Hallo Luxeiole!
Ich hab jetzt nicht alle antworten gelesen aber hast du mal drüber nachgedacht das Erbgut zu wechseln? Samen- oder EZS?
Das hat bei uns zum Erfolg geführt nachdem RF nur meinte dass ich ohne aktive Immu nicht schwanger werden würde. Dann hätten wir uns auf IL und Prednisolon geeinigt und es brachte alles nix.
Erst die Samenspende (nur mit Prednisolon) brachte uns schon im 2 Versuch Erfolg und unser Kleiner ist uns quasi zugeflogen. 1 Zyklus HI ohne jegliche Medis.
Ich persönlich halte gar nix mehr von RF. Es ist einfach ein Strohhalm an den man sich klammert weil man denkt es klappt wenn man eine Baustelle beseitigt.
LG,
Melilot
Beiträge von Melilot
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Hey Berkusmos,
ja, mit unserer Zeit ist es immer etwas schwierig… Wir gönnen sie uns, aber immer nur dann, wenn wir wissen, dass die Familie bei unserem Goldstück ist. Sagen wir es so, ein normaler Babysitter wäre "etwas" überfordert. Das Spiel haben wir schon paarmal mitgemacht. Und wir haben dann doch mit einem Babysitter Mitleid. Leider ist unsere Familie nicht in greifbarer Nähe, meine tollen Schwiegereltern leben 350 km weit weg und meine Familie 450 km. Man sieht, es ist keine Strecke, die man mal eben fährt für einen schönen Abend im Kino.
Aber im Abendbereich haben wir unsere Zeit. Es ist nicht viel, aber nicht anders als bei anderen Familien, die zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten. Wir nehmen uns dann unsere Zeit alles zu planen, alles zu besprechen und auch über uns.
Das Thema zweites Kindes kommt immer wieder aufs Papier, aber mein Mann ist da genauso stur wie ich! Noch mal EZS in Kiew ist ein rotes Tuch für ihn. Es ist schwer, aber ich beiße mich da durch. Nur ist es immer wieder hart zu merken, dass es ihm egal ist.
Es gibt Tage, da komm ich damit zurecht. Aber es gibt natürlich auch Tage, an denen könnt ich dann die Decke hoch gehen, heule vor mich hin und könnt auf einen Sandsack einschlagen. Nur sobald ich mein Goldstück wieder um mich herum hab oder auch meinen Mann, setz ich ein neues nicht verheultes, lächelndes Gesicht auf.
Aus der Familie weiß keiner, dass mich das Thema so beschäftigt. Alle sagen, du hast doch ein Kind. Das muss reichen. Ich komm mir immer vor, als wär ich nicht normal. Weil ich dieses erste Kind nicht als Geschenk ansehen kann. Als super Glück. Er ist mein Glück, aber trotzdem darf ich doch ein Wunsch nach einem zweiten haben, oder?Ach.. ich könnte so viel schreiben... aber es lässt sich nicht in Worte fassen, wie ich mich bei dem Ganzen fühle, wie ich damit zurechtkomme(n muss).
ich fühl mich nur noch verfahren in mir selbst.LG,
Melilot -
Hey…
ja! ich will eigentlich noch ein Kind! Ganz klar! Doch mir bringt es nichts, wenn mein Mann (den ich sehr liebe) dieses nicht will.
Heute war ein Freund mit Frau und Kind da, der kleine Mann ist von 03/2009. Total schnuffig! Der Freund zu meinem Mann:" Babys sind ansteckend". Mein Mann: "Ganz sicher nicht." Er hat mehr als einmal gesagt, dass er kein Weiteres mehr will. Wenn ich damit nicht klar komme, dann sollte ich mich in Therapie begeben. Ich glaube, das sagt alles...
Er merkt, dass es mir schlecht geht, aber für ihn ist die Sache durch. Und ihm reicht meine Aussage von vor einem Jahr.
