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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Beiträge von Leerhuhn

  • Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    • Leerhuhn
    • 26. Januar 2014 um 23:02

    Antw:Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    Liebe Min,

    das hört sich ja alles super an. Am besten schön viel ablenken um nicht zu viel darüber nachzudenken.

    Wie habt Ihr das eigentlich organisatorisch gemacht? Wie lange seid ihr eigentlich in Alicante geblieben? Habt ihr in Deutschland auf einen Anruf gewartet dass die Punktion in den nächsten Tagen stattfinden wird und seit dann abgeflogen oder seid ihr schon vorher hingeflogen und habt dort auf den Anruf gewartet?

    Ich würde ja gerne versuchen das nächste mal nicht so lange dortbleiben zu müssen. Ich habe irgendwie ein schlechtes Gewissen meinem Arbeitgeber gegenüber. Immer diese Krankschreibungen. Meine Urlaubstage möchte ich aber nicht mehr dafür hingeben. Nach drei Jahren möchte man auch mal woanders Urlaub machen als in Alicante. Auch wenn Alicante wirklich eine wunderbare Stadt ist.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    • Leerhuhn
    • 26. Januar 2014 um 11:52

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch


    Ich habe mich in letzter Zeit oft gefragt warum wir eigentlich so sehr Kinder wollen. Es ist im Endeffekt eine instinktive Sache der Arterhaltung. Wir erhalten aber eigentlich nicht unsere Art wenn wir Kinder mit fremden Genen aufziehen. Wenn man sich darüber nicht im klaren ist, macht man sich etwas vor. Die Gefühle sind womöglich die selben aber wir haben uns eigentlich nicht wirklich selbst reproduziert.
    Manchmal sehe ich meine Hände an und denke, dass sie komplett wie die meiner Mutter aussehen und es spendet mir Trost und ich habe das Gefühl, dass sie in mir weiterlebt. Gleichzeitig werde ich mir aber darüber bewusst, dass mit meinem Tod, egal ob erfolgreiche EZS oder nicht, auch die Art meiner Mutter endgültig sterben wird. Aber das ist vielleicht gar nicht so schlimm.

    Das andere ist die Gesellschaft die einem von klein auf anerzieht, dass fast jedes Happy End einer Geschichte mit der Geburt eines Kindes ausgeht. Wenn keine Nachkommen da sind, stirbt man aus, also hat man versagt und stirbt aus wie die Buddenbrooks bei Thomas Mann. Ich habe mich aber gefragt, wie lange man denn in seinen Nachkommen tatsächlich weiterlebt. Was weiß ich schon über meine Urgroßeltern und in spätestens ein paar hundert Jahren wird die Menschheit so oder so aussterben. Also warum soll man sich so quälen anstatt das hier und jetzt zu genießen und sich einfach selbst zu verwöhnen? Ich stelle diese provokative Frage jetzt nur hypothetisch.

    Vielleicht hat eine höhere Macht seine Gründe warum wir keine Kinder bekommen sollen. Vielleicht sind es sogar gut gemeinte Gründe. Vielleicht sollen wir uns eben nicht für einen kleinen Menschen, der nach 16 Jahren so oder so seiner eigenen Wege geht, so aufopfern sondern es uns gut gehen lassen und einfach mal ein bisschen egoistisch sein.

    Ab jetzt sollten vielleicht alle Muttis nicht mehr mitlesen :-):
    Menschen sind Egoisten und sie bekommen aus purem Narzissmus Kinder. Kinder sind die größten Egoisten. Erst später, nach jahrelanger Schwerstarbeit erlernen sie soziales Verhalten. Warum tut man sich das an? Ich weiß, dass ich jetzt sehr provokative Sachen schreibe und ich will wirklich niemanden ärgern. Wenn ich das jetzt mache, entschuldige ich mich schon im voraus. Aber es geht ja hier um einen Austausch und vielleicht wäre es sinnvoll auch mal ein bisschen die "Sinnlosigkeit" (wieder sehr provokativ ausgedrückt) des Kinderkriegens anzuleuchten.

