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Beiträge von Clinica Tambre

  • Mal wieder Schmierblutung

    • Clinica Tambre
    • 12. September 2020 um 17:41

    Liebe Racker,


    wurde bei der ersten Blutung eine Ultraschallkontrolle durchgeführt? Blutungen können manchmal durch einen Bluterguss hinter der Plazenta entstehen, dies ist dann oft im Ultraschall sichtbar.
    Schmierblutungen können auch durch hormonelle Schwankungen oder ganz unabhängig von der Schwangerschaft (von kleinen Verletzungen oder Polypen am Gebärmutterhals, von der Vagina ausgehend) auftreten.
    Mit einer Blutung in der Schwangerschaft sollten Sie sich, falls noch nicht geschehen, auf jeden Fall beim Frauenarzt vorstellen.
    Sollte die Blutung stärker werden sollten sie sich direkt vorstellen.
    Auch wenn es sich nur um eine Schmierblutung handelt ist körperliche Schonung empfohlen (keine körperliche Anstrengung, kein Verkehr).
    Sie können unterstützend Magnesium (3x200mg am Tag) einnehmen.

    Wichtig ist die Medikation (Progesteron und Östrogen) weiterhin einzunehmen. Das pausieren von ASS und Clexane sollte mit dem behandeln Arzt abgesprochen werden, sowie wann Sie damit wieder beginnen.

    Eine Blutung ist immer ernst zu nehmen und ich verstehe dass Sie sich große Sorgen machen. Eine Blutung tritt leider bei fast 1/4 aller Frauen in der Frühschwangerschaft auf. Sie haben nichts falsch gemacht und leider kann man solche Blutungen kaum verhindern und auch nicht effektiv behandeln.

    Wichtig sind wie gesagt: die Hormone weiter einnehmen, evtl. Magnesium dazu (krampflösend am Uterus), körperliche Schonung.

    Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Geduld, positive Gedanken und hoffe dass die Blutungen bald aufhören und Sie Ihre Schwangerschaft genießen können!

    Alles Gute aus der Kinderwunschklinik Tambre in Madrid

    Dr. med. univ. J. Bechthold

  • Thyroxindosis in Schwangerschaft bei Hashimoto

    • Clinica Tambre
    • 4. September 2020 um 12:09

    Liebe Nini,


    es gibt neue Studien, die „Entwarnung“ für das Risiko von Fehlgeburten/Intelligenzminderung beim Kind bei TSH-Werten bis 4,0mU/l in der Schwangerschaft geben.


    https://www.google.es/amp/s/www.medm…r-das-baby/amp/


    Grade aber bei bestehender Schilddrüsen-Erkrankung ist es sinnvoll die Dosis so anzupassen, dass der TSH-Wert unter 2,5mU/l liegt.
    Bei den meisten Frauen, die schon vor der Schwangerschaft mit L-Thyroxin behandelt wurden, ist schon ab der 4. Schwangerschaftswoche ein Mehrbedarf an L-Thyroxin vorhanden, sodass die Dosis oft um 25-30% mit Eintreten der Schwangerschaft erhöht wird.
    In Ihrem Fall liegt der Wert noch im Normbereich, die Angst vor einer Fehlgeburt/kindliche Schäden durch einen leicht erhöhten Wert können die neuen Studien entkräften. Aber sicherlich spricht nichts gegen eine Erhöhung der Dosis, auch im Hinblick darauf, dass der TSH-Wert mit Eintreten der Schwangerschaft von 1,5 auf 2,3 gestiegen ist.

    Kontrollen sollten alle 4 Wochen erfolgen und die Dosis dann ggf. weiter angepasst werden.

