Hallo an alle,
ich bin heute auf Euer Forum gestoßen, musste vorhin schon viel weinen, als ich so manche Beiträge gelesen haben, habe aber auch ein paar Informationen für mich heraus"ziehen" können und brauche nun mal euren Rat.
Aber zuerst mal zu unserer Geschichte:
Wie bereits im Betreff genannt bin ich 27 Jahre alt.
Mein Mann ist 29.
Im Jahr 2000 (als ich also 19 war) wurde ein Eierstock entfernt, da ich einen Tumor (Dermoid=mein eigener Zwilling) hatte. Im Jahr 2007 stellte man die gleiche Diagnose und es musste auch mehr als die Hälfte des anderen Eierstocks entfernt werden.
Im März letzten Jahr erfolgte dann ein ICSI Versuch (hier in Deutschland) - leider negativ. Mit der höchsten Dosierung der Medikamente (Gonal F, Utrogest und vaginale Einfuhr von Viagra, da die Schleimhaut sehr schlecht war), entwickelten sich anfangs nur 3 Follikel (oder Eibläschen) und nur bei einem kam´s zur Befruchtung (schon ernüchternd wenn man sieht, dass sich bei der Frau "nebenan" über 18 Eibläschen entwickelt haben
)
Nach 3 Wochen liegen kam dann wie gesagt der neg. SST.
Wir haben das Thema dann erst mal ruhen lassen - haben die Klinik gewechselt, da wir wirklich mehr als unzufrieden waren (Service, Unfreundlichkeit, Massenabfertigung, Wartezeit von über 3 Stunden trotz Termin, usw).
Nun sind wir in einer anderen Klinik, wo man nun mal noch weiter Bluttests gemacht hat.
U.a. ein Test bei dem wohl die "Fruchtbarkeit" gestestet werden konnte. Den genauen Fachbegriff weiß ich nun nicht mehr, den Befund habe ich aber angefordert. Er sagt wohl aus, dass es in meinem bißchen Eierstock keine Eibläschen mehr gibt.
Ein sehr ernüchterndes Ergebnis, von welchem wir nun seit letztem Freitag wissen ![]()
Die Ärztin hatte nur mit meinem Mann gesprochen und gesagt, dass nun nur noch eine EZP möglich wäre, was ja in D verboten ist. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass sich bisher alle Ärzte (war nun in den letzten Jahren/Monaten bei 7 Ärzten) über meine schlechte Schleimhaut "beschwert" haben.
Also sehe ich auch hier sehr erschwerte Bedingungen, wobei ich es auf jeden Fall versuchen würde.
Mein Mann steht dem ganzen leider noch negativ gegenüber. Irgendwie kann ich es auch ein wenig nachvollziehen. Eizellen einer "fremden" Frau - trotzdem die evtl. einzige Chance auf ein "eingenes" Kind, dass zumindest zur Hälfte unsere Gene hat.
Nun habe ich vielen Fragen:
1.)
Hattet ihr am Anfang auch solche Zweifel? Bzw. Eure Männer?
2.)
Nun habe ich auch bereits Berichte gelesen, dass man in manchen Ländern seine eigenen EZS mitbringen muss, dann aber vor Ort die Eizellen einer anderen (anonyomen) Spenderin bekommt.
Hat jemand von euch eine Übersicht, wo welches Verfahren angewandt wird und wo es was kostet?
Wir stehen (leider) noch ganz am Anfang...:-(
3.)
Hattet ihr jemals Angst vor Krankheiten? Ich habe z.b. mal gelesen, dass die Spenderinnen zwar auf HIV getestet werden, aber ja z.b. das Virus erst nach 6 Wochen getestet werden kann. Sollte sich die Frau also in diesem Zeitraum infiziert haben, und mir die EZ eingesetzt werden, hätte ich ja auch hier ein großes Risiko.
4.)
Was für Frauen spenden EZ? Ich weiß nun gar nicht wie ich mich hier am besten ausdrücken soll....sind das Frauen, die einfach nur auf das Geld aus sind? Ich meine, es wird ja sicherlich nicht auf gewisse Dinge wie Intelligenz, o.ä. getestet. Versteht mich bitte bitte nicht falsch...ich weiß nun leider gar nicht, wie ich es sagen soll...vielleicht versteht mich ja jemand.
5.)
Achten die Ärzte wirklich auf das Äußere der Spenderin und kann man überall wünsche äußern? Haarfarbe, Typ, Größe, Gewicht, usw? Wie stellt man sicher, dass man auch genau diese Eizellen bekommt? (ich meine der Arzt kann einem ja viel erzählen...)
Natürlich weiß ich, dass hier einfach ein gewissen Maß ein Vertrauen gegenüber dem Arzt notwendig ist - aber zur Zeit bin ich einfach sehr skeptisch. Vielleich hängt dies auch mit den negativen Erfahrungen des deutschen Kinderwunschzentrums zusammen. Dort wurde mir z.b. der Mund verboten, als ich eine Frage stellte. Im Gespräch (nicht der Untersuchung!) fragte ich, ob mein Mann dazu kommen dürfte, worauf ich die Antwort erhielt, dass man den hier jetzt nicht bräuchte, usw...
Leider ist dies eine Klinik in Karlsruhe, die eine sehr gute Erfolgsquote hat - aber menschlich einfach mehr als schrecklich....
Nun - sicherlich fallen mir in den nächsten Stunden noch viele Fragen ein.
Mich würde es interessieren, welchen Rat ihr mit für den nächsten Schritt geben würdet.
Und wie ich meinen Mann auf meine Seite ziehen kann....Er wünscht sich auch sehnlichst ein Kind - aber eben eigentlich von mir. Und ich bin eben der Meinung, dass ich das Kind in mir aufwachsen spüren möchte, bevor wir uns weiter über das Thema Adoption Gedanken machen würden...
Nun hoffe ich sehr auf Eure Antworten und wünsche allen einen schönen Abend.
GLG
Cutie