Re: Eizellspende und die emotionen
Hallo Ulli,
auch ich hätte noch ein Jahr, bevor ich aufm Transferstuhl saß, eine EZS noch kategorisch ausgeschlossen. Man muss mit der Hoffnung auf ein eigenes schon wirklich durch sein, bevor man die Bereitschaft zur EZS findet - oder auch nicht. Wenn man für sich auch die Möglichkeit der Kinderlosigkeit oder Adoption sieht, sind das sicher gute Alternativen. Insofern würde ich an deiner Stelle erst den eigenen Weg weitergehen, bis du spürst: bis hierhin und nicht weiter. Oder einen positiven Test in der Hand hältst!
Thema Ausbeutung. Sicher ist das in Osteuropa ein Fragezeichen, das man im Hinterkopf haben sollte. Man sollte aber auch bedenken, dass Journalisten Skandale lieben, weil es ihnen Zeilen und Quoten bringt.Und da werden immer die rumänischen Frauen gebracht. Ich würde Rumänien daher ganz außen vor lassen - also damit auch England, das Eizellen aus RO bezieht. Rumänien und Bulgarien sind 3.-Welt-Länder. Ich glaube aber, dass die Tschechinnen und Polinnen sowas nicht mit sich machen lassen (müssen). Ich war in Polen und habe dort erklärt bekommen, wie die Spenderinnen behandelt werden. Du kannst das also auch in Erfahrung bringen.
Vorsichtig wäre ich beim "Wissen wollen". Ich weiß nichts über meine Spenderin und bin froh darüber. Wenn das Kopf-Kino erst mal anspringt...Keinesfalls wollte ich ein Foto sehen. Du siehst das sonst in deinem Kinde, und das möchte ich nicht. Es ist wichtig, den Punkt "Das ist MEIN Kind" sicher in sich zu finden.
An dieser Stelle möchte ich doch noch mal Werbung für Novum machen. Ich weiß nicht, wer das für mich ausgesucht hat, aber ich bin immer wieder baff über meine Tochter. Sie sieht mir derartig ähnlich und ist mir auch vom Wesen her anscheinend ähnlich - ich werde immer wieder darauf angesprochen, "ganz die Mutter". Entweder hat das jemand obergenial für mich ausgesucht oder man prägt das Kind auch ohne Chromosomenmitgabe mit...
Gruß
Romy