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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Beiträge von

  • an Bussibär!

    • 29. Dezember 2002 um 11:58

    an Bussibär!

    Ja, Du hast recht bezüglich der Preisgestaltung. Wir haben es hier (ökonomisch betrachtet) mit einem in Entwicklung befindlichen Markt zu tun und dort beginnt sich jetzt (wie in solchen Situationen üblich) aufgrund von Nachfrage und Angebot ein gewisses Gleichgewicht einzupendeln. Mehr Institute -> mehr Konkurrenz -> niedrigere Preise; Mehr Patienten -> mehr Nachfrage -> höhere Preise. Leider weiß ich nicht, inwieweit derartige Mechanismen auch die Entschädigungen für die Spenderinnen beeinflussen. Jedoch: je mehr Spenderinnen aus finanziellem Interesse spenden, mit desto geringeren Entschädigungen werden sie Vorlieb nehmen müssen, wobei es aber sicher eine Art "Schmerzgrenze nach Unten" gibt. In den USA ist auch dieser Sektor "marktwirtschaftlich" bereits weit gediehen. Eizellen von Models mit Harvard-Abschluß erzielen dort astronomische Preise (am freien Markt) und Institute, die den Spenderinnen hohe Entschädigungen bezahlen können sich vor Spenderinnen eigentlich kaum retten (ca. 5000 US$ sind drüben üblich).

    Ich für meinen Teil empfinde jedoch für derartige Entwicklungen nicht besonders viel Sympathie, denn das ganze ist doch eine sehr persönliche und private Sache. Positiv finde ich (in moralisch-sittlicher Hinsicht) Modelle wie Egg-Sharing: Man ermöglicht einem Paar, das vielleicht finanziell nicht so gut dasteht eine IVF-Behandlung und bekommt im Gegenzug die Hälfte der Eizellen. Dies wäre eine echte Symbiose zum beiderseitigen Vorteil. Auch müßte die Spenderin nicht mehr Schmerzen ertragen, als dies aufgrund ihrer IVF-Behandlung ohnehin nötig wäre und gleichzeitig könnte daraus keine Geschäftemacherei so schnell gemacht werden.
    Ich hege für derartiges hohe Sympathie.

    Wir selbst wollen schon wieder einen Versuch starten, jedoch noch ohne konkretes Datum. Bezüglich des Ortes werden wir wohl in der Tschechei bleiben, zumal sie nahe zu unserem Wohnort (Wien) ist. Ich würde gerne einmal (aufgrund der besseren Chancen) einen Versuch probieren mit dedizierter Spenderin und frischen Eizellen, jedoch ist dies mittlerweile auch in der Tschechei zu Preisen, die deutlich niedriger sind als z.B. Valencia, kaum mehr möglich. Bei Valencia sehe ich den Haken darin, daß es einfach fürchterlich weit weg ist.

    Wie auch immer; mal sehen was das neue Jahr so bringt.....

    Liebe Grüße
    Bussibär

  • an Bussibär!

    • 27. Dezember 2002 um 15:03

    an Bussibär!

    Hi Nicole,
    die eigene Erfahrung ist immer eine sehr subjektive Sache, andererseits ist es auch so, daß man als Einzelner nur relativ wenig Erfahrungen machen kann (sowohl in Transfers als auch in den Gesprächen). Wenn's bei einem Kontakt via Mail geblieben ist, so habe ich das nicht extra aufgeführt weil da vieles an Info fehlt und die Tatsache, daß wir das Institut dann trotzdem nicht ausgewählt haben sollte nicht unbedingt gegen das Institut selbst sprechen.

    Also:
    1.) Wenn ein Institut angibt, frische Eizellen praktisch von einem Tag auf den anderen zur Verfügung stellen zu können, so erscheint mir das dubios. Wenn man ferner die Kommentare von Mariane (mittlerweile schwanger bei Pronatal) liest, so wirft das auch kein gutes Licht auf Gyncentrum Ostrava.
    2.) Über Repromeda habe ich schon geschrieben bei einem meiner letzten Postings. (Das hat die Diskussion über die Blutgruppen ausgelöst - wenn eine Ärztin sagt, daß es bei der Wartezeit hilft, soferne man bei der BG flexibel wäre -natürlich in dem Rahmen, daß die BG des Kindes genetisch erklärbar wäre - wissend, daß Mann und Frau beide 0+ haben, so stelle ich mir ernsthaft die Frage, wie sie das meint, denn sollte das Kind genetisch für das des Paares gehalten werden können, müßte es ebenfalls 0+ haben und da gibt es leider überhaupt keinen Spielraum).
    3.) Sanatorium Helios macht ausschließlich Kryotransfers mit Embryonen aus IVFs, hat Wartezeiten von ca. einem Jahr. Die Transfers werden dann in der Pension Luna (gehört zum Institut und wird vom Bruder eines der dortigen Ärzte geführt) durchgeführt - in einem normalen "Hotelzimmer", ohne vorherige und begleitende US-Kontrolle, wobei die Empfängerin bei der Prozedur ganz simpel auf einem normalen Bett liegt. Ein wirklich alternatives Programm - findest Du nicht?

