Re: Klinikauswahl - Qual der Wahl
Hallo Ozean,
ich bin neu hier. Habe mir im vergangenen Oktober PP+ zum Erstgespräch angesehen und war nicht begeistert. Die Verfahrensweise im Labor hat mich total schockiert. Bei den vier Blutentnahme, die gemacht wurden, hat es bei keiner beim ersten Mal geklappt. Die Schwester total ruppig und unqualifiziert. Die Ärztin verlangte trotz jeder Menge mitgebrachter Befunde noch eine Mammografie und eine Gebärmutterspiegelung sowie die Weitung des Gebärmutterhalses. Der Kommentar meines deutschen KiWu Docs- nach 6 problemlosen Transfers und einer Schwangerschaften wäre das völliger Schwachsinn. Soweit die Vorgeschichte.
Leider habe ich die Klinik von Frau Dr. Visnova, die mich in Pilsen betreut hat, noch nicht gefunden (ist wohl noch nicht soweit) und wollte nicht mehr länger warten. Irgendwann bin ich dann auf die Info von Rabenmutti über die neue Klinik im Prag gestolpert. Paralell dazu habe ich immer im Forum bei PFC reingeschaut. Dann habe ich in Prag angerufen und mit Dr. Kult gesprochen. D.h. zuerst mit seiner Assistentin, alles auf Englisch. Total anstrengend, obwohl ich meine Arbeit überwiegend in englischer Sprache erledigen muß. Zum Glück spricht Dr. Kult deutsch, sicher nicht perferkt, aber er kann alle Fragen gut beantworten.
Lange Rede kurzer Sinn: er hat noch kein Labor und nutzt das von ISCARE in Prag (wo er noch eine Teilzeitstelle hat). ISCARE ist auch eine KiWu Klinik, allerdings im Forum habe ich noch nichts dazu gefunden. Die Wartezeit für eine Spende ist praktisch gleich Null (ich habe B+ und das ist nicht die häufigste Blutgruppe) und der Preis liegt bei 3.999 EUR. Beides im grünen Bereich. Wir haben auch Infos über die Spenderin bekommen: BG, Alter, Gewicht, Augen- und Haarfarbe, Schulbildung. Im Vergleich zu anderen Kliniken ist das ziemlich viel. Als Eingangstests haben unsere (zum Zeitpunkt der Kontaktaufnahme gerade noch gültigen Tests (HIV, etc) gereicht sowie meine Befundhistorie (Hashimoto, daher Prednisolon und Heparin). Damit bleibt uns die weite Anreise nach Prag erspart (hin und zurück mehr als 1600km). Einen Plan hat er auch erstellt, und konnte sogar auf Terminengpässe reagieren.
Das alles bevor wir entschieden haben! Erst nachdem ich nach den Zahlungsmodalitäten gefragt habe, haben wir auch darüber gesprochen. Wir zahlen jetzt 2.000 EUR an und beim Transfer den Rest.
Insgesamt ist das eine echt professionelle und schnelle Abwicklung. Die Telefonkontakte und der Mailverkehr haben super gut geklappt. Ich bin von dieser Entscheidung überzeugt, am 9. oder 10. Juni ist Punktion der Spenderin. Da die Betreuung sowieso hier erfolgt, ist das die beste Lösung und der Rest ist eine gehörige Portion Glück! Allen Mädels viel Erfolg auf ihrem Weg.
Muschelkatze