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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Beiträge von romy

  • Haben Eure Kinder Ähnlichkeit mit Euch?

    • romy
    • 23. Dezember 2006 um 14:46

    Re: Haben Eure Kinder Ähnlichkeit mit Euch?

    Hallo, ihr alle,

    das sind interessante postings. Ich würde den thread gerne rüberschubsen in die "Psyche" - es ist ein thread, der gerade für Neuankömmlinge interessant ist und der auffindbar bleiben sollte.

    Eine wichtige Aussage fand ich die von Josi: Wer auch nur daran denkt, es evtl. zu verschweigen, sollte entsprechende Sorgfalt mit der Klinikwahl walten lassen. Mein Eindruck von Spanien war da übrigens auch nicht der beste. Mir (blond und groß) wurde trotz gegenteiliger Zusicherung eine kleine, schwarze Spenderin vorgeschlagen. Ich hatte den Eindruck, es ging schlicht um die Verfügbarkeit und um sonst nichts. Das war in Polen anders.

    Bei uns war es ja Emby-Spende. Zwar ist keine konkrete Ähnlichkeit zwischen Murkel und mir - also Mund, Nase, Augen sind anders als meine - aber die Kleine ist absolut derselbe Typ wie ich und alle Kinder unserer Familie. Dabei fiel mir auf, dass das wichtiger ist als die konkrete Übereinstimmung einzelner Merkmale.

    Ich bin auch sehr froh, dass ich wenig weiß über meine Spender und keine Fotos gesehen habe. Sonst würde ich das sicher in meiner Kleinen finden können. Nicht-Wissen ist manchmal besser.


    Ich würde die Eingangsfrage gerne noch ergänzen:

    1. Seht ihr bei den größeren Kindern denn Ähnlichkeiten im Verhalten, in den Einstellungen, in Mimik oder Gestik? Ich erinnere mich daran, dass frowlein - Mutter von jetzt etwa 6-jährigen EZS-Twins, nicht mehr aktiv im Forum - mir erzählte, dass sie im Lächeln und den Bewegungen ihrer Söhne viel von sich selbst wiederfand.

    2. Und: Adoptiveltern erzählen häufiger, dass sie fühlen, dass dieses spezielle Kind genau das richtige Kind für sie ist oder sogar für sie bestimmt war. Auch wenn es auf einem anderen Erdteil zur Welt kam und sich die Frage nach Ähnlichkeiten überhaupt nicht stellt. Es gibt ja auch eine "Theorie", nach der Kinder sich ihre Eltern aussuchen. Könnt ihr irgendwie so etwas fühlen oder sehen?

    Fröhliche Weihnachten wünscht
    Romy

  • Progynoa - bis zu welcher SS Woche

    • romy
    • 21. Dezember 2006 um 14:52

    Re: Progynoa - bis zu welcher SS Woche

    Liebe Nautilus,

    ja, vor einem Jahr habe ich mich ähnlich gefühlt wie du jetzt...man will das Geschenk halt irgendwann auch auspacken...

    Es stimmt sicher, dass wir EZS'lerinnen sicher bescheidener geworden sind während unserer langen Ki-Wu-Karriere - jede von uns hat ja bereits den Gedanken ins Auge fassen müssen, dass es womöglich nichts mehr wird mit der Mutterschaft in unserem Leben.

    Und so wünschen sich sicher die meisten

    Ich finde es aber trotzdem in Ordnung, und zwar voll und ganz, wenn wir uns ein bestimmtes Geschlecht oder andere bestimmte Eigenschaften des Kindes wünschen. Man darf Wünsche haben und sie sich auch eingestehen. Auch wir dürfen das. Wir sind nicht zur knierutschenden Demut verpflichtet und brauchen kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn wir einen Wunsch in uns vorfinden. Wer sich etwas wünscht, der soll dazu stehen, meine ich.