    Zu Valencia und Pronatal muß man wenig sagen, ich glaube halb Deutschland pilgert dorthin. Insbesondere bei Pronatal hat dies jedoch zu größeren Wartezeiten (14 Monate) geführt. Abgesehen davon aber ist die Qualität dieser beiden Institute wenig umstritten - sie werden auch häufigst von den heimischen Repro-Medizinern empfohlen.

    Der Ruf von Prof. Zech ist (wohl nicht nur in Österreich) legendär. Er gehört zu jenen, die wirklich jede Methode zur Steigerung des Erfolgs vollständig ausreizen. Ich denke, auch international braucht er sich nicht zu verstecken - bei IVFs bis zu 50% Schwangerschaften auf ETs bezogen und bei Eizellspenden (in Abhängigkeit des Alters der Spenderin) bis zu 60% sind eindrucksvolle Beweise seiner Kunst, gleichwohl wiederspiegelt das auch der Preis (3700 Euro + Entschädigung f. Spenderin + Medikamente f. Spenderin = ca. 8000 Euro oder mehr), dafür jedoch: kaum Wartezeiten!

    Die Universitätsklinik der Brünner Masaryk-Universität ist ein (mir bis vor kurzem) unbekannter Geheimtipp. Der Leiter arbeitet eng mit einem renomierten österreichischen IVF-Institut zusammen und die stellen der Uni-Klinik ein wirklich gutes Zeugnis aus, was sicher nicht alltäglich ist. Über diesen Weg ist mir von dort auch von mehreren erfolgreichen Behandlungen berichtet worden - will sagen: die Erfolge dort sind kein Zufall, wenngleich ich keine konkrete Statistik bei der Hand habe.

    Ich glaube, das Hauptproblem bei der ganzen Sache besteht darin, daß es in diesem Bereich, je weniger er reguliert wird, umso mehr schwarze Schafe gibt. Daß auch ich mich auf (heimische) Gynäkologenempfehlungen stütze ist so zu verstehen, daß ich als interessierter Laie die Qualität der Behandlung nicht vollständig und die, des medizinischen Equipments und des Ausbildungsstandes der Mediziner dort selbst praktisch überhaupt nicht beurteilen kann - leider.

    So ist auch die abgegebene Empfehlung zu verstehen. Die hier verzeichneten Institute sind die, bei denen wir uns ohne größere Sorgen in Behandlung begeben würden. Die nicht empfohlenen würden wir nicht (oder nicht wieder) wählen. Dazwischen gibt es aber immer noch sehr viel Platz um neue Erfahrungen zu machen und Infos zu sammeln (Was ist mit Süd-Afrika, Warschau, Kiew, Rom, Brüssel, von den USA ganz zu schweigen - von dort weiß ich nur von einem Fall, erfolgreich, aber für knapp 20 000 Euro kann man wohl auch etwas erlesen gutes erwarten).

    Vielleicht, vielleicht befinden sich nächstes Jahr dann auch schon einige österreichische Institute in der Reihe, zumal die Chancen für eine positive gesetzliche Regelung hinsichtlich EZ-Spende doch recht gut sind. Es ist dzt. wohl eher die Frage wann es soweit ist, als ob es soweit kommt.

    Die Hoffnung ist immerwährend!

    In diesem Sinne
    Guten Rutsch!

    Bussibär

  • an Bussibär!

    • 24. Dezember 2002 um 19:02

    an Bussibär!

    Hi Nicole,
    Das ist insoferne schwierig, als wir selbst bis dato noch nichts positives haben und ich nicht weiß, welche Wartezeit bzw. finanziellen Aufwand Du zu akzeptieren bereit bist, jedoch nach Gesprächen, Erfahrungen und dem, was die Forumsteilnehmer schreiben sieht es für mich so aus:

    nicht zu empfehlen wäre:
    Sanatorium Helios (Brünn)
    Gyncentrum Ostrava (Ostrau)
    Repromeda (Brünn)

    empfohlen wird häufig:
    Valencia
    Sanatorium Pronatal (Prag)
    Prof. Zechs Klinik in Meran (Dr. Netzbandt)
    neuerdings auch: Universitätsklinik f. Gynäkologie, Brünn

    Das ist nur ein kleiner Teil dessen, was geboten wird, über den Rest kann und will ich mich nicht äußern aufgrund mangelnden Wissens.

