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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Beiträge von frowlein

  • Aufklärung EZS

    • frowlein
    • 15. Oktober 2009 um 11:03

    Re: Aufklärung EZS

    Ich freue mich sehr! :)


    Quintessenz aus zahlreichen emails und Anrufen, die ich sowohl von Forumsmitgliedern als auch anderen EZS- und EmbA-Eltern zu diesem Thema in den letzten Tagen erhalten habe:

    Einstmals unentschlosse, aber auch mindestens ebenso viele (und mir noch in bleibender Erinnerung aus diesem Forum :argue:) entschlossene, Verschweiger möchten ihre Kinder aufklären!
    (Darunter war auch eine Familie, die ein älteres genetisches Kind hat und nun noch ein EZS-Kind erwartet. Sehr spannend. Doch dazu an vielleicht anderer Stelle mehr.)

    Übereinstimmend erklären sie alle, dass sie ihre Eltern-Kind-Beziehungen tagtäglich als so gefestigt und bindend empfinden und leben, dass sie das Erzählen nicht mehr als mögliche Belastung sehen, sondern dass sie "die anderen Bausteine" als selbstverständlichen Teil ihrer höchstpersönlichen Familiengeschichte den Kindern vermitteln möchten. Keine Ängste mehr.

    Und wir reden und lachen über das "Wie", nicht mehr über das "Ob".

    Das hat mir gezeigt, dass in diesem Forum wirklich dringend ein eigenes Plätzchen für diesen Aspekt / diese Eltern eingerichtet werden muss, es gibt ja schließlich auch immer mehr von uns. Das Thema betrifft zunehmend mehr Forumsmitglieder, aber auch interessierte Gastleser (die nicht in den bisherigen Eltern-Ordner reinkommen) und Paare vor der KiWu-Behandlung.

    (s. meinen Vorschlag hierzu in "Neuen, fixierten Ordner zum Thema Aufklärung? Bitte um Eure Meinung")


    frowlein

  • "Aktion Kinderwunsch e.V." ruft zur Teilnahme auf

    • frowlein
    • 14. Oktober 2009 um 17:22

    Re: "Aktion Kinderwunsch e.V." ruft zur Teilnahme auf

    Bitte weiter fleißig mit unterschreiben!

  • Neuen, fixierten Ordner zum Thema Aufklärung? Bitte um Eure Meinung

    • frowlein
    • 14. Oktober 2009 um 16:01

    Re: Neuen, fixierten Ordner zum Thema Aufklärung? Bitte um Eure Meinung

    Hallo, B.,

    na, der Admin doch, oder?

    Oder willst Du mit Deiner Frage ausdrücken, dass dieses Forum von seinen getrennten "Eltern" Ines & Chris einfach so im Stich gelassen wurde und nun "verwaist" ist???
    <img src="http://smileystoolbar.net/smiley/Smileys…1_ma2.gif" />

    frowlein

  • Hibbel-Ordner und WS-lerinnen

    • frowlein
    • 14. Oktober 2009 um 15:51

    Re: Hibbel-Ordner und WS-lerinnen

    <img src="http://smileystoolbar.net/smiley/Smileys…7_ba3.gif" />

  • Hibbel-Ordner und WS-lerinnen

    • frowlein
    • 14. Oktober 2009 um 15:28

    Re: Hibbel-Ordner und WS-lerinnen

    Liebe Val,

    wenn das mal nich.... :hearts:

    Ich mein ja nur.. Nich, dass auch Du demnächst von y-chromosomal-bedingten Ausfallerscheinungen berichtest :P , obwohl.. :D

    Ich hab hier mal ´ne HcG- Tabelle. Ist zwar schon älter, aber in den letzten 6 Jahren wird´s ja wohl kaum einen Quantensprung in der menschlichen Evolution gegeben haben:

    Richtlinie der HcG-Werte nach einem Tag3-Transfer (Quelle: mved, s. auch http://www.parentsviaeggdonation.org/v2/index.html:(

    REMEMBER: The HCG values can be very different from one person to another. This is only a
    GUIDELINE!
    HcG levels should double every 48-72 hours.

