Re: Entstehung unseres Babies - EMS und Grübeleien ... ![]()
Hallo,
Ich finde es traurig wegen der Abwesenheit der eigenen Gene ungluecklich zu sein deshalb moechte ich an den bekannten "Babyblues" (der ja auch genetische Muetter traktieren kann) erinnern oder eben nur an die Tatsache dass absolut JEDES Kind ein neues Individuum ist und nicht eine Kopie seiner selbst.
Ich habe eine genetische und eine EZS Tochter. Ich liebe beide ueber alles (und bin unendlich dankbar fuer die EZS)!
Meine genetische Tochter ist mir weder vom Wesen noch äusserlich ähnlich (obwohl Ähnlichkeiten mit meiner Mutter's Seite bestehen, der ich aber gar nicht aehnlich bin); wohl deshalb habe ich dieser Abwesenheit bei meiner 2. Tochter nie nachgetrauert.
Es ist wirklich notwendig jedes Kind kennenzulernen denn wie gesagt, auch ein genetisches Kind kann zwar, muss aber keineswegs der Mutter oder gar den Eltern aehnlich sein (da kann durchaus eine Mischung des verschollenen Onkel Fritz und der nie gekannten Tante Ida hervorkommen). Kinder sind keine neu inkarnierten ICHs sondern eigene Persönlichkeiten.
Fuer mich ist Genetik wie Rohmaterial z. Bsp. Pinsel, Papier und Malkasten. Mit den gleichen Materialien malt ein jeder ein anderes Bild von persoenlichen als auch umfeldbedingten Erfahrungen Werten, Zeitgeist... gepraegt; dennoch sind alle Aquarelle (d.h. dem Ausgangsmaterial getreu). Wenn Mozart, mit der gleichen Genetik in eine andere weniger musikfreudige Familie geboren (oder adoptiert) waere, waere sein Genie u.U. nie zum Ausdruck gekommen...
Kurz gefasst, die Fremdheit nicht einfach grundsaetzlich der fremden Genetik in die Schuhe schieben und darueber traurig sein, sie ist normal und waere auch bei den eigenen zu ueberwinden gewesen (nur haette man da, vor allem als Mutter (cf. Kuckuckskinder) natuerlich nie irgendwelche Hintergedanken gehabt).
Liebe Gruesse, Nnina