    Hoffe, as hilft!

    Frohes Fest!
    Bussibär

  • Besuchsbericht - Repromeda in Brno

    • 23. Dezember 2002 um 22:38

    Besuchsbericht - Repromeda in Brno

    Nun, das ist die Frage, wie man damit generell umgeht (in D und Ö stellt sich die Frage ja eigentlich nicht, weil ja die Behandlung an sich illegal ist, daher gibt es dieses Problem hierzulande zumindest legistisch nicht).
    Überall in der Tschechei mußten wir vor jeder Behandlung noch einen Revers unterschreiben, in dem wir versprachen später nicht nach der Spenderin zu suchen. In den USA, Italien, Belgien gilt diese strikte Anonymität nicht. Dort ist es, nehme ich mal an, vollkommen Dir überlassen, wie Du damit umgehst...

    Bussibär

  • Blutgruppe

    • 23. Dezember 2002 um 13:06

    Blutgruppe

    Vielen Dank für die Blumen!
    Nein, ich bin keine BiologIN, sondern InformatikER, aber Bio hat mich immer schon brennend interessiert, weshalb ich mich auch im schulischen Rahmen dort spezialisiert habe. Mein Partner bei den Experimenten damals (immer zu zweit) ist heute Reproduktionsmediziner.
    Frohes Fest
    Bussibär

  • Sollte die Blutgruppe der Spenderin mit der Eigenen übereins

    • 23. Dezember 2002 um 09:05

    Sollte die Blutgruppe der Spenderin mit der Eigenen übereins

    Hi,

    Nun, mit den BGs ist das so eine Sache: Die Frage ist wohl hauptsächlich, ob das Kind auch nach der Feststellung der BG für Dein genetisch eigenes gehalten werden sollte. Wenn ja, dann ist die BG absolut von Bedeutung. Wichtig ist jedoch zumindest, falls Du, als potentielle Mutter, Rhesus negativ bist und Dein Mann (Kind) positiv, daß Du das Thema im vorhinein mit dem Arzt abklärst, denn dieser Fall ist potentiell gefährlich (Rhesus-unverträglichkeit)- da muß man was tun, damit es keine Gefahren gibt.

    Blutgruppen vererben sich wie folgt:
    A und B sind dominant gegenüber 0, und gegenüber einander kodominant.

    Im Falle von AJ müßte die Sache so aussehen:
    Beide Eltern haben BG B, sie selbst 0. D.h.:
    Beide Eltern tragen das B und das 0-Merkmal. Deshalb haben beide BG B (dominant über 0). Offenbar hat aber jeder der beiden der Tochter (AJ) das 0-Merkmal weitervererbt und deswegen hat AJ BG 0.
    Wenn auch AJ's Partner BG 0 hat, so kann deren Kind jedoch nur ebenfalls BG 0 haben.

    Also bezüglich der Merkmale:
    A + B = AB
    A + 0 = A
    B + 0 = B
    0 + 0 = 0
    A + A = A
    B + B = B

    Mutter und Vater vererben je eines der Merkmale, das sie tragen an ihr Kind weiter

    im Falle von AJ also:
    Mutter hat B + 0 = B
    Vater hat B + 0 = B

    AJ hat von beiden das 0-Merkmal bekommen, also: 0 + 0 = 0

    Häufigkeiten: A....42%
    0....38%
    AB...12%
    B....8%

    Wie gesagt, alles nur für den Fall, daß eine BG-Untersuchung keine unangenehmen Fragen in der Öffentlichkeit aufwerfen soll.

    Gruß
    Bussibär

  • Besuchsbericht - Repromeda in Brno

    • 22. Dezember 2002 um 23:07

    Besuchsbericht - Repromeda in Brno

    Ich bin's nochmal.....

    Ich hab mir das mit den Rhesus-Faktoren jetzt im Internet angesehen. Die Sache ist so:
    Probleme gab es früher (als man es noch nicht besser wußte), soferne eine Rhesus negative Frau ein Kind von einem Rhesus positiven Mann bekam. Tw. führten diese Probleme sogar zum Tod des Kindes. Heute gibt es Methoden, dieses Problem entsprechend zu behandeln.

