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Beiträge von frowlein

  • Gute und schlechte Berichte von Kliniken

    • frowlein
    • 12. Juli 2004 um 11:08

    Gute und schlechte Berichte von Kliniken

    Hallo, liebe Elißabeth...

    ich glaube, die betreffende PNerin hat´s nicht bös gemeint (niemand weiss besser als ich, wie schnell man mit völlig irrgelaufenen Unterstellungen konfrontiert und dementsprechend angegiftet wird...;).. ) .. gib´ doch der betroffenen Person die Chance, das klar zu stellen, okay?
    Ich bin sicher, sie ist ebenso bedrückt über Deine Interpretation ihrer PN wie Du über den Inhalt dieser unsäglichen PN.

    Übrigens finde ich, dass Du sehr recht hast mit Deiner Einschätzung, wonach Klinikberichte nur subjektiver Natur sein KÖNNEN - nichtsdestotrotz sollten diese in diesem Forum offen und ehrlich (!) ausgetauscht und auch kritisch beäugt werden dürfen!

    Und nun denk´ und glaub´an Deinen Bauch, denn der ist in jeder Hinsicht momentan der gefragteste Akteur, nicht wahr?! ;D

    Daumendrückende frowlein :)

  • Blutgruppenübereinstimmung

    • frowlein
    • 20. Juni 2004 um 06:59

    Blutgruppenübereinstimmung

    Bei (Not-)Kaiserschnittkindern und/oder Intensiv-Babies (Frühchen etc.) wird in jedem Fall die Blutgruppe bestimmt. (deswegen wussten wir sie zunächst auch erst von dem einen Kind --> OP-Bericht und U-Heft; beim zweiten wurde sie anlässlich einer Leistenbruch-OP 5 Wochen später bestimmt --> OP-Bericht).
    Dennoch glaube ich, dass den wenigsten vom medizinischen Personal irgendetwas auffällt, so denn es etwas zum "Auffallen" gibt (Bsp: Anfrage elterliche Frischblutspende). Und dann wäre da ja auch noch der Papa mit einer eigenen Blutgruppe.... -- ausserdem bleibt Euch zudem der Hinweis auf die Ärztliche Schweigepflicht, falls etwas "geoutet" werden muss.

    (Bei uns war diese Was-wäre-wenn- Simulation schon insofern kein Thema, da wir uns ja von vornherein für die to-tell- Variante entschieden hatten... ich weiss, einige von Euch haben bestimmte Gründe, es nicht zu tun, aber ich kann nur sagen: Nix verheimlichen zu müssen, entspannt ungemein.)

    Stichwort Leistenbruch: Kommt häufiger bei Frühchen und hier vergleichbar öfter bei kleinen Jungen vor --> beim Winz-Nackidei auf kleine Beulchen li + re oberhalb des Hodensacks (Leistengegend) oder im Hodensack (sogenannter Wasserbruch, nicht zu verwechseln mit den kleinen Hoden.... ;)..) achten. Manchmal sind diese Brüche auch nur ab und zu gut zu erkennen, da sich die Darmschlinge dann nur kurzzeitig durch die Bindegewebsbruchstelle nach aussen sichtbar hindurchschiebt (Stichwort: Gerad-gefüttert-Dickbauch- und/oder angestrengtes Brüllbaby auf Wickeltisch) und - wenn Baby entspannt - wieder in den Bauchraum zurückrutscht. Problematisch wird´s, wenn das rein- und rausrutschende Darmstückchen in der Bruchstelle eingeklemmt ist und dann abgedrückt wird...
    In jedem Fall gilt: Lieber einmal zu oft schnell zum Ki-Doc getrabt und abklären lassen!
    Steht die Diagnose, muss meist umgehend operiert werden. Dabei wird die Darmschlinge an ihren ordnungsgemässen Platz geschwupst und der Gewebe"bruch" verklebt -- voilà - das war´s. Heutzutage Routineeingriff. (Ich war trotzdem mit den Nerven am Ende, als ich mein Zwerglein von Papa zum OP tragen sah... :cry: Ich durfte 4 Stunden vorher nicht mehr näher an meinen Kleinen heran, da ich ja nach Milch roch und er zur OP nüchtern sein musste, also nix mehr trinken durfte. Er hat das übrigens erstaunlich entspannt gemeistert. Kein Gemecker, nada. Wie gesagt, Mama drehte am Rad... :-? ... und Nummer 2 genoss für kurze Zeit das doppelte Angebot an der Bar.. :roll: ).

    Bei älteren Kindern ab ca. 3 Jahren wird diese OP übrigens meist ambulant durchgeführt.. und nach 2 Stunden geht´s ab nach Haus. Babies werden 24 Stunden nach OP noch zur Beobachtung in der Klinik behalten.

    Wasserbrüche (s. oben) werden in den häufigsten Fällen zunächst nicht operiert, sondern erstmal bis zum 2.-3. Lj beobachtet. Meist schliessen sich die Brüche bis dahin von selbst.

    ...und eigentlich ist das Thema dieses Ordners ja die Blutgruppenbestimmung... :oops: aber ich hoffe trotzdem, dass meine Info dem einen oder anderen Elternpaar hier nützlich erscheint...
    (Medizinische Infos unter http://www.qualimedic.de )


    @ Homa:

    [size=18px]Herzlichen Glückwunsch zur Geburt Deines kleinen "Wikingers"![/size]

    frowlein :)

  • @ gerade gewordene und/oder werdende Mehrlingseltern/WICHTIG

    • frowlein
    • 18. Juni 2004 um 12:29

    Hallo!

    Habe gerade von meiner Drillingsmamafreundin die Info bekommen, dass es der ABC-Club e.V. (Verein für höhergradige Mehrlingsfamilien) dank seiner guten politischen Lobbyarbeit geschafft hat, rückwirkend zum 1.1.2004, für bspw Drillingseltern eine längere Erziehungszeit (6 Jahre) beim Gesetzgeber durchzubringen; zusätzlich zu den ja bereits vor einigen Jahren erkämpften Rentenanwartschaften (3 Jahre pro Kind.. und nicht mehr pro Geburt).
    Anträge zur erweiterten Erziehungszeit müssen beim Bundesfamilenministerium gestellt werden.
    Inwieweit von dieser Neuregelung auch Zwillingsfamilien betroffen sind (4 Jahre??), weiss ich nicht (betrifft mich - leider - auch nicht mehr direkt, da meine ja schon älter sind), aber bestimmt findet Ihr mehr unter http://www.mehr-als-eins.de oder unter der Website des ABC-Clubs.

    Wer Näheres herausbekommt, kann das ja hier, bitte, noch einstellen - sieht ja so aus, als könnte man schon einen eizellspende-zwilli-ordner aufmachen... :ja:

    Toi-toi-toi für alle Wunderkugelvorsichherschieberinnen.

    frowlein :)

  • KlinikWahl

    • frowlein
    • 18. Juni 2004 um 12:14

    KlinikWahl

    Hallo, zoe,

    kommt auch ein bisschen darauf an, was DU für ein Typ bist... ;) (bitte nicht falsch verstehen..)
    Ich persönlich habe es als sehr wichtig empfunden, eine renommierte Pränatalversorgung vor Ort gewährleistet zu sehen. Der Gedanke, im Ernstfall meine Kinder in eine entfernt gelegene Klinik verlegt zu wissen und selber - evtl. aufgrund eines Kaiserschnitts etc. - nicht sofort ebenfalls dorthin zu können, war mir ein Graus.
    Dass wir dann tatsächlich alles "mitgenommen" haben (Kreißsaal, Gyn-OP wg Notsectio, Neonatologie...), war keineswegs geplant, aber durch unsere Entscheidung hatten wir die optimale Versorgung für alle Betroffenen.
    Übrigens: Das Rundum-Sorglos-Paket einer guten Geburts- und Kinderklinik schliesst keineswegs die Möglichkeit einer natürlichen, entspannten Geburt aus... (EINE hatte ich ja, Nummer 2 hat sich dann allerdings quergelegt --> sectio)

    Schau doch mal unter http://www.eltern.de oder http://www.9monate.de oder http://www.rund-ums-baby.de,
    Dort gibt´s bspw links (und Wertungen) auf Listen mit stillfreundlichen und anderweitig gut bewerteten Kombikliniken... bestimmt auch bei Dir in der Nähe

    weiterer Tipp: http://www.afs-stillen.de oder die la leche liga. Stillverbände, die auch Tipps geben. Noch eine Möglichkeit: Die Hebammenverbände.