    Herzliche Grüße aus der Kinderwunschklinik Tambre

    Dr. med. univ. J. Bechthold

  • HCG Wert

    • Clinica Tambre
    • 4. September 2020 um 00:57

    Liebe KaSu,


    die Medikation bitte auf keinen Fall absetzen. Der HCG-Wert hat sich vom 14. bis 19. Tag gut entwickelt. Wichtiger als der absolute Wert ist dass er sich in der Frühschwangerschaft alle 2 Tage ungefähr verdoppelt.
    Der Anstieg von Tag 12 auf Tag 14 ist nicht im Normbereich, sind die Werte aus dem gleichen Labor? Die Ursache für ein solches Stagnieren kann vielfältig sein, theoretisch auch eine von Ihnen beschriebene Mehrlingseinnistung, welche sich dann nicht weiterentwickelt.

    Wichtig ist jetzt aber dass der Wert am Tag 19 in Ordnung ist. Nehmen Sie die Medikation weiter ein, für die nächste Kontrolle drücke ich die Daumen dass die Entwicklung so weiter geht!

    Alles Gute und herzliche Grüße aus Clínica Tambre in Madrid

    Dr. med. univ. J. Bechthold

  • Bestimmung des Transfer-Termins

    • Clinica Tambre
    • 29. August 2020 um 23:27
    Zitat von Inali

    Frage an die Fachwelt:

    Wie geht man bei Bestimmung des Transfer-Tags vor?


    Uns ist der 18. Tag genannt worden als optimales TR-Fenster (gerechnet vom 1. Tag der Regel, wobei ich auch verwirrt bin über die unterschiedliche Zeitrechnung, wann die Menstruation beginnt... mit braunem Schmieren, brauner voller Blutung oder erst mit dem ersten frischen roten Blut, zu welcher Uhrzeit, also z.B. nachts um 1 Uhr ist gleich zu rechnen wie nachmittags um 17.00 Uhr?... Hierzu wäre ebenfalls eine Erläuterung hilfreich).

    Ich habe festgestellt, dass bei meinen 4 erfolglosen Transfer-Versuchen zwar stets die GMS ca. 7 Tage vor TR über Ultraschall genau voruntersucht wurde, da Höhe und Qualität aber stets in Ordnung waren, der Transfer immer wie bei Therapiebeginn ursprünglich und nicht personifiziert geplant stattfand:

    - einmal an Tag 22 (bzw. der 18. Tag nach Therapiebeginn mit Medikamenteneinsatz, es war zeitversetzt um 4 Tage begonnen worden aus terminlich/organisatorischen Gründen von uns), Blastozyste Qualität "312" (diese Qualifizierung kenne ich nicht, bedeutet dies vielleicht 3AB?)

    - beim 2. mal an Tag 19, Blastozyste Qualität "4AA"

    - beim 3. mal an Tag 18, Blastozyste Qualität "3Bb", biochemische SS,

    - beim 4. mal an Tag 18, Blastozyste Qualität "2Aa", und vorausgegangener PRP-Behandlung, biochemische SS.

    Bin über jeden Hinweis dankbar, um weitere Fehlversuche zu vermeiden.

    Liebe Grüße

    Inali

    Alles anzeigen


    Liebe Inali, Fegi, Fliege81, Nini und Endi,

    als 1. Zyklustag wird der Tag mit einer regelstarken Blutung gezählt, bräunliche Schmierblutungen zählen noch nicht.

    Wenn die Gebärmutterschleimhaut innerhalb eines künstlichen Zyklus mit Östrogenen aufgebaut wird, sollte vor dem 4. Zyklustag mit der Östrogen-Gabe begonnen werden. Je eher begonnen wird (am besten am 1. Zyklustag), desto geringer ist das Risiko dass es zu einer Follikelreifung und zum Eisprung kommt.
    Es kommt aber nicht auf ein paar Stunden an (ob die Blutung schon am Vorabend oder erst am Nachmittag einsetzt...).

    Der natürliche Zyklus einer Frau kann schwanken, vor allem die Proliferationsphase, also die Phase in der die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut wird.
    Bei einem Zyklus von 28 Tagen findet die Einnistung um den 19. bis 22. Zyklustag statt. Je nach Zyklusschwankung/-länge kann die Einnistung jedoch ca. zwischen dem 16. und 28. Tag erfolgen. Dies kann auch von einem Monat zum nächsten variieren.

