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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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!! Unfruchtbarkeit durch "alltägliche" Chemikalien in Schnullern + Fläschchen

  • frowlein
  • 3. Oktober 2009 um 09:49
  • frowlein
    Blastozyste
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    714
    • 3. Oktober 2009 um 09:49
    • #1

    [glow=red,2,300]WICHTIG!!!! UNBEDINGT LESEN!![/glow]

    Hallo, Ihr Alle,

    nachdem meine Jungs (2000: IVI Valencia, 2. Versuch, 3 Embryonen) nun also schon 8 Jahre alt sind, und ich nachwievor gern die "Trommel" für die Möglichkeit der Familiengründung durch EZS etc. rühre, habe ich heute eine Pressemitteilung gelesen, die mir "altem, hartgesottenem Zossen" wirklich die Tränen ihn die Augen getrieben hat:

    http://www.bund.net/fileadmin/bund…bisphenol_a.pdf

    Bitte lest Euch diesen Artikel genau durch... und trefft entsprechende Vorsorge für Eure kleinen Wunderkrümel, damit es ihnen nicht so ergeht wie uns.
    Wer weiß, bei wievielen von uns die Infertilität auf die unbewusste Einnahme der in dem Artikel benannten Chemikalie (und anderer) zurückzuführen ist... und bei unseren Kindern nicht darauf zurückzuführen sein sollte!!

    Ich könnte schon wieder heulen... und suche gerade die alten Schnuller raus, soweit noch vorhanden, um den Hersteller zu ermitteln. (Apotheke: Frank)
    Ich habe lange gestillt (10 und 11 Monate), aber Tee und später Milch-Wasser (1:3) in AVENT-Fläschchen gegeben... und manchmal gibt´s sogar heute noch den Erkältungstee mit Fenchelhonig aus der Flasche.. für "kranke Hasen".

    Jede Zeile des Artikels war wie ein Faustschlag in meine Magengrube.

    Was kommt als nächstes? Vergleichbare Erkenntnisse zu Chemikalien in den Verpackungen für Babymilchpulver? Das Pulver selbst ist ja hinlänglich getestet..

    Können doch mittlerweile viele Eltern noch ihren Kinderwunsch erfüllen - dank der fortschreitenden Erfolge in der Reproduktionsmedizin -, wären wahrscheinlich etliche dieser Schicksalserfahrungen vermeidbar, würde man sich auch genauso intensiv den Ursachen der Unfruchtbarkeit und deren Vermeidung widmen.

    Ich mag gar nicht dran denken: Nun habe ich glücklicherweise meine Zwerge "erhalten", meine Infertilität also partiell ausgetrickst, bemühe mich (vermutlich noch intensiver als "normale" Eltern ;) ), "alles richtig zu machen" ... und dann habe ich vielleicht selber - unbewusst - zur möglichen hormonellen Beeinträchtigung meiner Kinder (bis hin zur möglichen Infertilität) beigetragen.

    Ich hoffe, ich kann aber wenigstens einigen von Euch Bald- und Frischeltern mit diesem thread helfen, zumindest den beschriebenen (s. link) Risikofaktor auszuschließen.

    Mit dickem Kloß im Hals.. und ´ner rasant anwachsenden, gehörigen Portion Wut:
    frowlein

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • frowlein
    Blastozyste
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    714
    • 3. Oktober 2009 um 11:52
    • #2

    Re: !! Unfruchtbarkeit durch "alltägliche" Chemikalien in Schnullern + Fläschchen

    Hallo, Choli,

    die besagte Chemikalie wird bei den Schnullern über das sog. Plastikschildchen (Bärchen-, Ring- oder Herzform), also dem "Stopper", auf den Saugbereich übertragen.