    Weiteres Auswahlkriterium: Erst die Beleghebamme aussuchen (rumhorchen...) und dann deren Meinung einholen (bzw. deren Klinik "buchen")... was nützt die netteste Klinik, wenn die Frau hinter Deinem Bauch (im Liegen - von Dir aus gesehen) so gar nicht Dein Ding ist... :o

    Toi-toi-toi für die nächsten Wochen,
    frowlein :)

  • EZS und HIV

    • frowlein
    • 17. Juni 2004 um 12:59

    EZS und HIV

    Ja, die Info habe ich auch --> s. Rechtssystem

    .. geht es doch auch um den Schutz des Ungeborenen - schliesslich könnten ja auch HIV- und/oder Hep-positive Empfängereltern das EZS-Kind infizieren...

    frowlein :)

  • EZS und HIV

    • frowlein
    • 17. Juni 2004 um 01:02

    Hallo.

    Nachdem der Ordner "Entschädigung der Spenderin" sich thematisch von den Fragen um das Befinden der Spenderin wegentwickelt und sich, mal wieder, alles um die Empfängerfamilie dreht, jetzt dieser Ordner.

    Bei meiner jahrelangen Mitarbeit in einem Förderverein für Aidshilfeprojekte habe ich u.a. eines ständig vor Augen geführt bekommen:
    Das Virus kennt weder Rassen- noch Klassenschranken!
    (Wer geht denn bspw zu den Prostituierten "ohne Gummi" und trägt das Virus in sogenannte gutbürgerliche, weisse Verhältnisse?)

    Obwohl ich vor 3 Jahren in das "Ehrenamt" Mutter wechselte und die tagesaktuellen HIV-Zahlen nicht mehr präsent habe, so ist mir doch bekannt, dass sich in einigen Ländern (u.a. Afrika) die Infektionsraten signifikant erhöht haben. Auch in Europa, in Deutschland sind die Zahlen wieder angezogen.

    Ob eine (Spender-)Eizelle per se infiziert sein kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Fakt ist: Sie wird nicht einem Vakuum entnommen, sondern ist von Körperflüssigkeit umgeben. Wie virulent diese Flüssigkeit - im Vergleich zu Sperma, Blut, Speichel, Schweiss etc. - sein kann, weiss ich allerdings nicht. Andererseits: Es werden auch immer wieder gesunde Kinder von infizierten Frauen zur Welt gebracht... auch durch entsprechende Vorbehandlungen und verschiedene Geburtsmethoden.
    Aber hier geht´s ja auch um die Vermeidung einer Infektion der Empfängerin durch möglicherweise verseuchte Spenden.

    Dass die Spenderin -nachweislich- auf HIV, Hepathitis etc. getestet wird, liegt auf jedem Falle im Interesse einer Klinik. Hierzu wären mindestens 2 Gründe zu nennen: Regreß und Reputation.

    Eine Klinik für eine fehlerhafte medizinische Leistung in Regreß nehmen zu können, hängt allerdings auch vom länderspezifischen Rechtssystem (sowie der "Dehnbarkeit" desselben :-? ) ab, dem die jeweilige Klinik und ihre Ärzte unterliegen.

    In Länder wie den USA bspw werden die infragekommenden Kliniken sowie u.a. die tatsächliche Durchführung der zugesicherten Testungen durch die sehr restriktive FDA überwacht. Ähnlich verhält es sich in einigen europäischen Ländern; manche Kliniken sind sogar entsprechend ISO-zertifiziert.

    Kurz und gut: Seriosität und eine grosse Sicherheit bezügl. des Gesundheitsstandards der Spenderinnen hat meiner Meinung nach also durchaus etwas mit der geografischen Lage der jeweiligen Kliniken zu tun.

    Um das Stichwort "Ost"-Kliniken noch mal aufzugreifen: Hier scheint mir eher die Tchernobyl-Problematik (erhebliche Erbgutschädigungen bis in die 3./4. Generation) ein noch wichtigeres Thema; zumal mögliche Schädigungen, soweit mir bekannt, erst NACH der Geburt festgestellt werden können....

    Übrigens: Bei meinen zwei Versuchen im IVI Valencia mussten sowohl ich als auch mein Mann jedes Mal aktuelle Befunde zu HIV, Hep etc. vorlegen.
    Mag es auch noch andere Gründe haben, ich werte das als Verantwortungsübernahme seitens der Klinik gegenüber dem Neuen Leben... wenn´s schon kein anderer tut..
    By the way: IVI arbeitet eng mit der amerikanischen University of Cornell zusammen (s. USA/FDA).

    frowlein

  • Spenderin Entschädigung

    • frowlein
    • 12. Juni 2004 um 09:12

    Spenderin Entschädigung

    @ Ines & Chris:

    Wenn

    Zitat

    das aufstellen von Anforderungsprofilen an die Spenderin durch Empfängerpaare

    u.a. die Entschädigungen

    Zitat

    in irrsinnige Höhen getrieben

    hat und dies auch Eurer Meinung nach

    Zitat

    nichts mehr mit dem ursprünglichen Gedanken der Eizellspende zu tun

    hat,

    wie steht Ihr denn dann zur Veröffentlichung von Spenderinnenfotos (auch Kinder- und Jugendbilder) sowie weiteren, personenbezogenen Daten - mal ganz unabhängig davon, ob geltendes Recht umgangen wird?

    Bzw:
    Wie verträgt sich denn diese Eure Aussage mit der Tatsache, dass Ihr selbst mails und PNs verschickt, in denen Ihr auf o.g. Möglichkeit der Profilübermittlung gewünschter Spenderinnen durch eine von Euch präferierte Klinik hinweist und diesbezüglich ausserdem um entsprechende "Geheimhaltung" bittet?

    frowlein

  • Spenderin Entschädigung

    • frowlein
    • 12. Juni 2004 um 06:05

    Spenderin Entschädigung

    Liebe Elißabeth,

    zuerst habe ich auch gedacht: "Blumen?!? :o Na, jetzt übertreibt sie´s aber..." - ein Weilchen später: "Warum eigentlich nicht?".

    Vielleicht verlegst Du den Zeitpunkt des Blumen-Dankeschöns nur einfach ein bisschen nach hinten, also, wenn Klein-Elißabeth oder Brüderchen ihr Kommen ankündigen...?
    Natürlich hat die Spenderin den Dank - unabhängig vom Ausgang der Behandlung - schon vorab verdient; andererseits ist bei positivem Test und/oder Geburt vielleicht gerade Dein Mann der erste, der überglücklich in ´s nächste Blumengeschäft stolpert und einen Riesenstrauss für die Spenderin zusammenstellt... (und für Dich natürlich!!) :D

    In jedem Fall empfinde ich Deine Einstellung, die Frau, die uns hilft, Mutter/Eltern zu werden, nicht zur reinen Sach-Spenderin degradieren zu wollen, als etwas sehr Positives - ganz im Gegensatz zur häufig anzutreffenden Auffassung "Ware gegen Cash, Nicht-daran-erinnert-werden-wollen inklusive. Nach mir die Sintflut."

    Ich weiss, es ist nicht jederfraus/-manns Sache, so offen mit dem Thema EZS umzugehen, wie mein Mann und ich es tun, aber lese ich zBsp Evchens postings, dann sehe ich uns ein weiteres Mal in unserer to-tell- Entscheidung bestätigt - auch, weil wir dadurch "unseren" Spenderinnen den ihnen gebührenden Platz in unserer Familienaufstellung einräumen.
    Evchen´s Stolz und Freude über die "Besonderheit" ihrer "Entstehung" ist genau das, was ich mir für unsere Jungs vorstelle, wenn sie - so nach und nach - an unsere spezielle Familiengeschichte herangeführt werden.
    Auch wenn´s schwülstig klingt: Gibt es gewolltere Kinder als unsere?