    Beim künstlichen Schleimhautaufbau mit Östrogenen gibt es ebenso Spielraum. In einer Studie wurde gezeigt dass die Östrogen-Phase mindestens 5 Tage und maximal 35 Tage betragen sollte um eine Schwangerschaft erreichen zu können.

    Es hat sich gezeigt dass der wichtigste Parameter die Messung der Gebärmutterschleimhaut im Ultraschall ist. Die Schleimhaut sollte mindestens 7mm (optimal 8-14mm) betragen und dreischichtig sein. Dann kann die Umwandlung der Schleimhaut mit Progesteron begonnen werden. Dies kann theoretisch schon am 10. Tag oder erst am 20. Tag soweit sein. Wenn man am 20. Tag der Östrogentherapie keinen ausreichenden Schleimhautaufbau erreicht hat, ist es sinnvoller einen neuen Versuch zu starten.

    Die Dauer der Östrogentherapie ist also variabel (auch von Zyklus zu Zyklus) und solange die Schleimhaut im Ultraschall die gewünschten Kriterien erfüllt (und es zu keiner Blutung kommt) kann der Beginn der Progesterongabe auch um ein paar Tage verzögert werden.

    Die Dauer der Progesterongabe (Umwandlung der Gebärmutterschleimhaut) muss genau auf den Embryo angepasst sein (Blastozyste Tag 5 = 5 Tage Progesteron).

    Inali: Ein Transfer an Tag 18 oder 19 wie von Ihnen beschrieben ist also im ganz normalen Bereich.

    Ich hoffe ich konnte ein bisschen Klarheit verschaffen. Wie oft in der Medizin gibt es auch hier nicht den einen (einzig) korrekten Tag.


    Herzliche Grüße aus der Kinderwunschklinik Tambre

  • Depressiv nach mehrfachen Fehlversuchen

    • Clinica Tambre
    • 28. August 2020 um 01:54

    Liebe Inali,

    nach den frustranen Versuchen die Sie beschreiben ist es verständlich dass Sie nicht mehr weiter wissen. Mit diesem Gefühl sind Sie nicht allein und es ist gut dass Sie sich hier im Forum mitteilen und Hilfe suchen.

    Stress, depressive Verstimmungen, Beklemmungsgefühle können bei beiden Partnern im Rahmen eines unerfüllten Kinderwunsch und während der Behandlung auftreten und sind nicht selten.

    Viele Kinderwunschkliniken bieten eine psychologische Begleitung an.

    Falls dies nicht der Fall ist sprechen Sie Ihren Hausarzt oder Frauenarzt an und bitten Sie um eine psychologische Unterstützung.
    Informationen gibt es auch zum Beispiel beim „Beratungsnetzwerk Kinderwunsch Deutschland“.

    Versuchen Sie mit Ihrem Partner über Ihre Ängste und Gefühle zu sprechen, wie geht es ihm mit der Situation? Haben Sie im Familien- oder Bekanntenkreis Personen mit denen Sie über Ihren Kinderwunsch und die Behandlungen sprechen?

    In Ihrer momentanen Situation ist es wahrscheinlich richtig eine Pause zu machen, durchatmen zu können und sich gemeinsam mit Ihrem Partner und dem Team der Kinderwunsch-Klinik die nächsten Schritte zu überlegen.

    Eine Pause, um sich auf andere positive Dinge im Leben zu konzentrieren. Ihre beiden wunderbaren Kinder, Ihre Partnerschaft, Hobbys, Job, Reisen...

    Besprechen Sie wie wichtig Ihnen beiden der Kinderwunsch ist und wie weit Sie bei der Verwirklichung gehen möchten (welche weiteren Versuche und wie lange)?

    Wie könnte eine Lebensgestaltung ohne ein gemeinsames Kind als Plan B aussehen?