    Im Fall der Flaschen ist es wohl der Plastikdeckel, über den die Sauger kontaminiert werden, bzw. auch das Material der Flasche selbst.
    Letzteres ist wohl leicht zu umgehen, in dem man Glasfläschchen benutzt.

    lg,
    frowlein

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • bijou_79
    8-Zeller
    Beiträge
    83
    • 3. Oktober 2009 um 17:55
    • #3

    Re: !! Unfruchtbarkeit durch "alltägliche" Chemikalien in Schnullern + Fläschchen

    in meinem stammforum wird dieses thema auch gerade disskutiert, nachdem diese woche bei punkt 12 ein bericht zum thema gifftige schnuller kam.

    ich selber habe diesen bericht nicht gesehen, halte diese ganze sache aber für reine panikmache!!
    für mich ist punkt 12 in fernsehen, was die bild unter den tageszeitungen ist.

    täglich schnullern millionen babys! und wieviel davon haben nun einen schaden, der auf bp a zurück zu führen ist??

    auch löst sich das bp a nur bei kontakt mit hitze! nuckel kocht man gewöhnlich vor dem ersten einsatz sowieso aus und im kindermund werden sie keiner hitze ausgesetzt.

    viele flaschen- und nuckelhersteller verweisen darauf, daß sie kein bp a mehr in ihren produkten verwenden ( zb. mam, nuk).

    und was machen wir erst später, wenn die kinder größer werden??
    verbieten wir ihnen dann das spielzeug?? es könnte ja mit weichmachern behandelt worden sein und wer weiß, womit die schönen bunten holzbauklötze lackiert wurden.

    1. EZS 05/08 Negativ
    2. EZS 08/08 Negativ
    3. EZS (Kryo) 10/08 POSITIV :)

    Es gingen eine ganze Weile, vier große Füße ganz alleine.
    Nun gehen Schritt für Schritt, zwei winzig kleine Füße mit.

  • frowlein
    Blastozyste
    Reaktionen
    3
    Beiträge
    714
    • 3. Oktober 2009 um 18:24
    • #4

    Re: !! Unfruchtbarkeit durch "alltägliche" Chemikalien in Schnullern + Fläschchen

    Zitat: "täglich schnullern millionen babys! und wieviel davon haben nun einen schaden, der auf bp a zurück zu führen ist??"

    Gute Frage!

    Zitat: "und was machen wir erst später, wenn die kinder größer werden??"

    SEHR gute Frage!
    Besser wäre folgende: Wie können wir schon den Embryo schützen?

    Zitat: "viele flaschen- und nuckelhersteller verweisen darauf, daß sie kein bp a mehr in ihren produkten verwenden"

    Ja, und Contergan war "nur ein harmloses Schlafmittel" ... :x Die Generation meiner Mutter kann dazu einiges sagen!!!

    FAKT: Es ist nicht richtig, dass BP A sich erst durch Hitzeeinwirkung löst. Schnuller auskochen bringt gar nichts. Wegschmeißen hingegen schon.

    Ich verweise hierzu auf den von mir geposteten link und die dahinter liegende Studie, die vom BUND veröffentlicht wurde. Mit "Punkt 12"- Lautsprecherei hat das nichts zu tun.

    Hier ein paar Auszüge aus der besagten Studie für diejenigen unter Euch, die es interessiert und die zwischen vermeintlich "reiner Panikmache" und fundierter Faktenlage unterscheiden können:

    "Bisphenol A ist ein Beispiel für einen Stoff, der in großen Mengen
    hergestellt und verarbeitet wird. Obwohl er natürlich nicht
    vorkommt, kann er in fast allen Umweltmedien nachgewiesen
    werden, auch im Körper des Menschen, im Blut und Urin – überall
    auf der Welt. Gleichzeitig ist dieser Stoff in der Lage, bereits
    in sehr geringen Mengen die Gesundheit von Tieren und Menschen
    zu beeinträchtigen. Er zeigt hormonartige Wirkungen, die
    bereits bei extrem geringen Konzentrationen das sehr komplexe
    hormonelle Steuerungssystem unseres Körpers beeinflussen.
    Geschieht dies während besonders sensibler Phasen, wie etwa
    während der Schwangerschaft oder in der Kindheit, kann dies
    gravierende Folgen z.b. bei der Entwicklung des Nervensystems
    und anderer Organe haben.
    Um die Bewertung der Gefährlichkeit der bereits jetzt vorliegenden
    Umwelt- und Humanbelastungen wird eine kontroverse
    Diskussion geführt. Eine Interessenpolitik, die Schäden erst
    dann als wahr akzeptiert, wenn diese bereits in großem Umfang
    eingetreten sind, steht einer Politik entgegen, die sich am Vorsorgeprinzip
    orientiert, d.h. Maßnahmen zum Schutz von Umwelt
    und Gesundheit auch dann einfordert, wenn es wiederholte
    und nachvollziehbare Hinweise für ein beträchtliches Schädigungsvermögen
    gibt, auch wenn der letzte Beweis im Detail
    noch aussteht. Bei Asbest und Holzschutzmitteln hat Letzteres
    viele Jahre gedauert, mit gesundheitlichen Auswirkungen, deren
    Ausmaß erschreckend ist.