    Eine ganz andere Frage ist, wie man damit umgeht, wenn ein solcher Wunsch nicht in Erfüllung geht. Aber auch dafür ist es nicht hilfreich, einen vorhandenen Wunsch schon im Vorhinein irgendwohin wegzudrücken.

    Viele Grüße, und alles Gute
    Romy

  • Haben Eure Kinder Ähnlichkeit mit Euch?

    • romy
    • 20. Dezember 2006 um 13:30

    Re: Haben Eure Kinder Ähnlichkeit mit Euch?

    Ihr Lieben,

    bei uns ist es ja auch Embryospende gewesen und meine Kleine passt supergut zu uns. Ich bin manchmal ganz baff, wenn ich alte Babyfotos von mir ansehe. Auch im Temperament stimmen wir überein - soweit halt, wie sich das mit einer noch nicht mal 1-jährigen sagen lässt. Ich glaub mittlerweile, dass man in der Schwangerschaft dem Kind irgendwie seinen Stempel aufdrückt... oder es ist was dran, dass Kinder sich ihre Eltern aussuchen...? Ich höre auch oft: sie kommt aber auf die Mama... Und ich muss sagen, ich bin SEHR froh darüber, denn da kann wirklich niemand drauf kommen und wir werden beide nicht mit irgendwelchen Fragen rechnen müssen. Insofern bin ich im Nachhinein sogar froh, dass mein Versuch in Spanien nicht geklappt hat.

    Ich finde, es kommt weniger auf die konkreten Formen an als auf die allgemeine Übereinstimmung im Typ. Wenn die gegeben ist, dann sieht das Ganze stimmig aus. (Insofern war ich als typischer, mittelblonder "Sommer"-Typ natürlich in Polen bestens aufgehoben. Josi, du hattest mal nachgefragt; das lässt sich leider nicht mal eben schnell erklären.... nur kurz: In Spanien gibt es Winter-; Herbst und einige wenige Frühlingstypen. Holland und Dänemark haben sehr viele Frühlingstypen. Polen bietet hauptsächlich mittlere und dunkle Sommertypen, auch etwas Herbst. In der Ukraine gibt es sowohl den ganz hellen Sommertyp als auch den ganz dunklen. Südafrika hat viele Frühlinge und Herbsttypen. Schade, dass sich dieses geniale System nicht weiter durchgesetzt hat; es wäre so ein gutes Hilfsschema für uns...
    Frühlingstypen: blond oder leicht rothaarig, können Gold tragen, typisch: Claudia Schiffer, Boris Becker, wirken frisch und gesund, werden in der Werbung daher für Lebensmittel eingesetzt. Herbst: braun oder rothaarig, meist braunäugig, können ebenfalls Gold tragen, können kein Blau tragen (bis auf Pflaumenblau
    ). typisch: Cindy Crawford, Julia Roberts. Werden in der Werbung für alles eingesetzt, was romantisch wirken soll. Die beiden kühlen Gruppen: Winter - dunkelbraun oder schwarz (oder auch: naturplatinblond - gibts aber so gut wie nie), können Silber tragen, die einzigen, denen schwarz wirklich steht, können gar kein gelb tragen, werden in der Werbung für alles eingesetzt, was dramatisch und leidenschaftlich wirken soll. Typisch: Penelope Cruz, Liz Taylor, Andie McDowell. Den Sommer schließlich gibts von recht hellblond bis fast schwarzhaarig, auch braunhaarig; aber immer mit einem Aschton drin. Sommer können gar kein orange tragen. Werden in der Werbung für alles eingesetzt, was edel oder seriös wirken soll, also Prada oder Banken. Soweit die Kurzfassung...)

    Ich denke, in Mimik, Gestik sowie in der allgemeinen Lebensauffassung kann man sehr viel übertragen. Wäre interessant, da in einigen Jahren noch mal drüber zu sprechen...

    Ja, und wenn man sich die genetischen Kinder ansieht: da gibt es auch alles, zwischen "Klon eines Elternteils" bis zu null Ähnlichkeit.

