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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Beiträge von Ellis

  • Zentrum für Reproduktionsmedizin Prof. Dr. Dr. Ernst Siebzehnrübl Frankfurt/M.

    • Ellis
    • 12. Juni 2009 um 22:31

    Hallo zusammen!

    Auch wenn ich nicht in die klassische Sparte "Singlefrau" gehöre so werde ich vom deutschen Gesetz als "verpartnerte" Frau doch ebenso bzgl. KiWu benachteiligt.

    Zur Zeit befinden wir uns auf der Suche nach einer deutschen KiWu- Klinik die auch gleichgeschlechtlichen Paaren eine KiWu-Behandlung anbietet. Unzählige Mails, welche zum größten Teil nicht beantwortet wurden und 2 definitiven Absagen später hat sich nun das oben genannte Zentrum gemeldet.

    Hat bereits jmd. Erfahrungen mit diesem Zentrum gemacht?

    Bin über jeden Erfahrungswert dankbar.

    Ellis

  • Erste Rückschläge

    • Ellis
    • 12. Juni 2009 um 12:02

    Re: Erste Rückschläge

    Nachtrag: Habe soeben die Antwortmail einer deutschen KiWu-Klinik erhalten. Das Praxisteam hat uns einen Termin am 23.07. gegeben. Nun schwelge ich ersteinmal in Hoffnung- dann werde ich die Damen und Herren telefonisch kontaktieren.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt...

    Ellis

  • Erste Rückschläge

    • Ellis
    • 12. Juni 2009 um 11:07

    Re: Erste Rückschläge

    Ja bijou, im Ausland scheint es wirklich relativ problemlos möglich zu sein. Stoße auch immer wieder auf Arnhem- welche Ironie!
    Aber Schatzi ist z.Zt. wohl das, was man ein "gebranntes Kind" nennt. Nach den Bauchlandungen mit ausländischen Kliniken ist sie ersteinmal extrem vorsichtig...Was ich auch verstehen kann.
    Eben hat mir eine weitere deutsche Klinik geantwortet- mal wieder eine Absage.

    LG,

    Ellis

  • Erste Rückschläge

    • Ellis
    • 12. Juni 2009 um 00:29

    Re: Erste Rückschläge

    Liebe Bille!

    Schön zu lesen das auch weiterhin Interesse an unseren Kinderwunschplänen besteht!

    Liebe meg!

    Na, das mit dem Ticker wurde ja auch Zeit! Meiner gedrückten Daumen kannst du gewiss sein :gut: :zustimm: :gut: :zustimm:
    Ob der Weg der reinen Samenspende ein guter Weg ist wird sich zeigen. Genau das ist es, was mir zur Zeit den Wind aus den Flügeln nimmt. Die Eizellspende war für uns beschlossene Sache. Ständig gab es Anlass sich auf das nächste Teilziel zu freuen. Fester Arbeitsvertrag, Besuch beim Gynäkologen, Erstgespräch...und jetzt? Alles wieder auf Anfang. Auf der Stelle treten, keine wirkliche Perspektive haben...es ist nicht leicht für uns im Moment. Aber was erzähle ich euch? Ihr alle kennt diese Gedanken und Gemützszustände nur zu gut- leider!
    Ob es in D (offizielle) Wege gibt unseren Traum zu erfüllen ist noch nicht raus. Habe bereits mehrere Kliniken angemailt- bisher hat nur eine einzige geantwortet. Und zwar mit einer Absage... :/
    Weniger offizielle Wege könnten sein sich entweder Spendersamen aus dem Ausland (Dänemark?) schicken zu lassen. Damit wären sowohl Heiminsemination als auch Behandlung in einer Praxis möglich- sofern sich eine zur Zusammenarbeit bereiterklärt. Allerdings sollen die Erfolgsaussichten mit gefrorenen Spermien sehr gering sein.
    Auch die Möglichkeit einen privaten Spender zu suchen und eine Heiminsemination via "Becher" durzuführen wurde uns ans Herz gelegt. Demenstsprechende Internetforen gibt es jedenfalls en masse. Registriert habe ich mich auch schon in zweien...Allerdings habe ich (noch?) große Schwierigkeiten mich mit dem Gedanken anzufreunden einen wildfremden Mann zu treffen der mir "sein Bestes" in einem Becher, einer Spritze o.ä. überreicht. Allein schon aus Angst vor Ansteckung mit Hepatitis oder HIV....
    Andererseit bin ich mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem ich alles dafür tun würde ein kleines Bündel Glück in meinen Armen zu halten. :oops:

    Ich melde mich.

    Ellis

    P.S.: Danke für alles...

  • Junggesellenabschied (JGA)

    • Ellis
    • 8. Juni 2009 um 16:58

    Olá liebe Forumsmädels!