    Sie haben schon so viel in Ihren Kinderwunsch investiert. Wenn Sie sich für einen erneuten Versuch entscheiden geben Sie sich etwas Zeit. Einerseits um psychisch positiv in einen neuen Versuch starten zu können und andererseits um Ihre bisherigen Versuche mit den behandelnden Ärzten nochmal genau zu analysieren und mögliche weitere Abklärungen vorzunehmen.

    Und ganz wichtig nochmal, haben Sie keine Scheu sich psychologisch unterstützen zu lassen.


    Ganz viele positive Gedanken!
    Dr. med. univ. J. Bechthold

    Clínica Tambre Madrid

  • 3 Tage nach Transfer

    • Clinica Tambre
    • 24. August 2020 um 11:12

    Liebe KaSu,


    eine leichte Schmierblutung nach dem Embryotransfer kann vorkommen und wird verursacht durch kleine Verletzungen am Gebärmutterhals, welche beim Einführen der Kanüle entstehen. Diese leichte Schmierblutung hat keinen Einfluss auf das Ergebnis des Transfers.
    Ein leicht geöffneter Muttermund kann nach Einführen der Kanüle bestehen. Eine Vorhersage anhand der Beschaffenheit des Muttermundes ist nicht möglich und hat somit wenig Bedeutung.

    Um Verunsicherung und auch mögliche Infektionen zu vermeiden empfehle ich Ihnen das Progesteron einzuführen, ohne den Muttermund eingehender zu untersuchen.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute und drücke die Daumen für einen positiven Schwangerschaftstest!

    Dr. med. univ. J. Bechthold

    Clínica Tambre Madrid

  • Gebärmutterspiegelung im Transferzyklus?

    • Clinica Tambre
    • 19. August 2020 um 22:14
    Zitat von Inali

    Entschuldigen Sie, liebe Frau Dr. Bechthold, noch einmal die anschließende Frage:

    Nach einem heutigen HcG Wert (TR+20) von 9 mUl/mL empfiehlt mein Arzt die weitere Einnahme der Medikamente und einen erneuten BT in 1-2 Tagen. Es gäbe sehr selten den Fall von solch niedrigen HcG werten trotz Schwangerschaft. Gibt es tatsächlich noch Hoffnung?

    Die Blastozyste dieses TR war 5 Tage alt und entsprach der Qualität 2AA.

    Und ist bei diesem Wert eindeutige klar, dass eine Einnistung stattgefunden hat? Demzufolge wäre es die 2. frühe Fehlgeburt bzw. biochemische Schwangerschaft und der 4. erfolglose Versuch. Da sowohl mein Mann wie auch ich bereits Kinder haben (jedoch kein gemeinsames Kind), sollte dennoch eine genetische Abklärung erfolgen?

    Zuletzt meine Frage, warum wir betroffenen Frauen so stark unterschiedlich eingestellt werden mit Medikamenten oder auch der Handhabung (allein schon, wie der Zyklus/Beginn gerechnet wird)?

    Lieben Dank - und danke für Ihre guten Wünsche.

    Inali

    Alles anzeigen

    Liebe Inali,

    den von Ihnen genannten HCG-Wert ist leider sehr gering, jedoch ist es nicht falsch eine Kontrolle in 2 Tagen durchzuführen. In der Frühschwangerschaft verdoppelt sich der HCG-Wert in 2 Tagen, das heißt wenn der Wert in der Kontrolle gleich oder fallend ist, ist das Ergebnis leider negativ.

    Es scheint zumindest einen Einnistungsversuch gegeben zu haben/zu geben, wie weit dieser ging/geht ist anhand eines sehr niedrigen Wertes nicht zu sagen.

    Eine genetische Untersuchung ist im Rahmen der Abklärung von Implantationsversagen/wiederholten Fehlgeburten trotz eigener Kinder zu empfehlen.

    Auf welche Medikamente beziehen Sie sich in Ihrer Frage zur unterschiedlichen Einstellung?

    Meinen Sie mit unterschiedlicher Berechnung des Zyklusbeginns den Tag, an dem die Medikamenteneinnahme begonnen wird? Die Antwort hierauf wäre dass es kein richtig oder falsch gibt, man kann mit einer Stimulation zum Beispiel in den ersten 5 Tagen des Zyklus beginnen.

