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Beiträge von Clinica Tambre

  • KIR & HLA-C

    • Clinica Tambre
    • 1. September 2021 um 10:16

    Nein, eigentlich nicht, wenn wir bedenken, dass 15-30% der Weltbevölkerung, die ohne medizinische Hilfe schwanger werden, auch niemals auf irgendetwas getestet werden.

    Bei Patienten mit Implantationsfehlern oder wiederholten Fehlgeburten, bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit, die folgenden Diagnosen ausgeschlossen wurden ( in der Medizin lässt sich nichts zu 100% sagen :(

    - Vorhandensein des männlichen Faktors (mittels diagnostischer Methoden und korrekter Spermienauswahl),

    - Faktor Uterus (nach Durchführung einer anatomischen und funktionellen Untersuchung der Gebärmutter, einschließlich einer Endometriumbiopsie zur Untersuchung der Empfänglichkeit, Infektionen und Mikrobiom),

    - Eizellfaktor (der am schwierigsten zu untersuchen ist, da es keinen Test gibt, der uns eine 100%ige Eizellenqualität vorhersagen kann)

    - der embryonale Faktor (Euploidie),

    - sowie das genetische Matching bei Frauen/Männern, deren Eizellen/Spermien für die Befruchtung verantwortlich sind)

    Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir all das NICHT im Embryo untersuchen können! Dieser dritte Akteur kann eine andere Variante haben, als die die uns bekannt ist. Aus diesem Grund sollte jeder diagnostische Test bei jedem Patienten entsprechend der Notwendigkeit und dem Zeitpunkt der Behandlung durchgeführt werden.

    Herzliche Grüsse,

  • KIR & HLA-C

    • Clinica Tambre
    • 30. August 2021 um 15:09

    Liebe NL06**,

    Ich muss zugeben, ich bin selbst keine Immunologin, allerdings haben viele Kinderwunschzentrum wie das unsere z.B. eine eigene Immunologieabteilung, wo dies bei zutreffendem Fall genau besprochen werden würde. Generell ist dieses Thema noch nicht zu 100% erforscht, weshalb es viele versch. Meinungen gibt.

    Untenstehend die Antworten auf die Fragen:

    KIR wird bei der schwangeren Frau, also der Empfängerin, getestet. Und HLA-C bei Männern.

    - KIR A: mit C1 Partner sollten Sie eine C1-Spenderin bekommen, um eine kompatible C1C1 zu erhalten.

    - KIR B: ist bisher am wenigsten erforscht, meist wird C2C2 empfohlen.

    - KIR AB: kompatible Möglichkeiten sind C1C1 oder C1C2 (letzteres würde bei 50% der Embryonen kompatibel sein). Dies ist einer der häufigsten Fälle, also zur Frage, ob es eine Kombi gibt, der "für alle" gültig ist : nein, die gibt es leider nicht, allerdings bietet diese Option mehr Möglichkeiten.

    Weitere Infos auch gerne hier:

    KIR - HLA-C- Genotypisierung | Clínica Tambre
    Wenn einer dieser beiden Umstände eintritt, führt unser Ärzte-Team in Zusammenarbeit mit der Immunologie-Abteilung von Clinica Tambre unter der Leitung von Dr.…
    clinicatambre.de

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig weiterhelfen.

    Weiterhin alles Gute,

  • Wann ASS100 absetzen

    • Clinica Tambre
    • 24. August 2021 um 10:48

    In diesem Fall ist es anzuraten es weiterzunehmen, am Besten bis zum Ende der SSW und Ihr Frauenarzt wird Ihnen dann sicher Empfehlungen aussprechen, ob eventuell auch noch nach der Geburt.

    Alles Gute,

  • Wann ASS100 absetzen

    • Clinica Tambre
    • 23. August 2021 um 16:36

    Liebe Bubble,

    Darf ich fragen wie alt Sie sind? Generell muss man ASS nicht als Prophylaxe nehmen. Bis zur Woche 12 ja, aber danach eig. nicht, wenn sonst keine Indikation besteht. Bitte sprechen Sie das einmal bei Ihrer Gynäkologin an, die die SSW begleitet. Patientinnen älter als 35 mit hohem BMI, frühere Thrombose oder Thrombose in der Familie, dann am besten weiternehmen.