    Diese Anti-Kinderbekomm-Argumente haben mir in meiner Auseinandersetzung mit meiner Kinderlosigkeit sehr weitergeholfen. Natürlich will ich trotzdem unbedingt so ein brüllendes, süßes Kind aber die Gründe sind total irrational. Jeder macht das mit sich auf seine weise aus und deshalb finde ich es auch Super, dass Kitkat diesen Austausch hier angekurbelt hat.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 26. Januar 2014 um 11:39

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Tag 9 nach dem Transfer:
    Naja! Viel muss ich wohl nicht mehr sagen. Menstruationsschmerz lässt grüßen, Busen mittelschlaff und dieses Gefühl des Verzaubertseins ist schon seit Donnerstag weg. Hinzu kommen nun nächtliche Magenkrämpfe. Keine Ahnung wo die jetzt herkommen.

    Mein Mann und ich reden in letzter Zeit vermehrt über das Thema Leihmutterschaft. Er war anfangs sehr dagegen. Danach hat er, im letzten Jahr, im Rahmen seines Psychologiestudiums eine Hausarbeit zu diesem Thema geschrieben und durch seine Recherchen hat sich erstaunlicher Weise seine Meinug sehr geändert. Fakten sagen eben mehr als moralische Maßvorgaben von Staat und Gesellschaft.

    Trotzdem ist das etwas was man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Ganz sicher hat das ganze einen bitteren Beigeschmack aber ehrlich gesagt diesen bitteren Beigeschmack habe ich auch schon bei der EZS gehabt. Wir recherchieren momentan sehr intensiv nach den Pros und Contras. Nicht nur aus praktisch, juristischer Sicht, da es ja mit Wohnhaft in Deutschland nicht so easy ist, sondern auch die moralischen Aspekte. Eine Sache die wohl gut überlegt sein sollte.

    Es tut mir aber gut, mir vorzustellen, mir keine Gedanken mehr über meinen Bauch machen zu müssen. GMS, Miome, Endomerioseherde ... das wäre dann so etwas von egal. Das nennt man Aufgaben weiterdelegieren wenn man ihnen nicht mehr nachkommt :) Naja, es ist nur eine Idee.
    Ich bin einfach so müde von diesen Versuchen. Diese Hormone, Medikamente die auch nicht spurenlos an einem vorbeigehen, die Krankschreibungen von der Arbeit... ich verspüre das Verlangen nach Freiheit. Frei sein von diesem ewigen Herumgeschnippele an meinem Körper. Frei sein von diesen Enttäuschungen.
    Trotzdem weiß ich nicht ob und wann wir damit aufhören sollten. Die 2 Kryos sind ja nun auch noch in Spanien. Wobei man die ja in einem Kühler abholen könnte und mit ihnen direkt nach Indien fliegen könnte... Nur Gedanken! Vielleicht sollte ich erstmal versuchen ohne Kinder klarzukommen und wenn es nicht klappt eben nochmal über LM nachdenken.

    @Linnea: Von Deinem Geschriebenen kann ich sehen, dass Du auf dem besten Weg bist. Du bist voller positiver Energie und der Versuch tut Dir gut. Du bist nicht so ausgebrannt wie ich. Das ist ein sehr gutes Zeichen.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    • Leerhuhn
    • 24. Januar 2014 um 18:40

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    @ Grador,
    Das sind sehr harte und verurteilende Worte die du da benutzt aber wenn das deine Meinung ist, dann ist das deine Meinung. Vielleicht solltest du trotzdem mal genauer recherchieren was Menschenhandel wirklich bedeutet.

    @All:
    Ich fürchte wir sind in diesem Threat vom Thema abgekommen. KitKats Anstoß hier war eigentlich die Frage wie man mit der abgeschlossenen Tatsache, dass es keine Kinder geben wird, umgehen kann.
    Irgendwie süß wie wir alle doch wieder nach neuen Alternativen suchen. :)

    Mich interessiert tatsächlich noch immer die Frage nach der Ursache dieses starken Kinderwunsches. Woher kommt es? Ist es ein Instinkt? Ist es ein sozialer Druck? Was sind die Beweggründe dass wir an so harte Grenzen gehen um diesem Wunsch nachzukommen?