    Wie gut dass es das Off Topic Forum gibt!
    Meine Arbeitskollegin heiratet im August- und wir planen einen JGA der Extraklasse Anfang Juli. Die Zeit ist knapp- die Ideen leider auch.
    Stretchlimo ist organisiert; die zukünftige Braut soll Wundertüten verkaufen und Handmassagen anbieten- gegen Bares natürlich. Aber das ist uns alles noch zu wenig.
    Habt ihr Tipps und Ideen? Ich würd ja gerne T-Shirts machen lassen. Aber mit welchem Print? Die Zeit drängt.

    Danke,

    Ellis

    P.S. Singen würde sie nicht. Fällt als Idee also flach.

  • Hibbel-Ordner und WS-lerinnen

    • Ellis
    • 8. Juni 2009 um 16:48

    Re: Hibbel-Ordner und WS-lerinnen

    Liebe Kathilu!

    Wie war das alte Sprichwort nochmal?

    Umso früher- desto besser.
    Ich beschließe jetzt einfach mal dass das auch auf dich zutrifft. So. Und nun: freueeen :bindafür:

    Ellis

  • Behandlungszentrum Stichting Geertgen/Elsendorp (Holland)

    • Ellis
    • 7. Juni 2009 um 16:21

    Re: Behandlungszentrum Stichting Geertgen/Elsendorp (Holland)

    Liebe Columbia!
    Wie unter "Erste Rückschläge" schon geschrieben:
    Nach ausführlichen Gesprächen und der ein oder anderen vergossenen Träne verabschieden wir uns nun vorerst vom "Projekt Eizellspende". Sind aktuell dabei uns über Samenspende zu informieren. Auch wenn ich damit offiziell "keine von euch" mehr bin hoffe ich, dass ihr mich weiterhin in eurem Kreise Willkommen heißt. Ich habe viele von euch richtig lieb gewonnen und es wäre ein schmerzlicher Verlust aufgrund der aktuellen Entwicklung unseres Kinderwunsches auf euch verzichten zu müssen...

    Ellis

  • Erste Rückschläge

    • Ellis
    • 7. Juni 2009 um 16:18

    Re: Erste Rückschläge

    Liebe Bille!

    Der Grund warum die wertvolle Fracht von Elsendorp nach Genk transportiert werden muss liegt laut Dr. Wissmann daran, dass Elsendorp nicht dafür ausgestattet ist die Eizellen zu befruchten und ggf. zu konservieren. Deshalb die Zusammenarbeit mit Genk. Weitere Kliniken die uns eine EZS ermöglichen würden sind entweder wegen der enormen Flugangst meiner Frau unerreichbar oder für uns einfach unbezahlbar. Nach ausführlichen Gesprächen und der ein oder anderen vergossenen Träne verabschieden wir uns nun vorerst vom "Projekt Eizellspende". Sind aktuell dabei uns über Samenspende zu informieren. Auch wenn ich damit offiziell "keine von euch" mehr bin hoffe ich, dass ihr mich weiterhin in eurem Kreise Willkommen heißt. Ich habe viele von euch richtig lieb gewonnen und es wäre ein schmerzlicher Verlust aufgrund der aktuellen Entwicklung unseres Kinderwunsches auf euch verzichten zu müssen...

    Ellis

  • Re: Klinik Unica Brünn

    • Ellis
    • 7. Juni 2009 um 14:35

    Re: Klinik Unica Brünn

    Meine liebe Feist!
    Ich kann es nicht glauben- nun gönne ich mir aufgrund akuter Verwirrtheitszuständige wenige Tage Forumsabstinenz und dann DAS!
    Lass dich drücken, busserln und im Kreis drehen- ich freue mich so wahnsinnig für dich!
    Ich wünsche dir eine wundervolle Saure-Gurken-Zeit!