    Herzliche Grüße aus der Clínica Tambre

  • Gebärmutterspiegelung im Transferzyklus?

    • Clinica Tambre
    • 19. August 2020 um 21:49
    Zitat von Fliege81

    Liebe Frau Dr. Bechthold, auch ich würde mich gerne nochmiteinschalten und zu diesem Thema nachfragen.

    Ich hatte bisher eine EZS (1 x frisch, 3 x Kryo ohne PGS-alles negativ-nie etwas eingenistet). Im Vorfeld der ersten EZS hatte ich eine Hysteroskopie zum Abklären (hatte man im Vorfeld gemacht, da bei meinem Mann große Tese usw. anstand)-um zu sehen, ob alles in Ordnung ist und ob ich ein Septum habe. Septum habe ich nicht, Endometriose 3. Grades wurde entfernt und ein kleines Myom kleiner 1 cm am Fundus nicht entfernt (keine Indikation dafür, da so klein) und ggf. Vernarbungen durch die Entfernung mehr stören würden.

    Somit:

    - genetische Abklärung beider Partner (bei Eizell- oder Samenspende ist dies natürlich nicht indiziert) - trifft bei mir zu -> nicht
    erforderlich

    - Gerinnungsdiagnostik durch Blutentnahme - erfolgt -> alles i.O.

    - Immunologische Abklärung - über Gebärmutterschleimhautbiopsie -> unauffällig

    - Gebärmutterspiegelung -> siehe oben

    - evtl. könnte auch der ERA-Test zur Ermittlung des Einnistungsfensters -> erfolgt an P+6,5 rezeptiv (an P +5,5 prärezeptiv)

    - Mikrobiom -> unauffällig -> in Ordnung (über Gebärmutterschleimhautbiopsie)

    - Ausschluss chronischer Endometritis -> über Gebärmutterschleimhautbiopsie -> Kultur und Pathologie waren unauffällig

    Würden Sie an meiner Stelle noch zusätzliches abklären? Wann würden Sie eine erneute Gebärmutterspiegelung oder Hysteroskopie machen? Keine Ahnung, wie lange es dauert, bis eine Endometriose auch zurück kommen kann? Ich habe ja schon einiges abgeklärt nach den vier negativ... Ich danke Ihnen sehr für Ihre Einschätzung!

    Alles anzeigen

    Liebe Fliege81,


    für eine erneute Bauchspiegelung oder Hysteroskopie sehe ich aktuell keine Indikation.

    Nach einer Endometriose-Entfernung kommt es bei ca. 30-70% (je nach Schweregrad) der Frauen nach 5 Jahren zu einem Rezidiv.

    Mein Vorschlag wäre:
    1) 3D-Ultraschall der Gebärmutter zum Ausschluss einer Adenomyose
    2) Werden Ihre Progesteron-Werte kontrolliert?
    3) KIR- und HLA-C-Genotypisierung

    Herzliche Grüße vom Team der Clínica Tambre

  • Gebärmutterspiegelung im Transferzyklus?

    • Clinica Tambre
    • 17. August 2020 um 11:29

    Liebe Inali,


    bei positivem Schwangerschaftstest, jedoch klinisch (im Ultraschall) nicht nachweisbarer Schwangerschaft spricht man von einer “biochemischen Schwangerschaft”. Diese zählt zur frühsten Form der Fehlgeburt.
    Die Indikation zu weiteren Untersuchungen besteht bei wiederholtem Implantationsversagen oder bei wiederholten Fehlgeburten (je nach Zusatzfaktoren, Alter... etc. nach mind. 2 oder 3 Fehlgeburten).
    Wenn es bei Ihnen in diesem Versuch (der 4., wenn ich richtig lese) trotz guter Embryonenqualität nicht zur Einnistung/Schwangerschaft kommt, wäre eine weitere Abklärung zu empfehlen.