    Day after Serum HCG for
    Transfer successful pg:
    greater than or equal to:

    Day 9 18 mIU/ml
    10 25
    11 36
    12 50
    13 72
    14 100
    15 100
    16 100


    Die mveds (moms via eggdonation = Eizellspendenmütter) gehen übrigens von Tag 9 bis Tag 14 nach Transfer für den 1.SST aus, der 2. sollte ca. 1 Woche später erfolgen.

    Mein Gyn hat damals übrigens gesagt, unter 5 wär nix...
    Was man offensichtlich noch nicht so richtig einschätzen kann, ist, wie lange ein emb oder ein blasto oder ein aufgetauter emb in der Gebärmutter benötigen, sich - wie bei einer "normalen" Empfängnis - auf den "normalen" Teilungsrhythmus einzugrooven. Daher die unterschiedlichen Angaben zum sog. implantation-bleeding (engl. für Einnistungsbluten). Die meisten Frauen empfinden das Zwicken und haben Schmierblutungen zwischem dem 7. und dem 13. Tag, auch abhängig vom "Alter" der transferierten embs.

    Bei mir war diese Blutung -- nach einem klassischen Tag 2-Transfer mit 3 embs -- am Tag 10 nach Transfer und der 1.SST lag bei 294 am nächsten Tag, also Tag 11 nach Transfer. Volltreffer!!

    71,6 -- soso. Bedenkt man, dass sich dieser Wert ungefähr alle 2 Tage verdoppelt, kannst Du Dir ausrechnen, liebe Valentina, was das für Euch bedeuten könnte... !! Glückwunsch!!
    Das hast Du nun davon! :freude:


    Eine wunderschöne Kugelzeit,

    frowlein

  • UNFRUCHTBARKEIT IST EINE KRANKHEIT!

    • frowlein
    • 14. Oktober 2009 um 11:25

    Angeregt (und aufgeregt) durch ein sehr langes und sehr intensives Gespräch mit einer Frau (kein Forumsmitglied), die vor einiger Zeit mit POF und damit "unfruchtbar" diagnostiziert wurde, und völlig verzweifelt ist über den Sinn ihres weiblichen, vermeintlich "minderwertigen", Daseins und weil es ihr unmöglich ist, ein "eigenes" Kind zu bekommen, möchte ich hier mal Folgendes in aller Deutlichkeit posten:

    [size=10pt][size=10pt]UNFRUCHTBARKEIT IST EINE ANERKANNTE KRANKHEIT![/size][/size]

    Unfruchtbarkeit ist

    - NICHT Gott-gewollt
    - KEIN schlechtes Karma
    - KEINE persönliche Schuld
    - KEIN Zufall
    - KEINE missliebige und willkürliche Laune der Natur


    Und vieles deutet darauf hin, dass Eingriffe des Menschen IN die Natur (s. thread zu Bisphenol A) diese Krankheit auslösen.
    Die bemerkenswert zunehmende Anzahl von unfruchtbaren Frauen UND unfruchtbaren Männern lässt kaum eine andere Deutung zu.

    Unfruchtbarkeit ist eine Krankheit und sie ist behandelbar.


    frowlein

  • Neuen, fixierten Ordner zum Thema Aufklärung? Bitte um Eure Meinung

    • frowlein
    • 13. Oktober 2009 um 21:42

    Hallo, Ihr Alle,

    nachdem sich hier ja so einiges vermischt und dadurch auch mal wieder verschwindet.. und auch in anderen Ordnern s. "Fragen an EZS-Eltern" oder "Psychische Aspekte" undundund nur schwer wieder auffindbar ist - für Neuankömmlinge schon gleich gar nicht, schlage ich die Einrichtung eines fixierten Ordners (wie bspw. den zu "Sorgerecht und Notarielle Absicherung") hier bei den "Allgemeinen Fragen" vor.