    Und dass es sie gibt/geben wird, haben wir alle gerade auch den Spenderinnen zu verDANKen!

    Ich persönlich glaube ja, dass dem Verschweigen / Verdrängen etwas Negatives / Verneinendes innewohnt, eine Kraft also, die uU sogar eine Schwangerschaft verhindert.
    Das ist meine Meinung;
    dass offen und positiv eingestellte Empfängerinnen eher schwanger werden, hingegen eine bekannte Tatsache. :ja:

    Und was, bitte schön, ist emotional, wenn nicht die Bemühungen um die Erfüllung des langgehegten Kinderwunsches?????
    Und wer könnte das -leider- besser beurteilen als Du, Elißabeth? :(

    Also, wenn´s Dir hilft, aus dem Klinik-"Karussell" auszusteigen, Dich abzulenken, Dich hinzuwenden, bewusst und aktiv anzunehmen, dann schick´doch Blumen - mach einfach DEIN Ding!... und/oder schreib einen langen Brief, in dem Du alle Deine Sorgen, Wünsche und Hoffnungen aufzählst, die Du mit der EZS verbindest (ob Du ihn jemals abschickst, ist ja eine andere Sache.. aber hebe ihn in jedem Fall auf - für später - für DEIN Kind :wink: ).

    Ey, und wenn Du mal wieder das Gefühl hast, jetzt kann eigentlich nur noch eine Familienpackung Valium auf ex Dein Gedankengewusel stoppen, dann verleg´ Dich doch auf die tonnenweise Herstellung von Marmelade - ich hätte da mindestens 2 dankbare Abnehmer!!! :lach:

    frowlein :)
    mit ihren IVI-Twins, deren 3. Geburtstagsparty unmittelbar bevorsteht, "Rudeltreffen" inkl.

  • Risiken der Behandlung bei IVF / ICSI

    • frowlein
    • 11. Juni 2004 um 20:39

    Risiken der Behandlung bei IVF / ICSI

    ..und hier der im vorstehenden Artikel zitierte Bericht über ein betroffenes Paar:

    "Babysehnsucht

    Wie ein Paar die Risiken und Nebenwirkungen einer In-vitro-Fertilisation durchlebt

    Von Claus Hecking

    Am schlimmsten ist die ständige Angst, sagt Clara Becker. „In den entscheidenden Tagen ist jeder Gang auf die Toilette seelische Folter“, seufzt die 32-Jährige. „Du denkst immer nur: Bloß keine Blutung, bitte kein Blut.“ Denn eine Menstruation bedeutet wieder keine Schwangerschaft, einen neuen Tiefschlag für die Apothekerin und ihren Mann Wolfgang.

    In letzter Zeit sähen sie nur noch Babys, sagen die Beckers: Auf der Straße. Im Fernsehen. Im Bekanntenkreis. Nichts wünscht sich das Ehepaar aus Nordrhein-Westfalen so sehr wie ein eigenes Kind. Dreimal haben sie bereits versucht, durch künstliche Befruchtung zu einem Baby zu kommen. Wolfgang produziert zu wenige Spermien – und die sind auch noch zu träge, um sich mit den gesunden Eizellen zu vereinigen. Daher hat Clara wochenlang Hormone gespritzt und damit peinigendes Druckgefühl in den Brüsten, auf doppelte Größe geschwollene Eierstöcke und dann die Schmerzen nach der Entnahme der Eizellen auf sich genommen. Er hatte ihre Stimmungstiefs zu ertragen: Als sich die Hormonschwankungen bemerkbar machten; als die Ungewissheit nach dem Wiedereinsetzen der befruchteten Eizellen immer quälender wurde; und vor allem am Ende, als sie doch wieder Blut sah.

    „Unsere Sterilität ist eine gemeinsame Krankheit, die wir als Paar auch gemeinsam ausstehen müssen“, sagt sie. Und beide sind überzeugt, dass sich diese Krankheit in Deutschland nicht optimal behandeln lasse. Die Erfolgsquoten künstlicher Befruchtung seien in kaum einem europäischen Staat so niedrig wie hierzulande. Nur rund ein Viertel der Versuche, ein Retortenbaby zu zeugen, klappe tatsächlich. Der Österreicher Herbert Zech verspricht etwa doppelt so hohe Raten: 48 Prozent aller künstlichen Befruchtungen führten in seiner Klinik in Bregenz zur gewünschten Schwangerschaft. „Wir werden regelrecht überschwemmt von Anfragen aus Deutschland“, berichtet er. Jährlich kämen etwa 1500 deutsche Frauen zu ihm, fast zehn Prozent aller Patientinnen des Nachbarlandes. Zech leitet drei weitere Kliniken in Italien, Tschechien und der Schweiz und ist Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie.

    Nur Siegerembryonen zählen

    Sein Erfolgsrezept heißt Blastozystentransfer. Diese Technik beruht auf einer längeren, rund fünf Tage dauernden In-vitro-Kultur der Embryonen. Diese nehmen dann nach vielen Zellteilungen die Form einer brombeerähnlichen Hohlkugel ein, Blastozyste genannt. Da die meisten Embryonen dabei zugrunde gehen, gilt die Zucht von Blastozysten als ethisch anstößige „Selektion“ und ist in Deutschland, Italien und in der Schweiz verboten. Hierzulande ist nur die Kultur von maximal drei Embryonen pro Zyklus gestattet, und diese werden meist nach zwei bis drei Tagen in die Gebärmutter transferiert. Zech hingegen schickt das Doppelte bis Dreifache an Embryonen ins Rennen und setzt auf Siegertypen: „Bei einem Hundertmeterlauf wird man auch nicht nach zehn Metern den Sieger bereits festlegen, sondern eben erst am Ziel.“ Sieger seien jene Embryonen, die sich bis zur Blastozyste entwickelten. Der Blastozystentransfer ermögliche höhere Schwangerschaftsraten als die Übertragung von Embryonen nach deutschen Vorschriften – und deshalb kommen die Frauen in hellen Scharen ins liberalere Österreich.

    Auch die Beckers sind nach Bregenz gefahren. Nur wenige Kilometer hinter der deutsch-österreichischen Grenze lässt Zech seine Klinik gerade ausbauen. Doch von Lärm oder Hektik ist dort nichts zu spüren: „It’s a human sign when things go wrong“, erklingt es aus den Lautsprechern des lichtdurchfluteten Wartezimmers mit Seeblick. Geduldig warten die Patienten, fast alle Deutsche oder Schweizer.

    Nach fünftägiger Kultur im Brutschrank wählt Zechs Laborchefin Astrid Stecher unter dem Mikroskop die beiden chancenreichsten Blastozysten aus, überzählige werden für etwaige spätere Verwendung eingefroren. Eine hohe Zahl und ein symmetrischer Aufbau der Zellen sind ihre Auswahlkriterien; genetische Untersuchungen nimmt sie nicht vor. „Wir machen nicht mehr, als die Natur auch tut“, sagt die Biologin. „Nur verzichten wir darauf, den Frauen todgeweihte Embryonen einzupflanzen.“

    Wer nicht fragt, bleibt dumm

    Für die Apothekerin Clara Becker beginnt menschliches Leben erst mit der Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter, „ansonsten müsste man auch die Spirale verbieten“. Abtreibung lehnen die Beckers ebenso ab wie die Präimplantationsdiagnostik; sie würden auch ein behindertes Kind akzeptieren. „Wir wollen uns nicht das perfekte Baby im Reagenzglas züchten. Wir wollen nur ein Kind.“

    Für den Blastozystentransfer, bei dem maximal zwei Embryonen verpflanzt werden, spricht das geringere Risiko von Drillingsgeburten. So entwickeln sich bei drei von hundert erfolgreichen künstlichen Befruchtungen nach deutschem Muster sämtliche drei Embryonen fort. Die Folgen sind mitunter dramatisch: Die Föten behindern sich gegenseitig in ihrer Entwicklung; Früh- und Fehlgeburten sind nichts Ungewöhnliches.