    Bisphenol A ist ein chemischer
    Stoff, der das Hormonsystem von Menschen und Tieren beeinträchtigt,
    da er östrogenartige Wirkungen hat.
    Hormonartige Stoffe folgen nicht den klassischen Konzepten
    der Toxikologie. Dort gilt die Vorstellung, dass die Schädlichkeit
    einer Substanz mit der Höhe der vorliegenden Konzentration
    wächst: Je höher die Dosis, desto stärker ist die Wirkung. Man
    geht dabei von der Existenz eines Schwellenwertes aus, unter
    dem eine Chemikalie keinen Effekt auf den menschlichen Körper
    hat. Dieses Konzept beruht auf der Vorstellung, dass Mechanismen
    des Körpers in der Lage sind, mit einem Fremdstoff
    unterhalb dieses Schwellenwertes umgehen zu können, ihn zum
    Beispiel entgiften zu können.
    Bei den endokrin wirksamen Stoffen ist diese traditionelle Herangehensweise
    in Frage zu stellen: Bereits extrem kleine Mengen
    endokrin wirksamer Stoffe können das hormonelle Netzwerk
    stören und Schäden hervorrufen. Während beim Erwachsenen
    eine bestimmte Konzentration eines Stoffes ohne
    Auswirkung bleiben kann, sind insbesondere während der
    Schwangerschaft, in der frühen Kindheit und in den sensiblen
    Phasen der Entwicklung des Fortpflanzungssystems gravierende
    Auswirkungen, möglicherweise mit Missbildungen und bleibenden
    Schäden von Organfunktionen möglich.

    Es kann davon ausgegangen werden, dass die meisten Föten,
    Kinder und Erwachsene in den Industrieländern eine Konzentration
    im Bereich von 0,3 bis 4,4 μl/l BPA im Gewebe und in Körperflüssigkeiten
    aufweisen (Chapel Hill Abschlussbericht 2007).
    Für Kinder und Säuglinge wurden um bis zu einem Faktor 10
    höhere Werte ermittelt wie für Erwachsene. Dies steht im Einklang
    mit einem aktuellen Bericht im Auftrag der kanadischen
    Regierung, die die tägliche Aufnahme auf 0,8 bis 4,3 Mikrogramm
    pro Kilogramm (μg/kg) Körpergewicht schätzt, wobei
    der Aufnahmepfad Nahrung der bedeutendste ist (Health Canada
    2008)."

    Quelle: http://www.bund.net/fileadmin/bund…bisphenol_a.pdf


    FRAGE: Wer von Euch kennt die Auslöser seiner diagnostizierten Immun-/ Infertilitätsproblematik?
    Ergänzung, 4.10.09: Unfälle und Folgen operativer Eingriffe außen vor gelassen.

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • glueck07
    Morula
    Beiträge
    570
    • 3. Oktober 2009 um 19:15
    • #5