    Übrigens, ich las letztens noch mal bei Remo Largo: Gene zu übertragen bedeutet nicht, Fähigkeiten und Eigenschaften zu übertragen. Die hängen von der KOmbination der Gene ab. Und gerade Sachen, die in einer Generation stark ausgeprägt sind (und die man sich von daher vielleicht erhalten wünschte) werden meistens in der nächsten Generation nicht so stark ausgeprägt.

    Ach, dieser thread sollte auch wieder rüber, zur Psyche... auch ein guter thread für alle, die neu hier reinkommen und sich natürlich Gedanken machen über diese Dinge.


    Murkel würde jetzt "sagen" - winke-winke! (von morgens bis abends, inkl. Verkehrsschilder und Deckenlampen, sie nimmt das sehr ernst...)

    Romy

  • Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk

    • romy
    • 19. Dezember 2006 um 14:52

    Re: Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk

    Na denn, "Ihr Kinderlein, kommet..."!! Fantastisch!

    Ein schöneres Weihnachtsgeschenk hättest du dir gar nicht wünschen können...

    Romy

  • Progynoa - bis zu welcher SS Woche

    • romy
    • 17. Dezember 2006 um 19:10

    Re: Progynoa - bis zu welcher SS Woche

    Hope, ruhig Blut...das bezieht sich auf eine normale Schwangerschaft, nicht auf eine künstlich induzierte. In einer normalen Schwangerschaft werden über den Gelbkörper die Hormone produziert, bis die Plazenta ab etwa 12. Woche voll läuft. Wir haben aber keinen Gelbkörper, deswegen brauchen wir die Subsitution.

    Schleiche lieber erst nach der vollendeten 12. aus und dann über 2-3 Wochen. Frag den Gyn, wie die Plazenta entwickelt ist.

    Gruß Romy

  • Progynoa - bis zu welcher SS Woche

    • romy
    • 17. Dezember 2006 um 12:10

    Re: Progynoa - bis zu welcher SS Woche

    Hallo Hope! Ja, das wird ein schönes Weihnachten für euch, diesmal! Ihr werdet vor dem Baum sitzen und euch fragen: Kannst du dir vorstellen, dass wir nächstes Jahr um diese Zeit schon ein Halbjähriges haben?

    Ich habe die Hormone erst nach der 12.SSW ausgeschlichen, und das Ausschleichen hat 2-3 Wochen gedauert... sei lieber vorsichtig. Ist dein Krümel - war ja ein Spätstarter - altersgerecht entwickelt?

    Gruß Romy

  • Turner Syndrom

    • romy
    • 16. Dezember 2006 um 11:28

    Re: Turner Syndrom

    ... ist aber doch wirklich seltsam, dass wir hier so wenige haben... dass die anderen sich anscheinend damit abfinden, und dass, obwohl es doch diese Möglichkeit gibt...?

    denkt laut
    Romy

  • Blutung in der Frühschwangerschaft, wer hat Erfahrungen ?

    • romy
    • 13. Dezember 2006 um 12:53

    Re: Blutung in der Frühschwangerschaft, wer hat Erfahrungen ?

    Oh nein, was lese ich da! Zwar hatte mich der niedrige HCG-Wert schon ein bisschen besorgt gestimmt... Yildiz, da hat deine GM einen Probelauf gebraucht. Das ist sehr häufig so vor dem ersten Kind.

    Ich hoffe, es nimmt dich nicht allzusehr mit.

    Gruß Romy

  • Ein paar Infos

    • romy
    • 12. Dezember 2006 um 19:18

    Re: Ein paar Infos

    Vielen Dank! Alles richtig!
    Romy

  • Auch wir dürfen..........

    • romy
    • 12. Dezember 2006 um 17:50

    Re: Auch wir dürfen..........

    Ach Purzel. Bin janz jerührt. Ich freu mich so sehr, gerade für dich!