    Überschrift: "Aufklärung EZS / EmbA"

    Unterordner 1: "Ja oder nein?" - da die ganzen Pro- und Contra- Beiträge aus allen weit verteilten Ordnern rein
    Unterordner 2: "Praktische Tipps und Erfahrungen" - das sagt´s ja schon aus
    Unterordner 3: "Spenderkinder" - vielleicht für später, aber vielleicht auch schon für jetzt für Kinder aus Samenspenden... (was mich persönlich sehr freuen würde, wenn sich dort mal jemand zu Wort meldete)
    Unterordner 4: "Literatur" - hier die ganzen passenden Publikationen zum Thema Aufklärung.

    Auf diese Weise kommen sich Ankömmlinge, Hibbler und Schon-Eltern nicht mehr "in die Quere" und die Beiträge würden hier auch für Newbies schnell entdeckt werden, die ja als erstes diesen Ordner "Allgemeine Fragen" aufrufen, weil hier ja auch am Meisten los ist... und doch verlieren sich die "Alten" und die "Neuen" im wahrsten Sinne des Wortes nicht aus den Augen, weil mann/frau ja durch diesen Allgemeine-Fragen Ordner muss.

    Schließlich profitiert dieses Forum ja auch vom Wissen der "Alten", die sonst vielleicht einfach im Elternforum "verschwinden", wo der bisherige Pro/Contra- Ordner hin bugsiert wurde, wie ich kürzlich erst entdeckte.

    Bitte nicht falsch verstehen, aber ich glaube, dass die meisten Hibbler nun mal doch eine anders gewichtete Priorität haben als bspw. wir Schon-Eltern.

    Was meint Ihr?

    Ich bitte um rege Beteiligung.

    Danke.

    frowlein

  • Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie / 3/2008

    • frowlein
    • 13. Oktober 2009 um 21:20

    Noch mehr Lesestoff (und hier hat sich Frau Thorn korrigiert.. schön, schön):


    http://www.kup.at/kup/pdf/7263.pdf


    frowlein

  • Gesprächsleitlinien des Beratungsnetzwerks Kinderwunsch Deutschland (BKiD)

    • frowlein
    • 13. Oktober 2009 um 21:12

    Hier wird thematisch vorrangig auf die Beratung von DI-Familien eingegangen. Gleichzeitig aber auch auf die Übertragbarkeit der Beratungsrichtlinien im Fall von Eizellspende und Embryoadoption hingewiesen:

    http://www.bkid.de/gs_leitlinien.pdf

    frowlein

  • Gametenspende und Kindeswohl / Artikel von Petra Thorn aus 06

    • frowlein
    • 13. Oktober 2009 um 21:03

    Hallo, Ihr Alle,

    das habe ich heute noch aufgestöbert:

    "Gametenspende und Kindeswohl - Entwicklungen in Deutschland und in der internationalen Fortpflanzungsmedizin"

    aus "Hessisches Ärzteblatt 3/2006, Medizinethik aktuell"
    Verfasserin: Dr. phil Petra Thorn

    Bis auf den Lapsus, die Handlungsweise der Empfängereltern als "illegal" zu bezeichnen, gut geschrieben.

    Doch lest selbst: http://www.laekh.de/upload/Hess._A…/2006_03_07.pdf

    frowlein

  • "Aktion Kinderwunsch e.V." ruft zur Teilnahme auf

    • frowlein
    • 13. Oktober 2009 um 16:24

    Re: "Aktion Kinderwunsch e.V." ruft zur Teilnahme auf

    Wichtig, wichtig! Und deswegen wieder mal: ab nach oben.