    Re: !! Unfruchtbarkeit durch "alltägliche" Chemikalien in Schnullern + Fläschche

    Liebe Frowlein, liebe Choli,
    Danke Frowlein für das Einstellen des PDF`s.
    M.W. darf seit 2004 Bisphenol A in den USA/Canada bei der Herstellung von Babyflaschen/ Schnullern nicht mehr eingesetzt werden. Das war für mich ein Alarmzeichen... die deutschen Gesetzgeber sind da Schlafmützen. Die Markenhersteller regulieren jedoch endlich nach. Leider hilft kein Auskochen bei Bisphenol A -Belastung, im Gegenteil, je weiter die Oberflächen angeschabt werden, desto mehr BP A wird freigesetzt. Es gibt jetzt HP A freie Fläschchen, nun ist aber nicht gesagt, ob die neuen Inhaltsstoffe in 10 Jahren noch rückblickend gesund sind . Ich kann nur froh sein, dass ich ein Jahr gestillt habe und mein Baby keinen Schnuller wollte...war nicht immer toll, denn so ein Schnuller beruhigt ja das Kind und die Nerven der Mutter.
    Wie immer, bei den wirklich wichtigen Dingen im Leben, muss Frau selber entscheiden.
    Panikmacherei ist die BP A Diskussion keinesfalls. Ich habe selbst in der Familie zwei Mädchen, die mit 25 Jahren keinen Eisprung mehr haben, bzw über Hormongabe (Clomifen) erst einen bekommen konnten. Beide Mädchen wurden nicht gestillt, haben bis zum Alter von 5 Jahre an den Flaschen genuckelt, sind früh reif geworden und haben jetzt Probleme mit IHren Zyklen bzw mit dem Kinder kriegen. Kann natürlich auch durch eine zu frühe Pillengabe kommen, kein FA hat dafür eine plausible Erklärung.
    [b]Die BP A Verbreitung geht ja im Alltag weiter, was ist mit Frischhaltefolien, Plastikgeschirr und eingeschweißter Wurst/ Käse. BP A wird besonders gern von Fett aufgenommen.

    Guten Gruß vom Glücksberg

    Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
    Demokrit, griech. Philosoph

  • bijou_79
    8-Zeller
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    83
    • 3. Oktober 2009 um 22:20
    • #6

    Re: !! Unfruchtbarkeit durch "alltägliche" Chemikalien in Schnullern + Fläschchen

    Zitat

    FRAGE: Wer von Euch kennt die Auslöser seiner diagnostizierten Immun-/ Infertilitätsproblematik?

    ich kenne das auslösende ereignis, welches als spätfolge infertilität für mich bedeutete.

    Zitat

    "Bisphenol A ist ein Beispiel für einen Stoff, der in großen Mengen
    hergestellt und verarbeitet wird. Obwohl er natürlich nicht
    vorkommt, kann er in fast allen Umweltmedien nachgewiesen
    werden, auch im Körper des Menschen, im Blut und Urin – überall
    auf der Welt.

    selbst wenn ich meinem kind nun seinen schnulli wegnehme, so werde ich es doch nicht langfristig vor bp a schützen können.
    es ist wichtig, daß aufgeklärt wird, aber einem kind nun seinen schnuller wegzunehmen, um es so vor eventueller späterer infertilität zu schützen, halte ich schlichtweg für sinnlos.

    1. EZS 05/08 Negativ
    2. EZS 08/08 Negativ
    3. EZS (Kryo) 10/08 POSITIV :)

    Es gingen eine ganze Weile, vier große Füße ganz alleine.
    Nun gehen Schritt für Schritt, zwei winzig kleine Füße mit.

  • frowlein
    Blastozyste
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    714
    • 4. Oktober 2009 um 09:00
    • #7

    Vorbeugen gegen BP A

    Ja, Fortuna, ganz richtig: Mit dem Wegschmeißen von Schnullern allein ist es nicht getan! Aber für den Anfang schau doch mal, welcher das "geringere Übel" wäre:

    aktuelle Belastungswerte: Ergebnisübersicht Bisphenol A in Babyschnullern --> http://www.bund.net/bundnet/themen…/babyschnuller/


    Was kann ich tun?

    1 ) Auf Polycarbonat sollte bei Lebensmittelkontakt verzichtet werden. Kunststoff mit dem Recyclingcode 7 („andere Kunststoffe“) ist häufig Polycarbonat, das Bisphenol A enthält. Manchmal werden diese Produkte mit dem Kürzel „PC“ (als Abkürzung für Polycarbonat) gekennzeichnet.