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    • Leerhuhn
    • 24. Januar 2014 um 18:27

    Antw:Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    Liebe Min,
    genieße unsere Stadt der Guten Hoffnung. :72:
    Meine Daumen sind für dich für morgen gedrückt.
    Liebe Grüße,
    LEERHUHN

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 24. Januar 2014 um 18:11

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Tag 7 nach dem Transfer:
    ich glaube Tag sieben ist immer mein Tiefpunkt in der Hibbelphase. Dieses seltsame Gefühl kommt immer nachts. Ich kann dieses Gefühl nicht richtig beschreiben. Es ist immer so als ob jemand mich verlässt. Morgens lag ich im Bett und traute mich nicht aufzustehen. Ich hatte Angst meinen Busen anzufassen und wieder dieses schlaffe Gefühl zu spüren. Also schlief ich wieder ein und träumte und träumte und träumte bis es 12:00 Uhr Mittag war.

    Am nächsten Tag erschlafft immer mein Busen und stärkere Unterleibschmerzen beginnen. So ist das auch heute. Ich kenne meinen Körper einfach zu gut. Im Grunde genommen könnte ich mir den Schwangerschaftstest am Montag schon sparen. Aber da ist ja immer dieses kleine Fünkchen Hoffnung.

    Mein Mann und ich haben uns heute ein Versprechen gegeben. Wir haben uns gegenseitig versprochen dass wir nicht traurig sein werden wenn es wieder ein Negativ ist. Kann man es schaffen weniger trauriger zu sein wenn man sich selbst befiehlt nicht traurig zu sein? Ich glaube bis zu einem gewissen Maße funktioniert das.

    Ich habe mir fest vorgenommen ein glücklicher Mensch zu sein. Das bin ich meiner verstorbenen Mutter schuldig. Ich werde das schaffen. Mit oder ohne Kind.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

    P.S. Vision69: ich kenne deine Ängste vor der Wartezeit zu gut. Ich habe gelernt mit diesen Ängsten zu leben. Seit ich sie offen annehme und akzeptiere, kann ich mit Ihnen besser umgehen. Umarme deine Ängste und du wirst erkennen wie sie sich langsam in Luft auflösen werden. Manchmal kommen sie wie kleine Dämonen zurück und dann muss man sie wieder umarmen. :) Meine Wartezeit könnte ich auch Zeit der kleinen Dämonen nennen. F...you demons!

  • Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    • Leerhuhn
    • 23. Januar 2014 um 22:45

    Antw:Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    Liebe Jacqueline,

    Für mich hört sich das so an als ob die Klinik in Madrid kein gutes Labor hatte. Das nur ein Embryo von neun Embryonen übrig bleibt finde ich sehr ungewöhnlich. Außerdem verstehe ich nicht warum man einen Samenspender für eine Eizellspende braucht. Dann kann man doch sofort zur embryonalen Spende übergehen. Das kostet auch wesentlich weniger Geld. Irgendwie hört sich für mich die ganze Geschichte mit Madrid nicht koscher an.

    Ich bin sicher dass es bei IVF - Spain besser laufen wird. Die haben eines der weltweit besten Labore.

    Ich wünsche dir dabei sehr viel Glück.
    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    • Leerhuhn
    • 23. Januar 2014 um 22:37

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Ja, das Trauma im Mutterleib während der Leihmutterschaft hat mich auch beschäftigt. Trotzdem ist es ein Unterschied ob ein Kind kurz nach der Geburt weggegeben wird oder ob es schon eine zweijährige, dreijährige oder vierjährige Geschichte mit sich trägt. Hinzu kommt die Integration in ein fremdes Land.

    Bei der Leihmutterschaft gibt es angeblich schon noch Tricks wie man die Kinder aus Indien nach Deutschland bekommen kann. Zum Thema rauchende und trinkende Leihmütter: In Indien werden die Leihmütter in einer Klinik neun Monate lang überwacht. Ob es Ihnen dabei gut geht ist natürlich eine andere Frage. Mit Sicherheit hat das Thema Leihmutterschaft einen sehr bitterem Beigeschmack. Aber irgendwie haben doch alle diese Wege einen bitterem Beigeschmack finde ich.

