Antw:eizellspende
Nun, wenn deine Freundin eine Eizellspende hatte, dann bist du ja sicher bereits über einige Dinge informiert, wie z.B.
- Eizellspende ist in Deutschland illegal
- Ärzte die in Deutschland eine Eizellspende unterstützen machen sich somit strafbar
- in verschiedenen Ländern wie Tschechien, Polen, Südafrika, Spanien, England...ist EZS erlaubt
- in vielen Ländern ist EZS anonym
- die Spenderin, also du, nimmt Medikamente zur Stimulation ihrer Eierstöcke (wie immer gibt es da auch Nebenwirkungen) und muss in dieser Zeit mehrfach vom Gynäkologen untersucht werden ... ich weiß nicht, wie das die ausländischen Kliniken organisieren, wenn du aus Deutschland kommst
- zur Entnahme der Eizellen bekommst du eine Vollnarkose von ca. 10-15Minuten und hast eine kleine OP (natürlich auch ein paar Schmerzen)
- danach ist für ca. eine Woche etwas Schonung angesagt
Für mein Empfinden ist das schon ganz schön viel mehr, als mal zum Blutspenden zu gehen.
Ich habe meine eigenen Stimulationen immer als sehr nervenaufreiben empfunden, nicht nur körperlich, sondern auch organisatorisch. Jeden zweiten Tag wurden Blut- und US-Kontrollen durchgeführt, kurzfristig auf Arbeit alles umplanen und in die Klinik fahren usw.
Ich möchte dich nicht abschrecken, sondern nur schildern, wie ich das sehe. Ich bin den Spenderinnen unendlich dankbar, mache mir aber doch viele Gedanken, ob sie im Vorfeld wissen, was da auf sie zu kommt. Ich denke oft an "meine Spenderin", (die anonym ist), habe ihr einen Namen gegeben und hoffe, es geht ihr gut.
Viel Glück für dich
Pia