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Beiträge von Suzan

  • Zervix Insuffizienz

    • Suzan
    • 7. Juli 2008 um 15:19

    Re: Zervix Insuffizienz

    Hallo Ihr Lieben,
    ich habe einige sehr liebe e-mails bekommen und ich muß sagen, ich fühle mich endlich verstanden. Ich lasse meine Freunde noch nicht an mich heran, aber Nachbarn. Kollegen. mein Frauenarzt - alle sagen "ach wie schrecklich", aber verstehen tut es doch keiner von denen. Sie alle sagen "beim nächsten mal klappt's". Beim nächsten mal !! Verdammt, ich habe JETZT mein Wunschkind verloren ! Ich habe mich auf sie gefreut und Pläne geschmiedet ! Ich will sie wieder haben !

    Ich habe angefangen, alles aufzuschreiben, wie ich mich fühle. Ich habe ihr einen Brief geschrieben, weil ich mich schuldig fühle, dass ich sie nicht behalten konnte. Ich wollte sie nicht hergeben ! Der 11. Juni wird für mich immer der Horrortag bleiben ! Er fing an mit einem Nervenzusammenbruch. Es waren schon 3 Tage vergangen seit der Aussage des Arztes, dass in den nächsten 12h die Fruchtblase platzt und mein Kind kommen würde. Man tat nichts ! Und Du liegst da und wartest. Wartest auf etwas was Du gar nicht willst ! Ich hatte solche Angst, dass es auf der Toilette passiert oder wenn ich allein bin. Am 3.Tag haben sie beschlossen, die Fruchtblase zu perforieren. Das war das Todesurteil für Franzi.
    Nachdem das Fruchtwasser weg war, ging der Muttermund komplett zu und kippte irgendwie nach hinten. Ich hasste meinen Körper, warum quält er mich so ? 5 Std. lag ich am Tropf und wartete auf Wehen und darauf, dass der verdammte Muttermund aufgeht, wenn er aufgehen soll. Ich solle loslassen sagten die Ärzte, soll mich entspannen. Wie das gehen soll, haben sie nicht gesagt. Dann haben sie mir mein Kind regelrecht aus dem Körper gezerrt. Ich lag da wie auf der Schlachtbank, heulte nur noch, hatte jegliche Art von Würde oder Stolz verloren. Die Hebamme war die Einzige, die sich sehr liebevoll um uns und Franzi gekümmert hat. Sie ließ uns so viel Zeit miteinander wie wir brauchten. Immer wieder sehe ich sie vor mir, so klein und zart und doch schon alles dran. Wie soll man denn jemals mit diesen Erlebnissen fertig werden ? Bei der anschließenden OP ließ die Plazenta sich nicht lösen und ich blutete so stark, dass sie mir um ein Haar die Gebärmutter raus genommen hätten. Von all dem wissen die Kollegen und Nachbarn nichts. Für sie ist das alles in ein paar Wochen vergessen. Für uns wohl lange nicht. Ich habe ihren Fußabdruck eingerahmt und stecke abends eine Kerze für sie an.
    Ich danke Euch für Euer Mitgefühl. Ihr versteht, wie es ist, ein Kind zu verlieren das nur Ihr kennt.

    Suzan

  • Zervix Insuffizienz

    • Suzan
    • 5. Juli 2008 um 13:50

    Re: Zervix Insuffizienz

    Hallo
    danke für die tröstenden Worte. Es ist jetzt 4 Wochen her und die Leere wird immer größer. Der Alltag stellt sich wieder ein als ob nichts gewesen wäre. Mein Bauch ist wieder klein, meine Hosen passen wieder und man fragt sich, ob das alles wirklich passiert ist. Tagsüber funktioniert man irgendwie, aber die Abende sind schlimm. Sobald Ruhe einkehrt und mir alles wieder bewußt wird, könnte ich schreien vor Trauer und Schmerz. Manchmal bin ich auch total wütend ! Warum ist die Welt so ungerecht, warum kriegen andere Kinder die sie gar nicht wollen, warum wird es mir so schwer gemacht... ?? Diesen Zorn kriegt dann leider mein Mann ab, der Einzige, den ich momentan um mich herum ertragen kann. Ich habe nächste Woche einen Termin bei einer Psychotherapeutin, ich glaube allein schaffe ich das nicht.