    Andererseits dürfte die Methode mit einem erhöhten Risiko von Imprinting-Defekten (siehe nebenstehende Geschichte) einhergehen. Nach neuen Erkenntnissen wäre es verwegen zu hoffen, dass ein Rennen, bei dem die meisten Embryonen sterben, die Sieger völlig unbeschadet lässt. Warum warnt Herbert Zech seine Patienten nicht vor der Gefahr von Imprinting-Defekten durch die Blastozystenkultur? „Wenn ein deutscher Reproduktionsmediziner vor der Blastozystenkultur warnt wegen Imprinting-Defekten, dann ist er ein Pharisäer, der bewusst gegen seine Patienten arbeitet“, kontert Zech. Es gebe „keinen Beweis, dass die Blastozystenkultur mehr Schäden verursacht als eine kürzere Kultur“. Die entdeckten Imprinting-Defekte seien extrem selten und könnten auch am ersten Tag entstanden sein. Wer da warne, der müsse auch vor Ultraschall-, Mikrowellen- oder Handy-Gebrauch warnen. Er kläre seine Patienten nur dann über Imprinting-Defekte auf, wenn sie danach fragten. „Das tun sie aber nicht.“

    Auch die Beckers hatten ihn nicht danach gefragt – weil sie das Problem nicht kannten. Doch sie sind Zech nicht gram. „Ich glaube, er empfindet das Risiko wirklich als gering und will seinen Patienten weiteren Stress ersparen“, sagt Clara Becker. Sie hat ein gravierenderes Problem. Nur eines ihrer sechs befruchteten Eier hat die ersten Tage in der Petrischale überstanden. Und nach dessen Übertragung hat sie wieder ihre Regel bekommen.

    Rund 3500 Euro musste das Paar dafür bezahlen, die Krankenkasse hat eine Erstattung abgelehnt. „Die Kosten der Behandlung dürfen von uns nicht übernommen werden“, heißt es in dem Schreiben der Kasse, da in Zechs Institut „eine Embryonenselektion vorgenommen“ werde, die deutschen Rechtsvorschriften widerspreche. Doch die Beckers lassen sich nicht beirren. Sie wollen ihr Elternglück erneut suchen. Im Herbst. In Bregenz.


    Mitarbeit: Hans Schuh

    (c) DIE ZEIT 09.06.2004 Nr.25"

  • Risiken der Behandlung bei IVF / ICSI

    • frowlein
    • 11. Juni 2004 um 20:30

    Risiken der Behandlung bei IVF / ICSI

    Hier der besagte Artikel:


    "Roulette in der Retorte

    In-vitro-Fertilisation kann bei Menschen ähnliche Schäden verursachen wie das Klonen bei Tieren. Mediziner streiten über die Ursachen und Konsequenzen

    Von Hans Schuh



    Foto: Institut für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie, Bregenz
    Kinder mit dem so genannten Angelman-Syndrom wirken auf den ersten Blick heiter. Sie lachen häufig und scheinbar unmotiviert, gelten deshalb auch als happy puppets, glückliche Puppen. Tatsächlich leiden sie jedoch meist unter schweren Fehlentwicklungen. Sie haben fortschreitende Krampfanfälle, sind geistig behindert und lernen nicht sprechen. Die Krankheit, die vor Ablauf des ersten Lebensjahres kaum auffällt, ist selten. Eine bestimmte Variante des Angelman-Syndroms kommt sogar nur etwa einmal auf 375000 Geburten vor. Umso überraschter waren Humangenetiker, als sie eine Häufung von gleich drei Angelman-Fällen dieser Art entdeckten – zwei davon in Deutschland – und feststellten, dass alle Kinder durch künstliche Befruchtung zur Welt gekommen waren.

    Selten ist auch das Beckwith-Wiedemann-Syndrom, durchschnittlich kommt ein Fall auf etwa 12000 Geburten. Die Babys leiden unter Riesenwuchs, der zu vergrößerten Organen und erhöhter Tumoranfälligkeit führt. Im vergangenen Jahr stellten Mediziner in den USA, in Großbritannien und Frankreich fest, dass in allen drei Ländern auffällig viele Babys mit Beckwith-Wiedemann-Syndrom im Labor gezeugt wurden. Insgesamt wurden 19 riesenwüchsige Babys nach In-vitro-Fertilisation (IVF) oder künstlicher Injektion eines Spermiums ins Ei (ICSI) entdeckt. Statistisch zu erwarten wären etwa fünf Fälle.

    Seltene Defekte als Alarmsignal

    Sind dies erste Anzeichen für möglicherweise fatale Konsequenzen der künstlichen Befruchtung? Gewiss lässt sich mit so geringen Zahlen keine seriöse Statistik betreiben. Zu Recht verweisen die Verfechter der In-vitro-Fertilisation auf ein Vierteljahrhundert Erfahrung und mehr als eine Million überwiegend gesunde Menschen, die dieser Technik ihr Leben verdanken. Dennoch werten Reproduktionsmediziner und Genetiker die seltenen Fälle als Alarmsignal. Sie befürchten, dass bei künstlichen Befruchtungen mehr schief gehen könnte als bisher angenommen.



    Foto: Institut für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie, Bregenz
    „Mehrere innerhalb kürzester Zeit publizierte Beobachtungen lassen es nun möglich erscheinen, dass spezifische (…) angeborene Syndrome nach IVF und ICSI vermehrt auftreten“, heißt es in einem Übersichtsartikel im Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie, dem offiziellen Organ von acht Fachgesellschaften. Die jetzt beobachteten Fehlbildungen seien „möglicherweise nur die Spitze des Eisberges“.

    Als Ursache gelten nicht etwa klassische Erbgutschäden durch die künstliche Befruchtung, sondern so genannte Imprinting-Defekte. Soll heißen: Die Steuerung beziehungsweise Prägung („Imprinting“) der Gene läuft falsch. Denn für eine gedeihliche Entwicklung neuen Lebens müssen zahlreiche Gene wie die Instrumente eines riesigen Orchesters zeitlich präzise an- und ausgeschaltet werden – sonst entstehen Fehlbildungen, die tödlich sein können. Epigenetik („Übergenetik“) heißt der relativ junge Forschungszweig, der sich damit befasst. Es zeigt sich, dass fast alle Gene in der frühen embryonalen Entwicklung an- und ausgeschaltet werden – und dass Embryonen in dieser Phase deshalb äußerst empfindlich sind.

    Darauf weist auch der Tiermediziner Heiner Niemann vom Institut für Tierzucht in Mariensee bei Hannover hin. Er warnt schon seit Jahren, dass die künstliche Befruchtung außerhalb des Mutterleibs Imprinting-Defekte verursachen kann. „Für uns ist es schlüssig, dass assistierte Reproduktionstechniken bei Mensch und Tier Nebenwirkungen haben“, sagt Niemann. Als Hauptgrund nennt er die künstlichen Bedingungen, unter denen der Embryo mehrere Tage lang in vitro heranreift, bevor er in den Mutterleib verpflanzt wird. „In natürlicher Umgebung gibt es einen steten Austausch und Wechsel von Nähr- und Signalstoffen zwischen Mutter und Embryo.“ In der Kulturschale hingegen schwappt der Embryo immer in derselben Flüssigkeit, und falls diese gewechselt wird, kann das mehr schaden als nützen.

    Niemann konnte an Rindern studieren, was beim Menschen undenkbar wäre: „Wir haben Embryonen unter möglichst gleichen Bedingungen erzeugt, gleiches Alter, gleicher Bullensamen et cetera. Dann haben wir gemessen, wie sich die Aktivität der Gene in natürlicher Umgebung, in utero, unterscheidet von den Genaktivitäten in vitro. Dabei haben wir erhebliche Unterschiede für fast jedes gemessene Gen festgestellt.“

    Dass die Kultur in vitro einen starken Einfluss auf die embryonale Entwicklung auch bei Mäusen und anderen Säugetieren haben können, bestätigt Hans Schöler, neu berufener Direktor am Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin in Münster. „Da kann schon das Öffnen des Brutschranks einen Effekt haben“, warnt er. Selbst harmlose Nährstoffe, die man zum Züchten von Mausembryonen in vitro zugesetzt hatte, können fatale Folgen haben.

