Liebe Frau SoZI,
Nach 7 erfolglosen IVF-Zyklen ist meine Empfehlung auf jeden Fall eine Eizellspende. Leider kann man bei Ihnen trotz so vieler fehlgeschlagener Transfere die Diagnose des Einnistungsversagens nicht ganz klar stellen, da oft an Tag 2-3 transferiert wurde. Knapp die Hälfte der Prä-Embryonen entwickeln sich überhaupt zur Blastozyste weiter. Bei Frauen ab 38 empfehlen wir in Spanien eine Präimplantationsdiagnostik, da ggf die Hälfte oder mehr der entstandenen Blastozysten genetisch nicht in Ordnung (aneuploid) sein können. Von daher ist in Ihrem Fall wahrscheinlich als erstes an die Eizellqualität/Embryonenqualität zu denken. Mit einer Eizellspende haben Sie deutlich höhere Erfolgsraten. Bzgl der Spermien-DNA-Fragmentation wenden wir Filter an (Chip fertile, sperm slow) um diese zu korrigieren.
Wiederkehrende Infektionen des Endometriums können sehr belastend sein, es sollte auch an eine Testung des Partners/Partnerbehandlung gedacht werden, vor allem bei wiederholt auftretendem Keim (der gleichen Art).
Vor einem Embryo-Transfer sollte natürlich eine Endometrium-Biopsie erfolgen um eine erneute Infektion auszuschließen.
Bzgl. der Killer-Zellen: wir haben einen Immunologen in unserer Klinik der einen Therapie-Fahrplan mit Ihnen ausarbeiten kann, oft wird Prednison/Intralipid verschrieben. Aus Erfahrung kann ich Ihnen sagen dass viele Patientinnen trotz erhöhten Killerzellen schwanger werden.
Ich denke der erste wichtige Schritt wäre der in Richtung Eizellspende.
Herzliche Grüsse uns alles Gute.