    Diese umfasst in der Regel:


    - genetische Abklärung beider Partner (bei Eizell- oder Samenspende ist dies natürlich nicht indiziert)

    - Gerinnungsdiagnostik durch Blutentnahme

    - Immunologische Abklärung

    - Gebärmutterspiegelung

    - evtl. könnte auch der ERA-Test zur Ermittlung des Einnistungsfensters, bzw. EndomeTRIO (ERA-, EMMA-, ALICE-Test zur Bestimmung von Einnistungsfenster, Mikrobiom, Ausschuss chronischer Endometritis) sinnvoll sein, grade da Sie auch von einer bekannten Endometriose berichten


    Für den aktuellen Versuch wünsche ich Ihnen alles Gute und hoffentlich positive Nachrichten!

    Herzliche Grüße

    Dr. med. univ. J. Bechthold

    Clínica Tambre, Madrid

  • Gebärmutterspiegelung im Transferzyklus?

    • Clinica Tambre
    • 14. August 2020 um 11:03

    Liebe Raupe86,


    wenn Ihr Arzt aktuell keine Indikation für eine Gebärmutterspiegelung sieht würde ich seiner Empfehlung folgen, unnötige Eingriffe sind auf jeden Fall zu vermeiden, auch wenn es sich um einen kleinen Eingriff handelt. Dies kann Ihr behandelnder Arzt sicherlich am besten einschätzen.
    Sollte es beim 3. Versuch (mit morphologisch entwicklungsfähigen Embryonen) jedoch nicht zur Einnistung kommen spricht man per Definition von einem Einnistungsversagen. Dann besteht unter anderem die Indikation zu einer Gebärmutterspiegelung.
    Dass heißt falls es im September bei Ihnen nicht zur Einnistung kommt ist eine weitere Abklärung (zu der auch eine Gebärmutterspiegelung gehört) zu empfehlen.

    Ich drücke die Daumen und wünsche Ihnen alles Gute für den 3. Versuch!

    Dr. med. univ. J. Bechthold

    Clínica Tambre, Madrid

  • Decapeptyl und HCG zur Einnistung?

    • Clinica Tambre
    • 12. August 2020 um 16:34

    Liebe Endi,


    das Risiko einer Überstimulation besteht nur bei IVF/ICSI mit Stimulation der eigenen Ovarien. Bei einer Eizellpende wird ja in der Regel nur die Gebärmutterschleimhaut mit Östrogenen aufgebaut.
    Ohne Eisprung (was bei Eizellspende ja häufig der Fall ist) hat die Einnistungsspritze wahrscheinlich kaum einen Effekt, da ja kein Gelbkörper vorhanden ist. Hier ist es um so wichtiger ausreichend Progesteron zu geben.

    Herzliche Grüße

  • Decapeptyl und HCG zur Einnistung?

    • Clinica Tambre
    • 11. August 2020 um 16:32

    Noch ein Hinweis zur Einnistungsspritze: Decapeptyl wird hierbei nicht als Depot verabreicht, sondern mit nur kurzzeitiger Wirkung.
    Dadurch kommt es im Gegenteil zum Depot (wobei FSH/LH gehemmt werden, die Eierstöcke “downreguliert” werden) zur kurzfristigen Ausschüttung von FSH/LH und Aktivierung der Hormonproduktion.
    Daher ist auch nicht mit den selben Nebenwirkungen wie bei der Downregulation zu rechnen.

  • Decapeptyl und HCG zur Einnistung?

    • Clinica Tambre
    • 11. August 2020 um 15:58

    Liebe Endi,


    die sogenannte „Einnistungsspritze“ mit Decapeptyl führt im IVF-/ICSI-Zyklus dazu, dass LH und FSH ausgeschüttet werden, der Gelbkörper angeregt wird und die Progesteron- und Östrogen-Spiegel steigen. In den ersten Studien konnte eine leicht erhöhte Einnistungsrate (vor allem im Antagonisten-Protokoll) nachgewiesen werden. Weitere Studiendaten und Erfahrungsdaten konnten diesen Vorteil jedoch nicht klar belegen, sodass die Einnistungsspritze als Routine-Gabe nicht indiziert ist und von vielen Kliniken individuell angewandt wird.

