Hallo zusammen,
Bevor ich mit meiner Frage mit der Tuer ins Haus falle, wollte mich erstmal kurz vorstellen, da ich neu hier bin. Ich war schon ein paar mal als Gast da und habe ein bisschen rumgelesen und versucht mir vorzustellen, wie es sich wohl anfuehlt, tatsaechlich EZS im Ausland in Angriff zu nehmen. Nun ja, jetzt haben wir seit dieser Woche Gewissheit: Der dritte und letzte ICSI-Versuch mit eigenen ES war negativ. Eigentlich dachte ich, jetzt bricht erstmal die Welt zusammen. Komischerweise fuehle ich mich im Moment eher erleichtert...
Mein Mann und ich versuchen seit 7 Jahren ein Baby zu bekommen. Dies waren die anstrengendsten Jahre ueberhaupt. Mittlerweile bin ich 37 und fuehle mich schrecklich alt. Ich hatte Endometriose und mir wurde vor 15 Jahren ein halber Eierstock entfernt. Mir wurde damals gesagt, dass es bei mir mit dem Schwangerwerden "etwas laenger dauern" koennte. Wie harmlos aus heutiger Sicht diese Formulierung klingt! Zum Problem mit der Endo kommt dann auch noch, dass ich allergisch auf das Sperma meines Mannes reagiere. Die Schwimmerchen werden durch mein Immunsystem sofort kalt gestellt. Eine natuerliche Schwangerschaft fief damit komplett weg. Ich wuenschte nur ich haette das eher gewusst. Der erste Arzt vor 5 Jahren hatte dies nicht erkannt und wir haben auf natuerlichem Weg weiterprobiert. Erst der neue Arzt vor 3 Jahren hat es bemerkt. Also folgten 6 IUI-Versuche, die alle negativ waren. Dann die Nachricht, dass mein Mann zu wenige hochmobile Schwimmerchen hat... Der naechste Tiefschlag also... Auf die Stimu fuer die ICSIs habe ich dann aufgrund meiner verminderten Eizellreserve erdenklich schlecht reagiert. Immer nur wenige befruchtete Eizellen...
So... jetzt stehen wir ernuechtert und ein paar tausend Euro leichter wieder am Anfang und sind am Ueberlegen, in einer tschechischen Klinik unser Glueck zu versuchen. Allerdings habe ich den totalen Horror vor den erneuten Hormoncocktails... Synchronisation, GS-Aufbau, Downregulierung... Mir wird schon schlecht, wenn ich nur daran denke. Daher nun meine Frage:
Gibt es Leute im Forum, die auf den Transfer von frischen Embryonen verzichtet haben und stattdessen die Kryos mit nach Hause genommen haben? Ich sehe den Vorteil, dass ich nicht Synchronisieren... muss und kann die Eisbaerchen ohne Stress bei meinem dt. Arzt in einem natuerlichen Zyklus transferiert bekommen. Bislang habe ich einen regelmaessigen Zyklus. Hormonwerte und GS waren immer gut. Mir ist klar, dass die Chancen etwas geringer sind, da beim Auftauen manchmal Embryos kaputt gehen. Fuer mich waere es aber trotzdem eine Alternative, da der enge Terminplan und die Medis Stress pur bedeuten. Und diesen Stress kann ich einfach nicht mehr an mich ran lassen... Hat jemand Erfahrungen mit diesem Weg gemacht?
Danke schon mal fuer evtl. Rueckmeldungen!
Viele Gruesse
Dakota