    Mein Mann und ich haben uns mit dem Thema Adoption ziemlich intensiv beschäftigt. Auch hier wird ziemlich viel Geld gemacht und auch hier gibt es keine Garantie für den Erfolg. Wir waren am Ende so enttäuscht dass wir unser Adoptionsverfahren eingestellt haben. Ich glaube dass das Jugendamt in seinen Beratungsgesprächen nicht ohne Grund so erschreckend wirkt. Das machen sie nicht einfach nur so um die Leute zu ärgern.
    Leider mussten wir auch zum Thema Pflege-Kinder in unseren unmittelbaren Bekanntenkreis mehrere negative Erfahrungen machen. Das hat uns so erschrocken dass auch dies für uns nicht mehr in Frage kommt.

    Im Enddefekt hat jede Lösung einen oder mehrere Haken und für jede von uns gibt es eine individuelle Lösung die uns über kurz oder lang glücklich machen wird.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    • Leerhuhn
    • 23. Januar 2014 um 22:14

    Antw:Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    Liebe Min,
    Wir lassen immer zwei transferieren. Das erhöht die Chancen. Wenn für dich aber die Vorstellung von Zwillingen ein Graus ist dann solltest du es lieber sein lassen. Es gibt eine 30-prozentige Wahrscheinlichkeit von einer Zwillings Schwangerschaft bei einem Transfair von zwei Embryonen.

    Liebe Linnea,
    Entschuldige wenn ich das so blöd sage aber, mein Gott, wie konnte nur ein Pferd so viel Schaden anrichten? Na ja, es ist eben nur ein Tier nicht wahr?! Konntest du dich mit dem Pferd versöhnen? Das muss so ein Trauma gewesen sein.

    @me: Ich glaube ich werde erst nächste Woche testen.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 23. Januar 2014 um 22:04

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Tag 6 nach dem Transfer:
    Momentan geht es meinem Körper sehr wechselhaft. Manchmal habe ich sogar das Gefühl schwanger zu sein. Ich fühle mich immer so müde. Das könnte aber auch an den Hormonen liegen. Jedenfalls fühle ich mich manchmal wie eine 80-jährige Frau. Beim Treppensteigen bin ich immer völlig außer Puste. Der Busen ist ziemlich angespannt. Im Bauch fühle ich ein Ziehen. Manchmal ist mir richtig schwindlig und ich habe Heißhunger auf indisches Essen und Schokolade. Nach Sauerkraut und sauren Gurken war ich schon immer verrückt deshalb zählt es nicht.

    Ich will mir aber keine zu großen Hoffnungen machen. Solche Symptome hatte ich ja auch schon oft. Es ist ein Wechsel-Bad der Gefühle. Mal bin ich richtig euphorisch und mal am Boden zerstört. Mal sehe ich sogar schon das Gesicht meines Babys und dann wieder meine nächste Menstruation.

    Die Klinik hat jetzt zwei Embryonen eingefroren. Die drei anderen Embryonen sind eingegangen.
    Ich bin mir nicht sicher wann ich diesen Test machen soll. Morgen scheint mir zu früh.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    • Leerhuhn
    • 22. Januar 2014 um 16:11

    Antw:Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    Liebe Min,

    Wow, dann hast Du einen großen Schritt vor Dir. Auf jeden Fall bist Du schon mal bei der richtigen Adresse denn die Ärzte bei IVF-Spain sind wirklich alle Top. Jedenfalls soweit ich als Leihe aber Stammpatientin beurteilen kann. Die meisten Frauen werden bei IVF-Spain gleich beim ersten oder zweiten Versuch schwanger.

    Vor dem Transfer brauchst Du Dich nicht zu fürchten. Das ist Easy und ist sogar irgendwie romantisch und wunderschön. Wenn Du die kleinen Embys auf dem Monitor erblickst, wirst Du verstehen was ich meine.

    Mach bloß nicht den Fehler wie ich immer wieder mache: Die Blase nur halb und nicht zu voll machen! Die füllt
    sich während des Transfers noch stärker auf und dann kann man danach kaum mehr die 30 Minuten da liegen. Wenn Du befürchten solltest, dass Du es nicht halten werden kannst, solltest Du Dich nicht scheuen und darum bitten das der Doc oder die Doc Dir das Zeug mit dem Kateter rauslässt. Die sind abgehärtet und machen das oft also keine Scheu! Es kann viel bedeuten da Du danach eine halbe Stunde still liegen musst. Das ist der Rat den ich aus meinen letzten Transferen mitgeben kann.