    Maria ist (so wie >80% der Menschheit) Rhesus positiv, daher nicht von derartigem betroffen, jedoch: Alle Rhesus-negativen Frauen müssen aufpassen (oder zumindest vorbeugen), mit Rhesus-Unverträglichkeit ist scheinbar wirklich nicht zu spaßen...

    Bussibär

  • Besuchsbericht - Repromeda in Brno

    • 22. Dezember 2002 um 22:43

    Besuchsbericht - Repromeda in Brno

    Hi AJ,

    Vorsicht mit der Blutgruppe, das ist so eine Sache.....

    Soferne z.B. Maria30 und Ihr Partner beide Blutgruppe 0 haben, muß das Kind, soferne es für das der beiden gehalten werden können sollte ebenfalls Gruppe 0 haben. Das Problem besteht darin, daß 0 durch ein rezessives Gen vererbt wird, während A und B dominant sind. Wenn Deine Eltern beide B haben, so wird es wohl so sein, daß beide Träger eines BG-0-Gens sind, da jedoch beide ebenfalls das dominante BG-B-Gen tragen, haben sie selbst BG B und trotzdem kannst Du BG 0 haben. Haben aber die Eltern beide BG 0, so kann da (nach meinem Wissen) nix anderes rauskommen als wieder 0. Außerdem gibt es da noch Folgeprobleme wenn bei Mutter und Kind unterschiedliche Rhesus-Faktoren bestehen (Frag' mal Deinen Arzt, ich selbst hab das irgendwann einmal gelernt, zwischenzeitlich ist dieses Wissen aber nur mehr verschwommen da....).

    Anyway, was Repromeda betrifft, so muß ich leider bestätigen, daß uns die seinerzeit auch nicht ganz koscher erschienen sind.
    Ich kann mich erinnern, daß ich ihnen beim Sondieren die Frage stellte, ob es denn wirklich dedizierte Spenderinnen sind.
    Antwort: Ja!
    Frage: Was kostet denn ein Kryotransfer, falls zuviele Embies für einen Transfer da sind?
    Antwort: Das wäre billig, so 500 Euro in etwa, kommt aber kaum vor.
    Frage: Äh... warum denn das?
    Antwort: Bei mehr als 15 EZ, werden die mit einem anderen Paar geteilt!(?)

    Soviel zum Verständnis über den Begriff "dedizierte Spenderin" bei Repromeda.

    In Wirklichkeit war die Unterhaltung noch viel lustiger (oder bizarrer), denn zu Anfangs sagte mir die Ärztin, daß die Empfängerin auf die Spenderin synchronisiert wird. Ich frage mich, wie eine Empfängerin (die 2. nämlich, mit der geteilt wird) auf den Zufall hin synchronisiert werden soll, daß eine Spenderin mehr als 15 EZ hat? Das ist doch offensichtlicher Schwachsinn!

    Es erscheint mir zumindest dubios, von Synchronisation und dedizierten Spendern zu sprechen, wenn dann doch geteilt wird, obgleich dann Synchronisation ja gar nicht möglich ist (oder wird vielleicht gar immer geteilt und es weiß nur keiner??? - ehrlich gesagt, unter dieser Annahme verstehe ich auch die Aussage der Ärztin wegen der Blutgruppe, denn die müßte ja dann für 2 Paare passen, was heißt, daß zumindest ein Paar etwas flexibel sein muss). Das ganze aber zu einem (zumindest für tschechische Verhältnisse) fürstlichen Preis. Sogar Pronatal wäre billiger.

    Also: Dedizierte Spenderin heißt, daß man sämtliche EZ bekommt. Schließlich trägt man ja auch alleine das Risiko, daß sich vielleicht sogar keine einzige befruchten läßt, also sollte man fairerweise auch die Chance auf einen Kryotransfer haben, falls sich selbiger ergibt.
    Wer sich etwas anderes einreden läßt ist selber schuld!

    Insoferne gebe ich Maria30 in Ihrer Entscheidung mehr als recht (Wir haben Repromeda dann auch nicht mehr in Betracht gezogen) - wenngleich ich es im Posting etwas anders ausgedrückt hätte.

    Bussibär

  • "Transfer-Hilfslösung?"

    • 22. Dezember 2002 um 12:13

    "Transfer-Hilfslösung?"