    Alles Gute,

  • Estradiol-Gel

    • Clinica Tambre
    • 23. August 2021 um 11:54

    Liebe Lalelu22,

    Generell steht nirgendwo geschrieben, wie lange man warten muss. Normalerweise beträgt die Aufnahme von Medikamenten über die Haut etwa 20-30 min, zur Sicherheit einfach etwas länger drauf lassen. Für die nächsten Anwendungen am Besten zuerst duschen, die Haut gut reinigen und ABTROCKNEN :)

    Herzliche Grüsse,

  • Muttermundschwäche

    • Clinica Tambre
    • 19. August 2021 um 17:15

    Liebe Rinna,

    Schön zu hören, dass Sie den Krebs damals besiegen konnten. Ja, dies ist ein "normaler" Eingriff und wird laparoskopische Operation genannt. Nach den ersten 12 Wochen ist das Risiko einer Fehlgeburt um ein Vielfaches geringer, aber die Gebärmutter ist immer noch klein genug, dass sie bei einer Operation nicht "stört". Die Ergebnisse sind sehr gut. Meistens wird danach für die Entbindung zu einem geplanten Kaiserschnitt geraten. Wir ermutigen Sie auf jeden Fall diese OP durchführen zu lassen, da brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen, aber dazu bitte in fachkundige Händen begeben! :)

    Alles Gute weiterhin,

  • Ab wann neuer Kryoversuch nach IUFT (39te SSW)?

    • Clinica Tambre
    • 14. August 2021 um 12:03

    Liebe EZS_2020,

    Es tut uns wirklich schrecklich leid, diese traurige Nachricht zu lesen. Das ist wirklich das schlimmste, was einem als werdende Eltern passieren kann. Mein Rat ist, mindestens 5-6 Monate zu warten, um sich nicht nur physisch, sondern auch psychisch erholen zu können. Da Sie jetzt wissen, woran es lag, müssen Sie nicht unbedingt extra Tests wie Karyotyp des Babys oder Blutgerinnungsuntersuchung durchführen lassen, da es sich aufgrund des Umwickeln des Amnionbandes um eine seltene, aber leider natürliche Ursache handelt. Sie sollten am besten auch eine Seelsorge aufsuchen, um das Geschehene verarbeiten zu können. Sprechen Sie mit Ihrer KiWu-Klinik, aber überstürzen Sie nichts. Es ist wichtig zu trauern.

    Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit und alles Gute,

  • Progesteronstopp in der 10.SSW?

    • Clinica Tambre
    • 13. August 2021 um 10:54

    Liebe Milla,

    Ich bin gerade auf Ihre Frage gestoßen. Ich hoffe, die Antwort hilft Ihnen noch weiter.

    Wie Endi schon richtig eklärt hat, ab Woche 12 liefert die Plazenta alle hormonellen Beiträge, sodass Sie das Medikament bis Woche 12 beibehalten und dann weglassen können.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute,

  • Wann ASS100 absetzen

    • Clinica Tambre
    • 13. August 2021 um 10:49

    Liebe JPhoch2,

    Wenn Sie ASS nach Indikation einnehmen, sollten Sie die gesamte Schwangerschaft fortsetzen, wenn es nur prophylaktisch ist, können Sie in der 12. Woche beruhigt aufhören.

    Herzliche Grüsse und alles Gute,

  • Hashimoto, Immunologie & KIR-Gen_weiterer Zyklus?

    • Clinica Tambre
    • 2. August 2021 um 18:50

    Genau, bei ei einer Eizellspende sollte dies weniger Einfluss haben, wie dies sich jedoch genau auswirkt ist noch nicht zureichend erforscht.

    Ich denke schon, dass die Infusionen auch helfen können, wir würden allerdings zu einem ERA-Test raten.

    Ja, man kann auch PID bei zuvor eingefrorenen Blastozysten durchführen lassen.

    Herzliche Grüsse,

    Ihr Tambre-Team

  • Hashimoto, Immunologie & KIR-Gen_weiterer Zyklus?

    • Clinica Tambre
    • 30. Juli 2021 um 16:52

    Liebe Nice77,

    Man sollte schauen, ob es nicht hilfreich wäre, eine Präimplantationsdiagnostik bei den Embryonen durchzuführen. Man sollte ausserdem die Empfänglichkeit des Endometriums testen, um so zu schauen an welchem Tag Sie empfänglich sind, so kann die die Einnistung besser gesteuert werden.

    Antinukleäre Antikörper, auch Antinukleärer Faktor (ANF) genannt, sind sehr unspezifisch und können durch viele Faktoren erhöht sein, die nicht zwingend eine Auswirkung auf die Fruchtbarkeit haben.