  • Aufklärung EZS

    • frowlein
    • 13. Oktober 2009 um 16:23

    Re: Aufklärung EZS

    Liebe Claudia,

    mich hat es sehr gefreut, hier (und via PN) von Dir und einigen anderen "Altgedienten" über Euren ganz normalen mütterlichen Alltagswahnsinn zu lesen! :)

    Auch ich erkläre jeden Morgen das Bad zu einer nur von einer minderjährigen Person zu betretenden Sperrzone, da meine Ableger nicht nur zu wortgewaltigen Auseinandersetzungen neigen - ganz die Mama :rolleyes: -, sondern, im Gegensatz zu jener, auch zu schlagkräftigen Argumenten... Dann wird´s laut. Verdammt laut. Entschieden ZU laut... für eine alte Frau wie mich.
    Aber siehe da, ist mal einer krank, und sie mal einige Stunden getrennt. "Mein Brüderli! Ich hab Dich ja soooooo vermisst." :o Und anschließend: Drachenritterschlacht mit Heldentod. "Ich sterbe jetzt." "Okay. Dann hör aber auch mal auf zu atmen!" "Nee, warte, ich hab noch was vergessen.." Tief einatmen, Hand an die Stirn, Seufzer. "Ich kann schon das Licht sehen." "Jaaaaa, DAS IST GUT!"
    :flehan:

    Das is nix Genetisches. Das KANN nix Genetisches sein!

    ----------------------------

    Apropos, zurück zum Thema:

    Wie hat denn Deine Verwandtschaft überhaupt auf ICSI/Prag reagiert?
    Hast Du das Gefühl, dass Deine Schwiegermutter Deine Kinder irgendwie ablehnt?

    Natürlich ist es wenig hilfreich, wenn ich Dir jetzt schreibe "Du brauchst keine Angst vor Fremden zu haben, weil ICH es anders erlebt habe."

    Ich schreibe stattdessen: "Du SOLLTEST keine Angst vor der Meinung Fremder haben, denn deren Meinung ist irrelevant!".
    ICH kann das fremden Menschen vermitteln, wenn ich ihnen gegenüber stehe und mal was über EZS erzähle, andere - vielleicht wie Du - können das eben nicht so gut.
    Wie ich schon meinte: Die Bereitschaft zur Offenheit gegenüber dem Kind umfasst NICHT, es jedem unter die Nase zu reiben. Und, wie ich es hier auch irgendwo gelesen habe im Zusammenhang mit einem Lesbenpaar, es interessiert auch bei Weitem längst nicht so viele Menschen, wie es einige hier annehmen und als Begründung für ihre Entscheidung zum Nichtsagen anführen.

    Es geht um die Kinder. Ihnen ist Aufrichtigkeit geschuldet. Und es ist eine Bringschuld.
    Das siehst Du ja auch so. Damit ist die Richtung schon mal vorgegeben.

    Meine Erfahrung mit meinen aufgeklärten Kindern lehrt(e) mich, dass die Tatsache der EZS bis dato für sie (und damit auch für andere in ihrem Umfeld!) kein "öffentliches" Gesprächsthema ist. Diese Beobachtung bringt mich übrigens auch dazu, selber eher nur noch selten darüber zu reden, zumindest in direktem Bezug auf meine Kinder. Die, die es meiner Meinung nach wissen sollten, wissen es und gut ist.
    Ich habe das Gefühl, dass es nun langsam an der Zeit ist, es den Kindern selbst zu überlassen, wem sie es sagen möchten und wem nicht, ob sie es überhaupt anderen mitteilen möchten.

    Vielleicht ist es auch einfach so, dass sie erst mit anderen darüber reden, wenn ihr Abstraktionsvermögen weiter ausgebildet ist, sprich: sie älter sind. Bis dahin werden sie weiter in dem Bewusstsein aufwachsen, dass ihnen von ihrer Mutter nichts vorenthalten wurde, und ich sie als eigenständige Individuen mit uneingeschränkten Grundrechten wahrnehme, respektiere und fördere.

    Ich meine, mehr geht nicht, um ihnen auch "Standvermögen" gegen mögliche (bis dato noch nicht vorgekommene) Dummschwätzerattacken vorzuleben.