    Als im vergangenen Jahr dann auch noch fünf Fälle eines Imprinting-bedingten und normalerweise seltenen bösartigen Tumors im Auge (Retinoblastom) bei Kindern nach IVF und ICSI bekannt wurden, wuchs die Unruhe bei den Medizinern. Gemäß dem Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie sind Imprinting-Defekte „verantwortlich für eine Vielzahl seltener und teilweise spätmanifestierender Erkrankungen beim Menschen“. Nüchtern heißt es dazu: „Auch 25 Jahre nach der Geburt des ersten durch IVF entstandenen Kindes liegen keine ausreichenden Studien zur Abschätzung eines möglichen epigenetischen Risikos durch IVF/ICSI vor.“

    Wie kann es passieren, dass nach über einer Million Geburten die In-vitro-Fertilisation erneut auf den Prüfstand muss, dass eventuell eine Vielzahl seltener, IVF-bedingter Leiden übersehen wurde? Vor allem zwei Faktoren sind ausschlaggebend: Erstens umfassten die meisten Studien zu wenige Fälle, um die vielen seltenen Defekte überhaupt zu entdecken, und sie beschränkten sich nur auf einen kurzen Zeitraum nach der Geburt. Zweitens verstehen Wissenschaftler erst jetzt, wie Imprinting-Defekte entstehen und wie sie aussehen könnten.

    Wie wichtig das korrekte Zusammenspiel der Gene für die Entwicklung eines Embryos ist, zeigt sich drastisch beim Klonen von Tieren. Geklonte Embryonen enthalten zwar alle Gene, dennoch sterben sie meist frühzeitig ab – wegen Imprinting-Defekten. Kommt nach vielen Fehlversuchen schließlich ein Klontier zur Welt, dann hat es oft kein normales Gewicht. Es ist entweder unter- oder übergewichtig, leidet zudem an diffusen Erkrankungen etwa der Nerven oder des Kreislaufs oder gar an Krebs.

    Wie können solch gegensätzliche Effekte entstehen, hier Untergewicht, da Übergewicht, wieso produzieren Klonen und IVF ähnliche Schadensmuster? Der Humangenetiker Thomas Haaf von der Universität Mainz erklärt die seltsamen Effekte mit einem „Geschlechterkonflikt im frühen Embryo“. Die Schulweisheit, das Erbgut mütterlicher und väterlicher Herkunft sei weitgehend gleichwertig, war offenbar falsch. Vielmehr ringen im Embryo Erbmerkmale beider Geschlechter miteinander nach folgendem groben Muster: Väterliche Gene versuchen, das Wachstum des Embryos zu steigern, ohne Rücksicht auf die Mutter. Mütterliche Gene hingegen bremsen das embryonale Wachstum, um die Ressourcen der Frau zu schonen. In diesem Konflikt sitzen die Väter am kürzeren Hebel, denn die Eizelle verfügt über die Werkzeuge, mit denen sich Gene an- und ausschalten lassen. „Zu keinem anderen Zeitpunkt in der Entwicklung ist die Epigenetik eines Individuums so anfällig gegenüber der Umwelt“, konstatiert Haaf.

    Der Geschlechterkonflikt macht verständlich, warum das Klonen ein Chaos auslöst: Die Eizelle wird ihres eigenen mütterlichen Erbguts beraubt. Statt männlichem Erbgut wird ihr das alte Genmaterial einer Körperzelle untergejubelt. Die geklonte Eizelle „weiß“ gar nicht, welches Erbgut männlichen und welches weiblichen Ursprungs ist und reprogrammiert blind drauflos. Das Resultat sind meist katastrophale Imprinting-Defekte, der geklonte Embryo stirbt. Wächst ein Klon dennoch heran und dominieren zufällig väterlich programmierte Gene, dann entsteht ein Riesenfötus mit Übergewicht. Large-Offspring-Syndrome („Groß-Nachwuchs-Syndrom“) heißt das Phänomen, das durch das Klonen von Tieren erst richtig auffällig wurde. Dominieren hingegen weiblich geprägte Gene, dann entsteht untergewichtiger Nachwuchs, der an allerlei Schwächen leidet oder gar stirbt.

    Mal Unter-, mal Übergewicht, das ist beim Klonen fast die Regel. Offenbar kann aber auch schon die Befruchtung im Reagenzglas das Imprinting stören und dadurch die Balance im Geschlechterkonflikt. Auch nach IVF kommen vermehrt unter- beziehungsweise übergewichtige Tiere zur Welt, jedoch deutlich seltener als beim Klonen.

    Ergebnisse von Tierexperimenten lassen sich nur begrenzt auf Menschen übertragen, doch bei der In-vitro-Fertilisation ergeben sich bemerkenswerte Parallelen: „Das erniedrigte Geburtsgewicht bei künstlicher Befruchtung passt gut zu einer Fehlregulation von geprägten Genen“, schreibt der Humangenetiker Thomas Haaf im Deutschen Ärzteblatt. Auch das Large-Offspring-Syndrom bei Tieren erinnere an den Riesenwuchs, der beim Beckwith-Wiedemann-Syndrom auftritt. Nach IVF oder ICSI geborene Babys sind auffallend oft untergewichtig, gemäß einer sorgfältigen Studie im New England Journal of Medicine etwa 2,6-mal häufiger als nach natürlicher Empfängnis.

    Bisher erklären die meisten Reproduktionsmediziner das Phänomen mit den Fruchtbarkeitsstörungen des Paares. So seien Mütter, die IVF oder ICSI in Anspruch nehmen, meist deutlich älter als der Durchschnitt, hinzu kämen mögliche hormonelle oder genetische Faktoren. Diese Ansicht vertritt beispielsweise Michael Ludwig. Der 36-jährige Gynäkologe hat eine der größten Studien über Fehlbildungen nach IVF und ICSI publiziert, er lehrt an der Medizinischen Universität Lübeck und praktiziert in Hamburg am Endokrinologikum. Ludwig verweist auf Untersuchungen, wonach in vitro gezeugte Kinder deutlich seltener untergewichtig sind, wenn sie von einer Leihmutter ausgetragen wurden. Ein kleinerer Teil des Untergewichts, konzediert Ludwig, könnte auch auf Imprinting-Störungen zurückgehen. Dabei sei noch offen, ob dies auf die In-vitro-Kultur oder auf die genetische Disposition der Eltern zurückgehe.

    Weitgehend Einigkeit herrscht darüber, dass generell die Rate angeborener Fehlbildungen bei Neugeborenen nach IVF und ICSI merklich höher liegt als nach natürlicher Fortpflanzung. So fand Ludwig in seiner deutschen Studie bei 8,6 Prozent der Schwangerschaften große Fehlbildungen nach ICSI, in der Kontrollgruppe natürlicher Schwangerschaften hingegen nur 6,9 Prozent. Das entspricht einem um 25 Prozent erhöhten, relativen Risiko. Eine australische Studie hingegen fand sogar eine verdoppelte Fehlbildungsrate nach IVF (9 Prozent) und ICSI (8,6 Prozent), verglichen mit dem „natürlichen“ Vergleichskollektiv (4,2 Prozent). Heftig umstritten ist jedoch, ob die erhöhten Fehlbildungsraten der In-vitro-Kultur oder anderen Faktoren anzulasten sind, angefangen vom Alter der Paare über ihre genetischen Vorbelastungen bis hin zu Belastungen bei der Ei- und Samengewinnung.