Ich sollte mal mit hinzu sagen, wir haben es mit unserem Goldstück wirklich nicht leicht. Wir rennen von einer zur anderen Therapie. Sind mal hier, mal da in der Klinik. Aber naja, wenn wir ehrlich sind: ich gehe diese Wege. Mein Mann arbeitet. Er nimmt sich nicht frei, wenn ich Glück hab, hab ich mal das Auto, aber meistens fahren wir alles mit Bus und Bahn ab.
Aber das alles schreckt mich nicht ab, ihn schon. Die Kosten noch für eine EZS in derselben Kiwu-Klinik schrecken mich ebenso nicht ab. Ihn schon.
Was das alter betrifft, es nicht das Mass aller Dinge... das ist mir klar. Meinem Sohnemann scheint das gleich zu sein... Hauptsache ein Baby im Haus, auch wenn er nicht weiß, was das bedeutet.
Jedoch jeder wünsch ist schön, aber nur wenn er von zweien geträumt wird.(Das Goldstück zählt hier mal nicht!)LG,
Melilot -
Hey,
ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und Mutter von einem 5 Jahre altem Sohn.
Mein Wunsch war es immer, mindestens zwei Kinder zu haben. Doch wollte ich nie, dass es einen so großen Altersunterschied gibt. 5 Jahre sind mir persönlich zu viel. Meine Geschwister und ich sind selbst auch alle 5 Jahre auseinander und uns hat nie was mit einander verbunden, während der Kindheit. Heute ist es zum Glück anders!
Ich versuche jetzt bestimmt schon seit 3,5 Jahren meinen Mann davon zu überzeugen, dass ich ein weiteres Kind möchte. Dieser stellt sich leider auf stur. Als unser Sohn 4 wurde, habe ich dann gesagt: Schluss, aus, vorbei. Jetzt will ich nicht mehr, auch in Hinsicht auf den Altersunterschied. Ich geh innerlich dran zwar zu Grunde, grade jetzt, wo alles Weibliche um mich herum schwanger zu sein scheint, aber ich bin tapfer. Mein Mann geht es… naja am a**** vorbei. Er redet nicht drüber, nur manchmal denk ich, er schaut allen kleinen Babys hinterher. Es mag mir nur so vorkommen, ich weiß, aber es trifft mich.
Vielleicht weigert er sich, da er von unserem Großen nie was hat/hatte. Mein Mann geht morgens um 7:45 aus der Tür, ist mittags 2 Stunden zuhause(wo er seine Ruhe haben will) und kommt abends immer dann heim, wenn der Große im Bett liegt. Selten ist er früher da, so dass er ihm mal was vorlesen kann. Die beiden haben immer nur das Wochenende und da muss es quasi klappen, da ich samstags arbeite(in der Woche zwar auch, aber da ist der junge Mann ja im Kindergarten). Diese Samstage sind wohl immer der reinste/feinste Horror! Beide wollen es einander recht machen und so ist das Chaos vorprogrammiert! Und wenn ich dann heim komm, fallen beide über mich her: Mama, die Erlösung!
Ich denke, dass es wirklich nur daran liegt, dass die beiden schon kaum Zeit für sich haben und mit einem zweiten Kind sähe die Sache, in der Woche, nicht anders aus. Er würde es nicht sehen... und nichts mitbekommen und von daher heißt es wohl nein.
Zum anderen könnte es auch mit am Geld liegen, obwohl es für eine zweite EZS-Behandlung bei der Biotexcom-Klinik reichen würde, da wir mit Elterngeld nicht schlechter da stehen als jetzt, nur wäre da ein Zwerg mehr.
Weiß langsam nicht mehr weiter. Will nur noch wegrennen... die Gefühle vergraben und nie mehr dran denken. Geh ja schon nicht mehr in die Stadt, damit ich bloß keine Schwangere mehr sehe. So kanns wirklich nicht mehr weiter gehen...Sorry... dass ich mich hier so auskotze.
Danke erstmal fürs lesen… und Danke für vielleicht ein paar Antworten!