    Paulinchen,
    es ist noch viel zu früh darüber nachzudenken, ob ich es noch einmal versuchen würde, trotzdem die Frage an Dich - was war bei Dir der Grund für die Frühgeburt ? Wenn es auch eine Muttermundsschwäche war, dann die Frage, ob Du in Deiner neuen Schwangerschaft ( zu der ich Dir ganz fest die Daumen drücke ) zu Beginn eine Cerclage hast setzen lassen ? Wie viel Zeit lag zwischen den beiden Schwangerschaften ?

    Suzan

  • Pronatal Klinik Arleta

    • Suzan
    • 5. Juli 2008 um 13:38

    Re: Pronatal Klinik Arleta

    Hallo,
    vor einem halben Jahr habe ich zum ersten Mal hier geschrieben. Mittlerweile ist so viel passiert.
    Ich wurde im Februar tatsächlich gleich beim ersten Mal schwanger und konnte mein Glück gar nicht fassen. Zunächst hatte ich in der 7 SSW Blutungen, aber die ersten 12 Wochen gingen rum und alles war in Ordnung. In der 20 SSW dann der Alptraum, mein Muttermund ging auf. Es ist einfach schrecklich, wenn man endlich das ersehnte Kind vor Augen hat und selber dann "versagt". Es ist jetzt 4 Wochen her und ich brauche noch viel Zeit, alles zu verarbeiten. Es ist aber gut zu lesen, dass Arleta eine hohe Erfolgsrate zu haben scheint. Ich habe dort noch 2 Eisbärchen liegen und wer weiß, vielleicht wage ich es nochmal.
    Ich hatte damals gefragt, wie man sich fühlt, mit einer"fremden Eizelle im Bauch". Heute kann ich sagen, dass die Schwangerschaft die schönsten 20 Wochen meines Lebens waren, ich war total ausgeglichen und selbstzufrieden. Die Tatsache, dass die Eizelle von einer jüngeren Frau stammt, hat mich eher noch beruhigt, denn ich hätte sonst noch mehr Angst um die Gesundheit meines Kindes ( ich bin mittlerweile 41 ). An diesem Alptraumtag, an dem ich mein gesundes Kind auf die Welt bringen mußte, wurde sie mir anschließend in die Arme gelegt. Mir ging das Herz über vor Liebe, ich kann diese Gefühle nicht beschreiben. Ich wollte sie nicht hergeben, mußte sie immer wieder ansehen und streicheln. Sie war voll und ganz meine Tochter...
    Ich habe sehr viel Angst, vor einer neuen Schwangerschaft, dass wieder etwas schief geht. Andererseits waren diese Gefühle so übermächtig, dass mein Kinderwunsch noch stärker geworden ist.
    Es grüßt Euch eine sehr traurige Suzan

