Hallo,
ich bin seit langem eine stille Mitleserin und leide immer sehr mit Euch allen mit.
Nachdem mein Mann und ich ein Jahr gebraucht haben, um uns für eine EZS zu entscheiden, würde ich gerne Eure Meinung zu unserer bitteren Erfahrung mit Gennet in Prag einholen und wissen, ob in anderen Kliniken genauso verfahren wird.
Wir standen seit Ende Januar auf der Warteliste von Gennet und hatten unser Erstgespräch im März dort. Sie hatten einen sehr guten und professionellen Eindruck auf uns gemacht. Als Behandlungsbeginnn wurde uns Mai/Juni genannt. Letzendlich fand der Behandlungsbeginn im August statt.
An meinem 3. ZT erfahren wir, dass unsere Spenderin sich den Fuß gebrochen hat und bekommen eine Ersatzspenderin angeboten, die wir - im Nachhin leider - angenommen haben. Die Ersatzspenderin spricht nicht gut auf die Stimulation an, so dass die Punktion kurzfristig um 4 Tage verschoben wird. Wir erfahren, dass 11 reife EZ geholt werden konnten, wovon 8 sich befruchtet haben. Leider ist die Qualität der Embryonen so schlecht, dass der Transfer am 3. Tag stattfinden soll, weil am 2. Tag nur noch 5 übrig sind. Im Transferraum erfahre ich dann, dass nur 2 geeignet sind und der Rest von so schlechter Qualität ist und nicht kryokonserviert werden kann. Von den 2 transferierten ist nur ein 8-Zeller von guter Qualität dabei.
Mir war eigentlich gleich klar, dass damit die Chancen, schwanger zu werden, sehr gering sind. Und die Enttäuschung darüber, dass keine Kryos übrig geblieben sind, war und ist natürlich groß. Diese Embryonenquantität und -qualität hätten wir auch ohne Spenderin zustande gebracht.
Gennet sieht darin keinen Grund, uns einen Preisnachlaß zu gewähren. Ist das die übliche Reaktion der Kliniken? Schließlich bezahlt man sehr viel Geld, von der psychischen Belastung mal abgesehen. Wie sind denn Eure Erfahrungen nach solchen missglückten Versuchen?
Eure Meinung ist mehr sehr wichtig, da wir eigentlich nur einen Versuch machen wollten. Aber für uns war das kein richtiger Versuch, weil die Chancen für eine Schwangerschaft von Anfang an nicht da waren. Sollen wir so viel Kraft, Zeit und Geld noch einmal riskieren?
Viele Grüße
Bonny