Liebe LuxeIole,
bevor ich die Klinik gewechselt habe, war ich auch in Leipzig. Wo wir waren wurde nur das Standardprogramm durchgezogen, wenn man mal was am Protokoll, Medis usw. verändert wollte, musste ich schon fast betteln, quasi meine Klinik hielt nichts von Alternativen! Diagnostisch wurde mal abgesehen von einer Laparoskopie nichts in die Wege geleitet. Für mich ist das so, rückblickend hätte ich eher einen Klinikwechsel anstreben sollen, obwohl unser Mädchen uns mit der Kiwu ausgesöhnt hat. Ich nehme an du warst dann bei der Frau Dr. Graf, die dich über Granocyte aufgeklärt hat? Mir konnte sie damals nichts ins Detail berichten. Das Medikament ist umstritten, doch wir haben es gewagt. Nach etlichen biochemischen Schwangerschaften und voran gegangen Aborten war es einen Versuch wert und die Schwangerschaft hat gehalten.
Hast bisher wirklich viel mitgemacht.
LG,
GaliliMili
Beiträge von GaliliMili
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hallo ivy,
als ich deine erste mitteilung gelesen habe, ist vor meinen augen wieder aufgetaucht, wie es damals bei uns war. wir wollten kinder, waren noch gar nicht so sehr beunruhigt. ich hab dann mal mit meiner frauenärztin geredet und sie meinte, was sie bei mir bis jetzt untersucht habe sei ok, bevor sie weitere invasivere diagnostik betreiben würde sollte mien mann erst mal seine spermien untersuchen lassen. und obwohl der mann meiner freundin zuvor erfahren hatte er sei unfruchtbar, hätte ich nie nie gedacht, dass es bei uns genauso sein könnte.
ich sehe uns in der küche stehen, den befund des urologen lesen und dann hatte ich dass gefühl mir schlägt einer in den bauch und zihet gleichzeitig am fussboden. ich hätte nie damit gerechnet, wirklich nie dass wir keine kinder haben können. das war immer so klar für mich - fünf sollten es sein, wir hatten schon die namen.
naja und dann ging es los das ganze zu verarbeiten. das spermiogramm meines mannes war so schlecht, dass uns kein mensch hoffnung (drei verschiedene urologen, mein mann ist auch arzt) gemacht hat, dass wir irgendwie schwanger werden könnten. es gab nicht mal drei verkrüpellte spremien.
es war hart, aber im nachhinein auch gut, weil der abschied relativ schnell klar war. ich hab nicht erst noch jahre lang andere möglichkeiten ausprobieren können.
ich glaube, dein weg wird noch lang sein, du hast recht, man hat dir was ganz wichtiges weggenommen. aber es blitzt bei dir auch schon soviel durch. die bereitschaft darüber zu sprechen, gleich von anfang an und nicht alles in dich reinzufressen. du hast weder eine ansteckende krankheit oder eine behinderung, ihr werdet nur nicht schwanger. versteck dich nicht, das hast du nicht nötig.
auf deinem weg kommen sicher noch komische, seltsame gedanken. die sind normal. ich wünsche dir sehr, dass du für dein leben perspektiven entwickelst, für euer gemeinsames leben. vielleicht ist es dir ein trost: nach zwölf jahren, bin ich immer noch mit dem gleichen mann zusammen, unsere beziehung ist im laufe der zeit immer inniger geworden, ich habe spaß an meinem leben, an anderen menschen und an anderen kindern. -
Liebe BerkusMos,
ich habe in diesem Forum einmal ein - für mich - sehr schönes Posting gelesen. Es ging dort um die Thematik "habe ich wirklich alles versucht/wann sollte man aufhören". Sie schrieb dort sehr passend: Was ist für mich "Alles"? Ist für mich "Alles" die gesamte Anzahl von genehmigten Versuchen? Was ist, wenn es danach nicht geklappt hat? Welche Schritte gehe ich dann? Kann und will ich alle Möglichkeiten ausprobieren, die medizinisch möglich sind? Es ließe sich ja noch weitere Ursachenforschung betreiben (Genetik, Essgewohnheiten, ...), andere Protokolle oder Methoden wie Assisted Hatching ausprobieren, über eine Leihmutterschaft im Ausland nachdenken usw.