    ...ehrlich gesagt weiß ich es nicht, obgleich man auf so ziemlich alles Allergien entwickeln kann.
    Mir erscheint das jedoch insoferne unwahrscheinlich, als es nur relativ wenige akzeptierte Nährlösungsprodukte gibt, die millionenfach verwendet werden, und die sind sich in ihrer Zusammensetzung auch ziemlich ähnlich. Letztendlich müssen sie alle ja auch die chemische Situation im Eileiter/Gebärmutter simulieren.
    Also zusammengefaßt: möglich vielleicht schon, aber eher unwahrscheinlich - nur das ist eben Glaube und kein Wissen.

    Hast Du irgendwelche Allergieanzeichen? Welche?

    Bussibär

  • "Transfer-Hilfslösung?"

    • 22. Dezember 2002 um 09:48

    "Transfer-Hilfslösung?"

    Hi

    Bezüglich der Flüssigkeit haben ja Ines unf Chris schon geantwortet. Die 2 hellen Flecken übernehme ich:
    Sache ist, daß bei US-kontrolliertem Transfer die Ärzte ganz gerne sehen würden, ob die Embies nun drin sind (und wo) oder nicht. Leider sind jene aber dazu viel zu klein (0.2 mm). Aus diesem Grund werfen manche Ärzte eine kleine Luftblase über den transferierten Embryo und machen so zumindest für einige Sekunden im US sichtbar, wo er gelandet ist. Diese Luftblase ist dann ein kleiner weißer Fleck am US-Bild.
    Ich weiß nicht, wo dieses Verfahren zum ersten mal praktiziert worden ist, aber auch in Österreich wenden es einige Ärzte bei IVF-Transfers an.

    Busssibär

  • Verein Eizellspende ?

    • 19. Dezember 2002 um 14:38

    Verein Eizellspende ?

    Ich halte das für eine großartige Idee.
    Ich glaube jedoch, daß man für die Information über die Kliniken, etc. unbedingt Ärzte als "Kritiker" braucht, zumal das, was ausschlaggebend ist für den Erfolg einer Behandlung wohl von einem Arzt besser beurteilt werden kann, als von interessierten Amateuren

  • Horrorszenario - Eizellspenden

    • 17. Dezember 2002 um 11:36

    Horrorszenario - Eizellspenden

    Der Kommentar unter:
    http://derstandard.at/standard.asp?id=1162901
    liest sich z.T. etwas freundlicher, wenngleich mir unverständlich ist, was der Autor unter einer "älteren Dame" versteht. Zitiere wörtlich:

    Und nur, um wenigen älteren Damen späte Mutterschaft zu verwehren, auch Hunderten jungen Frauen, für die Eispenden die einzige Chance auf Kinder darstellen, diese Möglichkeit zu verweigern, ist ethisch noch bedenklicher.

    Ich hoffe nur, daß das auch noch wer liest.

    Bussibär

  • Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    • 10. Dezember 2002 um 17:11

    Embryonen-Spende, ZDF sucht (anonyme) Interviewpartner

    Tschuldigung, daß ich mich da zu Wort melde, aber die Diskussion wird dermaßen emotionell (und tw. unsachlich), daß ich glaube, etwas schreiben zu müssen:

    1.) EZ-Spende war in Österreich tatsächlich mal erlaubt (sogar bis 1992)

    2.) Verboten wurde sie aber aus anderen Überlegungen (geteilte Mutterschaft - genetisch und sozial). Die Sache mit der Körperverletzung müßte ja nicht unbedingt so sein (zumal es ja auch egg-sharing mit IVF-Patientinnen geben könnte).

    3.) Die Kirche ist nicht für EZ-Spende, ganz im Gegenteil, jedoch:
    Bei der Frage, wohin mit den überschüssigen IVF-Embryonen (und damit sind wir beim eigentlichen Thema der Diskussion), erscheint auch der Kirche die frühe "Adoption" der einzig moralisch vertretbare Ausweg aus der Situation, denn dzt. werden diese eingefrorenen Embryonen nach einem Jahr durch Auftauen "hingerichtet" (ebenso in Deutschland - nehme ich an).

    4.) Es gab zu dem Thema "Heerschaaren auf Eis" tatsächlich runde Tische im ORF (zur Info: Prof. Huber war früher selbst Sekretär von Kardinal Franz König, dem ehemaligen Wiener Erzbischof) mit Gynäkologen, Philosophen, Ethikern, Theologen, etc...und zahlreiche Artikel in Zeitungen (Die Presse, Kurier, ...), jedoch nicht in den Boulevardblättern: dort las man immer nur über Antinori & Co.
    Insoferne ist dieses Thema (Embryonenspende) ja schon ausreichend beleuchtet (nur eben nicht von der Kinderwunschseite her, sondern von der Fragestellung ausgehend: Was machen mit dem "überschüssigen biologischen Material nach IVFs".

