Re: Kinderwunsch über 45 und Berufstätigkeit
Hallo Francile,
ob das soviel mit dem Alter zu tun hat? Die Situation ist für jüngere Mütter doch auch nicht anders.
Ich bin mit 43 Mutter geworden und drehe jetzt mit 45 noch eine Runde. Ich bin selbstständig. Ab dem 4. Lebensmonat habe ich einen Babysitter eingeführt für (nach und nach) 3x1,5 Std./Woche. Ab anderthalb ging meine Tochter vormittags in eine Kindergruppe. Das hat alles super geklappt und war mehr als "Kinderentsorgung". Ich konnte /kann sehen, dass es meiner Tochter gut tut. Ich habe allerdings auch das Glück, eine tolle Einrichtung vor der Haustür zu haben.
Das war auch jeweils der richtige Zeitpunkt für den Schritt, also andere Menschen /andere Kinder wurden gerade interessant.
Ich habe immer gearbeitet, wenn meine Tochter schlief, eine Zeitlang auch immer frühmorgens ab 5 und eigentlich jeden Abend. Das war schon sehr anstrengend, aber die Sache wert. Ich kam im ersten Halbjahr noch auf 6Std., im 2. auf 3-4Std, im dritten auf max. 2Std. und jetzt, mit Kindergruppe und Mittagsschlaf, ist es wieder fast Vollzeit. Das 3. Halbjahr war das anstrengendste, bei weitem.
Ich würde immer empfehlen, das Babyjahr möglichst intensiv mit dem Kind zu verbringen. Es ist nur ein Jahr, also schnell vorbei. Beide Seiten haben in dieser Zeit ein starkes Symbiosebedürfnis, das man stillen sollte. (Hätte ich vorher von mir auch nicht gedacht - aber das kommt nach der Geburt.) Und die interessanten Momente passieren nicht unbedingt abends oder am Wochenende - du willst sicher auch sehen, wenn dein Kind sich das erste Mal dreht... für diesen Zeitabschnitt würde ich alles mögliche überlegen, um arbeiten + bei meinem Kind bleiben zu können.
Mehr als hlabtags würde ich ein kleines Kind nicht betreuen lassen. Wenn man abends müde von der Arbeit kommt, soll noch das GANZE Familienleben stattfinden? Dafür braucht man auch Kraft und Frische.
Gruß Romy