Re: offene EZP
[quote author=dtift link=topic=3868.msg49917#msg49917 date=1206347938]
[quote author=Britta_1 link=topic=3868.msg49764#msg49764 date=1206116567]
Hallo nochmal,
ich denke, dass später mehr Kinder genetische Tests machen lassen, als euch das lieb ist, auch bei jüngeren Müttern. Die Kinder werden erfahren, dass viele Frauen, insbesondere die, die erfolglose ivf Behandlungen im Vorfeld hatten, eine Eizellspende erhalten. Ferner ist bekannt, dass die Spenderinnen in Brünn von der Brünner Universität stammen. Und von den Kindern, die durch die Tests erfahren, dass sie belogen worden sind, wird es sicher einige geben, die in Brünn und anderswo auf die Suche gehen.
Und wenn Spenderinnen gut gekleidet sind, heisst das nicht automatisch, dass sie wohlhabend sind. Es gibt auch verdeckte Armut. Das sind Familien, die ihre Rechnungen nicht bezahlen können, evtl. Schulden haben, in schlechten Wohnverhältnissen leben und sich keine medizinische Versorgung leisten können (letzteres ist abhängig von der Versicherungssituation des betreffenden Landes).
Britta
[/quote]
Bei dem Beitrag hier sträuben sich einem schon die Nackenhaare. Wenn die Spenderinnen doch alle so arm sind, dann glaube ich nicht, dass in 20 Jahren die Spenderinnen so erfreut sind, wenn plötzlich 10 "Kinder" vor der Türe stehen. Vielleicht sollte so mancher erst einmal anfangen und den Begriff Mutter überdenken. In der Natur sagt man zu "Müttern" die Eier fremd ablegen und von anderen aufziehen lassen Kuckuck.
Mutter ist für mich die Person, die das Kind im Leibe austrägt, es auf die Welt bringt, immer für das Kind da ist und es groß zieht. Von daher bin ich Mutter, basta. Und wo bitte belüge ich da mein Kind? Mein Kind wird im übrigen erfahren, dass es aus einer Eizellspende stammt, aber nicht dass es eine andere Mutter hat. Die hat es nähmlich nicht. Die bin nur ich!
Ich bin meiner Spenderinn sehr dankbar, dass ich auf diesem Wege doch noch ein Kind bekommen darf. Es ist ein Geschenk, für dass diese auch entlohnt wurde. Aber mehr nicht.
Wenn Spenderinnen nur spenden, um später diese Kinder zu sehen und dann sich noch dreist hinzustellen und zu behaupten ich bin die Mutter, dann nennen ich das Kuckuck und Faulheit selber Kinder auszutragen, auf die Welt zu bringen und aufzuziehen.
P.S. In meiner Familie weiß jeder, dass mein Kind aus einer Spende stammt, ich bin da sicherlich eine von wenigen. Diese Diskussion über tatsächliche Mütter und angeblichen Lügen geht einen auf den Sack! So wie hier geredet wird, braucht man sich gar nicht wundern, dass viele es scheuen zu sagen, dass sie eine EZP in Anspruch nehmen mußten.
[/quote]
schön geschrieben. :blume:
Davon abgesehen werde ich den Eindruck nicht los, dass manche hier diese Diskussionen anzetteln, um der Presse was in die Hände zu spielen.
Wir alle wissen die Presse fährt drauf ab Negatives zu dem Thema zu schreiben.
das Ganze kommt dann so raus: Dem Kind wird die Mutter verschwiegen, Vertragsbruch der Eizellempfängerin etc......Frauen kompensieren verlorene Fortpflanzungsfähigkeit mit EZS usw......
Ich glaube übrigens auch nicht, dass EZ Spenderinnen drauf warten in 20 jahren ihre genetischen Kinder in Empfang zu nehmen......Es sei aber gesagt, dass medizinische Unterlagen in den meisten Ländern ohnehin nur 10 jahre aufbewahrt werden.....