    2 ) Nicht gekennzeichnete Kunststoffe meiden Häufig erfolgt keine nähere Kennzeichnung der Kunststoffe. Diese Produkte sind ebenfalls nicht sicher, denn auch
    hier kann es sich um Polycarbonat oder andere bedenkliche Kunststoffe handeln. Fragen Sie Ihren Händler, weshalb keine Kennzeichnung erfolgt. Im Zweifelsfall sind Alternativen
    aus Glas, Keramik, Edelstahl oder den entsprechend gekennzeichneten und geeigneten Kunststoffen besser.

    3 ) PVC ist keine Alternative, es ist aus mehreren Gründen problematisch: Produkte aus PVC (Recyclingcode 3) und PVC-Folien können ebenfalls BPA enthalten. Neben den
    möglicherweise vorhandenen toxischen Monomer-Resten (Vinylchlorid) sind in PVC in der Regel hohe Konzentrationen von Weichmachern (Phthalate) enthalten, die ebenfalls
    die Gesundheit gefährden können. PVC schädigt darüber hinaus bei der Herstellung und der Entsorgung die Umwelt. Die Frischhaltefolien, die an Endverbraucher verkauft werden,
    sind jedoch in der Regel aus Polyethylen und unproblematisch.

    4 ) Lebensmittel sollten nicht in Kunststoffbehältern erhitzt werden
    Lebensmittel sollten grundsätzlich nicht in Kunststoffbehältern erhitzt werden. Für die Lagerung in Kunststoffbehältern sollten erhitzte Lebensmittel vorher abgekühlt werden.

    5 ) Konservendosen:
    Beschichtete Konservendosen können Bisphenol A an den Inhalt abgeben. Vor allem bei Säuglingen und Kindern gilt: Auf Konservendosen verzichten

    6 ) Beim Zahnarzt:
    Frage Sie Ihren Zahnarzt, ob die Zahnversiegelung oder Kunststofffüllungen Bisphenol A enthalten. Gegebenenfalls verzichten Sie darauf.


    Lebensmittelverpackungen und -lagerung:

    Die sichere Alternative wählen

    • Lebensmittel in Glas-, Keramik- oder Edelstahlbehältern lagern
    • Frische und lokal erzeugte Produkte sind die erste Wahl
    • Bei Kontakt zu Lebensmitteln sollten die relativ sicheren Kunststoffe benutzt werden:
    Polyethylen, PE (Recyclingcode 2 oder 4) und Polypropylen PP (Recyclingcode 5)


    "BPA in Babysaugern: Bedrohliche Überraschung
    Ein Teil eines Schnullers ist das sogenannte Schild, ein Kunststoffplättchen, an dem der eigentliche Sauger befestigt ist. Dieser Schild besteht bei vielen Produkten aus Polycarbonat. Da Polycarbonat aus BPA hergestellt wird, ist das Auftreten von BPA dort nicht überraschend.
    Die vorliegenden Ergebnisse weisen jedoch auf noch auf zwei Aspekte hin, die die bisherige Einschätzung über die möglichen Quellen der Belastung und die Bewertung der Belastungssituation in einem neuen Licht erscheinen lassen:

    - Manche Anwendungsbereiche von BPA sind nicht bekannt. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass BPA bei der Produktion eines Kunststoffes etwa als oxidationshemmender Zusatzstoff eingesetzt wird, wie dies beim PVC der Fall ist, ohne dass der Verarbeiter oder der Handel etwas darüber erfährt.
    Es liegen keine Informationen darüber vor, ob dies bei Latex oder Silikon auch der Fall sein kann.

    - BPA, welches nicht fest gebunden ist, kann aus einem Material in ein anderes wandern, dies
    bezeichnet man als Migration. In bestimmten Stoffen reichert sich dann BPA an. So kann BPA auch in Materialien nachweisbar sein, die ursprünglich kein BPA enthielten.