    Ich gehe davon aus, daß sich der ZDF-Redakteur dem angesprochenen Thema eben von dieser Kinderwunsch-Seite her nähern möchte. Soferne er einen objektiven Bericht plant, hielte ich das auch für OK, jedoch - und das ist wirklich ein großes ABER:

    Irgendwie müssen derartige Berichte dem Zuseher ja auch verkauft werden und da lassen sich gewisse marktschreierische Details einfach nicht verhindern, wie z.B.: "Ein Kind um jeden Preis". Selbst wenn ich von den lauteren Absichten vom Herrn Kurz überzeugt bin, bin ich ebenso davon überzeugt, daß auch er einen Chefredakteur hat, der bei der Gestaltung und Verpackung mitwirkt, jetzt aber nicht mitdiskutiert. Eigentlich dreht sich die ganze Diskussion so gesehen um des Kaisers Bart, denn beurteilen, was da wird, kann man nicht, solange es nicht fertig ist. Nachher sollte man sagen können: OK, oder so nicht!

    Das vielleicht größte Probleman der ganzen Sache jedoch ist, daß das breite Publikum unter dem Thema "Kinderwunsch-Embryonenspende" einzig Gefahren heraufdämmern sieht (bedingt durch die Sensibilisierung auf Themen wie: Gentechnik, Klonen, schöne neue Welt, ...) und deshalb die Pro-Argumente gar nicht gehört werden (weil sie die Leute nicht hören wollen), Will sagen: in der jetzigen (durch die Berichte der Massenmedien überhitzten) Situation eine objektive Reportage zu bringen ist vielleicht eine gut gemeinte Aktion, jedoch aus meiner Sicht dzt. absolut kontraproduktiv. Es wird die Situation (das Verständnis) für KiWu und Embryonenspende nicht verbessern, sondern verschlechtern.

    Und damit zurück nach Österreich: Ja, der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat diesen österreichischen Fall gerade in Arbeit und tendiert zu einer Pro-EZ-Spende-Entscheidung. Diesem Urteil wollte ursprünglich die österreichische Bundesregierung (die zur Novellierung des entsprechenden Gesetzes eine Arbeitsgruppe aus diskutierenden Fachleuten eingesetzt hat) zuvorkommen, durch einen raschen Gesetzesbeschluß an den Fachleuten vorbei, denn der verfassungsmäßig verankerte Gleichheitsgrundsatz spricht grundsätzlich für eine rechtliche Gleichstellung der Gameten von Mann und Frau.

    Die Art, wie das geplant war zeigt, daß auch die Bundesregierung sicher war, durch breite Diskussion nichts zur Lösung dieses Problems, sondern eher zur Verschärfung der Situation beizutragen. Also auch aus dieser Sicht: Eine Entscheidung in aller Stille, gemäß dem zu erwartenden Spruch des Gerichtshofes, ohne viel Aufsehen bei der Öffentlichkeit - die durch dieses Thema ohnehin kaum betroffen ist.

    Nun, zur Umsetzung dessen ist es in Österreich (wie ihr sicher wißt) nicht mehr gekommen, zu früh ist die Regierung zerbrochen, um dieses Vorhaben umzusetzen und wie es weiter wird, ist ungewiß.

    Ich bin überzeugt, daß über kurz oder lang die EZ-Spenden-(Embryonen-Spenden-) Befürworter legistisch am längeren Ast sitzen werden. In der, durch tendentielle Berichte "aufgeheizten" und sensibilisierten breiten Bevölkerung jedoch, wird es dafür in nächster Zeit sicher keine Lobby geben. Das macht natürlich die Erlaubnis derartiger Reproduktionspraktiken zu einem unpopulären Schritt und davor haben am meisten wieder die Politiker Angst (indirekt natürlich, denn das einzige, wovor ein Politiker wirklich Angst hat, ist nicht wiedergewählt zu werden), die hier gerade die Verantwortung wahrnehmen müßten zugunsten der KiWu-Minderheit.