    Neben der großen Fülle potenzieller Einflussfaktoren erschweren auch prinzipielle Mängel der Untersuchungen eine zuverlässige Abschätzung der Risiken. Die üblichen Beobachtungen von einigen hundert oder tausend Babys direkt nach der Geburt erfassen viel zu wenige Kinder in einem viel zu kurzen Zeitraum, um Tausende seltener oder spät auftretender Erbkrankheiten, die jeweils nur ein Gen betreffen, überhaupt nachzuweisen. Hinzu kommen zahllose, noch weitgehend unbeschriebene Krankheitsbilder, die von mehreren Genen abhängen und erst spät auftreten, etwa Störungen der Fruchtbarkeit, der geistigen Entwicklung oder des Verhaltens.

    Derzeit ist also sehr wahrscheinlich nur ein winziger Ausschnitt der Realität bekannt. Deshalb fordern angesehene Epidemiologen wie der Amerikaner Roger Gosden eine große internationale Studie, die 100000 Geburten umfasst, um endlich Licht ins Dunkel zu bringen. In Deutschland allein dürfte es keine Klärung der Fragen geben, welche Imprinting-Defekte IVF und ICSI verursachen. Denn für eine umfassende Studie fehlen hierzulande Personal und Geld, teilweise auch schlicht die Voraussetzungen. So wird in den einschlägigen Tumor- und Krankenregistern nicht die Art der Zeugung der Patienten erfasst. Kinderärzte fragen auch nicht routinemäßig danach. Eine Verknüpfung vorhandener Informationen verbietet in Deutschland zudem das Datenschutzgesetz.

    Angesichts der vielen Ungewissheiten schließt Michael Ludwig größere Überraschungen nicht aus. Doch wie vermittelt er als Arzt dieses Problem seinen Patienten? Er könne nur sorgfältig aufklären über bekannte und vermutete Risiken der assistierten Reproduktion. Dazu gehörten auch genetische und durch die Kultur bedingte Imprinting-Defekte.

    Vielen Eltern von in vitro gezeugten Kindern ist das große Spektrum potenzieller Risiken allerdings gar nicht bewusst. Deshalb bringen sie spätere seltene Erkrankungen meist auch nicht in Verbindung mit der Zeugungsart. Doch selbst bei Kenntnis des Risikos ist der Babywunsch oft so überwältigend stark, dass er alle Bedenken hinwegfegt (siehe nebenstehenden Bericht). Und wenn die Geburt schließlich erfolgreich verlaufen ist, wollen die wenigsten noch an die assistierte Zeugung erinnert werden. Mögliche Spätschäden werden dann eben als Schicksalsschläge verbucht.

    (c) DIE ZEIT 09.06.2004 Nr.25"

  • Spenderin Entschädigung

    • frowlein
    • 11. Juni 2004 um 20:06

    Spenderin Entschädigung

    Hallo, Elißabeth,

    ich glaube, wir Empfängerinnen sollten auch ruhig daran glauben dürfen, dass es Spenderinnen gibt, bei denen das altruistische Moment überwiegt. :ja:

    Auch wenn´s irgendwie quer klingt, aber es sind bspw tatsächlich Frauen darunter, die aufgrund ihres Glaubens spenden - die sagen: "Meine Fruchtbarkeit ist ein Geschenk Gottes, so, wie Kinder auch Gottesgeschenke sind - deswegen möchte ich mit anderen Frauen teilen, ihnen helfen, Mutter zu werden." -- Kein Scherz.

    Auch darf man die Entschädigungen, die geleistet werden, nicht direkt miteinander vergleichen. Was einer Frau bspw in Kiew oder Kapstadt als Lebensunterhalt dienen kann, ist für eine Spenderin in Spanien (obwohl im direkten Vergleich mehr Geld) tatsächlich nur eine kleine Aufwandentschädigung.

    Egal also, ob eine Handvoll Rubel, x Rand, 600 oder 6.000 Euro - letztendlich ist die Hilfe, die wir betroffenen Frauen/Paare durch die Spendenbereitschaft anderer Frauen erhalten, eigentlich unbezahlbar!
    Von der Gesundheit der Spenderinnen mal ganz zu schweigen.

    Natürlich sollte davon ausgegangen werden können, dass alle Spenderinnen vollständig/umfassend über die gesundheitlichen Risiken der Stimulation etc. zur EZS aufgeklärt werden und sie sich - dessen bewusst - erst dann für die Spende entscheiden.

    Klar, da, wo die wirtschaftliche Not gross ist, kann eher vermutet werden, dass schon mal Warnungen ignoriert, ja, eventuell sogar gezielt mit dieser Bereitschaft der infragekommenden Spenderfrauen gedealt wird, und sie eben nicht aufgeklärt werden...

    Nicht unwesentlich in diesem Zusammenhang erschien uns auch der Bildungshintergrund der Spenderinnen - platt ausgedrückt: Wer Hirn unterm Hut hat, schluckt nicht einfach ständig irgendwelche Hormone und lässt sich in den Bauch pieksen "Ist ja nur ein Ei" -- :o, sondern macht sich auch selber schlau!

    Mir war und ist nicht wohl bei dem Gedanken, dass Vielspenderinnen (ähnlich wie Viel-IVFlerinnen) ihre häufigen Stimulationszyklen womöglich mit ihrer eigenen Infertilität (oder schlimmerem) "bezahlen".
    Mag sein, dass hier die eine oder andere die "Hauptsache, ICH werde schwanger"- Partei vertritt. Mein Ding ist das jedenfalls nicht - schliesslich geht´s ja auch anders!!

    Ich find´s jedenfalls toll, Elißabeth, dass Du Dir darüber Gedanken machst. :gut:

    Auch wir hatten uns im Vorfeld über diese Dinge informiert und dann die Auswahl wie folgt eingegrenzt:
    - Bei welcher Klinik kann klar davon ausgegangen werden, dass die Spenderinnen umfassend über die Risiken aufgeklärt werden - vielleicht sogar schon auf den webseiten der in der Auswahl befindlichen Kliniken?
    - Wo ist die Spendenhäufigkeit klar festgelegt?

    Da sind dann schon mal ´ne Menge durch das Raster gerauscht.

    Bei Kliniken in Dänemark und Belgien bspw sind die Spenderinnen zwar selbst betroffen (IVF) - andererseits die meisten aber eben auch selbst nur eingeschränkt fertil.
    Auch die einzelnen Rechtssysteme der infragekommenden "Spenderinnenländer" und deren Glaubwürdigkeit bei der Durchsetzung der vorgegebenen Normen waren für uns ein weiteres wichtiges Indiz.

    Einen Weg, diese Frage zu umgehen, bietet uU die Embryonenspende: Die "überzähligen" Eisbärchen warten ja nur auf Abholung, die gibt´s ja schon, die werden ja nicht extra gezeugt.
    (Leider gibt es aber auch hier schon ernstzunehmende Hinweise auf Kliniken, die Embryos gezielt "vorproduzieren", um sie als vermeintlich "Überzählige" und als billige Alternative zur EZS anzubieten...)

    Dir, liebe Elißabeth, wünsche ich jedenfalls von Herzen, dass Du es schaffst, so fest mit dem Fuss aufzustampfen, dass diese sich immer höher drehende Spirale des "Was?Wann?Wo?Wieviel?" endlich, endlich in sich zusammenfällt und eine solide Plattform für Deine/Eure EINE Entscheidung bietet.
    Ich erinnere an dieser Stelle gern an die von SunnySunshine vor längerer Zeit aufgestellte Prioritätenliste. Nimm sie, ergänze sie um die Euch wichtigen Dinge... et voilà .. ich wette, da bleibt dann nicht mehr viel Auswahl. Und wenn´s dann nicht weitergeht: Würfeln oder mit verbundenen Augen Dartpfeile werfen. Und dann: Ziel in´s Auge fassen und unbeirrt (!!!!!!!!!!) drauf zu!

    In diesem Sinne: Machet klar!

    frowlein :),
    die, wie Du ja weisst, gerade mächtig am Rumwirbeln ist... ;D

  • Erfahrung mit Embryonenspende

    • frowlein
    • 4. Juni 2004 um 07:20

    Erfahrung mit Embryonenspende

    Hallo, Uli ;)

    ... endlich mal wieder was zum Mitfreuen und Herzlich-Laut-Lachen-Müssen!!

