Re: Klinik Unica Brünn
Hallo Zusammen,
ich lese schon seit einiger Zeit die Beiträge in diesem Ordner. Mein Mann und ich wollen es auch bei Unica versuchen. Wir hatten mittlerweile unser Erstgespräch bei Dr. Maly. Das Gespräch einschließlich Untersuchung hat ca. 2 Stunden gedauert. Dr. Maly hat sich viel Zeit für uns genommen, bis alle unsere Fragen beantwortet waren.
Da wir eine lange Anreise haben und es auch schwer ist, kurzfristig über mehrere Tage Urlaub zu bekommen, haben wir uns dafür entschieden, die Spermien einfrieren zu lassen, damit wir nur für den Tag des Transfers kommen müssen. Für die Auswahl der Spenderin haben wir Angaben zur gewünschten Haarfarbe, Augenfarbe und Blutgruppe gemacht. Die Spenderinnen bei Unica sind Studentinnen der Brünner Hochschulen. Dr. Maly hat uns einen Prospekt gezeigt, der in den Hochschulen ausliegt und in dem die Studentinnen um Mithilfe gebeten werden. Die Befruchtung der Eizellen erfolgt bei Unica grundsätzlich nach der ICSI-Methode, da sie die Erfolgsaussichten auf jeden Fall erhöht.
Eine Downregulierung ist nach Angaben von Dr. Maly nicht notwendig, da der Eisprung durch die östrogenisierenden Medikamente sowieso unterdrückt wird (Prinzip der Pille). Es sei darüber hinaus nicht bekannt, ob eine Downregulierung nicht die Erfolgsaussichten reduziert. Auf speziellen Wunsch führt Unica auch eine Downregulierung durch. Dr. Maly rät aber ausdrücklich davon ab.
In der Regel werden bei Unica zwei Embryonen im Morula-Stadium transferiert (ca. 4 Tage nach Befruchtung). Ein Transfer im späteren Blastozysten-Statium hält Dr. Maly für weniger erfolgversprechend, da Blastozysten extrem empfindlich und sensibel sind. Beim Transfer im Morula-Stadium befänden sich die Embryonen früher dort, wo sie sich am wohlsten fühlen, nämlich in der Gebärmutter. Das oft gehörte Argument, die Qualität der Embryonen sei im Blastozysten-Stadium besser zu beurteilen, stimmt seiner Einschätzung nach nicht. Die Erfahrung zeige, dass das äußere Erscheinungsbild der Embryonen keinen Aufschluss über die Erfolgswahrscheinlichkeit gibt. Es komme viel mehr darauf an, dass der Transfer und die Einnistung problemlos laufen und dies sei im Morula-Stadium wahrscheinlicher.
Während des Erstgespräches erfolgt mit Ultraschall eine Vermessung des Katheders in der Gebärmutter. Die vermessenen Werte werden notiert, so dass beim eigentlichen Transfer später keine Ultraschallkontrolle mehr notwendig ist. Ultraschall während des Transfers hält Dr. Maly sogar für kontraproduktiv, da es beim Transfer auf Schnelligkeit und möglichst geringe Störungen ankommt. Die Embryonen selbst seien ohnehin zu klein, um sie im Ultraschall erkennen zu können.
Für uns hörte sich das alles plausibel an. Die Klinik gefiel uns auch gut und Dr. Maly war wirklich sehr nett.
Alles Liebe wünscht Euch
Karla