Arleta, Kostelec nad Orlici, Tschechien
Hallo zusammen.
Als wir das Forum zum ersten Mal besuchten, gab es kaum Informationen zu dieser Klinik. Daran hat sich bisher nicht viel geändert, deshalb hier kurz unsere Erfahrungen.
Unseren Erstversuch EZS hatten wir bei Pronatal in Teplice. Das Personal war sehr nett, aber der Versuch ging daneben, ohne das wir genaue Gründe wissen. Im Drüber-Nachdenken haben wir uns dann gegen einen Zweitversuch in Teplice entschieden -- es blieb immer so ein Gefühl, dass vielleicht nicht alles optimal war.
Wir haben uns dann, auch aufgrund der guten bzw. nicht vorhandenen Berichte hier, entschlossen, bei Reprofit und Arleta um ein Vorgespräch zu bitten.
Das Gespräch bei Arleta war früher möglich und da uns dort spontan alles gepasst hat und wir uns wohlgefühlt haben, haben wir das Vorgespräch bei Reprofit kurzerhand abgesagt. Es war eine sehr subjektive Entscheidung, aber vielleicht ist das ja das einzig Richtige bei einer so komplizierten Sache.
Was uns gefallen hat:
[li]Wir fühlten uns gut beraten und wahrgenommen. Es gibt Personal, das Deutsch spricht, und auch der behandelnde Arzt spricht etwas Deutsch. Die schriftliche und telefonische Beratung erfolgte ebenfalls ganz auf Deutsch. Die Gespräche mit Arzt und Personal waren sehr zielorientiert und erschienen uns immer kompetent.[/li]
[li]Die Klinik ist ein normales reproduktionsmedizinisches Zentrum, das vor allem Einheimische betreut. Das fanden wir sehr sympatisch -- auch das man nicht irgendwie bevorzugt wird, weil man aus dem Ausland kommt.[/li]
[li]Sehr freundliches Personal.[/li]
[li]Die Einrichtung macht einen gepflegten Eindruck.[/li]
[li]Man kann ein kleines Zimmer im Haus mieten (mit Frühstück, sonst muss man sich selbst kümmern), was uns die Möglichkeit gab, einen Tag früher anzureisen und einen Tag nach dem Transfer zu fahren. Wir wollten es unbedingt entspannt angehen. Bad/Dusche im Zimmer. [/li]
[li]Gleich neben der Klinik (einer Art Villa ca. aus der Zeit der Jahrhundertwende) gibt es einen Zugang zu einem Park am Fluss, wo man gut spazieren und runterkommen kann. [/li]
[li]Im Ort ist alles vorhanden. Supermarkt etc.[/li]
Zeit vom Erstgespräch bis zum Transfer betrug etwa 4 Monate. Eigentlich hätten es nur drei sein sollen, aber wegen einer Erkrankung auf unserer Seite wurde der Termin ein erstes Mal (problemlos) verschoben. Als dann die Spenderin (ohne Verschulden der Klinik) ausfiel, kümmerte sich das Team dort schnellstmöglich um Ersatz.
Es sah bei den wiederholten Verzögerungen zwischendurch alles oft entmutigend aus.
Jetzt sind wir in der 9. Woche und man kann den Herzschlag schon sehen!
Im Rückblick scheint es mir auch sehr wichtig gewesen zu sein, dass wir uns Zeit für uns, für die Vorbereitung und für den Transfer genommen haben. War nicht immer leicht, aber hat sich gelohnt.
Alles anderen viel Glück!