    Alles erdenklich Gute
    Romy

  • Sag´ Ich es Meinem Kinde???

    • romy
    • 12. Dezember 2006 um 08:41

    Re: Sag´ Ich es Meinem Kinde???

    Ines und Chris, löscht diesen thread nicht, sondern schubst ihn in den neuen Bereich rüber. Dorthin bitte auch den thread "Treffen" , den thread "Hellinger" von Queen und meinen uralten "Sagen oder nicht" - da waren auch ganz viele Beiträge gekommen.

    Ach, und die "Fragen an EZS-Eltern" sowie "Probleme in der Partnerschaft" , die beiden Abteilung könnte man bei der Gelegenheit getrost schließen. Werden nicht benutzt.

    Gruß, danke
    Romy

  • Sag´ Ich es Meinem Kinde???

    • romy
    • 11. Dezember 2006 um 23:01

    Re: Sag´ Ich es Meinem Kinde???

    Hallo, alle,

    jetzt weiß ich gar nicht, wo ich weiterschreiben soll, hier oder in "Treffen"...

    Erst mal: ich glaube nicht, dass es eine einheitlich richtige Linie im Umgang "damit" gibt. Ich kann mir gut vorstellen, dass verschiedene Schienen "funktionieren" - je nach individuellen Umständen. Tabapos posting fand ich z.B. sehr stimmig, ich kann mir vorstellen, dass das für sie und ihr Kind wirklich der richtige Weg ist. Auch bei euch, Ines und Chris, dürfte es wohl gar keine Alternative dazu geben.

    Ich will also nicht gegen das "Sagen" als solches argumentieren, sondern nur gegen das "Sagen aus den falschen Gründen".

    Zweitens: wir stochern hier ja noch alle im Nebel. Wirklich wissen tut es noch keine von uns, denn wir haben das ja wohl alle noch vor uns. Leider haben wir ja keine "Oldies" mehr an Bord, deren Kinder bereits im entsprechenden Alter sind und die uns an ihren Erfahrungen teilhaben lassen. Ich hoffe sehr, dass wir die neuen Eltern im Forum halten können - ich denke, in einigen Jahren sind wir noch mal so aufeinander angewiesen wie jetzt beim Schwangerwerden. Wir können ja alle nicht auf Hilfe von außen zählen.

    Ich finde übrigens den Seitensprung-Vergleich ganz spannend... ich würde da nämlich auch das Nicht-Wissen vorziehen, wenn "alles in Ordnung" wäre - ich sag jetzt einfach mal, es gibt ne Art Seitensprung, ist ist ok, und eine andere, die ist nicht ok, und hoffe, ihr wisst, was ich meine. Das will ich jetzt nicht vertiefen. Vielleicht kann man mit diesem Vergleich feststellen, ob man eher der "Sagen"-Typ ist oder eher der "Verschweigen"-Typ? Mal laut gedacht - kann kompletter Blödsinn sein.

    Familiengeheimnisse lösen eine üble Dynamik aus. Sagt Hellinger. Von dem ich was halte. Aber trotzdem bezweifle ich, dass das immer und uneingeschränkt so gilt. Ich würde da jetzt mal das Thema "Schuld" als Vergleich ranziehen - es ist ähnlich; ich will damit aber nicht sagen, dass wir uns mit EZS schuldig machen. Aber Schuld hat dieselbe Dynamik. Und da würde ich ganz eindeutig sagen: Es hängt davon ab, wie man damit umgeht, zuerst mal in sich drin. Man kann mit seiner eigenen Schuld im Reinen sein oder nicht. Und ich behaupte mal: Wenn man damit selbst im Reinen ist, dann gibt es auch keine üble Dynamik mehr. Dann kann Schuld sogar segensreich wirken. Unbearbeitete, vor sich selbst weggedrängte, weggelogene und doch gefühlte Schuld hingegen kann ganze Leben zerstören.

    Ich glaube also, dass es auf diese innere Haltung zum "Familiengeheimnis" ankommt.