    Ina, ich Drücke Dir die Daumen für die Jobsuche!

    Eine etwas blöde Frage an alle: Ich soll schon am 25.1. den Test machen. Ist das nicht etwas früh? Ich habe letzten Freitag, also den 17.1. frühe Blastozysten am Tag 4 nach der Befruchtung transferiert bekommen. Wann denkt ihr, sollte ich testen?

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 22. Januar 2014 um 15:54

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Tag 5 nach dem Transfer: Das ist immer umgefähr der Zeitpunkt der Hibbel-Phase bei dem es bei mir immer moralisch Berg abwärts geht weil mein Körper Signale sendet die eindeutig keine Schwangerschaft bedeuten können. Noch sind die Signale nicht da.
    Gestern: Kleiner Kreislauf-Collaps: Herzrasen, Schwindelgefühle. Ich nahm Dr. Ereras einfachen Rat zu Brust:
    Hinlegen und beim Atmen bis 10 zählen. Das habe ich mehrmals hintereinander gemacht und in der Tat es hat geholfen.
    Heute: Müdigkeit und Schwindelgefühl. Komme kaum die Treppen hoch. Könnte einfach nur Schlafen den ganzen Tag. Brustspannen ist immer noch da. Ab und zu Ziehen im Unterleib. Aber auch Schmerzen in den Beinen... Hört sich alles gut an aber ich lasse mich nicht irre führen. Morgen kann der Zauber schon weg sein. Hatte ich doch jetzt schon oft genug!

    Ich bleibe also geerdet und werde stark sein und es mit Fassung tragen wenn es nicht geklappt haben sollte. Ich genieße mein Leben. Es ist auch so schön. Ich konzentriere mich auf die schönen Dinge wie zum Beispiel den Avokado-Bagel, den ich gerade in mir verdaue.
    Ich glaube ich mache mich jetzt über die Vivani-Vollmilch-Mandel-Schokolade her! Die lächelt mich schon die ganze Zeit von Tisch aus an.
    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 21. Januar 2014 um 11:07

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Tag 4 nach dem Transfer: Abends kommen die Unterleibschmerzen, ansonsten spüre ich ab und zu ein leichtes Ziehen in der Gebärmutter - ganz besonders wenn ich ausgiebig lache, was bei mir oft vorkommt. Busenspannen ist da aber das habe ich schon seit ich die Östrogene angefangen habe und mein Prolaktinproblem könnte auch dafür die Ursache sein.

    Alles im Allen bin ich (noch) entspannt :) Ich versuche mich im Kopf zu lockern und mich für beide Ergebnis-Möglichkeiten zu öffnen und ich habe mir fest vorgenommen im Fall eines Negativs meine Lebensfreude beizubehalten.

    LG Leerhuhn

  • Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    • Leerhuhn
    • 20. Januar 2014 um 20:38

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Was mich verwundert ist, dass in diesem Threat über Adoption und über Pfelgekinder aber noch nicht über Leihmutterschaft gesprochen wurde. Ich finde, wenn es wirklich sehr schlimm ist und man wirklich keinerlei Trost in allen hier genannten Sachen finden kann und weiter völlig ratlos bleibt, sich leer fühlt und es auch nach längerer Trauerphase nicht besser wird... Warum es nicht mit der Leihmutterschaft probieren?

    Nachdem ich das Thema Adoption von hinten und vorne kennengelernt habe, weiß ich, dass man bei einer Leihmutterschaft sogar 1.weniger Geld als bei einer Auslandsadoption ausgeben kann 2. es ist neugeboren und nicht so traumatisiert 3. es trägt die Gene des Mannes den man liebt.

    Ich habe gehört, dass es in Indien jetzt sehr gut organisiert wurde und manche Organisationen auch sehr darauf bedacht sind, dass es den Leihmüttern gut geht und es soll angeblich nur um die 12.000€ kosten. Ob das jetzt wirklich stimmt weiß ich nicht so sicher.

    Es wäre eine Symbiose. Sie will etwas von Dir und Du etwas von ihr, also warum soll man sich da nicht zusammentun?!