LG,
Melilot -
Mein TSH ist zum Glück nicht sooooo schlecht, er liegt ca. bei 2.5... Auch nicht optimal, aber nicht ganz weit weg....
Ich bin die Warterei einfach so leid. Ich weiß, die Klinik kann nix dafür... Aber ich bin auch nur ein Mensch und es hat mich gestern einfach so sehr getroffen! Hab nicht damit gerechnet, dass irgendwas nicht klappen könnte.... Und dann kommt eben gleich der Dämpfer....
Und ja, nach so vielen Jahren sind 4 Wochen warten auf den nächsten Zyklus natürlich nichts.... Aber ich mag einfach nicht mehr. Ich möchte endlich mal was TUN können.... Aktiv werden.... Nach all den Jahren mit negativen Tests, dem Hoffen und Bangen jeden Monat.... Die Enttäuschung wenn die Tempi an ES +12 anfängt zu sinken...
Wir haben uns ausgelebt, genießen die Zeit zusammen - aber jetzt wird es auch mal Zeit für den nächsten Schritt und die nächste Lebensaufgabe....
Hach, ich weiß furchtbar irrational und emotional....
Jetzt werden wir einfach kurz unseren Urlaub umplanen und einen kleinen Umweg zu einem Labor machen. Und dann können wir hoffentlich doch in unserem Wunschzyklus starten
Danke für die lieben Worte und die Biotexcom-Empfählung....Habe mir schon im Netz alles angeschaut.
Ich werde versuchen mich noch mehr in Geduld zu üben... Auch wenn das nicht gerade zu meinen Stärken zählt.
LG,
Melilot -
Hallo meine Lieben,
ich war zu meinem Erstgespräch in einer renommierten KiWu- Klinik. Wir hatten uns auch sehr wohl gefühlt, auch wenn alles sehr standardisiert ist - das kommt uns als Ingenieurspärchen aber entgegen.
Ich sollte mich melden, wenn ich am ersten ZT bin und wir sollten noch ein Spermiogramm und ein paar Bluttests nachreichen (bei ihm die Geschlechtskrankheiten und bei mir noch der TSH, da ich meine Hormontabletten erhöht habe).
Wir haben das Spermiogramm bereits machen lassen (Ergebnis steht noch aus) und die Bluttests wollten wir nach unserem Urlaub machen. Wir sind seit Sonntag nun für 2 Wochen in den Ferien. Auf jeden Fall habe ich heute meine Periode bekommen und habe angerufen um den Behandlungsplan (langes Protokoll) und die Rezepte per Mail geschickt zu bekommen. Damit ich die Medis in der Apotheke schon mal vorbestellen kann.
Jetzt wurde mir mitgeteilt, dass ich den Behandlungsplan und die Rezepte erst bekomme, wenn alles vorliegt. Ich habe gesagt, das wir im Urlaub sind, aber alles einreichen, wenn wir wieder da sind usw....
Keine Chance....Jetzt bin ich total geknickt. Es ist ja eh schon emotional total schwierig und ich hab Panik, dass es alles nicht reicht und die Blutergebnisse nicht rechtzeitig da sind.... Es artet schon wieder total im Stress aus und ich wollte positiv daran gehen und erholt.... Und jetzt gibt es gleich Theater.
Ach menno.... Wir könnten am 12.09. Zum Arzt zum Blut abnehmen.... Am 19.09. Würde das Protokoll starten....
Ich fühle mich wie eine Nummer, abgefertigt am Fließband.... Als Mensch nicht wahrgenommen.... Ich zahle alles selbst... Und dann werde ich von der Sprechstundenhilfe damit abgefertigt, dass man ohne vollständige Daten keine Behandlungspläne und Rezepte raus gibt.
Dabei wollte ich extra spät den Bluttest machen, damit der TSH realistisch ist, da ich erst vor kurzem die Tabletten umgestellt habe.Hab erstmals kräftig geheult. Wollte doch entspannt in den ersten Zyklus starten und jetzt ärgere ich mich so sehr darüber, dass man als Individuum und mit seinen persönlichen Umständen nicht wahrgenommen wird und es mit einem nicht diskutiert wird.