    Und ich glaube, dass "Bekenntnisse" ein ähnliches Gefahrenpotential haben wie "Geheimnisse".

    Wir werden also sorgfältig reden oder sorgfältig schweigen müssen...


    Hier noch einige Gedanken zu Ines' und Chris' Aufzählung.

    Nicht sagen, ist der einfache und bequeme Weg

    Das stimmt, es ist einfacher. Das sollte Anlass zum Misstrauen gegen sich selbst sein, aber es ist kein K.o.-Argument. Nur weil etwas schwieriger ist, ist es nicht zwangsläufig auch besser.

    Nicht sagen, ich schütze mich vor lästigen und unangenehmen Fragen meines Kindes und der Umwelt

    und vor allem mein Kind!

    Aber es geht hier nicht um "Lästiges" und "Unangenehmes" - das sind die falschen Kategorien. Zu leicht. Es geht hier um Existenzielles. Unsere eigene existenzielle Not der ungewollten Kinderlosigkeit hat uns zu dem Schritt bewegt. Für unsere Kinder hängt eine ebenso existenzielle Identitätsfrage daran. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass für das Kind eine Welt zusammenbricht. Das ist einfach eine andere Liga.

    EZS lässt sich Außenstehenden kaum erklären. Wer nicht den Weg dahin mitverfolgt hat, mitgelitten hat, der kann das nicht nachvollziehen. Ich würde nie von jemand Außenstehenden Verständnis erwarten, es ist einfach zu "far out". Noch viel weniger würde ich erwarten, dass mein Kind das jemals verstehen könnte.

    icht sagen, ich lebe ständig in der Angst mich zu versprechen und es versehentlich auszuplaudern

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Es ist unser leibliches Kind, wir waren schwanger, gebaren und stillten - darüber können wir ganz normal mitreden, und auch wir prägen unsere Kinder und geben ihnen etwas mit, sodass ein "Das hat es von mir" genauso fallen kann (und sollte) wie in jeder anderen Familie... Und speziell über ihre Eizellen reden Frauen doch recht selten!

    Nicht sagen, habe ich dann mit der Erfüllung meines Kinderwunsch nur mein eigenes Ego befriedigta

    Was denn sonst? Natürlich habe ich das in erster Linie um meiner selbst willen getan. Ob "Ego" jetzt den Teil von mir, der mich dazu trieb, wirklich beschreibt, ist eine andere Frage. Aber ich bekam mein Kind um meinetwillen, um meine eigene Not zu heilen. Die Welt wäre auch ohne meine Aufzuchtqualitäten zurechtgekommen, und die Nicht-Geborenen beschweren sich nicht.

    Nicht sagen, ist es wirklich besser für mein Kind?

    Oder: Sagen, ist es wirklich besser für mein Kind? Das genau ist ja des Pudels Kern.


    Nicht sagen, was ist bei evtl. später auftretenden genetischen Erkrankungen?

    Diesen Aspekt halte ich für völlig überschätzt. Ich habe noch bei keiner einzigen Erkrankung bei niemanden, den ich kenne, mitgekriegt, dass auch die Eltern untersucht werden mussten oder die "Genetik" mehr bedeutet hat als die Frage "Gibt es Diabetes in der Familie?" - und das sind zwar hilfreiche Informationen, aber ohne die geht es auch. Wer "schweigen" will, der muss in einer solchen Situation halt mal lügen. Sowieso: Alle Schweiger werden in Situationen kommen, in denen sie lügen müssen oder sollten. Wer das nicht kann oder sich damit zu sehr belastet, der ist vielleicht mit "Sagen" besser dran - oder mit dem Verzicht auf EZS.

    Nicht sagen, habe ich Angst davor, dass mich mein Kind nicht mehr liebt?

    Mit Sicherheit wird eine solche Eröffnung das Verhältnis für immer verändern. Das sollte einem klar sein.


