Re: Geschwisterkind durch Eizellspende
Hallo Clara,
wir haben einen Sohn, der in der nächsten Woche 4 Jahre alt wird, mithilfe einer ICSI Behandlung bekommen. Unmittelbar danach haben wir eine weitere ICSI in Angriff genommen, die prompt zu einer Schwangerschaft führte. Leider hatte ich in der 12. SSW eine Fehlgeburt. Nach dieser FG bekam ich lange keinen Zyklus, dann starb mein Vater und ich war mit der Regelung des Nachlasses beschäftigt. Warum ich das alles erzähle? Die Zeit, die dabei ins Land gegangen ist führte dazu, dass sich mein HCG-Wert derartig verschlechtert hatte, dass ich sozusagen schon in der Pre-Menopause war und mit eigener EZ ein zweites Kind nicht möglich gewesen wäre. Wir haben uns dann auch zur EZS entschlossen und uns Gennet, Pronatal Plus und Reprofit angeschaut. Von Pronatal Plus und Reprofit waren wir sehr angetan, wobei letztere Klinik sehr lange Wartezeiten hat (aber gute Preise) und ich mit nunmehr 40 Jahren nicht mehr so lange warten wollte. Wir sind dann im letzten Sommer bei Pronatal Plus in Behandlung gewesen und Anfang Mai ist unsere Tochter nach dem ersten Versuch geboren worden. Sie sieht meinem Mann und auch meinem Sohn sehr ähnlich, was für mich völlig ok ist. Natürlich habe ich mir auch die Frage gestellt, ob ich sie genauso liebhaben werde, wie bspw. meinen leiblichen Sohn. Diese Frage hatte sich allerdings in dem Moment erledigt, als ich sie das erste Mal im Arm halten durfte. Wir haben es keinem erzählt, damit die Kleine nicht unbewusst anders behandelt wird und wollen das auch dabei belassen. Sie ist unser Kind und damit basta. In der Tat wird man an die andere EZ-Herkunft lediglich in dem Moment erinnert, wenn es um Ähnlichkeiten geht. Ansonsten kann ich mich nur der Aussage anschließen, dass man auch bei eigenen EZ nie weiß, was man bekommt.
Liebe Grüße
Lexy1401