    Ellis

  • Erste Rückschläge

    • Ellis
    • 7. Juni 2009 um 14:21

    Re: Erste Rückschläge

    Hallo Mädels!
    Wie versprochen: Hier der ausführliche Erfahrungsbericht über Stg. Geertgen, Elsendorp:
    In Nordbraband, eine Provinz im Süden der Niederlande, befindet sich die 1000 Seelen Gemeinde Elsendorp. Am Rande eines Wohngebietes findet man das Behandelcentrum Stg. Geertgen. Die Lage erscheint zunächst ungewöhnlich, bei der Parkplatzsuche erweist sich diese jedoch als außerordentlich praktisch. Inmitten sehr gepflegter Außenanlagen steht der, zwar neue, aber von außen wenig einladende Bau der Stg.Geertgen. Die halbrunde Bauweise und die komlpett dunkelrot gekachelten Außenwände erinnern stark an eine Metzgerei. Im Inneren wandelt sich das Bild: Ein helles, offenes, modern eingerichtetes Wartezimmer, ausgestattet mit bequemen Rattanmöbeln läd zum Warten ein. Eine kleine "Bar" bietet kostenlos Erfrischungsgetränke, Kaffee und Tee an. Das Stg. Geertgen an diesem Tag sehr gut besucht war vertärkte den positiven Eindruck. Die Assistentinnen sind durchweg sehr nett und engagiert; sprechen alle ausreichend deutsch.
    Eine der Assistentinnen nimmt in einem Besprechungszimmer die Personalien auf (Kopie des Personalausweises) und legt eine Akte an. Anschließend erfolgt ein außführliches Gespräch mit dem Arzt (bei uns Dr.Wissmann) welches Gelegenheit bietet, alle offenen Fragen zu klären. Wenn man Beratungsgespräche bei deutschen Ärzten gewohnt ist, wird man von Dr.Wissmann positiv überrascht sein. Er nahm sich Zeit, ging auf alle Fragen ein, erklärte verständlich und fand sogar noch die Zeit, für die eine oder andere Randbemerkung, die das Gespräch aufgelockert hat.
    Im Folgenden findet ihr die von uns gestellten Fragen und die Antworten von Dr.Wissmann :
    1.Welche Untersuchungen werden vor PU/TF durchgeführt?
    Ultraschalluntersuchung und Labor (HIV, Hepatitis und Clamydien)
    2. Medikamentenplan?
    Wird erst nach ausführlichem Psychologengespräch ausgehändigt.
    3. Nebenwirkungen der Medikamente?
    Keine. Alles natürliche Hormone.
    Anmerkung meinerseits: Wer sich etwas intensiver mit dem Thema "Eizellspende" beschäftigt hat weiß, dass dies so nicht stimmt. Milde Komplikationen wie einen aufgeblähten Bauch, Übelkeit oder Depressionen erleben viele Spenderinnen, aber auch lebensbedrohliche Nebenwirkungen wie Nierenversagen, Lungenembolien und Schlaganfälle treten in einzelnen Fällen auf. Und wenn bei dem Eingriff beispielsweise der Eileiter verletzt wird, droht den Frauen Unfruchtbarkeit
    4. Gibt es die Medikamente auf Rezept?
    Nein. Im "IVF/ICSI totalpackage" sind die Medikamente inklusive und werden gleich von der Stg.Geertgen mitgegeben.
    5. Wo wird der Stimulationserfolg überprüft?
    Eigentlich ausschließlich in den Niederlanden, auf außdrücklichen Wunsch auch Überprüfung in D. Allerdings dann Voraussetzung, dass "Endkontrolle" des Stimulationserfolges durch St.Geertgen.
    6. Wird bei PU betäubt?
    Nein. PU dauert nur 2-4 min und sei vergleichbar mit Menstruationsschmerzen.
    Erfahrungsberichte von Frauen, die eine PU ohne Betäubung hinter sich gebracht haben sprechen eine andere Sprache; es wird z.T. von unerträglichen Schmerzen gesprochen
    7. Wieviele Embryonen werden transferiert?
    Immer nur 1 Embryo. Zwillingsschwangerschaften sollen unbedingt vermieden werden.
    Der TF findet übrigends nicht in Elsendorp sondern in Genk (Belgien) statt. Nach PU wird man also mit einem kleinen Köfferchen in das 2 Autostunden entfernte Genk geschickt wo nach 2-5 Tagen der TF stattfindet
    8. Wie hoch sind die Erfolgschancen?
    Ca. 30%
    Diese Antwort erhielten wir erst auf 3malige Nachfrage
    9. Wie lange sind die Wartezeiten?
    In 2-3 Monaten sei die Behandlung komplett abgeschlossen.
    10. Wie sieht die Betreuung nach TF aus?
    Dr. Wissmann möchte im Falle einer SS nach 7-8 Wochen einen Ultrasschall durchführen.
    11. Wird Kryokonservierung angeboten?
    Ja. Kostenpunkt für Kryotransfer: 500€. Bei Kryoversuch können auf Wunsch auch 2 Embryonen transferiert werden.
    12. Wie sieht die genaue Kostenaufstellung aus?
    IVF/ICSI Komplettpaket (inkl. Medikamente): 2500€
    Kryotransfer: 500€
    Samenspende einfrieren (eigener Spender): 300€
    Samenspende einfrieren (Samenbank): 600€
    13. Welchen Einfluss hat man auf Samen-/Eizellspender?
    Es gibt einen Fragebogen "Matching donorzaad" der von gewünschter Augen- und Haarfarbe über Blutgruppe bis zu Sonderwünschen reicht.
    14. Kann ein Schreiben zum steuerlichen Absetzen angefertigt werden?
    Ja.