    Also, meine Meinung auf den Punkt gebracht: Im Moment hilft das weitere Diskutieren einfach nichts, weil (wie hier im Forum) das Thema viel zu emotionell vorverurteilt betrachtet wird. Das einzige, was in solchen Situationen fast von selbst funktioniert ist die Polarisierung. - Leider!

    meint Euer

    Bussibär

  • HCG Produktion

    • 8. Dezember 2002 um 19:50

    HCG Produktion

    Hi,
    Sigi hat recht, Donnerstag war wohl irrsinnig früh für diesen Test. Das Problem (ganz generell) mit den HCG-Tests liegt auch darin begründet, daß sie eigentlich so ausgelegt sein müssen, um auch höhere HCG-Spiegel (>10000) noch zuverlässig zu erfassen. Am Beginn einer Schwangerschaft steht jedoch eine Messung im Bereich zw. 0 und 100. Hier präzise Ergebnisse zu erzielen ist ganz besonders schwierig.
    Um einen anschaulichen Vergleich zu bringen: Ein Wertespektrum zw. 0 und 10000 auf jede Einheit genau darzustellen würde für eine Personenwaage, die bis 100kg mißt, bedeuten, daß sie das Gewicht der Person auf +/- 5g(!) genau darstellen könen müßte.
    Umgelegt auf HCG-Tests bedeutet das, daß, ganz allgemein gesprochen, in einem Wertebereich zw. 0 und 10 die Unterscheidung, ob es sich um einen korrekten Wert handelt oder um ein "verrauschtes" Ergebnis, enorm schwierig zu treffen ist.
    Soll heißen: Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein derart früher HCG-Test irgendeine Schlußfolgerung zuläßt.
    LG und alles Gute, vor allem aber Kraft und Ruhe wünscht

    Bussibär

  • Spenderin gefunden-welche Klinik nun?

    • 20. November 2002 um 12:27

    Spenderin gefunden-welche Klinik nun?

    Prof. Zech's Klinik in Meran (nach Anruf bei Dr. Netzbandt) führt nach wie vor EZ-Spenden durch und verlangt pro Behandlung (mit selbst mitgebrachter Spenderin; ohne deren Entschädigung und ohne Medikamente) dzt. 3700 Euro.
    Die Klinik soll sehr gut sein, eigene Erfahrungen jedoch leider nicht vorhanden.
    Hoffe, das hilft!

  • Dauer zwischen Befruchtung und Transfer

    • 12. November 2002 um 14:36

    Dauer zwischen Befruchtung und Transfer

    Ich habe folgendes gefunden:
    nach 12-24 Stunden (im Mittel 18): Vorkernstadium (zeigt, ob Befruchtung stattgefunden hat)
    nach 90 Stunden: Morula
    nach 108 Stunden: frühe Blastocyste
    nach 120 Stunden: expandierte Blastocyste

    Grüße und beste Wünsche
    Bussibär

  • Entschädigung für Spenderinnen?

    • 20. September 2002 um 13:06

    Entschädigung für Spenderinnen?

    Liebe Gabispende,
    es tut mir unendlich leid, daß du so entsetzliche und erschütternde dinge lesen mußt, die darauf schließen lassen, daß sich niemand gerade hier in diesem forum der risken der ez-spenderinnen bewußt wäre, sodaß man ob der geringen zahlungsbereitschaft kinderloser paare tatsächlich eine soziale verelendung scheinbar hauptberuflicher spenderinnen befürchten muß. insbesondere im kontext deiner früheren postings, die sich eher wie eine werbeschaltung für prof. zechs institut in meran lesen, bei dem spenderinnen bekannterweise 3000 Euro entschädigung erhalten, denke ich, daß jeder weiß, wie dieses neuerliche posting von dir zu bewerten ist.
    daß dir der hier gepflogene erfahrungsaustausch, wo es billig und wo es teuer ist, weh tut, ist mir klar, zumal es sich hier ja zwangsläufig um minderqualitative spenderkonkurrenz aus niedrigpreisländern handelt, die unter allen umständen schärfstens bekämpft werden muß.
    Pfui Teufel - sowas aber auch!

  • GMS und E2 zu hoch für Transfer in 18 Tagen?

    • 19. August 2002 um 10:04

    GMS und E2 zu hoch für Transfer in 18 Tagen?

    Hi AJ,
    mach' ich natürlich gerne. Die Artikel von Sigi würdigend würde ich jedoch meinen, Sie sollte unbedingt mit von der Partie sein.
    Ad Sigi: Bist Du vielleicht Medizinerin (oder Biologin oder so...)?
    Bussibär

  • GMS und E2 zu hoch für Transfer in 18 Tagen?

    • 14. August 2002 um 00:44

    GMS und E2 zu hoch für Transfer in 18 Tagen?