    Auch, wenn ich für mich die BG-Frage anders beantwortet habe, Deine 46:85-Theorie ist jedenfalls saukomisch. :lach:
    Ich "fürchte", bei dem Gedanken an Dein posting kriege ich den ganzen Tag das Grinsen nicht aus dem Gesicht.
    Und Deine Eltern-Einstellung finde ich sowieso klasse!

    .. und 749 an Tag 15 ist doch verdammt ordentlich..

    Viel Glück und Toi-Toi-Toi weiterhin!!!

    frowlein,
    mit ihren mittlerweile fast 3-jährigen EZS-IVI-Twins :)

  • Einmal Abschied

    • frowlein
    • 29. Mai 2004 um 07:43

    Einmal Abschied

    Ach, liebe Tapabo....

    .. wie sehr kann ich Deine Traurigkeit und Sorge nachfühlen. Es tut mir so leid.

    Ich denke, eine Statistik hilft hier nicht weiter, aber vielleicht die Erklärung meines Gynäkologen.
    Als ich nämlich in der 6. SSW zum HerzUS kam, wollte er zunächst den von mir auf dem Bildschirm entdeckten Punkt nicht scannen (naja, kein Wunder! - gerade ich - wo ich von US soviel Ahnung habe wie ´ne Kuh von Gehirnchirurgie) , dann meinte er jedoch, es handele sich um einen "leeren Dottersack". Jener zeigte dann aber eindeutige Herzaktivitäten. Trotzdem warnte mich mein Gyn vor allzugrosser Euphorie, ich würde vermutlich den einen verlieren. Aber ich solle mir um den anderen keine Sorgen machen, der sässe "fest und sicher".

    Es käme durchaus häufig vor, dass Schwangerschaften in den ersten Wochen als sogenannte multiple Schwangerschaften angelegt seien, sich dann aber - meist so ab der 7.- 10. SSW - als Einlingsschwangerschaft problemlos (!) weiterentwickeln. Manchmal kommt es auch zu entsprechenden Blutungen - ohne die Einlingsschwangerschaft zu beeinträchtigen.
    Diese Erkenntnisse seien zurückzuführen auf die immer früher angewandten und technisch fortlaufend verbesserten Diagnosemöglichkeiten innerhalb der ersten SSW. Und hätten damit auch eine Erklärung bzw. Theoriebeweis für die häufig früh gemessenen, hohen ß-hcg- Werte und die dann tatsächlich eingetretenen (den ersten ß-hcg eigentlich widersprechenden) Einlingsschwangerschaften geliefert.
    Soll heissen: Gerade "künstlich" erzeugte Schwangerschaften werden natürlich viel früher gescreent, als das bei "natürlichen" Schwangerschaften der Fall ist.
    Damit können jetzt eben auch multiple Schwangerschaften erfasst werden, die sich unter "normalen" Umständen sozusagen unerkannt als normale Einlingsschwangerschaften entwickeln.

    Ich weiss, dass hilft Dir/Euch in Deiner/Eurer Traurigkeit vermutlich auch nicht weiter; aber ich hoffe, es macht Dir/Euch Mut, daran zu glauben, dass sich nun der kleene Knurpel mit "jetzt-erst-recht"- Power energisch in seiner Mama "breit macht".

    Weisst Du, ich glaube, dass Deine beiden Krümelchen sich zu einer grossen, starken Seele vereint haben.. und der "Grosse" den "Kleinen" nur einfach in sich aufgenommen hat, damit nur ja nichts verloren geht.

    ... und wenn dann der kleine Purzelwurm in Deinen Armen liegt, brauchst Du dann vielleicht sogar Nerven und Kraft für 2.. :lach: und kriegst dafür doppelt Liebe zurück.. :ja: ... und wenn Du/Ihr dann ganz genau hinschau(s)t, zwinkert Dir/Euch auch der "Kleine" zu...

    Liebe Tapabo, denk´ ganz tief in Dich hinein. Da ist jemand, der Dich braucht, der spüren MUSS, dass Du an ihn glaubst.


    In Gedanken bei Euch 3en.

    frowlein :)

  • Fruchtwasseruntersuchung

    • frowlein
    • 5. Mai 2004 um 04:37

    Fruchtwasseruntersuchung

    Hallo, Dorothe,

    gute Infos und Erfahrungsberichte hierzu findest Du auch auf der site der Berliner Charité sowie in einigen Foren auf

    http://www.eltern.de oder http://www.9monate.de oder http://www.rund-ums-baby.de oder http://www.qualimedic.de.
    Natürlich auch bei http://www.klein-putz.de und http://www.wunschkind.de.

    Für (werdende) Mehrlingseltern auch noch interessant: http://www.mehr-als-eins.de.

    frowlein :)

  • Valencia - bin völlig sprachlos

    • frowlein
    • 5. Mai 2004 um 04:30

    Valencia - bin völlig sprachlos

    Hallo, Maya,

    das ist in der Tat ziemlich "kurios" .. und frustrierend! :o

    Den Tipp mit einem neuerlichen Spermiogramm finde ich eine gute Idee.
    Auch den Kontakt zu Dr. A. zwecks Übersetzung würde ich schnell aufnehmen.

    Vielleicht liegt´s ja tatsächlich an den Spermien; nur eben nicht bei Deinem Mann, sondern im Valencia-Labor..... schon mal daran gedacht?... Das würde erklären, warum sie Dir mit dem nächsten Versuch entgegenkommen.
    Zumindest müssten sie dann "neues" Sperma "anfordern... oder aber, es ist tatsächlich so ´ne ungewöhnliche Sache, dass sie sich jetzt aus Eigeninteresse da richtig reinhängen. Letzteres wäre ja mehr als wünschenswert, oder?!

    Ach, Mönsch, das ist ja zum Haareausraufen!! ´Ne Achterbahnfahrt ist ja nix dagegen. Ich wünsch´ Dir jedenfalls Nerven aus Edelstahl und - bei Bedarf - ´ne Schulter zum Frustabheulen und/oder ´ne Eisenbahnbrücke in der Nähe zum Drunterrumbrüllen...

    frowlein :)

  • Erfahrungen aus Kapstadt

    • frowlein
    • 3. Mai 2004 um 16:10

    Erfahrungen aus Kapstadt

    Hallo, Grit,

    es tut mir leid, dass Ihr so enttäuscht wurdet... allerdings bin ich auch erstaunt, wie sehr sich Eure Erfahrungen (s. Klinikenordner Südafrika) mit denen etlicher Paare aus Australien, Amerika und England decken.
    Vielleicht kein Trost; aber diese Nummer vonwegen des Aussehens, Bildung, Alter und anderer Angaben die Spenderin(nen) betreffend, wurde auch schon häufiger thematisiert. Auch hier: Erstaunliche Übereinstimmungen. Wo Ihr aber Spendenteilung vermutet, glauben die meisten der anderen vorgenannten Paare, dass es sich eher um eine "standardisierte" Spenderinnenbeschreibung handelt, die generell von der Klinik ausgegeben wird und somit durchaus den Wunschvorstellungen der meisten ausländischen Empfängerpaare, aber weniger den Tatsachen, entspricht.

    Wenn ich so an die einzelnen TV-Beiträge der letzten Zeit denke, halte ich letzteres in der Tat für eher wahrscheinlich: Weder schienen alle gezeigten Spenderinnen durchweg jung, noch besonders gebildet zu sein (s. auch Beitrag mit Ines&Chris).
    Dies ging bis vor kurzem u.a. auch aus der website eines amerikanischen EZS-Vermittlers hervor, auf dessen site (http://www.renewbodysoul.com) aktuelle Bilder und Kinderbilder sowie Lebensläufe angebotener Spenderinnen in der Cape Fertility Clinic Dr. Wiswedels gezeigt wurden.
    Seit einigen Tagen ist diese site "currently offline" - auf Bestreben der südafrikanischen Gesundheitsbehörde, die auf Einhaltung (compliance) der gesetzlichen Bestimmungen zur Anonymität der Spenderin pocht.

