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Beiträge von Dr. Wegmann

  • Schweinegrippe

    • Dr. Wegmann
    • 10. November 2009 um 14:28

    Hallo

    Da die Fragen zur Impfung bzgl. Schweinegrippe zur Zeit heiss diskutiert werden und leider grosse Verunsicherungen provozieren, hier für alle Forumsteilnehmer ein Auszug offizieller Webseiten von deutschen und schweizer Fachgesellschaften mit den aktuellen Empfehlungen zu diesem Thema.


    Schweiz: http://www.sggg.ch (Schweiz. Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe)
    http://www.bag.admin.ch (Bundesamt für Gesundheit)

    Deutschland: http://www.rki.de (Robert-Koch-Institut)

    Gruss, Dr. NW

  • Qualität der Embryonen: Prüfung vor Transfer?

    • Dr. Wegmann
    • 10. November 2009 um 14:12

    Re: Qualität der Embryonen: Prüfung vor Transfer?

    Hallo

    Richtig, die Eizellqualität ist das Entscheidende für die nachfolgende Embryoqualität.
    Bei uns liegt das Durchschnittsalter der Spenderinnen bei 24 Jahren und davon ausgehend macht eine PID keinen Sinn, sofern beim Partner keine genetischen Auffälligkeiten bekannt sind.
    Die Ursache für eine nicht stattfindende Implantation bei guter Embryoqualität kann viele Ursachen haben: anatomische (Myome in der Gebärmutterhöhle, Formbesonderheiten, Septen etc.), immunologische (diverse Antikörper gegen z.B. Schilddrüsengewebe etc.) oder häufig auch Veränderungen in der Blutgerinnung, welche dann bereits die Ausbildung kleinster Blutgefässe kompromittieren, die für die Einnistung nötig sind.
    All diese Dinge kann man abklären, sinnvollerweise, wenn es beim zweiten Mal nicht geklappt hat oder anamnestisch bereits 2 oder mehr Aborte auch aus spontanen Schwangerschaften vorliegen.

    Auch kann der Samen des Partners gehäufte Fragmentationsraten aufweisen (kann man in einem sogenannten "TUNEL"-Test feststellen), welche die Implantationsrate vermindern.
    Die Erfolgschancen eines Zentrums hängen bei EZS v.a. von der guten Vorbereitung der Spenderin ab, von der Qualität des Labors und von der sorgfältigen und individuellen Abklärung der jeweiligen Patientin.

    Alles Gute, Dr. N. Wegmann

  • Spritzen oder Tabletten besser für die Schleimhaut?

    • Dr. Wegmann
    • 4. November 2009 um 12:22

    Re: Spritzen oder Tabletten besser für die Schleimhaut?

    Hallo

    Mit Spritzen zur Stimulierung der Schleimhaut haben wir hier keine Erfahrung.
    Wir arbeiten mit Progynova, dieses kann bis 8 mg tgl. dosiert werden (auch vaginal), ggf. zusätzlich Estraderm oder Estradot-Pflastern bis 200 mikrogramm/48 Std. und ggf. noch konjugierte Östrogene dazu (Premarin). Kurz vor der Punktion kann man noch Viagra vaginal applizieren.

    Viele Grüsse, Dr. N. Wegmann

  • einahme crinone

    • Dr. Wegmann
    • 4. November 2009 um 12:19

    Re: einahme crinone

    Hallo

    Verschiedene Kliniken - verschiedene Protokolle:
    wir hier geben gerne 400 mg Utrogest morgens vaginal und abends 1 Applikator Crinone.
    Dies reicht in aller Regel gut aus.

    Alles Gute, Dr. N. Wegmann

  • Blutung nach Transfer

    • Dr. Wegmann
    • 21. Oktober 2009 um 09:48

    Re: Blutung nach Transfer

    Hallo,
    genau, das was Columbia schreibt, ist korrekt. Durch den Transfer kann man kleine Gefässe "ankratzen", die leicht bluten, dies ist kein Grund zur Sorge. Medikamente unverändert weiternehmen und SST abwarten.