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    • Leerhuhn
    • 19. Januar 2014 um 18:53

    Antw:Alicante, Dr. Aizpurua - Wer noch?

    Liebe Alle,
    Wir sind gut zurück, in Berlin angekommen. Der Transfer war am Freitag. Es waren laut Protokoll zwei Blastos am Tag 4 , beide mit A Qualität. Gegen die Unterleibschmerzen nehme ich jetzt Inacid gegen Kontraktionen, HCG-Spritze und Magnesiumtabletten.
    5 Embys stehen unter Beobachtung morgen wissen wir wieviele konserviert wurden.

    Ich habe das Gefühl, dass wirklich alles getan wurde was möglich war und dafür bin ich sehr dankbar.
    Jetzt kann man nur noch beten.

    Liebe Linnea,
    Dein Reitunfall muss ja schlimm gewesen sein. So ein Unfall kann einen schon durch das ganze Leben begleiten. Ich denke da an Frida Kahlo. Sie hatte danach auch sehr viele Fehlgeburten und trauerte um ihre Kinderlosigkeit auch in ihren Bildern. Aber bei uns wird alles anders :72: Ich habe bei Dir ein gutes Gefühl!

    LG Leerhuhn

  • Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    • Leerhuhn
    • 19. Januar 2014 um 18:41

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    @ Sunny, zu Deiner Frage "wie geht ihr damit um":
    Ich habe für mich ein kreatives Hobby entdeckt, für das ich richtig brenne und meine ganze Leidenschaft dort hineinstecke. Es saugt meine ganze Freizeit auf aber ich liebe es. Es ist mein Baby :72:
    Ohne dieses Hobby wäre ich bis jetzt eingegangen.

    Kreativität ist ein gutes Schmerzmittel. Wenn der Bauch schon nicht schöpferisch sein kann, dann müssen es eben der Kopf und die Hände sein. Oder die Stimmmuskeln oder was auch immer.
    Das hat mir sehr geholfen und meinem Alttag wieder Farbe gegeben.

    LG Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 19. Januar 2014 um 15:18

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Tag 2 nach dem Transfer: Ich spüre nichts, bin entspannt :57: und sage mir, dass die Dinge so kommen werden wie sie kommen sollen. Ooooooooooooohm!
    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    • Leerhuhn
    • 18. Januar 2014 um 13:33

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Ich bin mit der Sache zwar noch nicht durch aber ich merke, dass sich in meiner Einstellung zu dem gesamten Thema viel verändert hat. Als man mir vor zwei Jahren sagte "Du musst davon ausgehen, dass es wirklich passieren kann, dass Du kinderlos bleiben wirst!" bin ich in Tränen zusammengebrochen. Ich dachte das sei mein Ende. Jetzt sehe ich die Dinge schon viel gefasster.

    Zum Thema Adoption kann ich Gradors Beitrag aber vor allem Tamita nur danken, dass sie geschrieben hat, dass sie nach der Adoption nicht glücklicher als vorher geworden ist. Das bestätigt alle psychologischen Studien über dieses Thema. Es gibt die Theorie von der hedonistischen Tretmühle des Glücks. Dieser Theorie nach hat jeder Mensch ein individuelles Potential des Glücklichseins unabhängig der äußeren Lebensumstände. Das bedeutet zum Beispiel, das Menschen die ein 6er im Lotto gewonnen haben, für kurze Zeit große Gefühle des Glücks haben, dann aber nach relativ kurzer Zeit wieder zurück auf ihr normales Glücksniveau zurückkehren.

    Das würde bedeuten, dass Menschen die ohne Kinder zutiefst unglücklich sind, auch durch Kinder nicht sehr viel glücklicher werden können. Kinder sind keine Glücksgaranten.
    Nur wenige Eltern haben den Mut zuzugeben, dass ihre Kinder sie nicht zu glücklicheren Menschen gemacht haben. Diese Theorie hat mich sehr nachdenklich gemacht und mir sehr geholfen um mit meiner eigenen Traurigkeit wegen meiner Kinderlosigkeit besser umzugehen.

