Re: Wer hat Erfahrungen mit Immunglobulinen?
Hallo Sun und Nell,
ich habe Erfahrung mit Immunglobulinen und bin sicher, dass die Behandlung etwas bringen kann. Ich hatte zwei fehlgeschlagene Icsis trotz guter Blastozysten und danach wurden bei mir sowohl erhöhte Killerzellen als auch immunologische Probleme beim Zusammenspiel mit meinem Mann festgestellt (ich glaube, es waren zu wenige antipaternale Antikörper). Bei Versuch drei im letzten Sommer habe ich dann Immunglobuline gegen beide Diagnosen bekommen und wurde schwanger. Leider hat sich der Embryo nicht weiterentwickelt und ist in der 8. Woche abgegangen. Obwohl es also letztlich nicht geklappt hat, bin ich sicher, dass die Immunglobuline entscheidend waren, dass es überhaupt zu einer Schwangerschaft kam. Leider helfen sie aber nicht gegen schlechte Eizellqualität aufgrund des Alters....
Bei den ersten beiden Versuchen ohne die Infusionen hatte ich übrigens jedesmal zunächst ganz stark den Eindruck, dass sich etwas eingenistet hatte. Dann folgten drei bis fünf Tage später heftige Krämpfe, Schweißausbrüche und alle positiven Symptome waren dahin. Da war dann wohl stets mein Immunsystem stärker. Leider hat es trotz der Immunglobuline bis jetzt nicht mit einer intakten Schwangerschaft bei uns geklappt. Im Frühjahr hatte ich nur noch eine Bauchhöhlenschwangerschaft. Trotz dieser bitteren Erfahrungen zeigt sich aber, dass es bei mir mit Immunglobulinen zur Schwangerschaft kommen kann, ohne dagegen nicht.
Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich anfangs ziemlich skeptisch war und Angst wegen möglicher Nebenwirkungen und Langzeitfolgen hatte. Aber abgesehen vom ersten Mal hatte ich keinerlei Probleme. Damals wurde mir Sandoglobulin verabreicht und ich hatte einige Stunden lang heftigen Bluthochdruck. Octagam habe ich problemlos vertragen, das Mittel ist aber meines Wissens seit vergangenen Herbst ebenfalls nicht mehr auf dem Markt. Stattdessen gibt es jetzt wohl den Sandoglobulin-Nachfolger namens Privigen. Das habe ich im Frühjahr bekommen und gar nichts davon gespürt. Wichtig ist aber, dass die Mittel sehr langsam infundiert werden.
Und was langfristige Nebenwirkungen angeht - da dürften schon allein die Hormone, die wir uns alle während der oft jahrelangen Kinderwunschbehandlung geben, genug Probleme machen. Abgesehen davon verschwinden die Immunglobuline ja nach einiger Zeit wieder aus dem Körper. Deshalb müssen ja während der ersten Schwangerschaftsmonate alle drei bis vier Wochen weitere Infusionen gegeben werden.
Ich wünsche Euch viel Glück und ein fettes Positiv nach dem nächsten Transfer!
Silke