    Viele Grüsse, NW

  • dr mit decapeptyl depot

    • Dr. Wegmann
    • 30. September 2009 um 14:13

    Re: dr mit decapeptyl depot

    Hallo,

    das Decapeptyl hält mind. 4, wenn nicht sogar länger bis zu 6 oder 8 Wochen an.
    Wenn der Kryotransfer also dann direkt im nächsten Zyklus ist, passt das prima.

    NW

  • An die Ärzte! Wieder Progesteronfarage

    • Dr. Wegmann
    • 30. September 2009 um 14:12

    Re: An die Ärzte! Wieder Progesteronfarage

    Hallo!

    Wieviel mg Utrogest sind das? je 3 kps. à 100 mg pro Applikation?
    d.h. 900 mg am Tag plus Spritze?
    Das ist mehr als genug.

    Viele Grüsse NW

  • FR. Dr. Wegmann und alle die sich evtl. mit Endo auskennen :)

    • Dr. Wegmann
    • 16. September 2009 um 22:44

    Re: FR. Dr. Wegmann und alle die sich evtl. mit Endo auskennen :)

    Hallo

    Sorry für die späte Antwort.
    Entscheidend für die Erfolgsaussichten mit den eigenen Eizellen ist das mütterliche Alter. Die Endometriose selbst kann zusätzlich die Qualität ebenfalls ungünstig beeinflussen. Darf ich fragen, wie alt Sie sind?

    Viele Grüsse, Dr. N. Wegmann

  • warum klappt es nie?

    • Dr. Wegmann
    • 16. September 2009 um 22:35

    Re: warum klappt es nie?

    Hallo!

    400 mg Utrogest plus abends 1 x Crinone sind in aller Regel o.k.
    Wir sehen bei ca. 50 % aller Frauen, die mittels EZS schwanger wurden, Blutungen innerhalb der ersten drei Monate, teils sogar mensstark oder stärker. In den meisten Fällen ist dies aber vollkommen harmlos, verunsichert aber natürlich verständlicherweise sehr.
    Verzicht auf ausgeprägte körperliche Anstrengungen sowie Geschlechtsverkehr sind in dieser Situation ratsam.

    Ich hoffe, dies beruhigt Sie ein wenig!

    Toi, toi, toi!

    Dr. Nina Wegmann

  • Schmerzhafte Pilzinfektion in der WS - Antimykotikum ja oder nein ? Hilfe !

    • Dr. Wegmann
    • 31. August 2009 um 15:59

    Re: Schmerzhafte Pilzinfektion in der WS - Antimykotikum ja oder nein ? Hilfe !

    Hallo

    Ein lokales Präparat sollte in der Tat kein Problem sein.
    Pevisone Creme z.B. ist ein Antimykotikum (Pilzmittel) mit etwas Cortison, da die Beschwerden recht heftig zu sein scheinen.
    Im Zweifelsfall bei einem Gynäkologen vorstellig werden!

    Viele Grüsse, Dr. N. Wegmann

  • Endometriose und Eizellspende

    • Dr. Wegmann
    • 25. August 2009 um 16:38

    Re: Endometriose und Eizellspende

    Nein, die Tabletten sind nicht so stark, dass sie nachteilige Effekte haben könnten.