    Sie sind sogar so unspezifisch, dass sie bei völlig gesunden Menschen auftreten können. Generell sollte man aber im Zusammenhang mit dem Blutbild schauen, welche Auswirkungen diese bei Ihnen haben könnten, da der Faktor die Eizellanzahl, deren Qualität, die Einnistung aber auch den Verlauf einer Schwangerschaft beeinträchtigen kann.

    Bitte fragen Sie noch einmal bei Ihrer Klinik nach.

    Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute!

    Ihr

    Tambre-Team

  • ASS wegen frühem und spätem Präeklampsierisiko

    • Clinica Tambre
    • 10. Juni 2021 um 10:53
    Zitat von Fliege81

    Liebe Forumsärzte!

    Ich habe lt. Screening frühes und spätes Präeklampsierisiko und nehme daher seit Februar ASS150 abends. Der Vertretungsarzt meines Frauenarztes sagte mir man nehme es in der Regel bis zur 32. Woche (bis 32+6?) wegen erhöhter Blutungsgefahr bei Entbindung. Wie lange sollte ich es nehmen Ihrer Meinung nach?Bitte genaue Wochen- und Tageangabe. Habe hier schon 34. Oder 36. Woche gelesen....32. Woche kommt mir etwas kurz vor? Wie lange vor vsl ET sollte es abgesetzt werden?

    Liebe Fliege81,

    dass ASS zur Präeklampsie-Prophylaxe wird in der Regel zwischen der 34. und 36. Schwangerschaftswoche abgesetzt und ist so auch in den Leitlinien empfohlen. Ab der 34. Woche ist keine Verschlechterung der Plazenta-Durchblutung aufgrund vom Absetzen des ASS zu erwarten. Für die Präeklampsieprophylaxe ist vor allem die frühe Einnahme zu Beginn der Schwangerschaft wichtig. Ab 34+0 kann ASS daher abgesetzt werden (wenn es nicht auch aus anderen Gründen gegeben wird), wird es jedoch vom Arzt bis zur 36. Woche empfohlen ist das auch in Ordnung (jeder Arzt hat seine eigenen Erfahrungen und hat hier laut Leitlinien und je nach Risikoprofil seiner Patientin einen Handlungsspielraum).
    ASS stellt in geringer Dosierung kein Problem für einen Kaiserschnitt oder eine vaginale Geburt da, generell ist es aber nicht von Vorteil dieses als Präeklampsieprophylaxe noch über die 36. Woche hinaus weiter einzunehmen. Anders sieht es bei Heparin aus. Dieses sollte (je nach Dosierung) 12-24h vor einem Kaiserschnitt oder auch vor einer PDA pausiert werden. Sollte dies nicht passieren ist keine PDA unter der Geburt möglich und ein Kaiserschnitt wäre nur unter Vollnarkose möglich.

  • Covid19 Impfung bei Schwangeren ????

    • Clinica Tambre
    • 10. Mai 2021 um 20:05

    Liebe Fliege81,

    aktuell ist es nur empfohlen Schwangere mit besonderem Expositionsrisiko für Covid nach guter Nutzen-Risiko-Abwägung zu impfen.

    Bisher sind noch keine Studienergebnisse veröffentlicht, es scheint jedoch Vorteile einer Impfung in der Schwangerschaft zu geben, wie gesagt, bestätigt ist es offiziell noch nicht.

    Jedoch wird der Druck grösser eine Entscheidung bezüglich der Impfempfehlung für Schwangere zu treffen, wir warten gespannt was in den nächsten Wochen passiert.

    Herzliche Grüsse

  • Prolutex zusätzlich

    • Clinica Tambre
    • 10. Mai 2021 um 20:02
    Zitat von Mysza

    Liebe Forumsärzte,

    Ich habe bei Transfer + 11 einen HCG von 350 gehabt und nahm bis dahin und jetzt auch noch 400mg Utrogestan morgens und abends vaginal. Meine Gynäkologin in D hat mir jetzt zusätzlich noch 1 Mal täglich Prolutex verschrieben, ohne meinen Progesteronwert getestet zu haben. Die Klinik in CZ sagt das sei "nicht empfehlenswert", solange der Progesteronwert in Ordnung ist.

    Gibt es denn eine Gefahr, wenn ich das Prolutex zusätzlich spritze? Was wäre Ihre Empfehlung?

    Herzlichen Dank!

    Liebe Mysza,

    gefährlich ist es nicht Prolutex zusätzlich zu spritzen.

    Evlt. ist aber einfach nicht notwendig, aber völlig in Ordnung wenn Ihre Ärztin das so mit Ihnen entschieden hat.

    Alles Gute für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft!

