Re: Mein kleines Mädchen
Lieber Gänsebomber!
Ich war lange nicht in diesem Forum, und daher wird mich kaum einer kennen. Nach wechselvollen Jahren mit und ohne Partnerschaft, aber gleichbleibend starkem kinderwunsch war ich 2006 auch natürlichem Weg schwanger geworden, und dann kam meine kleine Maus wegen vieler Probleme in der Schwangerschaft in der 22sten Woche am 07.01. 2007 viel zu früh auf die Welt, noch zu klein zum Leben. Sie starb ein paar Minuten nach der Geburt. und ich werd bis heute nicht damit fertig. Nach Trennung von Seiten des Partners, zwei Umzügen (wegen ebendieses Mannes) , Mobbing in der Arbeit, und einigen Zipperlein, hatte ich schon gedacht, ich geh kaputt. Eines von all diesen Problemen hätte gereicht. Aber ich habe manchmal gedacht , ohne meine Kleine ist mein Leben sinnlos. Und ich konnte nichts tun, ihr nur beim Sterben zusehen. Ich vermisse sie so sehr. Und auch heute, als ich Deine Zeilen gelesen habe, musste ich so weinen. Es tut mir so unendlich leid, um Deine kleine Maus. Ich wünsche Dir, dass Deine Familie und Freunde stark sind und Dich auffangen, damit Du nicht alleine mit diesem unendlichen Schmerz fertigwerden musst.
Fühl Dich ganz fest gedrückt.
Nur Liebe und die Zeit kann bewirken, dass dieser Schmerz irgendwann ein wenig nachlässt , oder wir gelernt haben, damit zu leben.und man muss sich mit der Trauer auseinandersetzen und sehen, was einem in dieser langen Trauerzeit guttut- es ist nicht immer das, was den Menschen in unserer umgebunng zusagt, aber Du bist der Mensch, der diesen Schmerz am meisten spürt und diesen unglaublichen verlust überleben muss. Ähnlich Betroffende, die ich bei dem Verein für Verwaiste Eltern in münchen getroffen habe, haben erzählt, dass es mit den Jahren leichter auszuhalten wir, aber ganz vergehen wird der Schmerz nie.Trauer ist auch bei jedem Menschen verschieden, die Trauerzeiten sind individuell und sie dauert, solang sie dauert, die Trauer. Die 100000 Tränen müssen wohl geweint werden, früher oder später.
Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut, Dein Schicksal auszuhalten und dass Du früher oder später ein Trostkind im Arm halten wirst. Es ist kein Ersatz, aber Du hast weniger Zeit zum nachdenken und wirst ganz viel iebe zurückbekommen, und Liebe ist der grösste Heiler , den es gibt.
und wir bekommen die Liebe , die wir verdienen, wenn nicht von unseren allernächsten, dann oft von Menschen, von denen wir es nicht erwarten, wir müssen nur mit offenen Augen durchs Leben gehen, und den Tränenschleier vor den Augen abwischen, wenn es sein muss immer und immer wieder, daher gilt: nie die Taschentücher vergessen für sich selbst und vielleicht auch für einen nächsten , der weint. nach so einem Erleben sieht man tiefer und sieht die Menschen mit anderen Augen, man sieht den Schmerz und das Leid anderer überdeutlich und fühlt mehr mit, ob man will oder nicht. Wir sehen mit dem herzen gut, denn mit den Tränen in den Augen sieht man oft das andere Leben nicht mehr so deutlich.
Nochmal eine ganz feste Umarmung von dagmar aus München
mit Magdalena Stella mit dem Goldflaum auf dem kopf *02.20uhr 07.01.2007 +02.30Uhr,400g,18cm für immer im herzen
Magdalena Stella: viel beweint, schmerzlich vermisst, unvergessen, ewig geliebt
unsere kleinen Mäuse sind fern bei den Sternen, aber unserem Herzen für immer nah.