Ich bin schon länger stiller Leser in diesem Forum,aber irgendwie habe ich gerade
den Drang mich mitzuteilen.Da ich es ganz interessant finde,mal den Leidensweg der anderen
zu kennen,habe ich mich entschieden,auch meine Geschichte aufzuschreiben.
Da ich mit 17 immer noch total ´unterentwickelt´ war,und auch noch nie meine
Regel bekommen hatte,bin ich endlich zum FA gegangen.(Von meiner Mutter hatte ich dabei leider
keine Unterstützung-sie weiß bis heute noch nichts von meinem Problem).Damit ich überhaupt mal eine Blutung bekam,hat er mir Trisequenz verschrieben.
Leider bin ich an einen `Gefühlstrampler´ geraten.Nach vielen Untersuchungen und meiner Bitte um
einen umfassenden Untersuchungsbericht(wg.Umzug) sagte er zu mir:Ja,daran haben Sie sich bestimmt schon gewöhnt,daß Sie keine Kinder bekommen können.-DANKE,sehr freundlich,das hat gesessen,dabei wollte ich doch so gerne Kinder,schon damals!
Naja,aber so schnell wollte ich mich nicht abfertigen lassen.Ich dachte,neue Stadt,neues Glück.
Aber die Ernüchterung kam bald.Zwar wurden noch einige Untersuchungen gemacht,aber leider kam nichts
anderes heraus.Die Diagnose war immer eindeutig:primäre Ovarialinsuffizienz!
Eine sehr nette,mitfühlende Ärztin hat mal zu mir gesagt,das ist leider so,wie wenn Sie eine vertrocknete Pflanze daheim haben,die können Sie soviel giessen wie Sie wollen,die wird auch nicht mehr blühen.
Was habe ich geheult,tagelang.Heute kann ich gar nicht mehr so richtig weinen.Ich denke,weil ich damals so viel und bitterlich geweint habe.
Dann war mal eine Zeit,wo ich sehr mutlos war und nichts unternahm,aber meinen Traum wollte ich nicht aufgeben.
Ein FAin hat mir mal von Dr.Antenori in Rom erzählt(das ist der,bei dem die 62-jährige durch EZS schwanger wurde),aber sie meinte gleich,sie wolle mich ja nicht zu einem Verrückten schicken.
Irgendwann habe ich dann von einer Selbsthilfegruppe gehört,die mir auf Anfrage eine ganze Liste mit KIWU-Praxis-Adressen geschickt hat.Neue Hoffnung kam auf.Aber in der ersten Anlaufstelle konnte oder wollte man mir nicht viel weiterhelfen.Auch in der nächsten Praxis nicht.
Oh Mann,das ist schon ein Gefühlschaos.Außerdem hatte ich zu dieser Zeit einen Partner,den das alles gar nicht so interessiert hat.Ich war total auf mich gestellt.Aber irgendwann war mit dem dann Schluß.
Es kam ein neuer Mann in mein Leben und das Thema wurde wieder aktuell.Also,nächster Anlauf in der KIWU-Praxis der Uni-Klinik.Dort hat man mich über die Möglichkeit der EZS beraten und mir eine Adresse in Griechenland gegeben.Mit dieser Praxis hätten sie gute Erfahrungen und es wäre auch nicht so teuer wie z.B. in USA oder England.
Internet hatte ich zu der Zeit nicht und so war ich auf diese Infos angewiesen.
Ich war begeistert und voller Mut.Ich hab mit Griechenland telefoniert und man hat mir gesagt,welche Untersuchugen nötig wären.Als ich dann alle Ergebnisse zusammen hatte,habe ich die dorthin gefaxt und mir wurde ein Termin gegeben,wann ich mit meinem Partner kommen sollte.
Aber wie was abläuft hatte ich keine Ahnung,von wegen Medis und so.
Ca.1 Monat vor dem Termin platzte die Bombe.Mein Verlobter teilte mir mit,er fühle sich einfach noch nicht reif zu diesem Schritt (er war damals 24,ich 26),fühle sich überfordert und ich sollte doch bitte verstehen,daß er das ganze jetzt doch noch nicht machen möchte.Das war ein Schock!Eine Welt brach wieder mal für mich zusammen.Das tat so weh.
Damals habe ich eigentlich mit dem Thema abgeschlossen.Ich wollte nicht mehr zulassen,daß mir nochmal so weh getan wird.
Einige Zeit drauf haben wir uns auch nicht nur, aber hauptsächlich, deswegen getrennt.Der Schmerz und die Enttäuschung saßen so tief in meinem Herzen und er hatte ein großes Problem mit unsere wohl kinderlosen Zukunft.
Ich dachte mir,ich laß keinen Mann mehr an mich ran,denn ich werde sowieso wieder deswegen verlieren.
Wieder Umzug.