    Ich bin in der Situation, dass ich eine geistig sehr bewegliche Familie und Freundeskreis habe.
    Die Geisteshaltung, die ich hier vertrete, habe ich schon mit der Muttermilch aufgesogen und bin in ein Umfeld hinein aufgewachsen, das sehr von der Zeitlosigkeit des ethischen Grundprinzips geprägt ist, wonach die Würde des Menschen unantastbar ist.
    Trotzdem (oder gerade deshalb?) hat´s mich emotional so aus den Pantinen gekloppt, als ich den liebevollen Umgang meines wissenden Bruders mit meinen Söhnen sah. Die Erleichterung darüber, dass ich mich in diesem Moment NICHT fragen musste, ob er sich auch so verhalten würde, wenn er wüsste, dass es nicht seine Blutsverwandten sind, hat mich einfach überrollt.

    Ach, liebe Claudia, wie sehr bedrückt mich Deine Traurigkeit. Du solltest keinen Grund dafür haben; jedenfalls keinen, der in der Tatsache des "Zustandekommens" und/oder "Seins" Deiner quietschfidelen Motz- und Terrorkrümel liegt!

    Bestürzend finde ich auch das Schweigen Deines Mannes.

    Meinst Du, eine therapeutische Beratung wäre für ihn ein annehmbarer Weg, zu reden?

    Wir müssen das ja nicht ausgerechnet hier erörtern, ruf mich gern an, auch, wenn´s Dir zu spät erscheint.
    Ich bin schon groß, ich kann entscheiden, ob ich dann noch ans Telefon gehe.. ;)

    Herzlichst gegrüßt,
    frowlein

  • Hibbel-Ordner und WS-lerinnen

    • frowlein
    • 12. Oktober 2009 um 12:42

    Re: Hibbel-Ordner und WS-lerinnen

    @ Baklava

    Als der Mann einer Freundin, die völlig ungeplant und "simply by nature" mit Drillingen schwanger wurde, bei einem späteren Arzttermin sogar von einem "möglichen vierten Kind" erfuhr, gönnte er sich erstmal eine Gürtelrose.... :irre:

    frowlein

    P.S.: Es blieb bei 3.
    Erzähl das mal Deinem Mann - dann ist er froh, dass es "nur" 2 sind. ;D

  • "Aktion Kinderwunsch e.V." ruft zur Teilnahme auf

    • frowlein
    • 11. Oktober 2009 um 20:39

    Re: "Aktion Kinderwunsch e.V." ruft zur Teilnahme auf

    ...und, schwupps, mal wieder nach oben....

  • Aufklärung EZS

    • frowlein
    • 11. Oktober 2009 um 17:25

    Re: Aufklärung EZS

    Hallo, Helga,

    Zitat

    Die sichere Abnahme der Spendenbereitschaft ist kein Argument,
    sondern schlicht und einfach eine Tatsache.

    1.) Das widerspricht sich nicht.
    2.) Auf welchen genauen Fakten basiert Deine Aussage?

    Zitat

    Kiwu-Realisierung auf diesem Wege nur für Wohlhabende?
    Das wollen wir doch wohl alle nicht.

    Stimmt. Deswegen ja auch die Forderungen von "Kinderwunsch e.V.", die ich ausdrücklich unterstütze, WEIL ich u.a. der Meinung bin, dass die Realisierung des Kinderwunsches NICHT von den wirtschaftlichen Verhältnissen abhängig sein sollte.

    Da mir diese Sachzwänge durchaus bewusst sind, habe ich auch keineswegs zum Rechtsbruch aufgerufen, wie von Dir formuliert ("..die Anonymität der Spenderinnen anzugreifen bzw. womöglich aushebeln zu wollen..."), sondern eine Möglichkeit angedacht, wie mann/frau glaubwürdig trotzdem dokumentieren kann, dass er/sie sich der Rechte des Kindes bereits zum Zeitpunkt vor der Zeugung bewusst ist und sie darüber hinaus nicht den eigenen Elternwünschen unterzuordnen gedenkt.
    Hierbei geht es nur um das "Innenverhältnis" zwischen Eltern, die sich aus persönlichen sachlichen Gründen (s.o.) für die anonyme Spende entschieden, und den aufgeklärten Kindern, die womöglich die Nicht-Konsequenz des Denkens und Handelns ihrer Eltern hinterfragen und mit Hilfe möglicher "Notizen" und persönlichen Zeilen ihrer Eltern nachvollziehen können, in welchem Dilemma ("offene" Spende nicht möglich vs. Kinderwunsch) ihre Eltern steckten, bzw. es überhaupt eines für sie war! --> s. Notizen, Briefe, Tagebuch etc.