    Leider kann man sich nicht so einfach auf Knopfdruck vom Kinderwunsch verabschieden. Das ist schon ein herber Schicksalsschlag. Manchen Menschen passieren in ihrem Leben sehr schlimme Sachen durch die sie für sehr lange Zeit in einen Trauer-Prozess versetzt werden. Aber selbst dann kommt man, laut der Theorie der Tretmühle des Glücks, irgendwann doch wieder bei seinem ursprünglichem Glückslevel an. Wenn man verbittert bleibt, tendiert man vielleicht auch als Person zur Melancholie. Wenn man sich über diese Tatsache aber selbst bewusst wird, kann man individuelle Methoden entwickeln um gegen diesen Zustand anzukämpfen. Ich kämpfe jeden Tag dagegen an.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 18. Januar 2014 um 13:23

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Nach einigen Up and Downs sind wir endlich wieder in Berlin angekommen und irgendwie bin ich darüber sehr froh. Es geht doch nichts über das eigene Bett und die eigene Küche.

    In der Nacht vor dem Transfer wachte ich trotz Inacid erneut mit Schmerzen auf. Zwar nicht so stark wie in der Nacht davor aber stark genug um davon aufzuwachen und voll am Rad zu drehen. Ich saß in der Dunkelheit an der Bettkante und starrte durch das Fenster auf die Burg. Dann kamen die Tränen und mein Mann wachte auf. Dann zog er mich zu sich zurück ins Bett und umarmte mich mit Armen und Beinen und ich schluchzte und schluchzte und meinte "Du kannst Dir ja gar nicht vorstellen wie ich von der ganzen Sache die Schnauze voll habe!" und er streichelte meinen Kopf wie bei einem Kind und meinte "Doch! Ich kann es mir vorstellen, mein Liebling!" So lagen wir eine ganze Weile da.

    Ich versuchte mir etwas schönes vorzustellen. Ein Tag davor hatte ich im Forum gelesen, dass eine Userin mit dem Namen Xenia nach ihren erfolglosen Versuchen ihre Stute hat decken lassen und dann ein Fohlen bekam und ihr das großen Trost gebracht hat. Also stellte ich mir vor, dass ich ein Phantasiehaustier geschenkt bekomme. Es war ein kleiner, ca 50cm großer, weißer, pelziger Elefant mit großen, blauen Augen und langen Wimpern. Er war stubenrein, Vegetarier, sehr anhänglich und ich ging mit ihm an der Leine durch Berlin-Kreuzberg spazieren und alle Nachbarn und Touris beäugten meinen kleinen Exoten und streichelten ihn und der kleine Elefant tutete ganz süße Hupgeräusche durch seinen Rüssel... Irgendwann war ich nicht mehr wach und diese Phantasie setzte sich in meinem Traum fort, der Elefant konnte jetzt riesige Schmetterlingflügel ausfahren und ich flog auf seinem Rücken über Berlin, machte Kreise um den Fernsehturm, winkte den Touris drin zu und die fotografierten den Elefanten. So träumte ich und es ging mir besser.

    Am nächsten Tag ging alles sehr schnell. Wir packten, fuhren zur Klinik, kamen in die Kabine4, zogen unsere blaue Kleidung an, die Blase füllte sich, dann kam Frau Errera und Eugenia, die Biologin. Zwei Embryonos standen nun zum Transfer bereit und fünf andere zur Beobachtung zur Krykonservierung. Es war Tag4 nach der Befruchtung, 2 Embryonen im Blasto-Stadium mit A-Qualität.

    Eugenia und Frau Erera haben uns sehr gut aufgeklärt. Ich muss ehrlich sagen, dass sich in der Aufklärung über die Embryonen im Labor, bei IVF-Spain sehr vieles optimiert hat. Alles ist viel transparenter und auf einem Papier, schwarz auf weiß unmisverständlich erklärt. Wir wurden ab dem Tag der Punktion jeden Tag telefonisch vom Labor über den Stand informiert. Wirklich eine Super-Entwicklung in der Qualität der Patientenbetreuung der Klinik.