    Viele Grüsse, Dr. N. Wegmann

  • Endometriose und Eizellspende

    • Dr. Wegmann
    • 21. August 2009 um 14:15

    Re: Endometriose und Eizellspende

    Liebe Tamita

    Es kommt darauf an, wie ausgeprägt Ihre Adenomyose ist. Grundsätzlich zielt die medikamentöse Therapie darauf ab, Sie für eine bestimmte Zeit in die Wechseljahre zu versetzen (Downregulierung), um durch den vorübergehenden Hormonentzug die Adenomyose zum Abheilen zu bringen. Dies kann man mit Decapeptyl, Zoladex oder anderen Präparaten der selben Wirkstoffgruppe erreichen. Man kann auch spezielle Antibabypillen für einen Zeitraum geben, auch zusätzlich.
    Die Zeitphase vor einer geplanten Therapie ist abhängig von dem Schweregrad, aber so ca. 3 -max. 6 Monate sollten genügen, um die Adenomyose mehrheitlich abheilen zu lassen.

    Alles Gute, Dr. N. Wegmann

  • Prostaglandinfreisetzung beim Transfer?

    • Dr. Wegmann
    • 21. August 2009 um 12:38

    Re: Prostaglandinfreisetzung beim Transfer?

    Liebe Princess

    Grundsätzlich ist es schon von Vorteil, den Transfer möglichst atraumatisch durchzuführen.
    Eine Blutung kommt jedoch meistens von kleinen Gefässen im Cervikalkanal und ist weniger relevant.
    Wir haben in Fällen, wo die Frauen (durch schwierigen Transfer oder auch sonst) gute Erfahrungen mit Valium gemacht, 1 Tbl. à 5 mg, ca. 30 Minuten vor Transfer.

    Dr. N. Wegmann

  • Endometriose und Eizellspende

    • Dr. Wegmann
    • 20. August 2009 um 10:49

    Re: Endometriose und Eizellspende

    Liebe Tamita

    Einerseits hat die Endometriose insofern keinen Einfluss, da durch die EZS ja fremde Eizellen genommen werden, die ja nicht von Ihrer Endometriose beeinflusst sind (denn bei eigenen Eizellen kann die Endometriose leider auch die Eizellqualität beeinträchtigen).
    Was man aber schauen sollte, ob die Gebärmuttermuskulatur nicht betroffen ist von der Endometriose (das nennt man dann "Adenomyose", das ist das Einwachsen von Gebärmutterschleimhaut in die Gebärmuttermuskulatur, welche sich dadurch verdickt, das kann man z.B. im Ultraschall sehen). Dies kann die Implantation unter Umständen ungünstig beeinflussen. Aber wenn dies der Fall sein sollte, kann man entsprechend medikamentös dagegen vorgehen.

    Viele Grüsse, Dr. N. Wegmann

  • Schleimhaut schon ziemlich hoch - Viagra absetzen?

    • Dr. Wegmann
    • 19. August 2009 um 13:53

    Re: Schleimhaut schon ziemlich hoch - Viagra absetzen?

    Hallo,

    meiner Meinung nach sieht das alles gar nicht so schlecht aus, im Gegenteil- die Schleimhaut ist schon gut und wird sich ohne das Viagra nun für eine Woche unter der erhöhten Östrogen-Dosierung mit hoher Wahrscheinlichkeit stabilisieren. Am nächstem Montag ist dann schon die Punktion und Utrogestbeginn, sodass das eigentlich ein prima Timing ist!
    Viel Glück!

    Dr. N. Wegmann

  • Warum abstillen wenn Frauen in der Menopause ss werden?

    • Dr. Wegmann
    • 18. August 2009 um 13:24

    Re: Warum abstillen wenn Frauen in der Menopause ss werden?

    Hallo Mywish

    ... da kommen wir jetzt in die Details der Endokrinologie. Grundsätzlich stimmt es schon, dass bei einer Eizellspende die Behandlung - egal ob prä oder postmenopausal - darauf abzielt, die eigene Eierstocksfunktion mittels GnRH-analoga z.B. Zoladex oder Decapeptyl zu unterdrücken (bei prämenopausalem Zustand, also VOR den Wechseljahren) und dann mittels Östrogenpräparaten lediglich die Gebärmutterschleimhaut aufzubauen.
    Wenn Sie noch stillen und keine Mens haben, haben Sie whs. ein hohes Prolaktin und reaktiv niedrige FSH- und LH-Werte. Ihr Menopausenstatus ist von daher momentan nicht repräsentativ.
    Dies ist jedoch nicht von primärem Interesse.