Ich bin am überlegen, in ich die Klinik wechseln soll, weiß aber nicht, ob es in anderen Kliniken persönlicher ist....
Wie geht es euch so in den Kliniken? Sind alle Kliniken so unpersönlich?
Liebe Grüße von der geknickten Everett, die gerade echt miese Stimmung in ihrem Urlaub hat.... Heul...! Und bitte tröstet mich nicht mit Raunigk-Geschichten: da wird meine Lage noch unerträglicher…
Gruß,
Melilot -
Hallo du!
Das erste, was ich dir sagen wollte: Der erste Arzt, der meinen Mann bzw. das Sperma untersucht hat, sagte was von 60.000 (!!!), nicht zeugungsunfähig, aber nicht gut!
Alles klar, na toll...
Ein paar Monate später wurde mein Mann sogar noch am Hoden operiert (Zyste) und wir haben vorsichtshalber Proben einfrieren lassen... für alle Fälle.
Das war im Mai 2015. Heute bin ich in der 17. Woche schwanger! Sehr überraschend, aber Du siehst...! Das sollte Dir Mut machen!
Dein Mann kann einiges tun, um seine Spermienqualität zu verbessern, beziehungsweise zu kompensieren.1. Beckenbodenmuskulaturtraining - also bei jeder Gelegenheit "pumpen", sprich Harnröhre öffnen und zukneifen. Dadurch erhöht sich die Ejakulationgeschwindigkeit und -weite.
2. Die Hoden kühlen, das vervielfacht die Spermien -produktion. Im Alltag helfen dabei Boxershort und Stoffhosen, anstatt Slips und enge Jeans. Außerdem gibt's noch kaltes Wasser (Wasserhahn oder Schwimmbad) und Kühlakkus.
3. 2-3 Tassen Kaffee am Tag trinken. Das erhöht nachweislich die Beweglichkeit der Spermien und ihre Ausdauer.
4. Kann er dafür sorgen, dass er stets frische Spermien zur Verfügung hat. Spermien der länger als sieben Tage "zum Abschuss bereit gehalten wird", ist nicht mehr so Leistungsfähig wie frisches Sperma. Also gegebenfalls eben Handarbeit leisten.
Falls es bei euch kein Wunder gescheht und alle Bemühungen nicht helfen, kannst dich an die Menschen mit einer Anfrage wenden:Drück Euch fest die Daumen!
LG,
Melilot -
Hallo EngeleFlieg,
ich kann Esquimal.
„ich bin der Meinung dass es keine Zeitgrenze gibt, wo man sagen
kann, dass jetzt Schluss ist, ebenso kein Alter, ab dem man auf den Kiwu verzichtet (mein Wahnsinnrespekt vor dem Paar im von BerkusMos verlinkten FAZ-Artikel).“
Auch ich bin anderer Meinung. Wobei nur Du selbst kannst sagen, wann es vorbei ist und wie es weitergehen wird. Bei mir war der Punkt erreicht nach der 2. ICSI, als die Ärztin zu mir sagte: "Und wenn es wieder nicht klappt, dann machen wir eine Bauchspiegelung." Nun wird vielleicht die eine oder andere sagen, eine Bauchspiegelung ist ja gar nicht so schlimm ... Für mich war jedoch dies der Zeitpunkt, den ganzen Kinderwunsch zu überdenken. Ich habe mich gefragt, warum tue ich mir das an? Ich habe grundsätzlich einige Probleme mit Operationen, da an mir schon genug herumgeschnippelt worden ist, insbesondere in meiner Kindheit. Irgendwie war der Satz mit der Bauchspiegelung für mich das Aufwecksignal. Ich kam mir tatsächlich vor, als erwache ich aus einem bösen Traum. Am Anfang war nur der Satz in meinem Kopf "Ich will nicht mehr". Ganz schön egoistisch, was? Vereinfacht hat mir den Abschied noch das "Danach". Nach der 2. ICSI hat mein Körper einen Kurztrip in die Wechseljahre veranstaltet, das hat meinen Entschluss nur bekräftigt. Ich habe es auch bis heute nicht bereut, damit aufgehört zu haben (es ist jetzt 1 1/2 Jahre her). Mir geht es gut, und wir sind