    Beim Transfer waren alle ziemlich angespannt. Dr.Aizpurua starrte konzentriert auf den Monitor damit die Embryonen genau auf der richtigen Stelle landen. Frau Erera stand dabei und wirkte auch sehr gespannt. Die Biologin, die Schwester, mein Mann, ich .... Wir alle starrten auf Dr.Aizpuruas Aktionen über den Monitor. Dann leuchteten sie wie zwei Sternchen ganz nahe, aneinadergekuschelt auf, die Embryonchen. Ich dachte nur "Na viel Glück in der Tropfsteinhöhle! Gott beschütze Euch! Vor dem Höhlenmonster, dem Miom!" und mir rollten die Tränen über die Wangen und ich fühlte wie mein Mann meine Hand vor Aufregung fast zerdrückte.

    Als Dr.Aizpurua die Kanüle herauszog spürte man ein tiefes Aufatmen bei allen Anwesenden und Dr.Aizpurua sagte "So, jetzt sind sie da wo sie hingehören!" Frau Erera überreichte mir ein Ultraschallbild und sagte "Das erste Foto!" Danach drückte Dr.Aizpurua mir und meinem Mann die Hände und man konnte ihm wirklich ansehen, dass er sich sehr wünschte, dass das jetzt endlich mal klappt und dann verschwand er hinter der Tür so schnell wie er vorher aufgetaucht war um sich um seine 100te von anderen Patientinnen zu kümmern.

    In der Kabine ist mir fast die Blase geplatzt. Eine furchtbare Sache. So ein Stress gleich nach dem Transfer. Frau Erera kam noch mal rein und klärte mich über den Medikamentenplan auf. Wegen der Krämpfe werde ich nun erstmal jeden zweiten Tag zusätzlich HCG spritzen und Magnesium-Tabletten schlucken. Sie sagte, dass sie denkt, dass meine Schmerzen nervlich sein könnten und ich mich unbedingt entspannen muss. Naja, also ich nickte brav und dachte an nichts anderes als meine Blase und dachte "oooooooh jaaaaaaaa, ich bin ja soooooooo entspannt! Oooooommmmmmh!"

    Ich sehe wirklich schon rot wenn ich das Wort Entspannung nur noch höre. Das macht einem ein so wunderbar schlechtes Gewissen, dass man ja selber daran Schuld sei, dass es immer noch nicht geklappt hat. Naja, egal! Gut gemeint war es ja. Hatte ich schon erwähnt, dass die GMS-Dicke am Transfertag 9,1 war? Ein Rekord! Das war wohl diese Spülung.

    Jedenfalls waren wir somit dort fertig. Irgendwann ging es zur Toilette, dann zum Tresen um die Rechnung zu bezahlen und dann ging es auch schon ab mit dem Taxi zum Flughafen. Im Flughafen spürte ich ein Kneifen in der Gebärmutter. Entweder sie kuschelten sich gerade richtig tiefer ein, oder sie machten sich auf Wanderschaft was ich nicht hoffe oder sie haben sich gleich verabschiedet. Man weiß es nicht. Hoffen wir auf das erste. Am Ende des Fluges kamen dann wieder die Krämpfe trotz Inacid und ich dachte nur "Entspannen! Ich bin im hier und jetzt.... Ooooohm....!"

    Zu Hause schmissen wir erstmal alle Sachen in die Ecke und gingen bei unserem Lieblings-Inder essen. Der fragte schon wo wir denn so lange waren und wir wussten für einen Moment gar nicht was wir antworten sollten. "Naja, wir waren verreist!" Er merkte, dass es irgend etwas sehr privates war also nickte er nur verständnisvoll und fragte "Wie immer?" und wir "Jepp, wie immer!"

    So, und jetzt geht die Hibbel-Phase los. Also eins kann ich wirklich sagen: Egal ob es geklappt hat oder nicht, IVF-Spain hat wirklich alles erdenkliche getan damit es klappt und dafür sind mein Mann und ich sehr dankbar.
    :clap:
    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

  • Endstation Alicante / Spanien

    • Leerhuhn
    • 16. Januar 2014 um 21:46

    Antw:Endstation Alicante / Spanien

    Ich war heute wegen der Schmerzen in der Klinik. Frau Sánchez meinte, dass Dr.Aizpura das als nichts so ungewöhnliches betrachtet. Ich habe jetzt Inacid bekommen. Das soll wohl Kontraktionen, Wehenschmerzen unterbinden. Der Transfer soll aber morgen doch stattfinden.

    Also man kann nur hoffen.
    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

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