    Nicht sagen, habe ich Angst vor der Reaktion der Umwelt?
    Das klingt ein bisschen nach bloßer Feigheit, die man besser überwinden sollte. Aber: Angst kann sehr berechtigt sein und ein guter Ratgeber.


    Sagen, wird mein Kind mich verstehen?

    Mit Sicherheit nicht. Das sind hochintime, hochkomplexe Fragen, die nur jemand verstehen kann, der über Lebenserfahrung verfügt und in seinem Leben bereits einmal schwer gelitten hat.

    Und: Diese Erwartung finde ich bereits vermessen. Das ist viel zu viel erwartet von einem Kind a) weil es noch ein sehr junger Mensch ist und b) weil es "der Geschädigte" ist. Und der Wunsch nach Verständnis - so verständlich er ist - ist ein ganz schlechter Ratgeber bei der Frage: Sagen oder nicht sagen.

    Sagen, evtl. reagiert die Umwelt ja doch verständnisvoll

    und wenn nicht? Umziehen?
    Hier scheint mir wieder das Risiko zu lapidar eingeschätzt. Es geht um viel mehr. Ein Wort lässt sich, einmal ausgesprochen, nicht wieder zurücknehmen. Es muss einem klar sein: das ist eine Einbahnstraße. Solche Hoffnungen auf "Verständnis, evtl..." sind zu vage. Man muss vorher ganz und gar sicher sein, dass die Umwelt positiv reagiert - denn es ist die Umwelt, in der ein zartes Kind weiter leben muss. Und wieviel man da realistischerweise erwarten sollte? Ich selber hätte etwa ein Jahr vor meiner ersten EZS - nach 5 fehlgeschlagenen ICSIs - EZS noch kategorisch ausgeschlossen und garantiert kein "Verständnis" dafür aufgebracht.

    Sagen, ist es vorteilhaft, wenn mein Kind weiss, woher es stammta

    Das weiß es ja eben nicht. Es weiß dann nur, woher es nicht stammt. Und mit der Ungewissheit muss es den Rest seines Lebens leben.


    Ich meine:
    Sagen, ja: wenn einem das ganz selbstverständlich ist und man es auch ganz selbstverständlich rüberbringen kann. Wenn man damit selber ganz im Reinen ist . Wenn man sich selber auch mit der EZS leicht getan hat und diesen Schritt als nicht besonders schwer empfand. Wenn das Umfeld die Versuche mitbekommen hat. Wenn andere "Spende"- und "Adoptions"-Kinder offen damit umgehen und Teil des Familienlebens sind, das Kind also nicht alleine in einer solchen Position ist.

    Sagen, nein: weil man Verständnis erwartet. Weil man sich erleichtern möchte. Weil man reinen Tisch machen möchte. Weil man Vergebung erhofft. Weil man allgemein denkt: Jedes Kind sollte seine Herkunft kennen. Oder: Familiengeheimnisse wirken immer unheilvoll.

    Schweigen ja: wenn man befürchten muss, dass für dieses Kind eine Welt zusammenbrechen könnte. Wenn man Grund zur Befürchtung hat, dass es durchsickert und zu einem Exotenstatus (oder schlimmeren) führen könnte. Und auch: wenn alles in Ordnung ist. (Don't fix it if it isn't broken)

    Schweigen, nein: wenn man spürt, dass das Kind von einer tiefgreifenden inneren Unruhe gepackt wird. Ich habe das bei meinem Adoptivbruder mitbekommen. Es gibt da eine Art "Suchen", die gefährlich werden kann. Wenn so etwas bei meiner Tochter auftritt, werde ich mich outen. Dann muss es sein.


    Soweit der Roman der müden, grüßenden

    Romy

  • Blutung in der Frühschwangerschaft, wer hat Erfahrungen ?

    • romy
    • 11. Dezember 2006 um 14:52

    Re: Blutung in der Frühschwangerschaft, wer hat Erfahrungen ?