jetzt im Ado-Bewerber-Verfahren.Für mich war (im Gegensatz zu Esquimal - hier sieht man, dass es bei jedem anders ist) emotional sehr wichtig, vor der Ado mit dem Kinderwunsch abgeschlossen zu haben, um mich voll und ganz auf das Thema Ado einlassen zu können (ich bin eben nur bedingt "multi-tasking-fähig"). Letztendlich muss jede/jeder seinen eigenen Weg aus der ganzen Sache finden. Im Nachhinein sind mir manche Stationen tatsächlich wie der Weg in eine Sucht erschienen, so nach dem Motto: "aber der nächste Versuch gelingt bzw. beim nächsten Zyklus gibt es das Wunder und du wirst doch auf normalem Weg schwanger". Aber wie das bei einer Sucht so ist (ich hoffe, ich trete Dir mit meinem Vergleich nicht zu nahe), wenn der Abhängige nicht selbst will, wird er auch keinen Ausweg finden.
Als Fazit kann ich nur sagen, da jeder Mensch ein Individuum ist, ist auch für jeden das Abschiednehmen anders und genauso ist es mit dem Zeitpunkt dafür. Nicht jeder Ratschlag hilft jedem weiter. Du musst Deinen Weg finden, da gibt es keine Patentrezepte. Auf jeden Fall wünsche ich Dir auf Deinem weiteren Weg viel Glück.
Liebe Grüße,
Melilot -
Hallo Lucky,
ich kann dich so gut verstehen!!! Auch ich kann mich mit meinen bereits 43 Jahren immer noch nicht damit abfinden, dass ich wohl nie ein leibliches Kind haben werde. Denn dieses Schicksal ist dann leider nicht das erste, was ich lernen muss zu akzeptieren.
Mein erstes einschneidendes Erlebnis hatte ich 1989 im Alter von 27 Jahren. Ich erkrankte am sog. Morbus Hodking, einer bösartigen Lymphknotenveränderung. Zu dieser Zeit war ich bereits vier Jahre mit meinem jetzigen Mann zusammen und wir hatten so normale Pläne wie heiraten und Familie. Das trat nun alles in den Hintergrund, denn ich musste und wollte erst mal gesund werden. Nach drei Monaten täglicher Bestrahlung haben mir die Ärzte geraten, mindestens 5-7 Jahre mit einer Schwangerschaft zu warten, da ein neuer Ausbruch dieser Krankheit in diesem Zeitraum lt. Statistik relativ hoch ist. Glücklicherweise hat sich dieser Krebs bei mir nie wiederholt und nach 10 Jahren galt ich als geheilt. Mit Mitte dreißig haben wir dann natürlich erst unsere Familienplanung in Angriff nehmen können. Als ich dann nach über einem Jahr immer noch nicht schwanger wurde, haben wir uns an die Reproduktionsmediziner gewandt. Angefangen haben wir mit ICSI. Nach fünf erfolglosen Versuchen habe ich mir gedacht, dass irgendwas nicht stimmt. Meine letzte 6. ICSI liegt schon ein paar Jahre zurück. Denn erst bei diesem sechsten Versuch, bei dem in einer anderen Praxis unter Vollnarkose mein Muttermund geweitet werden musste, hat mich der dort behandelnde Arzt erst mal auf das große Risiko aufmerksam gemacht, dass man mir ohne Weitung des Muttermundes die Gebärmutter hätte verletzen können, so dass sie letztendlich hätte entfernt werden müssen. Trotz aller gesundheitlicher Gefahren und Bedenken meines Mannes, verspüre ich zwischenzeitlich immer wieder den Wunsch, es noch ein letztes Mal zu versuchen. Doch bei dem Wunsch ist es bis heute geblieben...... Seit September 2015 überlegen wir uns, ob wir vielleicht ein LeihmutterschaftsProgramm bei der Biotexcom-Klinik machen möchten (Da wir beide über 40 sind, sind die Chancen z. B. für eine Adoption gleich null). Ich glaube, wir verwirklichen unsere Kiwu-Pläne noch in diesem Jahr.