    HCG wird zur Unterstützung der Lutealphase angewandt, es stimuliert die Progesteron-Produktion des Gelbkörpers. Es kann jedoch die Entstehung eines ovariellen Überstimulationssyndroms begünstigen, sodass oft die alleinige direkte Progesteron-Gabe bevorzugt wird (die Schwangerschaftsraten scheinen vergleichbar zu sein).

    Herzliche Grüße aus der Kinderwunschklinik Tambre in Madrid

  • Einnahmezeiten Medikamente

    • Clinica Tambre
    • 8. August 2020 um 19:35

    Liebe Tatjana,


    wenn Magenbeschwerden auftreten kann man versuchen diese zu reduzieren, indem Sie die Tabletten nach dem Essen einnehmen, wie ich lese haben Sie dies bereits richtig gemacht.

    Alternativ zum Östrogen in Tabletten-Form kann man eine Verabreichung über die Haut (zum Beispiel Östrogen-Pflaster) erwägen, diese hat meist geringere Nebenwirkungen und der Magen-Darm-Trakt wird umgangen.

    Versuchen Sie generell extrem saure, scharfe und fettige Speisen zu vermeiden.

    Bei starken Magenbeschwerden kann man erwägen einen Magensäurehemmer zu geben, dies sollten Sie aber mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

    Das Progesteron hat vaginal weniger Nebenwirkungen als die orale Einnahme. Es kann Müdigkeit verursachen, daher ist eine Einnahme abends zu bevorzugen. Allerdings ist es für einen gleichmäßigen Progesteron-Spiegel besser die Einnahme auf morgens und abends zu verteilen, auch dies machen Sie richtig.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute!

    Herzliche Grüße aus der Kinderwunschklinik Tambre in Madrid

    Dr. med. univ. J. Bechthold

  • Blutung vor Transfer

    • Clinica Tambre
    • 6. August 2020 um 12:14

    Liebe Lamielle,


    dass es unter der Dosierung zu einer Blutung kommt ist eher ungewöhnlich, aber es kann leider vorkommen.
    Ich gehe davon aus, dass untersucht wurde dass die Blutung sicher von der Schleimhaut ausgeht? Das kann im Ultraschall beurteilt werden. Auch z.B. Myome/Polypen können mal für eine Blutung verantwortlich sein.

    Den nächsten Schleimhautaufbau könnte man mit einer transdermalen Östrogen-Applikationen versuchen (im Gegensatz zur oralen Verabreichung wird der sogenannte “First-Pass-Effekt” in der Leber umgangen, die Aufnahme im Körper ist somit genauer kalkulierbar und oft auch nebenwirkungsärmer).

    Alles Gute und herzliche Grüße aus der Kinderwunsch-Klinik Tambre in Madrid

    Dr. med. univ. J. Bechthold

  • Progesteron und Östrogenwerte

    • Clinica Tambre
    • 5. August 2020 um 16:33

    Liebe Molly73,


    die Hormon-Werte können Schwankungen unterliegen. Dies kann durch verschiedenste Prozesse verursacht sein (Stoffwechsel, Leber-, Nieren-Funktion, Zeitpunkt der Blutentnahme...).

    Vor allem bei oraler oder vaginaler Aufnahme kann es auch mal vorkommen, dass ein Teil des Wirkstoffes zum Beispiel nicht oder in geringeren Mengen aufgenommen wird.
    Solange der erwünschte Mindestwert (oder Zielbereich) erreicht ist, ist aber alles in Ordnung.
    Hohe Östrogen-Werte bestehen auch zum Beispiel durch persistierende Follikel-Zysten oder bei einer Schwangerschaft.
    Zwischen Fraxiparin und Progynova/Utrogest sind keine Wechselwirkungen bekannt, schwankende Hormon-Werte sind nicht auf die Einnahme von Fraxiparin zurückzuführen.