    Die Kommunikation mit deutschen Frauenärzten wird zwar geduldet, ist aber nicht gerne gesehen. Dr. Wissmann möchte eigentlich, dass die Voruntersuchung (Labor+ Ultraschall), dann Stimuüberpfüfung sowie GMS-Messung und letztendlich Schwangerschaftsultraschall in der 7.-8. SSW (bei Erfolg) bei ihm durchgeführt werden.
    Das in den Niederlanden nur offene (Samen-/Eizell-)Spenden durchgeführt werden dürfen bietet den Vorteil, dass das aus einer Spende entstandene Kind mit dem 16. Lebensjahr die Möglichkeit hat, seine(n) Erzeuger(in) in Erfahrung bringen.
    Um die benötigte Spende zu erhalten gibt es 3 Möglichkeiten.
    1. eigenen Spender mitbringen
    2. Samenbank (Wartezeit: 2-3 Jahre)
    3. "coöperatieve wederkerigheid", was -vereinfacht erklärt- bedeutet, dass die Stg. Geertgen einen großen Topf hat, welcher Samen und Eizellen enthält. Benötigt man nun also eine Spende, egal ob Samen- oder Eizellspende, kann man sich aus diesem Topf bedienen. Jedoch nur unter der Bedingung, dass ich im Gegenzug wieder etwas in diesen Topf zurückgebe. In unserem Fall hätte dies bedeutet, dass von den punktierten Eizellen meiner Frau mir nur 50% zugestanden hätten, die anderen 50% wären in diesen Topf gewandert. Im Gegenzug hätten wir aus diesem Topf eine Samenspende erhalten.
    Im Falle der meisten anderen hier bedeutet das: Ihr bekommt aus diesem Topf Eizellen- euer Partner muss im Gegenzug Samen in diesen Topf geben. Dafür gibt es 250€. Großer Nachteil: In 16 Jahren könnte auch euer Mann von einem aus dieser Samenspende entstandenen Kind kontaktiert werden...

    Die Niederlande schreibt vor einer Eizellspende übrigends ein ausführliches Psychologengespräch vor. Für dieses Gespräch werden 3 (!) Stunden eingeplant.

    Fazit:
    Alles in allem macht das Behandelcentrum Stichting Geertgen einen ordentlichen Eindruck. Wir haben uns aus folgenden Gründen jedoch gegen eine Behandlung bei Stg. Geertgen entschieden:
    1. Mangelnde Aufklärung über eventuelle Risiken/Nebenwirkungen der EZS
    2. Keine Betäubung bei PU
    3. Transfer von nur einem Embryo- dadurch Erfolgschance von "nur" 30%
    4. Mangelnde Kooperatinsbereitschaft mit deutschen Ärzten was für uns bedeutet, dass wir insgesamt min. 5 mal nach Elsendorp aufbrechen müssten (EG, psychologische Beratung, GMS-Messung+ Stimmuerfolg-Überprüfung, PU und schließlich ggf. zum SS-Ultraschall) und zusätzlich noch min. 2 mal nach Genk (Belgien) (nach PU und zum TF).
    5. "coöperatieve wederkerigheid"- nein, ich werde die kostbaren Eizellen meiner Frau unter keinen Umständen teilen.

    Ellis

  • Behandlungszentrum Stichting Geertgen/Elsendorp (Holland)

    • Ellis
    • 7. Juni 2009 um 14:15

    Erfahrungsbericht Stichting Geertgen, Elsendorp (Niederlande)

