich noch "Freudensprung" von Beatrix Bauer. Gerade wenn man in den Tiefen eines Fehlversuches hängt-mir hat es geholfen.
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag an Euch alle.