Re: BioTex in Kiev, Ukraine
Steine im Weg
Hallo Leute!
Ich habe mich extra angemeldet, um meine mehr oder weniger positive Geschichte zu berichten, die vielleicht vielen helfen könnte, über Stolpersteine zu erfahren, falls man sich entscheiden sollte nach Kiew zu fahren. Erstmal bin ich selber Brasilianerin, aber mit einem Deutschen (glücklich)) verheiratet, deshalb haben mich die ukrainischen Lebensverhältnisse nicht abschrecken können. Aber auch ich war in vieler Hinsicht negativ überrascht. Wir haben uns für ein Leihmutterschaftsprogramm in dieser Klinik entschieden, weil es finanziell und anhand von vielen positiven Bewertungen in Frage kam- LEIDER hatten wir zu dem Zeitpunkt noch keine vis-a-vis Erlebnisse erfahren. Als wir am Flughafen angekommen sind, haben wir 2 Stunden gewartet, bis wir abgeholt wurden (bedenkt noch die Tatsache, dass in diesem Land keine Person Englisch oder Deutsch spricht!!!) und abgeholt wurden wir von einer ganz netten Person, die kein einziges Wort außer „Willkommen“ gesprochen hat- also wussten wir nicht wohin wir fahren, was die jetzt vorhaben und, und, und...Im Endeffekt wurden wir zu einer so genannten Villa gebracht (anscheinend wiederum linguistische Unterschiede, was das Wort „Villa“ angeht..), die sich in der Vorstadt befand. Aber da muss ich sagen, dass wir immer von dem Personal der Klinik abgeholt wurden, falls wir irgendwelche Arzttermine hatten. Das Leihmutterschaftsprogramm selbst ist aber gut gelaufen- erstmal haben wir die Kriterien für die Auswahl der Leihmutter festgelegt, die auch eingehalten wurden, weil im Laufe der Schwangerschaft der Leihmutter anscheinend keine Probleme aufgetreten sind...die begannen später, nachdem unser Sohn geboren wurde. Und zwar gab es Probleme mit der Einladung und dem Visum, als wir schnellstmöglich unseren Sergio abholen wollten. Alle Versprechen, dass wir innerhalb einer Frist von 2 Wochen die Grenze mit unserem Sohn passieren würden, hatten absolut keine Basis in sich, da wir 6 Wochen auf unsere Dokumente warten mussten, mit der immer schneller wachsenden Sorge, dass irgend etwas schief läuft. Auf die Fragen, warum es so zeitintensiv ist, wollten sie uns immer mit einer Ausrede beruhigen, dass es einen bürokratischen, institutionalen usw. Hintergrund hat. In der Zeit habe ich auch 3 Tage lang in einer staatlichen Kinderklinik verbracht, in der Kinderärzte absolut kein Interesse an der Gesundheit meines Sohnes gezeigt hatten, bis ich mich in „unserer“ Klinik beschwert habe und die Vertreter von BioTex das Problem gelöst haben. Etwa in zwei!!! Monaten waren wir wieder zu Hause, mit einem schönen und gesunden Jungen und einer Kündigung von meiner Arbeitsstelle (dank dieser Klinik!!). Deshalb bevor man sich entscheidet, in diese Klinik zu fahren, sollte man am besten sofort kündigen, weil die Fristen auf keinen Fall eingehalten werden!!!! (diese Erfahrung hat auch das andere Paar aus Deutschland gemacht, die etwa die gleiche Zeit in dieser „wunderschönen“ Villa am Ar... der Welt verbracht hatten)
Also meine Bewertung ist eine gute drei (eine Eins plus für den Kleinen und eine fünf für das organisatorische Talent!!)