    In Nordbraband, eine Provinz im Süden der Niederlande, befindet sich die 1000 Seelen Gemeinde Elsendorp. Am Rande eines Wohngebietes findet man das Behandelcentrum Stg. Geertgen. Die Lage erscheint zunächst ungewöhnlich, bei der Parkplatzsuche erweist sich diese jedoch als außerordentlich praktisch. Inmitten sehr gepflegter Außenanlagen steht der, zwar neue, aber von außen wenig einladende Bau der Stg.Geertgen. Die halbrunde Bauweise und die komlpett dunkelrot gekachelten Außenwände erinnern stark an eine Metzgerei. Im Inneren wandelt sich das Bild: Ein helles, offenes, modern eingerichtetes Wartezimmer, ausgestattet mit bequemen Rattanmöbeln läd zum Warten ein. Eine kleine "Bar" bietet kostenlos Erfrischungsgetränke, Kaffee und Tee an. Das Stg. Geertgen an diesem Tag sehr gut besucht war vertärkte den positiven Eindruck. Die Assistentinnen sind durchweg sehr nett und engagiert; sprechen alle ausreichend deutsch.
    Eine der Assistentinnen nimmt in einem Besprechungszimmer die Personalien auf (Kopie des Personalausweises) und legt eine Akte an. Anschließend erfolgt ein außführliches Gespräch mit dem Arzt (bei uns Dr.Wissmann) welches Gelegenheit bietet, alle offenen Fragen zu klären. Wenn man Beratungsgespräche bei deutschen Ärzten gewohnt ist, wird man von Dr.Wissmann positiv überrascht sein. Er nahm sich Zeit, ging auf alle Fragen ein, erklärte verständlich und fand sogar noch die Zeit, für die eine oder andere Randbemerkung, die das Gespräch aufgelockert hat.
    Im Folgenden findet ihr die von uns gestellten Fragen und die Antworten von Dr.Wissmann :
    1.Welche Untersuchungen werden vor PU/TF durchgeführt?
    Ultraschalluntersuchung und Labor (HIV, Hepatitis und Clamydien)
    2. Medikamentenplan?
    Wird erst nach ausführlichem Psychologengespräch ausgehändigt.
    3. Nebenwirkungen der Medikamente?
    Keine. Alles natürliche Hormone.
    Anmerkung meinerseits: Wer sich etwas intensiver mit dem Thema "Eizellspende" beschäftigt hat weiß, dass dies so nicht stimmt. Milde Komplikationen wie einen aufgeblähten Bauch, Übelkeit oder Depressionen erleben viele Spenderinnen, aber auch lebensbedrohliche Nebenwirkungen wie Nierenversagen, Lungenembolien und Schlaganfälle treten in einzelnen Fällen auf. Und wenn bei dem Eingriff beispielsweise der Eileiter verletzt wird, droht den Frauen Unfruchtbarkeit
    4. Gibt es die Medikamente auf Rezept?
    Nein. Im "IVF/ICSI totalpackage" sind die Medikamente inklusive und werden gleich von der Stg.Geertgen mitgegeben.
    5. Wo wird der Stimulationserfolg überprüft?
    Eigentlich ausschließlich in den Niederlanden, auf außdrücklichen Wunsch auch Überprüfung in D. Allerdings dann Voraussetzung, dass "Endkontrolle" des Stimulationserfolges durch St.Geertgen.
    6. Wird bei PU betäubt?
    Nein. PU dauert nur 2-4 min und sei vergleichbar mit Menstruationsschmerzen.
    Erfahrungsberichte von Frauen, die eine PU ohne Betäubung hinter sich gebracht haben sprechen eine andere Sprache; es wird z.T. von unerträglichen Schmerzen gesprochen
    7. Wieviele Embryonen werden transferiert?
    Immer nur 1 Embryo. Zwillingsschwangerschaften sollen unbedingt vermieden werden.
    Der TF findet übrigends nicht in Elsendorp sondern in Genk (Belgien) statt. Nach PU wird man also mit einem kleinen Köfferchen in das 2 Autostunden entfernte Genk geschickt wo nach 2-5 Tagen der TF stattfindet 
    8. Wie hoch sind die Erfolgschancen?
    Ca. 30%
    Diese Antwort erhielten wir erst auf 3malige Nachfrage
    9. Wie lange sind die Wartezeiten?
    In 2-3 Monaten sei die Behandlung komplett abgeschlossen.
    10. Wie sieht die Betreuung nach TF aus?
    Dr. Wissmann möchte im Falle einer SS nach 7-8 Wochen einen Ultrasschall durchführen.
    11. Wird Kryokonservierung angeboten?
    Ja. Kostenpunkt für Kryotransfer: 500€. Bei Kryoversuch können auf Wunsch auch 2 Embryonen transferiert werden.
    12. Wie sieht die genaue Kostenaufstellung aus?
    IVF/ICSI Komplettpaket (inkl. Medikamente): 2500€
    Kryotransfer: 500€
    Samenspende einfrieren (eigener Spender): 300€
    Samenspende einfrieren (Samenbank): 600€
    13. Welchen Einfluss hat man auf Samen-/Eizellspender?
    Es gibt einen Fragebogen "Matching donorzaad" der von gewünschter Augen- und Haarfarbe über Blutgruppe bis zu Sonderwünschen reicht.
    14. Kann ein Schreiben zum steuerlichen Absetzen angefertigt werden?
    Ja.