Weihnachten vor 2 Jahren habe ich dann meinen jetzigen Mann kennengelernt.Ich war total verliebt,hatte aber immer mein `Problem´ im Hinterkopf.Unter Tränen habe ich ihm bald davon erzählt und gesagt,bevor wir fest zusammenkommen,solle er es sich gut überlegen,ob er damit umgehen kann,weil ich möchte nicht,daß mir nochmal so weh getan wird.Es war zwar ein Schock für ihn,aber er hat nach kurzer Überlegung gesagt,er liebt mich so wie ich bin und wir werden zum richtigen Zeitpunkt das Mögliche versuchen,aber wenn es nicht klappt,dann müssen wir eben andere Prioritäten in unserem Leben finden.
Letzten Dezember habe ich in einem Fernsehbericht zufällig von diesem Forum gehört und war begeistert.Endlich gibt es eine Anlaufstelle und so viel Info.
Haupsächlich aus Kostengründen und wegen der kurzen Wartezeit haben wir uns für Dr.Bourek in Brünn entschieden.Anfang Januar habe ich ihm eine E-mail geschickt und wir haben für Mitte Februar einen Termin zum Erstgespräch bekommen.Mann war ich aufgeregt!Wir haben die Fahrt mit einem Ausflug über Wien verbunden und sind voller Hoffnung in Brünn gewesen.Dr.Bourek war sehr nett,hat uns ausführlich informiert,mich untersucht und von meiner besseren Hälfte das Spermiogramm gemacht(das Ergebnis war zwar für mich etwas deprimierend,aber für unser Ziel ist es ja von Vorteil:es ist supergut,
er wäre der ideale Spender!Also ist es nur meine `Schuld`,manchmal denke ich mir,der beste Mann wäre für mich einer,der keine Kinder zeugen kann.Dann würde ich mir nicht so `nutzlos´ vorkommen,aber das würde meinem Herzenswunsch auch nicht weiterhelfen). Dr.Bourek hat mir Rezepte für Utrogest mitgegeben,sowie Estrifam und Diane 35 Tabletten.Außerdem hat er einen `Fahrplan´ erstellt.Zuerst sollte ich einen Probezyklus machen uns mit Utrogest eine ´Scheinschwangerschaft´ bewirken.Davon habe ich 3x1 genommen.Nach ca.14 Tagen habe ich bei meinem FA,der sich leider gar nicht mit der Problematik auskennt,aber versucht mich wo es geht zu unterstützen,ein Ultraschall
machen lassen.Die Gebärmutter war schon gut größer geworden,aber die Schleimhaut war mini.
Nach dem Kontakt zu Dr.Bourek sollte ich zusätzlich zu Utrogest 2x1 Proginova nehmen,nach 14 Tagen beides absetzen und auf die Regel warten.Da hätte ich lange warten können!
Nachdem nach 10 Tagen immer noch nichts passiert war,riet mir Dr.Bourek,mir eine Gynodianspritze geben zu lassen um die Regel auszulösen.Außer starken Bauchschmerzen hat das aber auch nichts geracht.Da mein FA bzw.dessen Urlaubsvertretung nur Warten als Lösung wußte,war ich wieder mal total verzweifelt.Daraufhin habe ich wieder die Liste mit den KIWU-Zentren hervorgekramt und ca.1 Stunde von mir entfernt ein Hormonzentrum gefunden,bei dem ich auch nicht zu lange auf einen Termin warten mußte.Der Doc. war sehr nett,hat mir erklärt,daß ich bei der GMS-Dicke(ca.6,5 mm glaub ich) gar keine Blutung bekommen würde und war über die Medi-Dosierung von Dr.Bourek erstaunt.Er sagte,bei ihnen wäre es üblich,alle 4 Tage zu steigern,von 2x1,3x1,4x1 und dann die IVF.
Mit diesen Infos habe ich wieder Dr.Bourek kontaktiert.Er meinte,die für mich vorgesehene Spenderin hätten wir verloren,da ich meine Regel nicht bekommen hätte und ich müßte jetzt eine Zeit lang warten,bis es wieder eine Spenderin für mich gäbe.Toll,wieder mal kam ich mir ziemlich schuldig vor.Was kann ich denn dafür,daß die Sch...Regel nicht kommt.Da hatte ich zum ersten mal auch das Gefühl,daß Dr.Bourek und ich irgendwie aneinander vorbei reden.Außerdem wußte ich gar nicht wie es
jetzt weitergehen sollte.Also wieder nachfragen.Jetzt hatte er für Juni 2 Spenderinnen und es gäbe zwei Möglichkeiten:entweder bis Ende Mai nichts nehmen,dann 2x1 Prginova 4 Tage lang und dann auf 3x1 steigern.Die andere Möglichkeit war totaler Quatsch,denn ich wußte,daß ich zum 8.-10.6.nie nur mit Trisequenz meine Tage bekommen würde.Also habe ich am 25.5. wieder mit Proginova angefangen und mir immer eingeredet,daß diesmal alles gut geht.