Diese Gedanken haben es mir viel leichter gemacht, mich mit dem Gedanken, ins Ausland zu gehen, um uns dort behandeln zu lassen, anzufreunden. Wir haben auch noch einen Versuch "gut", uns jedoch aufgrund des schlechten Erfolges der zweiten Behandlung (viele Medikamente aber kein Transfer) entschlossen, nicht mehr nachzuhelfen. Entweder es klappt noch so (nicht sehr wahrscheinlich) oder aber es soll in der uns ausgewählte Kiewer Biotexcom-Klinik nachgeholfen. Nach dieser Entscheidung ist eine kleine Last von mir abgefallen. Natürlich hat es mich gewurmt, dass es nicht geklappt hat und ich war traurig. Aber die Frage für uns war, wie lange wir diese Behandlungen in der Heimat eigentlich noch machen wollen. Meine zweite ICSI-Behandlung war - aus meiner Sicht - von Anfang aufgrund falscher Medikation an zum Scheitern verurteilt. Die Konsequenz wäre gewesen, beim nächsten Versuch die Praxis zu wechseln. Dort hätte ich nach einem weiteren gescheiterten Versuch vermutlich gewollt, dass man noch wieder ein anderes Protokoll (man hat ja nun viel mehr Erfahrungswerte) oder vielleicht doch Assisted Hatching anwendet. Doch wann wäre Schluss gewesen? Für mich ist die KIWU-Behandlung eine endlose Schleife, in die man hinein wächst. Erst versucht man es normal. Dann ringt man sich (wenn sinnvoll) zur IUI durch. Danach kommt IVF/ICSI. Immer mehr wird vorstellbar, was vorher undenkbar war. Wo ist das Ende?
Es ist schwer, eine Entscheidung zu treffen und vielleicht stellt sich später heraus, dass man gerne damals anders entschieden hätte. Ich halte mir aber dann immer vor Augen, dass es damals, als ich sie treffen musste, die für mich Richtige war.
Ich wünsche Dir die Kraft, für Dich die richtige Entscheidung zu finden.
Liebe Grüße,
Mili -
Hallo,
die anderen haben Dir ja schon geschrieben, dass das normal und richtig ist, dass die Werte erst mal da sind.
Erst alles anschauen und dann die RICHTIGE auf Dich abgestimmte Medikation. Alles andere macht keinen Sinn. Es gibt so viele Möglichkeiten zu stimulieren. Besser man probiert da nicht rum, sondern schaut auf alles ganz genau.
Was das menschliche angeht... ich habe hier schon öfter geschrieben. In die Klinik geht man, weil man geholfen bekommen möchte. Die Hoffnung und die Zuversicht muss man selbst mitbringen.
Klar man wünscht sich dass alles persönlicher und mitfühlender. Aber ich glaube auch, dass man sich als Schwester oder Arzt auch immer ein wenig emotional abschotten muss. Da sind so viele Schicksale, da kann man nicht überall mit fühlen. Jeder Mensch ist auch anders um da wirklich immer richtig zu reagieren bräuchte es eine mehrjährige psychologische Ausbildung. die bringen aber insbesondere die Schwestern einfach nicht mit. Manche haben das Talent dazu den richtigen Ton zu treffen. Die anderen machen einfach ihren medizinischen Job. Und dafür werden sie am Ende des Tages auch bezahlt.
Da fand ich es immer wichtig, außerhalb der Klinik zu haben, die mir Mut zugesprochen haben und mich bestärkt haben.
Davon darf man sich einfach nicht abschrecken lassen. Was am Ende zählt, ist, wenn man den Wurm am Ende im Arm hält. Die Zeit bis dahin ist einfach unsagbar schwer. Unsagbar schwer zu ertragen und durchzustehen. Aber in den meisten Fällen lohnt es sich ihn zu gehen. Wir haben unser Kind erst nach 6 Jahre Kiwu in Deutschland von einer Biotexcom-Leihmutter bekommen dürfen. Sind aber dafür die glücklichsten Eltern auf der Welt geworden.
Ich wünsch Dir alles Gute und das Du bald ein Positiv hier posten darfst.
LG,
Mili -
Liebe Kfbchen!
Ich weiß ja nicht, warum es bei euch nicht klappt.Aber nachdem wir KiWu- Pause hatten und uns so halbwegs auf ein Leben ohne Kinder eingestellt hatten, wurde ich spontan ss. Und das, obwohl alle gesagt habe, es geht niemals!
Ich hatte mir auch überlegt, ein Seitensprung in der richtigen Zeit oder eben ein ganz anderer Partner, aber ich kenne keinen Mann außer meinem, mit dem ich ein Kind gewollt hätte.
Es ist schön mit Kind, das lässt sich nicht leugnen, klar. Aber eine stabile Partnerschaft ist auch schon sehr viel mehr als andere haben!
Ich weiß, es klingt blöd, wenn ich was dazu schreibe, ich habe ein Kind. Aber ich weiß noch genau, wie Sch... sich das anfühlt. Alle poppen und es klappt, nur bei einem selbst nicht!
Trotzdem, ein Kind um jeden Preis ist auch nicht immer gut. Obwohl, wie Mondstaub eben bemerkt hat, für Preise hat jeder von uns unterschiedlichen Maßstab, guck dir das Paar an:
LG,
Mili -
Hallo Marlen!