    Zitat

    Glaubst Du wirklich Eltern die ihr EZS-Kind nicht aufklären
    sind die schlechteren Eltern?

    Ist doch überhaupt nicht das Thema.
    Ich werde aber auch eine "Diskussion" über "schlecht" oder "nicht schlecht" gar nicht führen.

    Zitat

    Welche Interessen hier im Vordergrund stehen?
    Die der Familie - und die besteht bekanntlich aus mehreren Personen.

    Richtig. Und alle haben die selben Rechte. KEINER ist gleicher, kein Menschenrecht gilt nur für einen ausgewählten Kreis von Menschen!

    Noch einmal: Ich habe entschieden, mir das Recht genommen, zu entscheiden, dass meine Kinder geboren werden. Das gibt mir aber noch lange nicht das Recht, ihnen ihre Rechte abzuerkennen!

    Deswegen ist diese ganze "Wertigkeitsfrage", wessen Recht wohl welches übertrumpft, völlige Grütze - mit Verlaub.

    Es geht schlicht um die uneingeschränkte Anerkennung eines selbstverständlichen Grundrechtes, nämlich des Rechtes auf das Wissen um die eigene Abstammung.

    Da müssen wir erstmal hin - der Rest ist Praxis.

    frowlein

    P.S.: Ich habe den erkannten Un-Sinn unwürdiger Auseinandersetzungen schon vor längerer Zeit zur Grundlage genommen, um mich nicht mehr darauf einzulassen.
    Ich weiß, dass einige Menschen das nicht respektieren.

    Ich möchte gern über meine Erfahrungen mit meinen aufgeklärten EZS-Kindern berichten, um zum Einen damit an Hand des "Lebendbeispiels" zu dokumentieren, dass das vorherrschende "Horrorszenarien"- Ausmalen den Blick auf die Realität verstellt, und zum Anderen die Machbarkeit von Aufklärung als ganz selbstverständlichen Teil unseres Weges des EZS/EmbA-ElternDaseins vorzustellen.

    Dazu möchte ich Euch noch etwas erzählen:

    Zum Ende einer großen Familienfeier meiner Sippe am gestrigen Samstag hielt eine mir noch wenige Stunden zuvor gänzlich unbekannte Frau, Freundin meiner Mutter, minutenlang meine Hand, herzte und drückte mich, wollte mich kaum los lassen und sagte immer wieder: "Ich bin so froh, dass wir uns kennen gelernt haben!"
    Dazu gehört eine Geschichte. Die Geschichte einer "einfachen Frau vom Dörpe", auch einer Mutter, deren einzige Tochter seit Jahren einen unerfüllten Kinderwunsch hat.
    Sie ist hin und weg von meinen Jungs, möchte sie "am liebsten klauen". Ob ich nicht ganz besonders stolz bin und dass sie ihre musikalischen Begabungen wohl von mir haben. Und ich sage "Nein, könnte zwar sein, ist aber nicht, weil ...." (Meine Mutter erzählt häufiger Anderen von ihren tollen Enkeln und wie´s dazu gekommen ist. So dachte ich, dass eine ihrer Freundinnen vermutlich auch... Nun, diese nicht.) Also kurze Erklärung, dass die kids genetisch nicht von mir sind, weil... bla... keine Kinder kriegen können, Eizellspende, so was wie Samenspende. "Aha", meint sie, "und dann? Künstliche Befruchtung?" :eek: Sie läse immer mal wieder darüber, "naja, in meinen Frauenzeitschriften, wissen Sie" und dann bricht es auch ihr heraus: Leise erzählt sie mir, inmitten der ausgelassenen Geburtstagsgästeschar meiner Mutter, vom Leid und der Traurigkeit ihrer Tochter, den fehlgeschlagenen ICSI-Versuchen, den entdeckten und vernichteten Krebszellen in der Gebärmutter, der neuen Hoffnung mit nun annähernd 40 Jahren doch noch Mutter zu werden. Sie weint. Ihre Tochter und der Schwiegersohn wären doch so tolle Eltern - und sie so gern endlich Omi "so wie Ihre Frau Mutter". Und sie liest so viel, "wissen Sie, in der Bunte und so, sagte ich ja schon", von Frauen, die noch mit 45 Jahren Kinder bekommen. Sogar zum ersten Mal. Und nun das mit meinen Kindern. Was für eine Freude. "Ich bin so froh, dass wir uns kennen gelernt haben!"