    Den Gyn anrufen und evtl. ins KH! Eine richtige Blutung, damit ist nicht zu spaßen.

    Hoffentlich geht alles gut.
    Romy

  • Mehrfachmütter, ist das so ?

    • romy
    • 11. Dezember 2006 um 10:01

    Re: Mehrfachmütter, ist das so ?

    Na, dann wolln wer doch hoffen, dass der Vergleich auf die Geburtswege auch zutrifft!
    Gruß Romy

  • Sag´ Ich es Meinem Kinde???

    • romy
    • 11. Dezember 2006 um 09:34

    Re: Sag´ Ich es Meinem Kinde???

    Habe ich das jetzt überhaupt richtig bezeichnet? Ich möchte für "Psychisches und Ethisches" eine eigene Abteilung, so wie "Schwanger" oder "Immunologie". Ich nenne das "Ordner", aber das mag falsch sein. Ines und Chris, wisst ihr, was ich meine?

    Inhaltliches später.

    Romy

  • Sag´ Ich es Meinem Kinde???

    • romy
    • 11. Dezember 2006 um 09:28

    Re: Sag´ Ich es Meinem Kinde???

    Hallo, Ines und Chris - nur kurz was Organisatorisches: Halt, keinen Ordner zum Thema "Sagen", sondern bitte einen Ordner mit dem Titel "EZS - Psychisches und Ethisches" (oder "EZS - der Umgang damit" - oder vielleicht fällt jemandem noch ein besserer Titel ein). In diesen Ordner gehören dann alle Themen, die sich mit den psychischen/ethischen Aspekten der EZS beschäftigen. "Sagen" ist also nur eins von den Themen, die da rein passen. Viele andere aber auch.

    Der Ordner sollte auch nicht unter "Eltern" sein. Er ist ganz wichtig vor allem auch für die Forums-Neulinge, die sich dem Thema noch nähern und natürlich gerade an diesen Themen zu kauen haben. Die finden gerade zu den seelisch-ethischen Aspekten erst mal wenig Beiträge. Im Allgemein-Forum verschwinden die Dinge halt relativ fix wieder.

    Wir sollten ein paar alte threads in den neuen Ordner umheften, es gab ja schon sehr gute Beiträge. Und auch, wenn sie wie in "Treffen" ein thread einfach dahin entwickelt (das muss ja möglich bleiben), und interessant wird, dann kann man ihn ja einfach rüberschwupsen.

    Das möchte
    Romy

  • Anfangsdiskussion

    • romy
    • 9. Dezember 2006 um 11:16

    Re: Treffen 1.

    Hallo, ihr alle - oder, ob es mit Murkel zu sagen, winke-winke....(derzeit ganz angesagt)

    wieder mal ein interessanter thread. Ich bin übrigens der Meinung, wir sollten diese threads, die sich "damit" beschäftigen, extra abheften, damit die für Neulinge zu finden sind. Als ich damals hier neu reinkam, dachte ich...hallo? Gehts denen nur um Spritzen und Termine und Kosten? Macht sich da keiner Gedanken drum, was da eigentlich abgeht? Aus der Vielzahl von technischen postings kann man als Neuling gut diesen Eindruck gewinnen. Deswegen meine ich: Alle threads, die sich um den "Umgang" drehen, sei es der nach innen oder nach außen, sollten extra geheftet werden. Was meint ihr dazu?


    Ich habe mich auch zum Nicht-Sagen entschieden und stimme mit Josi ganz überein.