  • Gebärmutterschleimhaut

    • Clinica Tambre
    • 10. Mai 2021 um 19:59
    Zitat von Tulpe80

    Liebe Forumsärzte

    1) Gibt es Studien zur idealen Höhe der Gebärmutterschleimhaut?

    Ich weiß, dass es mindestens 7mm sein sollten und eine 2-Schichtigkeit gegeben sein sollte.

    Aber kann man z. B. sagen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Einnistung für eine bestimmtes Intervall höher ist?

    Also 8 mm ist besser als 7mm etc?

    2) Gibt es Medikamente/Nahrungsmittel, die ein Wachstum der Gebärmutterschleimhaut fördern/hemmen?

    Wenn ja, welche wären das?

    Östrogen und Progesteron sind klar - aber gibt es darüber hinaus weitere Stoffe?

    Alles anzeigen

    Liebe Tulpe80,

    zwischen 7 und 12mm ist die Schleimhaut gut aufgebaut. Ob es 8 oder 10mm sind macht da keinen Unterschied. Wichtig ist auch vor allem die Dreischichtigkeit, also das Gesamtbild zwischen Dicke und Erscheinung im Ultraschall.

    Aufgebaut wird die Schleimhaut mit Östrogen, Progesteron ist dann später für die Umwandlung zuständig.

    Bei Frauen, die die Schleimhaut nicht gut aufbauen kann man versuchen mit Medikamenten wie z.B. ASS, Vitamin E, Pentoxifyllin, Sildenafil... etwas zu erreichen. Die Studienlagen sind hierzu unterschiedlich, aber einen Versuch ist es manchmal wert.

    Herzliche Grüsse

  • Östrogen Pflaster versus Progynova oral

    • Clinica Tambre
    • 10. Mai 2021 um 19:50
    Zitat von Fiona19

    Hallo,

    Ich befinde mich in der Vorbereitung auf eine EZP und muss zur Vorbereitung der Gebärmutter 3 x 2 mg Progynova oral einnehmen. Jedoch vertrage ich dieses sehr schlecht.

    Ich würde gerne auf Pflaster umsteigen. Jedoch hat die Klinik kaum Erfahrung mit den Pflastern. Die Patientenbetreuung hat mir eine Dosis genannt für die Estradot Pflaster, die nach meiner Recherche nicht stimmen kann und viel zu niedrig sind (Estrodot 50 alle 3 Tage Pflasterwechsel). Ich habe recheriercht, dass ich Estradot 150 oder 200 alle 3 Tage bräuchte. Irgendwo anders habe ich gelesen, dass diese Dosis um den Transfer sogar noch erhöht wird.

    Welche Dosierung/en müsste ich adequat bis zur 12 SSW als Pflaster nehmen?

    Estradot wurde vorgeschlagen, in Dtl gibt es aber nur das Estromon, das mir meine Ärztin dann schon aufgeschrieben hat. Sind die Pflaster in der Dosierung vergleichbar?

    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    Viele Grüße,

    Fiona

    Alles anzeigen

    Liebe Fiona,

    ein Schleimhautaufbau mit Pflastern ist ebenso gut möglich wie mit Progynova. Die Standard-Dosis bei uns in der Klinik sind 150 mcg/24h (zum Beispiel 2 Pflaster a 75mcg/24h, oder 100mcg/24h + 50 mcg/24h), die Pflaster werden alle 3 Tage gewechselt. Ob es sich um Estradot oder Estramon handelt ist gleich, wichtig ist die Dosis.

    Herzliche Grüsse

  • Biontech vs. Prednisolon

    • Clinica Tambre
    • 18. April 2021 um 15:31

    Bisher wurden keine Menschen, die Immunhemmer einnehmen in die Studien der Covid-Impfungen eingeschlossen. Es kann sein dass die Immunantwort auf die Impfung reduziert ist. Trotzdem ist eine Impfung empfehlenswert.
    Aktuell ist die Empfehlung, dass nach der 2. Impfung gegen covid 2-3 Wochen mit dem Embryotransfer gewartet werden sollte.
    Eine Impfung vor Eintritt einer Schwangerschaft ist empfohlen.

    Herzliche Grüße

  • EZS nach Hormonabhängigem Brustkrebs

    • Clinica Tambre
    • 18. April 2021 um 15:22
    Zitat von Lotti

    Hallo Zusammen, ganz herzlichen Dank für die Antworten. Langsam bekomme ich einen kleinen Überblick wie es ungefähr ablaufen könnte.