Liebe Grüße,
Melilot -
Also, der Spruch ist mies!
Er ist oberflächlich, tut weh und drängt einem zum Verzicht auf seine Wünsche. Als wenn man kein Recht darauf hat mehrmals Mutter zu werden. Total bewusst von der Tatsache, dass manche kein einziges Mal Mutter sein können. Für solche übrigens gibt’s auch solche Möglichkeiten: http://www.faz.net/aktuell/gesell…e-15340864.html
Dabei weiß ich, wie schlimm es ist, kein Kind bekommen zu können (Schwägerin) und wie es ist, nicht zu schätzen was man hat (Schwester).
Oft genug habe ich hier gelesen, dass sich Frauen ein weiteres Kind wünschen und genauso leiden wie die anderen. Man kann sich schon damit trösten, dass man wenigstens eins hat. Ganz ehrlich, bei mir hat es überhaupt nicht geholfen.
Es ist wirklich mies und obendrein ein erbärmliches Zeichen von Arroganz, anderen Menschen vorzuschreiben oder zu versagen, was sie sich zu wünschen haben! Egal mit welchem Alter und egal mit wie viel bereits vorhandenen Kindern.
Gruß,
Melilot -
Hallo GaliliMili,
Deinen Gedanken, dass hier wissenschaftlich an das Thema Kinderwunsch herangegangen wird, kann ich gut nachvollziehen, anfangs ging es mir ähnlich.
Du schreibst, dass Du Dir das mit dem Schwangerwerden einfacher vorgestellt hast, weil es in Deiner Umgebung immer so zu klappen scheint. Oft trügt dieser Schein aber auch. Wenn man mal ins Gespräch kommt, ist man überrascht, wie viele doch im Hintergrund lange basteln und es nur nicht nach Außen tragen.
Als wir angefangen haben ein Baby zu bekommen war ich 34 Jahre alt. Ich habe IMMER FELSENFEST daran geglaubt, dass es keine Probleme geben wird, ss zu werden. Tja, dies war leider ein Trugschluss. Wir haben auch 1 Jahr lang geübt, bis mir meine Frauenärztin sagte, dass wir mal auf die Suche gehen sollten, warum es nicht klappen will. Also riet sie mir, meine Eileiter auf Durchlässigkeit zu prüfen und mein Freund sollte ein Spermiogramm machen lassen. So fing alles an....
Es folgten weitere Spermiogramme (mein Freund ist schwer erkrankt und musste heftige Medis nehmen, darum haben wir sein Sperma regelmäßig untersuchen lassen), eine weitere Durchlässigkeits-Prüfung, Climifen-Behandlungen, Hormonkontrolle, Schilddrüsenuntersuchung, Eisprungkontrolle, Humangenetik, Gerinnung....und ich hielt die ganze Zeit daran fest, dass wir es weiter auf natürlichem Weg versuchen. Mein Freund ist daran nicht ganz "unschuldig", denn er ist ganz sicher, dass es auf natürlichem Weg klappen wird und war eher gegen eine künstliche Befruchtung.