    Herzliche Grüße aus der Kinderwunsch-Klinik Tambre in Madrid

    Dr. med. univ. J. Bechthold

  • ER-Map bzw Era Test 1. postrezeptiv und 2. prerezeptiv noch ein 3. Test?

    • Clinica Tambre
    • 3. August 2020 um 14:37
    Zitat von Spaeti

    Hallo,

    ich habe jetzt das Ergebnis meines 2. Er-Map Tests: +4 praerepzeptiv. Der 1. Test war mit +5 postrezeptiv.

    Ich soll nun einen 3. Test an +4,5 machen.

    Kann man nicht aufgrund beider Tests einen Transfer an +4,5 wagen?

    Wie genau muss denn die Zeit anhand eines Er-Map Tests festgestellt werden? Auf die Stunde? Wie lang ist das Zeitfenster?

    Es macht ja gar nicht jeder einen Er-Map oder Era Test... Wie macht man das dann ganz ohne Test?

    Wenn der 3. Test wieder nicht genau die Zeit treffen sollte, wird dann ein 4. Test empfohlen?

    Gibt es das öfters, dass 3 Tests oder noch mehr gemacht werden sollen?

    Ich bin ratlos.

    Viele Grüße

    Alles anzeigen

    Liebe Späti,


    bei Clínica Tambre machen wir einen Test (ERA-Test oder EndomeTRIO) und eine Wiederholung ist nur selten notwendig.
    Selbst bei nicht rezeptivem Endometrium kann das rezeptive Fenster häufig errechnet werden.
    Falls es bei Ihnen nicht extrem häufig zum Einnistungsversagen kam würde ich Ihnen empfehlen den Transfer direkt an Tag +4,5 durchzuführen.

    Alles Gute und herzliche Grüße aus Clinica Tambre in Madrid

  • Trisomie nach Eizellspende überhaupt möglich?

    • Clinica Tambre
    • 31. Juli 2020 um 13:21

    Liebe Emmanuelle,


    in Studien hat sich da kein Zusammenhang gezeigt. Es gibt keine Hinweise darauf, dass ein höheres Risiko für eine Trisomie durch Kryokonservierung besteht. Hauptrisikofaktor ist das Alter der Frau.
    Dass es mehr Berichte im Forum über Trisomien bei Kryokonservierung gibt, ist jedenfalls nicht durch das Einfrieren zu erklären.


    Herzliche Grüße

  • Trisomie nach Eizellspende überhaupt möglich?

    • Clinica Tambre
    • 30. Juli 2020 um 18:48

    Liebe Emmanuelle,

    Eizellspenderinnen sind junge gesunde Frauen und in der Regel maximal 30, höchstens Anfang 30 Jahre alt. In diesem Alter liegt das Risiko für eine Trisomie 21 unter 0,5%, bei Frauen Anfang 20 deutlich darunter. Das Risiko steigt mit dem Alter der Frau und liegt zum Beispiel bei einer 40-jährigen um die 1-2%.
    Bei einer Frau, die eine Eizellpende erhält, hängt das Risiko also vom Alter der Spenderin ab und da die Spenderin jung ist, ist auch das Risiko entsprechend gering.
    Ich hoffe ich konnte Ihre Frage beantworten.

    Herzliche Grüße aus Clínica Tambre in Madrid

  • Vaginalflora vor dem TR

    • Clinica Tambre
    • 27. Juli 2020 um 16:56

    Liebe Inali,


    da Sie keine Beschwerden haben und beim letzten Mal alles in Ordnung war spricht erstmal nichts für eine Infektion.
    Sie können aber Ihren Arzt bitten dies zu kontrollieren, beim Transfer wird ja in jedem Fall eine vaginale Untersuchung/Inspektion durchgeführt.
    Wenn der pH-Wert um die 4,5 oder darunter liegt ist eine bakterielle Infektion eher unwahrscheinlich.

    Alles Gute wünsche ich Ihnen!


    Herzliche Grüße aus Clinica Tambre in Madrid

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