    Die Wahrheit zu sagen ist eine gute generelle Richtlinie, aber nicht immer und in jedem Fall die beste oder auch nur die moralisch hochstehendste Lösung. Ich sage die Wahrheit, wenn jemand damit etwas ändern kann. Ich mache z.B. Leute auf Mundgeruch oder offene Hosen oder falsch ausgeprochene Wörter oder auch auf auffälliges Trinkverhalten aufmerksam. Natürlich mit der entsprechenden Vorsicht und natürlich auch in dem Wissen, dass so ein Schuss nach vorne oder nach hinten losgehen kann. Trotzdem meine ich: Hier ist die Wahrheit sinnvoll, denn die Leute haben damit eine Chance, etwas zu ändern. Nicht ansprechen würde ich alle Dinge, an denen derjenige nichts ändern kann, ich sag mal: eine Narbe. Und hier würde ich auch lügen, wenn es nötig wäre. Denn da kann die Wahrheit nur verletzen.

    Ich würde zur Vorsicht raten, wo die Entscheidung für die Wahrheit aus allgemeinen moralischen Überlegungen resultiert. Es gibt keine allgemeine Moral, die immer und unter allen Umständen gilt. Ich würde mir mein Kind ganz genau anschauen und versuchen einzuschätzen, was bedeutet diese Aussage für dieses mein Kind? Was nehme ich ihm damit, was eröffnet sich ihm dadurch neu? Das ist sicher auch eine Frage des Charakters des Kindes. Aber mir scheint, es verliert viel und gewinnt wenig dazu.

    Und ganz aufpassen muss man auf den Beicht-Trieb, scheint mir. Es ist ja auch so ein bisschen "Reinen-Tisch-machen-Wollen" dabei ein ganz verständliches Bedürfnis, sich zu erleichtern. Aber damit dient man nur sich, nicht dem Kind. Da scheint es mir ebenfalls moralisch hochstehender, zu sagen: Diese Lüge, die trage ich. Die kommt in meinen privaten Rucksack und den trage ich.


    Wie würde es euch gehen, wenn ihr die Kinder wärt? Stellt euch vor, eure Mutter wäre... wolltet ihr es wissen? (Ich nicht).

    Josi, Frage an dich, du weißt doch immer soviel: Diese Vermischung...weíßt du da mehr drüber?

    Delila, erzähl bitte mal mehr, wie das ist, wenn man die Spenderin kennt.

    Es grüßt
    Romy

  • Schmierblutung in der Frühschwangeschaft

    • romy
    • 9. Dezember 2006 um 10:53

    Re: Schmierblutung in der Frühschwangeschaft

    Yildiz, mach dir nicht zu große Sorgen, aber informier trotzdem deinen Gyn und leg dich vorsichtshalber hin. Braunes Blut wird hier relativ häufig gemeldet. Nimm auch Magnesium ein, das entspannt die GM.

    Übrigens: du bist mindestens in der 5.SSW... Bei einer Schwangerschaft werden die ersten beiden Zykluswochen mitgezählt. D.h. in der 3.SSW-Woche kriegst du dein Pünktchen eingelegt, und in der Testwoche bist du automatisch schon in der 5. Woche.

    Alles Gute
    Romy

  • estradermpflaster missbildungen?

    • romy
    • 8. Dezember 2006 um 13:57

    Re: estradermpflaster missbildungen?

    Sybille, ich habe ein reizendes Töchterlein bekommen. Hier gibt es haufenweise Frauen, bei denen es geklappt hat. Die Chancen bei EZS sind ja wirklich sehr gut. Gruß Romy

  • Erfahrung Erstkontakt Novum

    • romy
    • 6. Dezember 2006 um 20:32

    Re: Erfahrung Erstkontakt Novum

    ...habt ihr die mailadresse von Joanna? Mit ihr läuft es immer sehr präzise und pünktlich.
    Achtung: Dr. L. ist am Telefon oft schwer zu verstehen und hat zudem die Neigung, von Hölzchen auf Stöckchen zu kommen. Ich fand schriftliche Kommunikation klarer und leichter zu verstehen.
    Vor Telefonaten: Schreibt euch eure Fragen auf und arbeitet den Zettel ab.

    Und habt keine Angst, denen auf die Nerven zu gehen. Die sind (z.B. von mir) einiges gewöhnt.
    Gruß Romy

  • Vida Fertility Institute

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