Aber von Dr.Bourek fühlte ich mich immer mehr verlasse.Von sich aus hat er sich gar nicht gemeldet und auf meine Frage,wann wir denn ungefähr mit dem Transfer rechnen könnten kam dann Folgendes:
Leider haben 2 Spenderinnen den Zyklus abgebrochen,jetzt hätte er noch eine,die er Donnerstag untersuchen werde und mir dann das Ergebnis schreibe.Donnerstag Abend kam nix,Freitag auch nicht.Dann hab ich wieder gemailt,aber die Antwort kam auch am Wochenende
nicht.Aus Neugierde,wie es mit meiner GMS ausschaut,hatte ich für Montag einen Termin zum Ultraschall-leider wieder die FAUrlaubsvertretung.Das Ergebnis und der Kommentar waren nicht sehr aufbauend:5mm-das reicht nie.DANKESCHÖN!
Sofort habe ich wieder Dr.Bourek geschrieben.Dann kam endlich eine Antwort:Die Spenderin hätte nur 4 Follikel gehabt und da meine GMS eh nur 5mm hat,sollten wir lieber eine Spenderin im Juli nutzen.Toll!
Dann war also wieder alles umsonst! Und jetzt? Wieder steh ich im Regen und weiß nicht weiter.
Ich habe sofort mit Proginova aufgehört und bin am überlegen,ob ich das mit Dr.Bourek sein lassen soll.Aber was dann?Ganz aufhören?Mich mit Meran in Verbindung setzen?Das wäre zwar in ca.2 Stunden gut zu erreichen aber ist sooo teuer!
Mein Mann weiß auch nicht so recht,meint es wäre meine Entscheidung,aber wenn wir jetzt ganz aufhören,machen wir uns später Vorwürfe,nicht alles probiert zu haben.
Ich werde nächste Woche nochmal in das Hormonzentrum fahren und mich dort beraten lassen,was die zu dem Fall und Dr.Bourek meinen.Dann werde ich mich entscheiden,ob ich Dr.Bourek nochmal eine Chance gebe oder wie es sonst weitergeht.
Stine´s Geschichte
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Stine´s Geschichte
Liebe Stine,
Du hast ja einen ganz schönen Marathon hinter Dir.
Ich weiß ja nicht genau, nach welchen Kriterien Du eine Klinik aussuchst, aber wenn ich Dich richtig verstanden habe, geht es bei Dir hauptsächlich um den Preis.
Hast Du es schon mal in Griechenland probiert? Das ist wohl ganz günstig. Ivy wollte, glaube ich, nach Griechenland gehen. Sie kann Dir sicher einige Infos geben.
Kapstadt ist sicher auch nicht allzu teuer, dazu könnten Dir Ines und Chris mehr sagen.
Pronatal in Prag wäre evtl. auch eine Alternative, dort waren auch schon Mädels erfolgreich. Da sind aber, glaube ich, die Wartezeiten etwas länger.Viele Grüße,
manda.
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Stine´s Geschichte
Liebe Sine,
im Ordner Kliniken findes Du unter Tschechei die Adresse umd Mail-Adresse vom Sanatorium Pronatal in Prag. Dies Sanatorium ist sehr seriös umd professionel. Kosten für eine EZ-Spende 3 500 €, leider zwei Jahre Wartezeit (zehrt sehr an den Nerven). Viel Erfolg.
Viele Grüsse
Laura -
Stine´s Geschichte
Hallo Stine,
bekommst du denn nach einem Antibabypillen-Zyklus eine Blutung? Das Thema Blutung oder nicht war bei mir auch immer ein Problem. Durch die Antibabypille bekommst du am Ende der Einnahme zumindest eine Abbruchblutung. Und bei Eintritt der Blutung kannst du dann meist am 2. ZT (rotes Blut) mit dem Aufbau der GMS für einen Transfer beginnen. Mir erscheint die Progynova-Dosierung bis max. 3 Tabletten in deinem Fall zu gering. Ich selbst habe früher schon bis 6 Tabletten mit Progynova stimulieren müssen und kam auf max. 7,5 mm. Nach etlichen Versuchen habe ich Estrifam anstelle Progynova probiert. Estrifam wirkt etwas anders als Progynova und hierbei benötigte ich nur 3 Stck./ Tag und kam sogar auf knapp 10 mm. Einen Versuch ist es wert. Wichtig ist jedenfalls, dass du vor Start eines Transfer-Zyklusses zunächst eine Blutung bzw. Abbruchblutung bekommst. Nur so kann die GMS von "null" aufgebaut werden. Leider mußte auch ich die Erfahrung machen, dass es einige Zentren nicht interessiert wie Frauen wie wir überhaupt zu einer "Startblutung" kommen.
Liebe Grüße
Sunny