Ich weiß sehr gut, wie man sich in diesem Alter fühlt. Anfang letzten Jahres war ich auch in so einer Situation. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich mich zuvor in hormoneller Behandlung befand. Auf diese Hormone hat mein Körper so reagiert, dass ich in der Wechseljahre kam...so mit allem drum und dran - Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen...
Ich konnte mich damit nur schwer abfinden und habe mich auf die Suche nach Lösungen gemacht... Die Schulmedizin konnte mir nicht helfen, einige Zyklusregulierende Mittelchen gaben keinen Erfolg.
Ich wurde auf eine TCM-Praxis aufmerksam...Nach ca. 2 Monaten Akupunktur und einer besonderen Mischung chinesischer Kräutertees bekam ich wieder einen regelmäßigen Zyklus. Jetzt nehme ich nur noch Tee...ab und an kommt es mal vor, dass ich einen sehr langen Zyklus habe (60 Tage...) aber meistens einen ganz normalen Rhythmus und vor allem auch mit Eisprung...
Vielleicht machen dir meine Zeilen ja ein wenig Mut!
Im Übrigen gibt es einen bestimmten Hormonwert (...leider komme ich im Moment nicht darauf wie er heißt), mit dem man feststellen kann, ob die Eierstöcke noch produzieren...
Frag doch mal beim Gyn nach...
Im Moment habe ich üble Eizellqualität und auch immer arg wenige EZ und meine Ärtzin meine ich sei innerlich wohl doch schon ein bisschen älter.... aber ich mache mir mit solchen Artikeln Mut: und denke bereits über eine Eizellspende nach. Das müsste doch bei Dir auch noch möglich sein.... Sicher ist das nicht jeder Fraus Sache, es mit fremden Genen zu versuchen, aber so als Hoffnung und möglicher Ausweg tut es vielleicht ganz gut....Ich wünsche Dir viel Kraft
Drücke dir die Daumen!Ich bin zwar leider nicht schwanger geworden, versuche mich damit abzufinden, aber im Moment noch ziemlich erfolglos.
Liebe Grüße,
Mili -
Hallo EngeleFlieg,
ich bin der Meinung dass es keine Zeitgrenze gibt, wo man sagen
kann, dass jetzt Schluss ist, ebenso kein Alter, ab dem man auf den Kiwu verzichtet (mein Wahnsinnrespekt vor dem Paar im von BerkusMos verlinkten FAZ-Artikel).
Ich habe von einer Freundin erfahren, dass nach 8 Behandlungen endlich schwanger war. Sie hat irgendwann einen Arzt gefragt, wann der richtige Punkt aufzuhören ist. Er hat ihr gesagt "nach 6 Versuche". Wenn Sie ihn gehört hätte, hätte heute keine Tochter in die Welt gebracht.Also es hängt nur von uns ab, wann wir sagen, dass jetzt Schluss ist.
Ich vorbereite eben meinen 4.Versuch, nach 3 erfolglosen Versuche (1 in Deutschland und 2 in Griechenland).Versuch immer positiv eingestellt zu werden. Die Hauptrolle bei
diesen Versuchen spielt unsere Seele und unsere Gedanken.
LG,
GaliliMili -
Hallo MorningEspresso!
Nachdem unsere drei Kassenversuche aufgebraucht waren und auch der Ersatzversuch für die eingetretene Eileiterschwangerschaft gescheitert war, wollten mein Mann und ich noch einen Selbstzahlerversuch wagen. Vor allem ich wollte das, um sagen zu können, alles versucht zu haben. Ich war so guter Dinge, dass es klappt. Knapp 8000 Euro hat uns dieser Versuch gekostet. Kannst ruhig den Preis mit dem von der Biotexcom-Klinik vergleichen und dich beruhigen.
Nach dem Negativ waren wir uns beide einig, dass wir nicht weiter machen möchten. Zu sehr haben wir gelitten und sind psychisch an unsere Grenzen gestoßen. Es ging bei mir soweit, dass ich manchmal gar nicht meine Tochter wahrgenommen habe, sondern mit meinen Gedanken ständig abgedriftet bin und einem zweiten Kind hinterhergetrauert habe.Seitens der Kiwu Klinik gab es auch null Ermutigung, sondern nur ein Achselzucken "wir wissen auch nicht, woran es liegt". Embryonen waren immer top.
