Hallo,
ich wollte hier meine Erfahrungen als Eizellenspenderin über die Klinik Iscare in Bratislava / Slowakei mitteilen.
Also die Klinik dort macht einen sehr sauberen und guten Eindruck. Man wird von Personal betreut, welches auf jeden Fall gutes Englisch spricht- der behandelnde Arzt (Dr. Alexander) und die Narkoseärztin können auch sehr gut deutsch.
Man kann dort nur eine Eizellspende bekommen, wenn man eine eigene Spenderin (also in diesem Falle mich) mitbringt. Andernfalls dauert es bis zu 2 Jahren, da im Moment kaum Spenderinnen in der Slowakei vorhanden sind.
Zunächst reist das Paar mit der Spenderin gemeinsam an und spricht mit dem Arzt alle Einzelheiten durch. Danach folgt für die Spenderin eine Untersuchung, ob alles ok ist. Wenn das zutrifft, wird der Termin für den Beginn der Behandlung festgelegt. Dann kann die Spenderin und die Empfängerin wieder nach Hause fahren und dort mit der Behandlung beginnen. Mein Problem dabei war, dass mir kein Arzt in Deutschland die Spritzen geben wollte- so musste mein Freund das selbst tun, aber da bei den Medikamenten eine ausführliche Anleitung dabei war, war dies kein Problem. Ab dem 6ten Tag der Behandlung musste ich wieder in die Slowakei reisen und wurde zunächst in der Klinik untersucht, ob alles ok war. Da dies der Fall war wurde die Behandlung unter Aufsicht der Klinik weitergeführt ( das heißt man muss in dieser Zeit in der Slowakei bleiben was zwar nicht sonderlich teuer aber trotzdem etwas unpraktisch ist). Dann hieß es nur noch warten, bis ich schließlich die Eisprungspritze nehmen konnte (die mir wieder mein Freund spritzen musste, da die Klinik abends geschlossen hatte). Vor dem Eingriff wurde ich nochmals untersucht, dann wurde ich unter Vollnarkose gesetzt (für ca 1 Stunde) und dann war es auch schon vorbei. Ich erwachte in einem der modern eingerichteten Mehrbettzimmer und wurde von dem behandelnden Arzt über den Eingriff informiert und ob alles geklappt hatte. Ich durfte daraufhin die Klinik verlassen und hatte anfangs auch kaum Schmerzen. Diese wurde jedoch nach einiger Zeit heftiger und erst jetzt nach knapp 2 Monaten fühle ich mich wieder richtig normal. Keine Unterleibsschmerzen oder Schmerzen beim GV mehr.
Alles in allem ist die Klinik zu empfehlen, obwohl der Service manchmal etwas schlecht war (Spritzen selbst spritzen). Die Medikamente kauft man in der Klinik vor Ort und kann auch erst später bezahlen. Der Arzt und das Personal sind sehr kompetent und nehmen sich viel Zeit für einen und erklären gerne alles doppelt. Dabei kann es auch passieren, dass man trotz Termin noch zwei Stunden wartet. Alles in allem kann ich die Klinik für eine Spenderin nur empfehlen, denn so habe ich meine erste Spende in guter Erinnerung und keine Angst davor, es nochmal zu tun, wenn es sein soll.
Ich hoffe, ich konnte mit diesem Bericht einen Eindruck von der Klinik geben.
Liebe Grüße