    Die Kommunikation mit deutschen Frauenärzten wird zwar geduldet, ist aber nicht gerne gesehen. Dr. Wissmann möchte eigentlich, dass die Voruntersuchung (Labor+ Ultraschall), dann Stimuüberpfüfung sowie GMS-Messung und letztendlich Schwangerschaftsultraschall in der 7.-8. SSW (bei Erfolg) bei ihm durchgeführt werden.
    Das in den Niederlanden nur offene (Samen-/Eizell-)Spenden durchgeführt werden dürfen bietet den Vorteil, dass das aus einer Spende entstandene Kind mit dem 16. Lebensjahr die Möglichkeit hat, seine(n) Erzeuger(in) in Erfahrung bringen.
    Um die benötigte Spende zu erhalten gibt es 3 Möglichkeiten.
    1. eigenen Spender mitbringen
    2. Samenbank (Wartezeit: 2-3 Jahre)
    3. "coöperatieve wederkerigheid", was -vereinfacht erklärt- bedeutet, dass die Stg. Geertgen einen großen Topf hat, welcher Samen und Eizellen enthält. Benötigt man nun also eine Spende, egal ob Samen- oder Eizellspende, kann man sich aus diesem Topf bedienen. Jedoch nur unter der Bedingung, dass ich im Gegenzug wieder etwas in diesen Topf zurückgebe. In unserem Fall hätte dies bedeutet, dass von den punktierten Eizellen meiner Frau mir nur 50% zugestanden hätten, die anderen 50% wären in diesen Topf gewandert. Im Gegenzug hätten wir aus diesem Topf eine Samenspende erhalten.
    Im Falle der meisten anderen hier bedeutet das: Ihr bekommt aus diesem Topf Eizellen- euer Partner muss im Gegenzug Samen in diesen Topf geben. Dafür gibt es 250€. Großer Nachteil: In 16 Jahren könnte auch euer Mann von einem aus dieser Samenspende entstandenen Kind kontaktiert werden...

    Die Niederlande schreibt vor einer Eizellspende übrigends ein ausführliches Psychologengespräch vor. Für dieses Gespräch werden 3 (!) Stunden eingeplant.

    Fazit:
    Alles in allem macht das Behandelcentrum Stichting Geertgen einen ordentlichen Eindruck. Wir haben uns aus folgenden Gründen jedoch gegen eine Behandlung bei Stg. Geertgen entschieden:
    1. Mangelnde Aufklärung über eventuelle Risiken/Nebenwirkungen der EZS
    2. Keine Betäubung bei PU
    3. Transfer von nur einem Embryo- dadurch Erfolgschance von "nur" 30%
    4. Mangelnde Kooperatinsbereitschaft mit deutschen Ärzten was für uns bedeutet, dass wir insgesamt min. 5 mal nach Elsendorp aufbrechen müssten (EG, psychologische Beratung, GMS-Messung+ Stimmuerfolg-Überprüfung, PU und schließlich ggf. zum SS-Ultraschall) und zusätzlich noch min. 2 mal nach Genk (Belgien) (nach PU und zum TF).
    5. "coöperatieve wederkerigheid"- nein, ich werde die kostbaren Eizellen meiner Frau unter keinen Umständen teilen.

    Ellis

  • Erste Rückschläge

    • Ellis
    • 3. Juni 2009 um 21:46

    Re: Erste Rückschläge

    [quote author=Seesternchen link=topic=5268.msg71099#msg71099 date=1244031002]

    Allerdings schwirrt mir nun die Frage im Kopf herum, ob es nicht doch sinnvoller ist sich einen eigenen Samenspender zu suchen. Der Gedanke diese kostbaren Eizellen zu teilen gefällt mir nicht. Zudem sind in den Niederlanden ja nur offene Spenden möglich. Für mich ein seltsames Gedanke das irgendwann ein weiters Kind von Schatzi vor der Haustür steht....

    würde ich an Eurer Stelle ablehnen.

    [/quote]

    Liebes Seesternchen!
    Mir gefällt der Gedanke der geteilten Eizellen auch nicht. Der Gedanke, dass ein uns bekannter Spender Besitzansprüche an dem entstandenen Kind anmelden möchte gefällt uns allerdings genausowenig...
    Auch an den Gedanken dass Schatzi u.U. Erzeugerin weiterer Kinder sein könnte muss ich mich erst gewöhnen. Schatzi selbst hat mit dieser Konstellation allerdings keinerlei Probleme. Und schließlich sind es ihre Eizellen...
    Ich bin weiterhin verunsichert. Danke für die rege Anteilnahme!