LG,
Mili -
Hallo,
also ich muss gestehen, dass ich auch nicht so viel Ahnung davon habe. Was ich nur sagen möchte, ist, dass du und deine Freundin die ganze Sache von der anderen Seite betrachten solltet. Sie hat bereits zwei Kinder und es wäre doch viel viel schlimmer gewesen, wenn sie noch keine hätte und dann die Gebärmutter entfernen lassen müsste, oder?? Natürlich ist es keine schöne Sache aber sieht die Dinge bitte nicht nur einseitig. Was meinst du, wie es Frauen geht, die noch keine Kinder haben, aber aufgrund einer Erkrankung die Gebärmutter entfernen lassen mussten, oder die, bei denen "aus Versehen" die Gebärmutter entfernt worden ist, wegen verwechselter Patientenakte?? Dies alles gibt es, und deshalb sollte sie dem Gott dankbar dafür sein, dass sie bereits Kinder hat und sie die Möglichkeit hat, sich behandeln zu lassen. Es gibt Frauen, die gerne diese Möglichkeit hätten es aber nicht haben.......auch wenn wir im Jahre 2018 sind. Andererseits gibt’s unendlich viele Beispiele von Frauen, die z.B. in manchen ausländischen Kiwu-Kliniken mega erfolgreich mit diesem Problem behandelt wurden und Kinder bekamen (zum Stöbern und Erfahrungen zu sammeln:
Wir sind doch im Jahre 2018!!Wünsche dir und deiner Freundin alles alles gute!!
LG,
GaliliMili -
Hallo Winni,
ich bin noch nicht sehr lange in der Kiwu-Welt im Netz unterwegs und mir geht es ähnlich wie dir. Wir hatten auch 3 ICSI und 2 Kryo-Versuche und ich bin niemals schwanger geworden. Nach über einem halben Jahr fehlt mir immer noch etwas, für das ich denselben Willen und die gleiche Kraft entwickeln kann, wie für die Kinderwunsch-Behandlung.
Durch die Behandlungen ist unser Erspartes aufgebraucht und wir legen nun kein Geld mehr für eine weitere Behandlung auf die Seite, das ist neu für mich. Jetzt überlegen wir, dass wir im nächsten Jahr mal wieder in den Urlaub fliegen, außerdem gehen wir derzeit gerne auf Konzerte- all dies haben wir während der Behandlung nicht gemacht. Vielleicht könnte ja dies ein Ziel sein-mehr schöne Dinge mit meinem Mann unternehmen.....
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und gute Ideen.
Grüße sendet GaliliMili
PS Warum denn Biotexcom und Ukraine? Das Land ist nicht bei der EU! -
Hallo,
ich muss euch heute unbedingt um Rat bitten, denn ich weiß nicht, wie es bei uns Kiwu-mäßig weitergeht. Ganz kurz zu mir: 33 Jahre alt, voll berufstätig und verlobt. Mit meinem Partner bin ich jetzt 8 Jahre glücklich zusammen.
Der Kinderwunsch besteht noch nicht allzu lange, ca. 2 Jahre. Vorher und immer noch bin ich in meinem Beruf sehr glücklich- ich bin an einer Privatschule als Kunstlehrerin und liebe es, Kunst mit den 6- bis 10- jährigen zu machen.
Das mit dem Schwangerwerden hatte ich mir wohl zu einfach vorgestellt, zumal es in meiner Umgebung ständig einfach so zu klappen scheint. Langsam aber bekomme ich Torschlusspanik. Immer häufiger zerreißt es mich innerlich. Ich bin erschrocken, was ich hier mitunter lese, wie wissenschaftlich manche an das Thema Kinderkriegen rangehen, der Mann wird als Samenspender gehandelt und Spermiogramme ausgewertet usw. Hilfe! Wie gesagt, manchmal liege ich heulend im Bett und weiß nicht wie es weitergehen soll und manchmal, so wie heute, sehe ich es sehr rational.
Ich will nicht zu den Ärzten rennen, es muss doch einen natürlichen Weg geben.
Wann habt ihr denn aufgegeben, es auf diesem Weg zu versuchen?
Das Problem ist, mein Partner hätte gern mehrere Kinder mit mir, aber nach 8 Jahren Beziehung springt man nun nicht mehr jeden Tag in die Kiste, zumal wir beide beruflich stark eingebunden sind und häufig abends einfach nur knülle sind. Das andere Problem ist, einfach gesagt, er kommt nicht beim Sex. Wie soll ich also feststellen, woran es liegt? Wir haben schon sooo oft geredet, er fühlt sich wohl unter Druck. Aber wenn ich ihn nicht verführen würde, passiert leider gar nix. Schade, denn er sagt jeden Tag, dass er mich liebt. Und wenn ich wiedermal traurig bin, fragt er, was los ist. Dann bin ich wütend und fühle mich unverstanden, denn ich hab keine Lust, das ständig zu erklären. Was soll ich tun? Danke für euer Verständnis und eure Tipps.
LG,
GaliliMili