    Als alle Gäste gegangen sind, kleben meine Söhne an einem meiner Brüder und erklären ihn zu ihrem "absoluten Lieblingsonkel", dann stecken alle drei die Köpfe zusammen, mein Bruder hält beide fest im Arm. "Ich bin auch ganz schön stolz auf Euch beide!"

    Ich dreh mich weg.... und kann nicht aufhören zu heulen.

  • Aufklärung EZS

    • frowlein
    • 10. Oktober 2009 um 12:17

    Re: Aufklärung EZS

    Auf dieses Argument hätte ich wetten können:

    Die drastische Abnahme der Spenderbereitschaft.
    Und wessen Bedürfnisse stehen damit mal wieder eindeutig im Vordergrund? (Die Interessen der Kliniken mal außen vor gelassen.)

    Die der Spender? Nö. Der Kinder? Nö.
    Naaaaaaaa??

    Dass es übrigens gar nicht so kommen muss, beweisen die Zahlen bspw in den USA.
    Und dass jemand "offen" spendet, heißt ja noch lange nicht, dass er es nicht nur wegen des Geldes macht, deswegen nicht machen darf.

    Um die Frage geht es hier doch gar nicht.

    Es geht darum, dass sich die Spender identifizieren lassen.
    Die Beweggründe für ihre Spende stehen auf einem ganz anderen Blatt.

    frowlein

  • Aufklärung EZS

    • frowlein
    • 10. Oktober 2009 um 11:02

    Re: Aufklärung EZS

    Du stößt ein interessantes Thema an, Helga: Die Beweggründe der Spender/innen.

    Auch hier gibt es schon sehr einhellige Einschätzungen jener Kinder, um die es geht, und sie fordern, dass, wer nicht zu seiner Spende steht, also auch nicht bereit ist, sich "erkennen" zu lassen, nicht spenden sollte dürfen.

    Ich weiß ja gar nicht, wie "meine" Spenderin dazu steht. Sie hatte ja auch keine Wahl, darüber zu entscheiden. Der spanische Gesetzgeber schreibt es so vor.

    Wäre ihr allerdings ihre Anonymität von solcher Bedeutung gewesen, dass sie auf keinen Fall ihre Identität hätte preisgeben wollen, hätte sie nicht gespendet - so viel Geistesklarheit unterstelle ich einfach mal.

    JEDEM Spender sollte klar sein, dass "Altruismus" als genannter Beweggrund zu einer bloßen Worthülse verkommt, wenn er nicht zu seiner Handlungsweise steht. Auch Spender müssen sich klar und bewusst über alle Konsequenzen ihrer Spende sein - das fordern mittlerweile Spendenkinder weltweit.
    Und diese Forderung kann ich nur unterschreiben.

    Hätte ich damals konsequenter reflektiert, hätte ich nach Amerika gehen müssen oder mich von meinem Kinderwunsch verabschieden sollen, ganz klar.

    Für mich stellt sich also gar nicht die Frage nach der Abwägung der einzelnen Rechte wie nämlich hier des Rechtes der Spender auf Anonymitätswahrung und des Rechtes des Kindes auf Offenbahrung seiner Abstammung.

    Wer nicht "offen" spenden will, soll´s ganz lassen.

    frowlein

  • Aufklärung EZS

    • frowlein
    • 10. Oktober 2009 um 09:49

    Re: Aufklärung EZS

    Hallo, Schopi,

    ja, in Spanien MUSS archiviert werden. (Ich glaube, in einigen anderen Ländern auch. Da wissen andere hier mehr als ich.)