    Clinica Tambre vielen dank für die detaillierten Informationen. Ich werde die Details auf jeden Fall mit meinem Onkologen besprechen, mein jährliches Nachsorge MRT mach ich auch bevor ich anfangen sollte. Und ja die Antihormontherapie würde ich auf jeden Fall danach fortsetzen.

    Aktuelle Studien zeigen ja dass Schwangerschaft nach Brustkrebs die Rückfallrate nicht erhöht, also scheint der damit verbundene natürliche Hormonanstieg kein Problem zu sein. Wie sind denn die Hormonpräparate damit vergleichbar? Also nimmt man in etwas soviel Östrogen und Progesteron bei Schleimhaut Aufbau zu sich, wie der Körper unter normalen Umständen selber bilden würde? Dann müsste da ja eigentlich nichts dagegen sprechen.. oder sind die Dosen höher? Und wenn das Progesteron vaginal genommen wird, geht es trotzdem genauso in den Blutkreislauf? Und wozu muss man das Progesteron noch bis zur 10.ssw weiter nehmen?


    Welche Untersuchungen bzw. Dokumente außer einem Ultraschall braucht man denn noch bevor man anfangen kann? Sollte meine Gyn noch irgendetwas untersuchen?

    Bezüglich dem TSH wert hoffe ich dass dieser mit dem Endokrinologen schnell eingestellt werden kann, hab den Termin leider erst in zwei Wochen.

    Liebe Grüße, Lotti

    Liebe Lotti,


    die Hormon-Dosis (Estradiol und Progesteron) der zugeführten Medikamente ist niedriger als dies dann später in der Schwangerschaft selber produziert wird. Daher ist die medikamentöse Therapie nicht mit höheren Risiken verbunden als die Schwangerschaft selbst.

    Das Progesteron wird normalerweise vom Gelbkörper produziert, später übernimmt die Plazenta die Produktion. Da bei einer Eizellspende kein Eisprung stattfindet und sie somit keinen Gelbkörper haben muss das Progesteron hinzugeführt werden. In der 10. Woche produziert die Plazenta so viel Progesteron dass die Vaginaltabletten abgesetzt werden können. Vaginal geht das Progesteron auch direkt ins Blut über. Der Leberkreislauf wird jedoch im Gegensatz zur oralen Gabe umgangen, was zu weniger Nebenwirkungen führt.

    Herzliche Grüße

  • Grundsätzlich ASS nach Eizellspende?

    • Clinica Tambre
    • 8. April 2021 um 15:48
    Zitat von betty2

    Hallo,

    ich bin nun glücklich nach Eizellspende in der 15. SSW.

    Ein Präeklampsie-screening in der 13. Woche hat kein erhöhtes Risiko ergeben.

    Wie sinnvoll ist es nach einer Eizellspende grundsätzlich mit ASS vorzubeugen?

    Sollte ich dennoch ASS nehmen? Ich bin 43 jahre alt.

    Viele Grüße

    Betty

    Alles anzeigen

    Liebe betty2,

    wie Sie schon merken gibt es da keine ganz eindeutige Antwort. Prinzipiell ist es nicht so, dass man bei jeder Eizellspende immer ASS verordnet, da dieses auch Nebenwirkungen haben kann. Manchmal gibt es Gerinnungs-Auffälligkeiten, die dann eine ASS-Therapie erforderlich machen.

    Aufgrund des Alters kann man jedoch erwägen bei einer Eizellspende ASS einzunehmen, da das Präklampsie-Risiko natürlich schon allein aufgrund des Alters erhöht ist. Ich würde es auch abhängig von Ihrer Vorgeschichte/Anamnese machen, letztendlich ist es immer eine Einzelfallentscheidung.

    Herzliche Grüsse

  • Faktor V leiden - Clexane

    • Clinica Tambre
    • 8. April 2021 um 15:40

    Liebe Jaelina,

    in Ihrem Fall würde ich mit Clexane schon ab Beginn des Schleimhautaufbaus, spätestens jedoch eine Woche vor dem Embryotransfer beginnen. In der Regel geben die Hämatologen genaue Empfehlungen ab wann mit Clexane begonnen werden sollte. Sollte bei Ihnen aufgrund des Faktor-V Leiden ein deutlich erhöhtes Thromboserisiko festgestellt worden sein (und vor allem sollten Sie schon einmal eine Thrombose gehabt haben oder es treten in der engeren Familie gehäuft Thrombosen auf) wäre es wichtig schon während der Estradiol-Einnahme Clexane zu spritzen und dies über die gesamte Schwangerschaft (+Wochenbett) fortzuführen.

    Herzliche Grüsse

  • Vida Fertility Institute

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