Nein, eigentlich nicht, wenn wir bedenken, dass 15-30% der Weltbevölkerung, die ohne medizinische Hilfe schwanger werden, auch niemals auf irgendetwas getestet werden.
Bei Patienten mit Implantationsfehlern oder wiederholten Fehlgeburten, bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit, die folgenden Diagnosen ausgeschlossen wurden ( in der Medizin lässt sich nichts zu 100% sagen ![]()
- Vorhandensein des männlichen Faktors (mittels diagnostischer Methoden und korrekter Spermienauswahl),
- Faktor Uterus (nach Durchführung einer anatomischen und funktionellen Untersuchung der Gebärmutter, einschließlich einer Endometriumbiopsie zur Untersuchung der Empfänglichkeit, Infektionen und Mikrobiom),
- Eizellfaktor (der am schwierigsten zu untersuchen ist, da es keinen Test gibt, der uns eine 100%ige Eizellenqualität vorhersagen kann)
- der embryonale Faktor (Euploidie),
- sowie das genetische Matching bei Frauen/Männern, deren Eizellen/Spermien für die Befruchtung verantwortlich sind)
Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir all das NICHT im Embryo untersuchen können! Dieser dritte Akteur kann eine andere Variante haben, als die die uns bekannt ist. Aus diesem Grund sollte jeder diagnostische Test bei jedem Patienten entsprechend der Notwendigkeit und dem Zeitpunkt der Behandlung durchgeführt werden.
Herzliche Grüsse,