All diese Untersuchungen haben wir in 5,5 Jahren durchführen lassen (in der Zeit hatte ich eine Eileiterschwangerschaft und 2 Fehlgeburten) und ich bin inzwischen 39 Jahre. Da alle Untersuchungen unauffällig gewesen sind, es aber immer noch nicht geklappt hat, haben wir nun einen Termin in einer Kinderwunschklinik. Wir lassen uns dort beraten und noch einmal durchchecken und vielleicht brauchen wir "nur" ein paar Hormone, sprich einen kleinen Schupps. Ich will damit sagen, dass eine Kinderwunschklinik nicht immer gleich künstliche Befruchtung bedeutet und schon gar nicht die Leihmutterschaft in solch suspekten osteuropäischen Kiwu-Kliniken wie die Biotexcom aus dem Artikel. Ich sehe das inzwischen so und dort sitzen Spezialisten, die sich den ganzen Tag um nichts anderes kümmern. Ich vertraue meiner Frauenärztin, aber sie ist eher die Hausärztin im gynäkologischen Bereich und hat ein recht allgemeines Wissen. Du gehst ja auch zum Facharzt, wenn Dein Hausarzt nicht mehr weiter weiß, oder?
Ihr könnt noch so viel üben, wenn Deine Eileiter zu sind. Ihr könnt noch so viel Sex haben, wenn das Spermiogramm Deines Verlobten nicht gut ist. Ihr könnt noch so viel üben, wenn Deine Schilddrüsenwerte zu hoch sind. Es gibt einige Parameter, die man abklären lassen kann und das solltet ihr tun. Denn es zerreißt dich. Du bist ständig am Warten und Hoffen und wirst enttäuscht. Wenn Du anfängst, Dinge abklären zu lassen, hast Du die Möglichkeit aktiv etwas zu tun und das ist ein schönes Gefühl.
Ich drücke Euch alle Daumen!
Herzliche Grüße,
Melilot -
Hallo Windingnumber,
Waren in einer ähnlichen Situation. Allerdings waren mein damals Freund und ich schon sehr lange zusammen. Als klar war, dass nur KB in Frage kommt, haben wir unsere Entscheidung sehr schnell und rational getroffen. Wir haben gesagt, wir haben uns für ein gemeinsames Kind entschieden, dass ist für mich die viel schwerwiegendere Entscheidung als zu sagen, man heiratet. Ein Kind verbindet ein Leben lang, eine Ehe kann man auch wieder scheiden lassen. Also warum nicht heiraten. Genau so haben wir das auch unseren verdutzten Eltern erklärt, als wir sie von dem Hochzeitstermin in 3 Wochen in Kenntnis gesetzt haben. Haben dann bloß ganz klein geheiratet, sind nett essen gegangen und Abend schön gegrillt. Und trotzdem war es wunderschön, weil wir wussten, das war ein wichtiger Schritt zu unserem Wunschkind. Der liebe Gott hat es dann auch sehr gut mit uns gemeint. Im April haben wir geheiratet und im November sind wir Eltern von Drillingen geworden. Familienplanung also abgeschlossen.
Ich würde einfach ganz ehrlich mit ihm reden. Wenn ihr euch tatsächlich beide so sehr ein Kind wünscht, dürfte zumindest erst mal ein Gespräch nicht so schwer sein. Bei unserer Kiwu-Klinik (Biotexcom, Ukraine) war Heiraten ein Muss, das ich vollkommen verstehen kann.
Ich drück die Daumen.
LG,
Melilot -
Ach Mensch Lunite, das klingt nicht nur traurig, das ist auch traurig!
Ich bin mit einem Menschen zusammen/verheiratet weil ich ihn liebe! Mein Mann und ich lieben uns, in guten wie in schlechten Zeiten, mit Kind oder ohne, egal! Er ist es mit dem ich mein Leben verbringen will, mit dem ich alt werden will!
Mir war von Anfang an klar dass es so ist, ich lebe für mich, mit ihm. Mein Kind wäre nicht an meiner Seite alt geworden, Kinder bleiben immer die Kinder, allerdings sind sie nur für einen gewissen Abschnitt im Leben der Eltern, irgendwann haben sie ihr eigenes Leben, ihre eigene Familie.Wenn man sich schon fragt wozu man eigentlich noch zusammen ist dann kann ein Kind doch auch nix mehr richten, welch eine schwere und unlösbare Aufgabe für ein Baby/Kind!