    Schädliche Wirkungen von BPA

    BPA ist ein chemischer Stoff, der das Hormonsystem von Menschen und Tieren beeinträchtigt, da er östrogenartige Wirkungen hat. Das Hormonsystem reguliert viele Körperfunktionen, dazu gehören Stoffwechsel, Immunsystem, Verhalten und Wachstum sowie die Organentwicklung während der Schwangerschaft und in der Kindheit. Die Störung des Hormonsystems durch hormonell wirksame Schadstoffe wurde mit verfrühter Geschlechtsreife bei Mädchen, eine Zunahme von Fettleibigkeit bei Erwachsenen und Jugendlichen, Diabetes Typ 2 (früher als Altersdiabetes bezeichnet), einer Zunahme an Prostata- und Brustkrebsfällen, sowie mit der Abnahme der Spermienzahl und Fehlbildungen der
    Sexualorgane in Verbindung gebracht. Es spricht vieles für die Annahme, dass hormonelle Schadstoffe einen wesentlichen Beitrag zum Anstieg einiger Zivilisationskrankheiten leisten (Übergewicht, Herz- Kreislauferkrankungen, bestimmte Krebsformen, Rückgang der männlichen Fruchtbarkeit).

    Kinder sind besonders gefährdet
    Kinder sind keine kleine Erwachsenen. Sie haben einen intensiveren Stoffwechsel und ihre Organe befinden sich noch in der Entwicklung. Speziell bei hormonartigen Schadstoffen gilt: Bereits geringe Veränderungen des Hormonhaushalts können zu gravierenden Schäden im späteren Leben, bei einer Schädigung der Sexualorgane auch der nächsten Generation führen. Untersuchungen während der kritischen Entwicklungsphasen von Föten im Mutterleib weisen darauf hin, dass BPA während der Phasen vor und nach der Geburt besonders schädlich ist und sogar Auswirkungen auf Folgegenerationen haben kann.
    Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass Kinder diese Schadstoffe tatsächlich aufnehmen. Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes (UBA) umfasst Untersuchungen des Urins von 3- bis 14-jährigen Kindern. BPA wurde in 99% der Proben nachgewiesen.

    Niedrig-Dosis-Effekte
    Zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen zeigen im Tierversuch Wirkungen des BPA bereits bei extrem niedrigen Konzentrationen. Effekte auf Hormonrezeptoren wurden bereits bei Konzentrationen gefunden, die im Menschen häufig gemessen werden, oder sogar deutlich darunter. Sie liegen zum Teil unterhalb des Wertes, der von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit als tolerable Aufnahmemenge (tolerable daily intake, TDI) veröffentlicht wurde. Zahlreiche Wissenschaftler haben wiederholt sehr klar ausgedrückt, dass sie diesen Wert für deutlich zu hoch halten.

    Für Lebensmittel und Getränke kommen als wesentliche Quellen für eine direkte Belastung in Frage (siehe Tabelle 4) :
    • Behältnisse aus Polycarbonat, insbesondere Babyfläschchen,
    • PVC-Folien,
    • Recyclingkartons,
    • Innenbeschichtungen (Epoxidlacke oder PVC) von Konservendosen

    Die Freisetzung von BPA aus zahnmedizinischen Produkten ist umfassend belegt. BPA wird für die Produktion von Zahnversiegelungsmitteln, Kleb- und Füllstoffen verwendet (Vandenberg et
    al. 2007). Sowohl im Speichel als auch im Urin von Menschen, die zuvor mit diesen Materialien behandelt worden waren, konnte BPA in relevanten Mengen nachgewiesen werden. BPAKonzentrationen, wie sie nach einer Behandlung beim Menschen im Blut festgestellt wurden, zeigten in Untersuchungen an Nagetieren negative, östrogenartige Auswirkungen (Joskow et al. 2006).

    Offenbar manifestieren sich östrogene Effekte schon sehr früh in der Entwicklung der Eizelle und führen zu Chromosomen-Anomalien. Die Befunde sind generationsübergreifend: Wenn die
    (Versuchstier-, Anm. frowlein) Föten zu erwachsenen Tieren herangewachsen waren, zeigten sie eine signifikant größere Anzahl von Eizellen und Embryonen mit abnormen Chromosomen. Das heißt, Niedrig-Dosis-Belastung während der Schwangerschaft hat Auswirkungen auf mehrere Generationen; sie erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Enkel abnorme Chromosomen haben“ (Susiarjo et al. 2007)."

    Quelle: http://www.bund.net

    Bj.62, POF dx 1999,
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