    Zu diesem merkwürdigen - nennen wir es ruhig mal - Geschäftsgebaren passt auch, dass demnächst Kinderfotos der Spenderinnen direkt von der Wiswedel Klinik an (auch deutsche) interessierte Paare übermittelt werden sollen. Aber das soll natürlich "zunächst" geheim bleiben... Ines und Chris können das bestätigen; mir liegt eine entsprechende mail vor.

    Bliebe vielleicht abschliessend noch anzumerken, dass keines der oben genannten Paare aus Übersee und England schwanger, geschweige denn Eltern wurden.
    Wie - soweit ich informiert bin - auch noch niemand hier im Forum - oder??

    Drei der englischen Paare waren übrigens zum zweiten Versuch in Valencia. Soeben erhielt ich per mail die überglückliche Rückmeldung von einem dieser Paare, dass der heutige SST positiv ausgefallen ist. :ja:
    Ein weiteres Paar testet übermorgen, das dritte wird in wenigen Wochen Zwillingseltern.

    frowlein,
    die hofft, dass nicht auch dieser Beitrag unangekündigt und durch Forenmasterwillkür im nichtöffentlichen "Zankäpfel"-Ordner verschwindet

  • Kapstadt - Ordner

    • frowlein
    • 3. Mai 2004 um 16:05

    Kapstadt - Ordner

    Hallo, Grit,

    es tut mir leid, dass Ihr so enttäuscht wurdet... allerdings bin ich auch erstaunt, wie sehr sich Eure Erfahrungen (s. Klinikenordner Südafrika) mit denen etlicher Paare aus Australien, Amerika und England decken.
    Vielleicht kein Trost; aber diese Nummer vonwegen des Aussehens, Bildung, Alter und anderer Angaben die Spenderin(nen) betreffend, wurde auch schon häufiger thematisiert. Auch hier: Erstaunliche Übereinstimmungen. Wo Ihr aber Spendenteilung vermutet, glauben die meisten der anderen vorgenannten Paare, dass es sich eher um eine "standardisierte" Spenderinnenbeschreibung handelt, die generell von der Klinik ausgegeben wird und somit durchaus den Wunschvorstellungen der meisten ausländischen Empfängerpaare, aber weniger den Tatsachen, entspricht.

    Wenn ich so an die einzelnen TV-Beiträge der letzten Zeit denke, halte ich letzteres in der Tat für eher wahrscheinlich: Weder schienen alle gezeigten Spenderinnen durchweg jung, noch besonders gebildet zu sein (s. auch Beitrag mit Ines&Chris).
    Dies ging bis vor kurzem u.a. auch aus der website eines amerikanischen EZS-Vermittlers hervor, auf dessen site (http://www.renewbodysoul.com) aktuelle Bilder und Kinderbilder sowie Lebensläufe angebotener Spenderinnen in der Cape Fertility Clinic Dr. Wiswedels gezeigt wurden.
    Seit einigen Tagen ist diese site "currently offline" - auf Bestreben der südafrikanischen Gesundheitsbehörde, die auf Einhaltung (compliance) der gesetzlichen Bestimmungen zur Anonymität der Spenderin pocht.

    Zu diesem merkwürdigen - nennen wir es ruhig mal - Geschäftsgebaren passt auch, dass demnächst Kinderfotos der Spenderinnen direkt von der Wiswedel Klinik an (auch deutsche) interessierte Paare übermittelt werden sollen. Aber das soll natürlich "zunächst" geheim bleiben... Ines und Chris können das bestätigen; mir liegt eine entsprechende mail vor.

    Bliebe vielleicht abschliessend noch anzumerken, dass keines der oben genannten Paare aus Übersee und England schwanger, geschweige denn Eltern wurden.
    Wie - soweit ich informiert bin - auch noch niemand hier im Forum - oder??

    Drei der englischen Paare waren übrigens zum zweiten Versuch in Valencia. Soeben erhielt ich per mail die überglückliche Rückmeldung von einem dieser Paare, dass der heutige SST positiv ausgefallen ist. :ja:
    Ein weiteres Paar testet übermorgen, das dritte wird in wenigen Wochen Zwillingseltern.

    frowlein,
    die hofft, dass nicht auch dieser Beitrag unangekündigt und durch Forenmasterwillkür im nichtöffentlichen "Zankäpfel"-Ordner verschwindet

  • Finanzierung

    • frowlein
    • 30. April 2004 um 07:02

    Finanzierung

    .. ja, Ratenzahlung ist möglich.

    frowlein :)

  • FSH Wert und Schmierblutungen

    • frowlein
    • 30. April 2004 um 06:14

    FSH Wert und Schmierblutungen

    UUuuuuups - habe glatt überlesen, dass Du ja bereits in einer KiWu-Klinik bist... tja, dann ist´s in der Tat seltsam, dass die sich so wenig mit Deinen Überlegungen auseindersetzen... Bleibt nur der Wechsel. Bedauerlich zwar, aber Du traust denen ja sowieso nicht mehr so richtig über den Weg... :nein:
    ... und das kommt doppelt hart, solltest Du Dich / Ihr Euch für eine wie auch immer geartete Auslandsbehandlung entscheiden... denn dann brauchst Du schon einen Deutschen Repromed, den Du vertrauensvoll "anlaufen" kannst und der Dich unterstützend begleitet...

    frowlein :)

  • FSH Wert und Schmierblutungen

    • frowlein
    • 30. April 2004 um 06:07

    FSH Wert und Schmierblutungen

    Hallo, Tanja,

    falls Englisch für Dich kein Problem ist, schau doch mal bei http://www.pof-support.org rein....

    Was die Arztwahl anbelangt, kann ich Dir nur den Tipp geben, statt eines "normalen" Gyn einen KiWu-Doc/Repromed aufzusuchen. Die sind meist mit ihrer Terminologie und themenspezifischen Ausbildung sehr viel näher dran an der richtigen Diagnose. ... oder schreib doch, in welcher Region Du wohnst.. und dann kommen bestimmt ein paar konkrete Arzt-Tipps rüber.. ;)

    Übrigens: POFer (premature ovarian failure = vorzeitige Reifestörung der Ovaren) können durchaus noch Blutungen und/oder Eisprünge haben, entscheidend sind u.a. auch Anzahl und Qualität ebenfalls noch möglicher, heranreifender Follikel in Verbindung mit diversen Hormonwerten.

    Mir persönlich sind sogar einige Frauen bekannt, die nach POF-Diagnose und erfolgreicher EZS-Behandlung nach der Geburt wieder "normale" Werte hatten und sogar auf "natürliche" Weise noch einmal schwanger wurden... :o

    .... und noch ´n Tipp am Rande: Wenn Du Dir / Ihr Euch noch gar nicht so ganz im Klaren darüber seid, ob EZS tatsächlich der nächste Schritt sein sollte.... --> viele der europäischen EZS-Kliniken sind ja nicht ausschliesslich auf EZS spezialisiert; vielmehr decken sie etliche Bereiche der Humanen Reproduktionsmethoden ab, wie eben auch IVF / ICSI... mit dem Vorteil, dass sie nicht Bestimmungen wie dem Deutschen Embryonenschutzgesetz unterliegen und bei IVF und PID noch ganz andere Möglichkeiten wie zB Tag 5-Transfer etc. haben.

    Bekannt und unumstritten sehr erfolgreich ist hier zum Beispiel die Frauenuniversitätsklinik in Brüssel oder auch das IVI Valencia (http://www.ivi.es). --> s.a. Forumsdoc im "Medizinische Fragen"- Ordner.
    Frag ihn doch mal....

    Die Kosten sind in etwa mit Deutschen IVF-Behandlungen vergleichbar. Und sobald eine Kostenübernahmeerklärung Eurer Krankenkasse/-versicherung vorliegt, gilt das auch für vergleichbare Behandlungen im europäischen Ausland (!!). Achtung: Nicht übernahmefähige Posten bei der Auslandsbehandlung mit gesonderter Rechnung ausgleichen... :ja:

    Ich hoffe, das hilft Dir erstmal ein bisschen weiter... ?!?

    frowlein :)

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