    Nein, Arzt bin ich (leider) keiner. Genau genommen bin ich Informatiker im Gesundheitsbereich und arbeite dort sehr viel mit Ärzten zusammen.
    Ein guter Freund von mir, mit dem ich 6 Jahre lang im Gymnasium in dieselbe Klasse gegangen bin ist heute in Österreich ein recht erfolgreicher und bekannter Reproduktionsmediziner. Er hat sich meiner Frau und mir immer wieder auch hingebungsvoll intellektuell gewidmet. Nach sovielen Behandlungen (IVFs+EZ-Spenden) existiert da schon ein großes Interesse zu erfahren, wie das ganze funktioniert oder zumindest wie es sollte.
    Aber abgesehen davon: Es ist schon wahr, das mit dem Monat. Die auf der Packung angegebenen 4 Wochen stellen einen als "sicher" anzunehmenden Erfahrungswert für die Wirkung dar. Jedoch ist die Depotspritze nicht die einzige Verabreichungsform-wohl deshalb, weil die Depotspritze nicht von allen Frauen gut vertragen wird. Es gibt da auch 0,1 mg Fertigspritzen. Ich weiß leider nicht, wie lange man in einem solchen "downregulierten" Zustand sein darf, kann oder soll, jedoch ist klar, daß das Verfahren zur Synchronisation von Spenderin und Empfängerin gängig ist in der Anwendung und außerdem beseitigt es wirklich jeden störenden Einfluß der Hypophyse auf das Geschehen. Somit hat der Arzt jede Situation in diesem Szenario fest im Griff - soweit die Theorie.
    In der Praxis spielt das ganze bei der EZ-Spende vermutlich trotzdem eine untergeordnete Rolle, da EZ-Spenden-Empfängerinnen eher selten selbst Follikel ausbilden und außerdem die Östrogeneinnahme ja auch eine bremsende Wirkung auf die Hormonausschüttung der Hypophyse hat.

    Noch etwas zu Valencia: Der große Andrang v.a. aus Deutschland hat sicher auch Einfluß auf die Qualität der Behandlung. Bis zu 100 Tage Progynova ohne Abstriche bei der Qualität der GMS halte ich für ein Gerücht. Ich glaube (und hoffe v.a. für die Empfängerinnen) auch die Ärzte in V. haben diese Grenze noch nicht ausgereizt. Unser Arzt sagte: idealer Weise Spende nach 2-4 Wochen GMS-Aufbauzeit, nicht jedoch jenseits von 6 Wochen.
    Diese Angabe rührt wohl auch aus den Erfahrungen jener seeligen Zeit in Österreich, als dort die EZ-Spende noch erlaubt war (vor 1992!!)

  • GMS und E2 zu hoch für Transfer in 18 Tagen?

    • 13. August 2002 um 02:17

    GMS und E2 zu hoch für Transfer in 18 Tagen?

    Noch was:
    Ich frage mich, woher diese Leichtfertigkeit kommt, mit der Du über so wichtige Dinge wie Follikelbildung bei Östrogeneinnahme etc. schreibst. Du solltest das unbedingt mit Deinem Gyn abklären und wenn der das nicht für wichtig hält, dann such Dir einen neuen.

    An und für sich sollte es nicht dazu kommen, wenn Du Östrogene in dieser Dosis einnimmst, daß Du Follikel ausbildest, denn ein hoher Östrogenspiegel bremst die Abgabe des nötigen Follikelreifungshormon (FSH) durch die Hypophyse, sodaß eben kein Follikel zur Reifung gelangen sollte. Jedoch Tatsache ist: Wenn Du dennoch Eisprung hattest, so hast Du auch einen Gelbkörper und damit etwas, das Deiner GMS Progesteron zuführt, was gleichbedeutend ist mit der verfrühten Einnahme von Utrogestan (siehe Beitrag oben!). Den Zyklus muß man dann abbrechen, soferne es die Vorbereitung auf eine EZ-Spende ist und nach Regelbeginn (am besten 2.-3. Tag des neuen Zyklus) wieder mit Östrogeneinnahme beginnen. Wenn das regelmäßig passiert, wäre eine Downregulation (wie vor einer IVF) wohl sinnvoll. Dann bildest Du sicher keinen neuen Follikel aus. Am einfachsten wird das durch die Verabreichung eines GnRH-Analogon erreicht (z.B. Decapeptyl), was bewirkt, daß die Hormonausschüttung Deiner Hypophyse (die sich vorher störend bemerkbar gemacht hat, weil sie die EZ-Reifung durch entsprechende Hormonausschüttung forciert hat) lahmgelegt wird.
    Also bitte kläre das mit Deinem Gyn!

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