    Dennoch gilt in Spanien nach derzeitiger dortiger Gesetzeslage: Eizellspende / Embryoadoption "strictly anonymous".

    Allerdings gibt es eine europäische Entscheidung aus dem Jahr 2004, wonach anonymisierte Spenden (in besagtem Fall geht´s um Donogene Insemination, ist aber auf EZS/EmbA ebenso anwendbar) gegen die gemeinsam verabschiedeten Menschenrechte verstoßen.

    Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, wann die nationalen Gesetzgeber darauf reagieren, darauf reagieren müssen - zumindest innerhalb der EU.


    Wenn Du jetzt schon ganz sicher gehen willst, bleibt Dir nur der Weg nach Amerika.
    (Der dortige Machbarkeitswahn allerdings ist wiederum auch eine Sache für sich.)

    Für eine "offene" Spende aber die vorerst einzige Möglichkeit.

    frowlein

  • Mein Mann ist plötzlich gegen EZS

    • frowlein
    • 10. Oktober 2009 um 08:43

    Re: Mein Mann ist plötzlich gegen EZS

    P.S.: Ich las gerade Deine älteren Beiträge unter "Fragen an EZS-Eltern > Fluch oder Segen?".
    Verwirrend, wie Du dort einerseits Deinen klaren Standpunkt PRO Aufklärung darlegst und andererseits nun nicht zu wissen vorgibst, wie Du Dich entscheiden sollst.

    Wie passt das zusammen?

    Ich habe hier ja schon viel von gewagten Fake-User-Theorien gelesen, wurde selbst schon mal Gegenstand solcher Vermutungen, deswegen bin ich äußerst sorgsam darauf bedacht, nicht selbst jenen, teilweise schon Phobie-geprägten, Verschwörungstheoretikern das Wort zu reden. Außerdem bin ich der demokratischen Auffassung, dass jedes Forum auch "Kiebitze" verkraften sollte können.

    In unserem Forum war der Umgang mit diesen "Enttarnten" bisher eher ein Indiz dafür, dass unbetroffene Dritte, die sich - mal mehr, mal weniger nachvollziehbar - hinter Scheinidentitäten und -geschichten versteckten, per se als "böswillige Krawallschläger" und Vertreter eingeschränkten Denkens gehandelt wurden. Auch dieses kollektive Verteufeln seitens des Gros der Forumsmitglieder hat der Sache mehr geschadet als genützt.

    Deswegen meine Aufforderung an Alle: Lasst eine offenere Atmosphäre zu. Nicht jeder von außen kommenende Unbetroffene (?) ist DER Gegner, nicht jedes Forumsmitglied ein fanatischer "Alles-ist-machbar"- KiWu-Freak!

    Jeder hat seine Geschichte, lasst sie uns lesen und vielleicht daraus etwas über uns lernen.


    Oder, wie es hier mal jemand anders vortrefflich formulierte: Wer gackert, muss auch legen!


    Das Wort zum Wochenende von

    frowlein :tach:

  • Mein Mann ist plötzlich gegen EZS

    • frowlein
    • 10. Oktober 2009 um 07:34

    Re: Mein Mann ist plötzlich gegen EZS

    Zitat

    Ich denke, er hat einfach Angst, dass unsere Idylle mit einem wunderbaren Kind, das genetisch von uns ist, durch den Neukömmling zerstört werden könnte.

    :o Ein nicht-genetisches Kind = ein "Idyllen-Zerstörer"???


    Ein Kind schon abqualifiziert, gedemütigt, abgelehnt, bevor es gezeugt wird.

    Nadja, sag selbst, wie Du das findest.

    Hier geht es so oft um die "richtige" Behandlungsmethode, die "richtige" Klinik, die "richtigen" Werte, die "richtigen" Medikamente, die "richtigen" Eizellen und Embryonen, das "richtige" Kind.

    Wäret Ihr die "richtigen" Eltern für dieses Kind?

    frowlein

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