Eine Kinderwunsch Behandlung ist unglaublich belastend und schwer, für beide Partner. Und eine Belastungsprobe für die Beziehung. Nicht wenige sind gescheitert. Viele aber auch nicht, sind an der Belastung letztendlich sogar gewachsen, ob nun ein Kind dabei entstanden ist oder nicht.
Ich kann nur dringend raten eine glückliche Partnerschaft nicht, niemals von einem Kind oder auch Kindern abhängig zu machen! Ein Partner ist der/die Richtige wenn einen das Leben mit dieser Person glücklich macht, egal wie die Umstände sind.
Du klingst so traurig und doch kann ich Dich verstehen (insbesondere das: wenn wir keine Kinder haben, warum sind wir dann noch zusammen? Jeder geht seinen eigenen Weg...).Und: Ich bin den Jakobsweg gegangen. Von Süddeutschland (meiner Haustüre ab) in 6 Etappen (weil ich ja auch arbeiten muss), bis nach Compostela.
Aktuell bin ich auf dem Weg nach Rom.
Den Martinusweg bin ich auch schon ein Stück gelaufen (der ging von der Stadt meiner Eltern, in der ich auch aufgewachsen bin, zu der Stadt, in der ich aktuell lebe).Wenn Du Fragen hast kannste gerne fragen. Können auch telefonieren, denn es gibt so viel zu erzählen über den Jakobsweg... Ich kann dir auch gerne erzählen, wie man für Behandlungen im Ausland spart, denn wir haben es doch geschafft, im ersten Versuch als Selbstzahler im ukrainischen Biotexcom-Zentrum schwanger zu werden.
Ich drück dich mal feste und wünsch dir alles, alles Gute!
LG,
Melilot -
„Tja....mit 42 kann sie aber wohl nicht erst noch 2-3 Jahre Therapie etc machen, um wieder wie ihr es schreibt emotional stabil zu sein,....
Liebe Mosichat, verfolge deinen Traum mit dem Kind, denn es wird wahrscheinlich die letzte Gelegenheit sein.
Und wer weiß, sobald du dich deinem neuem Ziel widmest, kommt alles andere von selbst.“
Ja, und wenn nicht? Das wichtigste für ein Kind ist ein stabiles häusliches Umfeld. Wenn man schon riskiert, dann muss das Risiko durchgedacht sein so wie in diesem Fall: http://www.faz.net/aktuell/gesell…e-15340864.html Ich weiß, dies ist ein Kinderwunschforum und hier gehen sehr viele Frauen sehr weit, um ein Kind zu bekommen. Aber man sollte doch auch mal daran denken, was für lebenslange Folgen es für ein Kind haben kann. Wenn ich schon den Weg gehe, bewusst alleinerziehen zu sein, dann sollte ich stabil für zwei sein. Psychisch, gesundheitlich, finanziell und ich sollte ein stabiles, verlässliches Netzwerk in meiner Nähe haben, für den Fall von Krankheit etc.
Wenn ich mich nur davon leiten lasse, unbedingt ein Kind zu wollen, und dabei meine Situation ignoriere, dann handel ich nicht verantwortungsvoll, wie es eine Mutter tun sollte.
ich denke die Entscheidung für Kinder muss jeder selbst treffen.
Ich werde mein Kind lieben, weil ich es will. Wie viele bekommen Kinder und töten es, schlagen es oder missbrauchen es.Ich habe ein eigenes Haus und bin finanziell unabhängig.
Mein Elterngeld habe ich bereits ausrechnen lassen und würde sagen es reicht für zwei.Klar muss ich ein wenig stabiler werden, aber ich denke das der Weg bis zur Schwangerschaft und die Schwangerschaft selbst, mir noch genügend Kraft und Zuversicht geben kann.
Erst mit weit über 45 Mutter zu werden, steht für mich nicht zur Diskussion. Vor allem wenn es dann wieder nicht klappt und man evtl. doch noch einen weiteren Versuch startet... Läuft die Zeit unerbittlich gegen mich.Aber danke für eure Sichtweisen, die ich verständlicher Weise auch nachvollziehen kann.
Viele Grüße,
Melilot