An alle Mama`s
liebe nicki,
ich weiß nicht wie es bei mir sein wird, denn ich muß noch drei monate warten, bevor meine bambina zur welt kommt. trotz aller versuche, der nicht unerheblichen gesundheitlichen und finanziellen belastungen, die ich auf mich genommen habe, um mutter zu werden, war ich immer ein wenig unsicher und ambivalent dabei. in den ersten sswochen, als ich zusätzlich von einer unerträglichen übelkeit geplagt wurde, hatte ich beinahe ablehnende gefühle und ich fragte mich nicht selten "was habe ich getan? warum?". auch die ezs hat mir zu schaffen gemacht, auch wenn ich dies nicht zugeben wollte. aber woche für woche habe ich gelernt, meine piccola zu lieben. ich habe immer stärkere schutzgefühle ihr gegenüber entwickelt und bin immer wieder zu tränen gerührt, wenn ich sehe, wie sie vergnügt in meinem bauch spielt. und ich glaube, ich liebe sie als kleines wesen, das schon jetzt ihre persönlichkeit und ihre vorlieben hat und das nicht unbedingt ein teil von mir sein muß.
aber a propos genen: habt ihr die mäuse letzte woche bei arte gesehen? es wurden ez von dummen, nervösen, unkonzentrierten mäuse in die gebärmütter von intelligenten, bedachten, vernünftigen mäuse transplantiert und sieh da, die mäuschen verhielten sich wie die "adoptiv"mütter und nicht wie die genetischen!
also, eigentlich ist eine ezs ideal! wenn man sich vervielfältigen will, scheint es zu gehen, wenn man sich - so wie es bei mir der fall ist - selbst nicht allzusehr liebt, ist es schön und befreiend, jemand "anderen" mit allen kräften lieben zu können, ohne angst zu haben, sich darin wieder finden zu müssen!
einen lieben grüß
maria