  • Zervix Insuffizienz

    • Suzan
    • 17. Juni 2008 um 18:32

    Hallo,
    ich bin völlig verzweifelt !! Ich habe eine EZ Spende in der CZ machen lassen. Alles hat sehr gut geklappt und - ich konnte mein Glück nicht fassen - ich wurde beim 1. Versuch schwanger. Die nächsten 12 Wochen gingen vorüber, mein Baby entwickelte sich prächtig und ich war unendlich glücklich. Dann stellte man in der 17. SSW eine Zervix Verkürzung auf 2,4cm fest. Ich sollte regelmäßig zur Kontrolle kommen und mich schonen. 2 Wochen später noch immer 2,4, dann 4 Tage später 1,4cm. Sofort ins Krankenhaus und Bettruhe. Nach 1 Woche Kontrolle - der Muttermund war komplett offen und die Fruchtblase war sichtbar. Ich war Ende 19 SSW und man sagte, vor der 24. SSW kann man nichts machen, weil die wehenhemmenden Mittel nicht anschlagen. Ich bestand auf einer Cerclage, die man dann nicht mehr machen konnte, weil Fruchtwasser auslief. Man tat nichts und wartete auf das Platzen der Fruchtblase. Es war so schrecklich, zumal ich mittlerweile die Bewegungen meines Kindes spürte !! 3 Tage später gebar ich ein kleines Mädchen. Mir zerreißt es das Herz ! Ich hatte immer Sorge um das Kind und dann treten bei mir Komplikationen auf ! Wenn mit dem Kind etwas gewesen wäre, könnte ich das nun besser überwinden, aber so erscheint mir alles so sinnlos!
    Wenn jemand tröstende Worte hat oder ähnliche Erlebnisse kennt, würde mir das in meinem Schmerz etwas weiterhelfen.

    Suzan

  • Pronatal Klinik Arleta

    • Suzan
    • 18. Oktober 2007 um 14:51

    Re: Pronatal Klinik Arleta

    Hallo dtift
    vermutlich sind wir am gleichen Tag dort - habe am 01. November den 1. Termin. Du auch ?

    Suzan

  • Pronatal Klinik Arleta

    • Suzan
    • 15. Oktober 2007 um 13:45

    Re: Pronatal Klinik Arleta

    Hallo Peg,

    danke für Deine Antwort. An die Klinik bin ich gekommen, weil ich im Internet einfach "Eizellspende Tschechien" eingegeben habe. Es gibt eine Art Agentur in Regenstauf, die die Termine mit den verschiedenen Kliniken koordiniert. Ich hatte das Gefühl,so geht esschneller, denn als ich die Kliniken direkt angeschrieben habe, wurden sehr langen Wartezeiten genannt. In Arleta ist die WZ nur 1-3 Monate. Ich gebe zu, dass allein hat gereicht, um mich für diese Klinik zu entscheiden.
    Ist es denn normal, beim 1. Termin 1300,- anzuzahlen ? Man sagte mir, das sei für die Medikamente der Spenderin. Klingt glaubhaft...
    Wie läuft die Stimulation bei mir ab ? Ich habe zwar die Medikamente und Spritzen bei den letzten ICSY's gut vertragen, aber ich kann keine Spritzen mehr sehen.
    Nächste Woche habe ich einen Termin bei meinem regulären Frauenarzt - wie gehen denn die Ärzte in Dtland mit diesem Thema um?
    Du fragst, ob ich noch Fragen habe - ehrlich gesagt, tausende.... Wenn es geklappt hat, ist man dann einfach nur happy oder fragt man sich dann, was man da eigentlich im Bauch trägt ?

    Suzan

  • Pronatal Klinik Arleta

    • Suzan
    • 14. Oktober 2007 um 18:22

    Hallo,
    es tut gut zu lesen, dass andere die gleichen Gedanken und Sorgen haben. Mein Mann und ich haben seit 4 Jahren den Wunsch, Kinder zu haben. Ich wurde sofort schwanger, verlor es jedoch leider in der 10. SSW. Danach folgten viele enttäuschte Monate bis wir Hilfe in einer IVF Klinik suchten. Sie stellten ein sehr schlechtes Spermiogramm fest und schlugen nach fehlgeschlagenen Inseminationen die ICSY vor. Nun habe ich 4 Behandlungen hinter mir, immer mit vielen guten Eizellen und einer guten Entwicklung der Blastozysten, aber sie wollen sich einfach nicht einnisten. Jetzt bin ich 40 und meine letzte Chance ist nun auch die EZ Spende. Ich habe demnächst einen Termin bei der Pronatal Klinik in Arleta / CZ. Hat jemand Erfahrung mit dieser Klinik ? Wie läuft das Ganze ab? Legen sie mir einen Katalog mit Spenderinnen vor ? Es wäre toll, wenn Ihr mir etwas dieses mulmige Gefühl nehmen könntet....

    Liebe Grüße
    Suzan

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