    Ellis

  • Erste Rückschläge

    • Ellis
    • 3. Juni 2009 um 21:41

    Re: Erste Rückschläge

    Liebe Meg!
    Danke für deine Antwort. Ich kann momentan wirklich jeden Schubs gebrauchen der mir die richtige Richtung zeigt. Monatelang habe ich dem EG entgegengefiebert, imaginäre Striche an die Wand gekritzelt- ganz wie die Knastbrüder in den amerikanischen Filmen es tun. Und jetzt sitz ich hier und weiß weniger als vorher. Warum muss immer alles so schrecklich kompliziert sein?
    Dass du mit nur einem Embryo schwanger geworden bist- auch mit einer Erfolgschance von "nur" 30- das macht natürlich Mut! Möchte dir an dieser Stelle alles Gute für die weitere SS wünschen :gut:

    Fremdsperma ist uns sehr wichtig. Vor plötzlich gestellten Besitzansprüchen des Erzeugers möchten wir verschont bleiben- auch wenn das egositisch klingen mag. Allerdings hat Stichting Geertgen mit ihrem "coöperatieve wederkerigheid" den großen Vorteil, dass das aus der EZS mit Fremdsperma entstandene Kind mit dem 16. Lebenshjahr seinen Erzeuger in Erfahrung bringen kann, sollte es dieses wünschen.
    Über eine Komplettstimmu für "coöperatieve wederkerigheid" und eine weitere ganz für mich alleine habe ich auch schon im Ansatz nachgedacht. Die Frage ist nur ob Schatzi diese Strapazen für eine "fremde Frau" aufsichnehmen würde. Sie ist halt ein kleiner Hosenscheißer :stumm:
    Wir selbst haben über das gestrige EG noch überhaupt nicht in Ruhe gesprochen. Momentan macht sich jeder seine Gedanken im Stillen. Wieder ein Punkt den mich das Thema EZS gelehrt hat: stilles Nachdenken. War mir bis dato neu...

    Ellis

  • Erste Rückschläge

    • Ellis
    • 3. Juni 2009 um 11:26

    Re: Erste Rückschläge

    Hallo liebe love!

    Danke für deinen Beitrag. Ich hätte auch keine Angst vor einer PU ohne Narkose. Und laut Dr. Wissmann wird die PU ohne Narkose durchgeführt; denke das bedeutet dann wirklich ganz ohne. Deine Frage ist überhaupt nicht blöd! Darauf wäre ich nie im Leben gekommen. Könnte eine Möglichkeit sein. Werde das auf alle Fälle abklären! Danke für dein Engagement!

    Ellis

  • Erste Rückschläge

    • Ellis
    • 3. Juni 2009 um 11:04

    Re: Erste Rückschläge

    Hallo zusammen!
    Wir sind wohlbehalten aus Elsendorp zurück.
    Momentan schwirrt mir der Kopf; aber ich möchte allen Daumendrückern gegenüber nicht unfair sein, deshalb hier ein kurzes Update :schreiben:
    Ausführlicher Bericht folgt in Kürze- versprochen!
    Die Klinik hat einen positiven Eindruck hinterlassen. Assistentinnen und Ärzte waren durchweg sehr nett und bemüht. Auch mit der Kommunikation gab es keinerlei Schwierigkeiten; man kommt sehr gut mit deutsch weiter.
    Aufgrund unseres in Kooperation mit den Forumsmädels erstellen Fragenkataloges waren wir in 30 min mit dem eigentlichen EG durch.
    Neu für uns war, dass Stichting Geertgen mit Genk in Belgien zusammenarbeitet.
    Hat jemand Erfahrungen mit Genk in Belgien? Ich vermute es handelt sich um http://www.fertility.be
    Die PU findet also in Elsendorp statt. Dann wird man mit einem Koffer, welcher die entnommen Eizellen enthält, in das 2 Stunden entfernte Genk geschickt wo nach 2-5 Tagen der TF stattfindet. Zu Schatzis Entstetzen wird die PU OHNE Narkose durchgeführt; Dr. Wissmann sprach von einem "Menstruatinsschmerz" wähernd PU; google hingegen spricht von starken Schmerzen. :nixweiss:
    Wäre toll wenn jmd. von euch Infos bezgl. PU OHNE Narkose hätte...
    Bezüglich des von uns benötigten Spendersamens gibt es 3 Möglichkeiten:
    1. eigenen Spender mitbringen (keine Wartezeit)
    2. Samenbank (Wartezeit 2-3 Jahre!)
    3. "coöperatieve wederkerigheid"; Genossenschaft Gegenseitigkeit (keine Wartezeit)
    Das Prinzip dieses "coöperatieve wederkerigheid" sieht so aus: Man stelle sich einen großen Topf vor. Dieser Topf enthält sowohl Eizellen als auch Spermien. Wir nehmen also unser benötigtes Sperma aus diesem Topf und im Gegenzug geben wir (bzw. meine Frau) Eizellen in diesen Topf. Dieses Prinzip bieten den Vorteil, dass keine Wartezeiten entstehen aber auch den Nachteil; dass mir nur 50% der gewonnen Eizellen meiner Frau zustehen. Genossenschaft Gegenseitigkeit...in Polen nennt man es wohl "Eggsharing".
    Jedenfalls zahlt man für dieses Fremdsperma einmalig 600€; meine Frau bekommt für ihre Eizellen 250€.
    Und schon sind wir beim Preis.
    Das Komplettpaket kostet 2500€, inklusive alles Untersuchungen und Medikamente. Hinzu kommen die 600€ für die Samenspende, minus der 250€ für Schatzis Eizellen. Macht also komplett 2850€.
    Allerdings schwirrt mir nun die Frage im Kopf herum, ob es nicht doch sinnvoller ist sich einen eigenen Samenspender zu suchen. Der Gedanke diese kostbaren Eizellen zu teilen gefällt mir nicht. Zudem sind in den Niederlanden ja nur offene Spenden möglich. Für mich ein seltsames Gedanke das irgendwann ein weiters Kind von Schatzi vor der Haustür steht....
    Worüber ich auch etwas enttäuscht war ist, dass immer nur 1 Embryo eingesetzt wird. Die Niederländer wollen unter allen Umständen Zwillingsschwangerschaften vermeiden. Die Erfolgsquote liegt also nur bei ca. 30%.
    Tritt keine SS ein können im Kryoversuch 2 Embryonen transferiert werden. Kostenpunkt: 500€.
    Nun habe ich doch mehr geschrieben als ich eigentlich vorhatte. Ich hoffe hier den ein oder anderen Schubs in die richtige Richtung zu bekommen.
    Nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht: Alles in Allem hat die Klinik wirklich einen positiven Eindruck hinterlassen; aber Gesprächsbedarf hat man natürlich erstmal bei den nicht so positiven Punkten :blah:

    Wie gesagt, ausführlicher Bericht folgt in Kürze. Am 08.07. haben wir übrigends den nächsten Termin. Hier sind allein für die psychologische Beratung 3 (!) Stunden eingeplant... Ob wir diesen wahrnehmen müssen wir uns ganz in Ruhe überlegen. Andererseits: Haben wir eine andere Wahl?

    Eine hin- und hergerissene,

    Ellis

  • Erste Rückschläge

    • Ellis
    • 2. Juni 2009 um 08:39

    Re: Erste Rückschläge

    Ich nehm mein letztes Posting zurück- ICH BIN AUFGEREGT!
    Hab heute nacht superschlecht geschlafen und wenn, dann hatte ich Albträume.
    Ich schmeiß mich jetzt noch schnell in die Fluten- ab 9.00 Uhr ist Stichting Geertgen zu erreichen. Werde mir dann zur Sicherheit nochmal den Termin bestätigen lassen. Sollte ich hier nach 10.00Uhr noch rumgeistern schmeißt mich mit Taschentüchern zu- denn dann hat sich uns mal wieder ein Stein in den Weg gelegt und der Termin wurde abgesagt :bindagegen:
    Bis hoffentlich erst spät heute Abend,

    Ellis

  • Wichtige Fragen beim Erstgespräch!

    • Ellis
    • 2. Juni 2009 um 08:34

    Re: Wichtige Fragen beim Erstgespräch!

    Habe eine stattliche Liste mit 17 Fragen zusammenstellen können- Dank euch!
    Diese werden später auf den Tisch kommen. Schmeiß mich jetzt noch schnell in die Fluten und dann gehts los! Bin hypernervös; hab heut Nacht extrem schlecht geschlafen und die Schlafphasen mit Alpträumen überbrückt :o

    Bis heut Abend,

    Ellis

  • SD-Werte- mal wieder =o)

    • Ellis
    • 2. Juni 2009 um 08:30

    Re: SD-Werte- mal wieder =o)

    Vielen Dank HorstPeter; deine Antwort deckt sich mit denen der Forumsärzte. :wink:

    LG,

    Ellis

  • SD-Werte- mal wieder =o)

    • Ellis
    • 2. Juni 2009 um 08:29

    Re: SD-Werte- mal wieder =o)

    Vielen Dank für die schnellen Antworten- nun bin ich beruhigt.

    Ellis

  • SD-Werte- mal wieder =o)

    • Ellis
    • 31. Mai 2009 um 22:36

    Da ich nicht so ganz unvorbereitet in unser EG am 2.6. gehen wollte habe ich mir von meiner Arbeitskollegin heute Labor abnehmen lassen:
    - kleines Blutbild
    - Gerinnung
    - SD- Werte
    Alle Werte liegen im Normbereich; jedoch habe ich immer mal wieder gelesen dass TSH bei KiWu um 1 liegen soll. Mein TSH liegt aber bei 2,09. Nun habe ich aber wiederrum gehört, dass TSH um 1 nur bei einer Vorerkrankung der SD notwenig ist. Ist also ein TSH von 2,09 in meinem Fall (Schilddrüse ist bisher nicht negativ in Erscheinung getreten) okay?

    Danke,

    Ellis

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