    Problematisch ist, dass die Nidation durch ein hohes Prolaktin kompromittiert werden kann und v.a. die Östrogendosen, die Sie zur Endometriumvorbereitung nehmen, direkt auf den Säugling übergehen.

    Ich wäre froh und gespannt, wenn sich auch noch einer meiner Forumskollegen zu diesem Thema äussern könnte. Wir jedenfalls empfehlen, einige Wochen vor einem neuen Versuch, in jedem Fall komplett abzustillen.

    Dr. N. Wegmann

  • Ich habe sooo Kopfschmerzen

    • Dr. Wegmann
    • 18. August 2009 um 12:57

    Re: Ich habe sooo Kopfschmerzen

    Hallo!

    Ja, das sind die Symptome eines Koffeinentzuges. Wie die anderen Forumsmitglieder schon geschrieben haben, sind 2 Tassen Kaffee am Tag wirklich kein Problem, und v.a. in jedem Fall besser als solche Entzugssymptome.
    Ansonsten viel trinken (Wasser, Früchtetees, ev. Magnesium-Brausetabletten) und bei Bedarf Paracetamol, max. 4 x 1 gramm/24 Std.

    Dr. N. Wegmann

  • Einstein-Marathon will mein Mann mitlaufen kurz vor der EZS,ist das Gut????

    • Dr. Wegmann
    • 11. August 2009 um 11:21

    Re: Einstein-Marathon will mein Mann mitlaufen kurz vor der EZS,ist das Gut????

    Hallo,

    so wie Sie es schildern, sollte es demnach eigentlich kein Problem sein. Zwischen dem Marathon und der Behandlung liegen noch mehr als 2 Wochen zur Erholung und anscheinend betreibt Ihr Mann mehr Sport als Hobby und nicht auf Hochleistungsniveau.

    Viel Glück, Dr. N. Wegmann

  • Einstein-Marathon will mein Mann mitlaufen kurz vor der EZS,ist das Gut????

    • Dr. Wegmann
    • 10. August 2009 um 15:21

    Re: Einstein-Marathon will mein Mann mitlaufen kurz vor der EZS,ist das Gut????

    Hallo

    Allgemein wird gesagt, dass Hochleistungssport durch eine veränderte Hormonproduktion die Fertilität sowohl beim Mann als auch bei der Frau einschränken kann.
    Wieviele Stunden pro Woche trainiert Ihr Mann? Regelmässig über das ganze Jahr?
    Grundsätzlich ist die Samenqualität am Tag der Untersuchung/Punktion abhängig von der gesundheitlichen Verfassung der letzten 2-3 Monate, da die Samenreifung in diesem Zeitraum stattfindet.

    Freundliche Grüsse, Dr. N. Wegmann

  • Versuch trotz Stillen? Bitte Dr. Wegmann

    • Dr. Wegmann
    • 6. August 2009 um 17:20

    Re: Versuch trotz Stillen? Bitte Dr. Wegmann

    Hallo

    Ja, es ist grundsätzlich schon sinnvoll, komplett abzustillen aus den Gründen, die Sie ja bereits selbst angeführt haben.
    Zum einen ist es ungünstig, die Östrogene dem Kind über die Muttermilch weiterzugeben und zum anderen lässt sich die Schleimhaut besser aufbauen, wenn das milchbildende Hormon Prolaktin einen normalen Wert hat (beim Stillen physiologischerweise hoch).
    Sollten Sie psychisch einfach noch nicht soweit sein, das Stillen zu beenden, verschieben Sie doch einfach den nächsten Versuch noch etwas nach hinten.
    Alles Gute, Dr. N. Wegmann

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